Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Mittwoch, 22. Dezember 2010

Politik

Politik: „das Verhältnis zwischen den Klassen“ (Lenin, Bd. 32, S. 231) in Bezug auf die politische Macht, auf den Staat; sie ist das Wechselverhältnis zwischen allen Klassen und Schichten einer Gesellschaft, zwischen den Staaten und Nationen. Die Politik ist eine historische Erscheinung. Sie entsteht mit dem Privateigentum an Produktionsmitteln. Sie ist der „konzentrierte Ausdruck der Ökonomik“ (Lenin, Bd. 32 S. 15), ihre Verallgemeinerung und Vollendung, d. h., in ihr finden die grundlegenden Klasseninteressen ihren Niederschlag. Die Politik durchdringt alle Bereiche des gesellschaftlichen Lebens. Der Inhalt der Politik nach innen und außen wird durch die Interessen der jeweils herrschenden Klasse bzw. eines Klassenbündnisses bestimmt. Es ist zwischen den Interessen und Beziehungen der Klassen und ihrer Parteien innerhalb eines Staates (Bereich der Innenpolitik) sowie den Interessen und Beziehungen zu anderen Staaten (Bereich der Außenpolitik) zu unterscheiden.
Das System der politischen Beziehungen bildet die Grundlage für die praktische Politik der Klassen und ihrer Parteien, d. h. Für den bewussten, organisiert geführten politischen Kampf, der zum Ziel hat, die Staatsgewalt zu erobern und mit ihrer Hilfe die Klasseninteressen durchzusetzen und zu sichern (Klassenkampf). Zugleich entwickeln die verschiedensten Klassen ihre politische Ideologie, welche ihre Interessen und Ziele mehr oder weniger adäquat zum Ausdruck bringt. Ziel und Inhalt der Politik bestimmen die Methoden und Mittel sowie die Formen des politischen Kampfes. Politische Ideen und Einrichtungen gehören zum Überbau der Gesellschaft. …
Aus „Kleines Politisches Wörterbuch“ Dietz Verlag Berlin 1986 S.737

Sonntag, 28. November 2010

Der Krieg gegen das eigene Volk wurde verkündet, ...

Die Linke lobt De Maiziere…,“ ist hier die Frage und Aussage zugleich. Ein interessanter Beitrag zu einer Rede eines Abgeordneten der Linken vor dem Bundestag. Das Video der Rede findet sich hier und bestätigt die Aussagen im obig verlinkten Text sehr gut. Zum Text selbst habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Um den Krieg nach außen zu rechtfertigen, muss er im inneren ankommen, so die Intention!?
Was ist schon Links, wenn nicht eine Bezeichnung für einen schwer zu definierenden Brei sich links sehender und gebender Politiker! Entsprechenderweise bietet diese Bezeichnung natürlich auch die Möglichkeit sich undifferenziert zu positionieren.
Und einmal davon abgesehen, dass der Redner sich, dem Link folgend,  an einem Pult festhielt, und trotzdem es vermochte vor der Regierungsbank einen Kniefall zu machen, hast Du nicht nur damit Recht.

Was wird eigentlich gerettet?

Gedanken zu einem Text!
Hier fand ich einen interessanten Text zu den gegenwärtigen Ereignissen innerhalb der EU. Es wird gut herausgestellt, was die eigentlichen Hintergründe der Politik der „Rettungsschirme“ von deutscher Seite aus ist. Zum Text selbst sind mir folgende weiterführende, und Bezug nehmende Gedanken gekommen:
Die herrschenden Kreise der europäischen Hegemonialmacht Deutschland formen die EU in ihrem Interesse und die gegenwärtige Krise beschleunigt diesen Prozess nicht unerheblich. Dabei wird diesen Bestrebungen kaum nennenswerter Widerstand von den Regierungen der einzelnen Staaten entgegengebracht.

Eine Frage der Loyalität!?

Oft fiel im Zusammenhang meiner Auseinadersetzung mit dem Geschäftsführer der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH der Begriff Loyalität. So heißt es im Schreiben des Vorsitzenden des Aufsichtsrates der Quedlinburg-Tourismus-Marketing GmbH entsprechend: „Sie sind Auftragnehmer der QTM GmbH und damit zur Loyalität gegenüber dieser verpflichtet, ähnlich einem Arbeitnehmer innerhalb der QTM.“ Das der Herr damit der vorgeblichen Freiwilligkeit von Loyalität widerspricht, wie zum Beispiel bei Wikipedia nachzulesen, programmiert einen Loyalitätskonflikt nicht nur vor, sondern widerspricht auch der Art und Weise der ausgeübten Tätigkeit. Wobei ich in diesem Zusammenhang nochmals anmerke, dass meine Kritik nicht der QTM GmbH gegolten hat, sondern der undifferenzierten Vorgehensweise ihres Geschäftsführers Herrn Bracht. Wie es aber im Falle vorgeblicher Unfehlbarkeit oft ist, wird vom eigentlichen Kritikpunkt abgelenkt und der Ablenkung von der eigenen Fehlbarkeit wegen, eine andere Ebene gewählt. In diesem Zusammenhang wird allgemein oft, um die eigene Kritikunwürdigkeit herauszuheben, mit Halbwahrheiten, Ablenkungen und Lügen gearbeitet, welches dann auch Verteidigung erfährt, um bestehende Strukturen und strukturelle Verhältnisse nicht in Frage zu stellen.

Montag, 22. November 2010

Verschiebungen im Machtgefüge!

„Amerikas Weltherrschaft ist aus und nun?“
Unter diesem Titel findet sich hier ein interessanter Beitrag zur veränderten Rolle der USA in der Welt. In diesem Zusammenhang ist aber nicht von Amerika zu schreiben, da der amerikanische Kontinent wesentliche größer ist, als das Territorium der Hegemonialmacht USA, um welche es im Beitrag geht. Dabei ist die US-amerikanische Vormachtstellung in der Welt sicher noch nicht gebrochen, sondern etwas ins Wanken geraten. Ökonomisch haben die USA in den letzten Jahrzehnten immer mehr an Einfuß verloren, was letztlich auch Auswirkungen auf ihren politischen Einfluss in der Welt hat. So hat sich die US-amerikanische Volkswirtschaft immer mehr zu einem Dienstleister entwickelt, bis hin zum  riesigen Militärapparat der verschiedensten imperialen Interessen dient. So hat sich die BRD z. B. zwar an Kriege der Vergangenheit aus den verschiedensten Gründen nicht militärisch beteiligt, aber durchaus finanziell die USA unterstützt, wie jüngst im Irakkrieg.
Ob sich die US-amerikanische Politik nun von ihrer Führungsrolle verabschiedet hat, wie in diesem Beitrag verkündet, welcher sich mit Folgen des letzten G20 Gipfel beschäftigt, ist anzuzweifeln. Dass die Führungsrolle der USA bröckelt, kann hingegen nicht übersehen werden. In diesem Zusammenhang sei aber nicht nur auf die Rolle Chinas, der BRD oder anderer Länder mit Exportüberschüssen verwiesen, sondern auch auf die Machtkämpfe innerhalb und unter den imperialen Machtzentren selbst.
Etwas irreführend ist in diesem Zusammenhang die Liste der Mächtigen, auf welche verwiesen wird und hier zu finden ist. So gab es auf der Liste der Mächtigsten Männer und Frauen dieser Welt Veränderungen, und diese Liste wird nicht mehr vom US-Präsidenten angeführt, dessen Amt in der Vergangenheit eigentlich prädestiniert für den ersten Platz war, sondern von einer chinesischen Führungspersönlichkeit. Letztlich sind solche Listen maximal Makulatur, da Macht in dieser Gesellschaft weniger von einzelnen Personen abhängig ist, als vielmehr von den gesellschaftlichen Verhältnissen. Macht ist notwendiger politischer, ökonomischer und ideologischer Ausdruck konkreter sozialökonomischer Verhältnisse und ist an die Existenz einer herrschenden Klasse gebunden, das diese sich Repräsentanten wählt liegt in der Natur der Dinge. Und so wie sich die sozialökonomischen Verhältnisse verändern, verändert sich das ihnen entsprechende Machtgefüge, auch innerhalb einer bestimmten Gesellschaftsformation.

Sonntag, 21. November 2010

Der Krieg kommt ins Land! Kommt der Krieg ins Land?

Nun werden Ängste geschürt, in der Regel um Maßnahmen zu begründen und wen man den Medien Glauben schenken will, stehen die Bombenleger bereit und warten nur auf ihren Auftritt auf den Weihnachtsmärkten. So jedenfalls in der MZ von heute zu lesen, wenn getitelt wird, „Adventsmärkte im Visier der Terroristen?“ und dieses sogar auf der Titelseite! Da muss doch was dran sein, oder doch nur Hysterie? Letzteres wohl kaum, denn aus Berlin ist zu hören, „es gibt Grund zur Sorge, aber kein Grund zur Hysterie.“ Also liebe Bürger, werdet nicht hysterisch, vergesst eure sonstigen Sorgen und Sorgt euch um Terrorphantasien! Wenn das BKA „Terror-Vorbereitungen deutscher Islamisten registriert“, kann es sicher auch sagen wo die Anschläge stattfinden, jedenfalls wo sie stattfinden sollen. Den Widerspruch, welchen allein diese Aussage, im Zusammenhang mit den zu verbreitenden Sorgen, zumindest erahnen lässt, lassen wir einfach mal beiseite und schreiben ihm der Erhöhung der Vorfreudeweihnachtsstimmung zu! Werden doch die Menschen veranlasst, nicht nur in Erwartung der verschiedensten Leckereinen, verbunden mit der Vorfreude auf so manches Geschenk, über die Weihnachtsmärkte ziehen, sondern auch sorgenvollen Blickes, auf der Suche nach Bombenlegern. Dabei gibt die Politik die Richtung gleich vor, und so werden muslimisch aussehende besonders ins Blickfeld rücken. Die Bürger werden zur Wachsamkeit aufgerufen und angehalten, alles was ihnen dahingehend verdächtig erscheint, zu denunzieren. Gleichzeitig werden bis jetzt nicht sichtbare „Sicherheitsvorkehrungen so verstärkt, dass sie für die Bürger wahrnehmbar seinen.“ Und so werden wir in einem sicheren Land, endlich mit der Sicherheit direkt und all ihren Folgen konfrontiert. Aber nicht nur dass das BKA oben erwähnte Vorbereitungen registrierte, nein, es kommt noch viel schlimmer, denn es sind „vier bis fünf Islamisten aus dem indisch-pakistanischen Raum nach Deutschland unterwegs …, um hier Anschläge zu verüben.“ Und es kommt noch besser, denn, „die Islamisten sollen laut „Focus Online“ am 22. November in Deutschland eintreffen.“ Eigentlich fehlt nur noch die Angabe der Orte, wo die Bomben hochgehen sollen, immerhin vermeint man zu wissen, dass die „Anschläge „im Mumbai-Stil“ …(wobei) an verschienen Orten gleichzeitig Anschläge verübt“, werden. Erwähnt wird in diesem Zusammenhang, dass es bei solchen Anschlägen schon mal 166 Tote gab. Somit wird der Bürger schon einmal vorbereitet, was auf ihm so zukommen kann und in welche Richtung er seine Verdächtigungen zu richten hat.

Bei CDU steht Mittelalter, nicht der Mensch im Mittelpunkt!

Gestern erhielt ich per E-Mail folgenden Text eines Freidenkerkollegen, welchen ich gern veröffentliche. Angemerkt sei, dass ich mir erlabt habe entsprechende Verweise mit Links zu hinterlegen.

Bei CDU steht Mittelalter, nicht der Mensch im Mittelpunkt!
 
„Die Präimplantationsdiagnostik (PID) ist eine Methode, bei der im Reagenzglas erzeugte Embryonen vor der Einpflanzung in die Gebärmutter auf genetische Defekte untersucht werden. In Deutschland war nach Ansicht vieler Juristen die PID bisher durch das 1990 erlassene Embryonenschutzgesetz verboten. Der Bundesgerichtshof verwarf vor rund drei Monaten diese Rechtsauffassung und stellte klar, dass die Auswahl künstlich befruchteter Eizellen bei Paaren mit einer Veranlagung zu schweren Erbschäden erlaubt ist.
    In der schwarz-gelben Regierungskoalition wird derzeit heftig über eine zukünftige gesetzliche Regelung diskutiert. Vor allem in den Unionsparteien wird immer wieder ein Verbot der PID gefordert. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel unterstützt diese Forderung.“ [1]


Sonntag, 14. November 2010

Ein kleines ABC des Marxismus-Leninismus.

Nun mühe ich mich Begriffe* zu erfassen, so greife ich auf Wörterbücher aus vergangenen Tagen zurück und tippe weitestgehend ab. Dabei hätte so manche Aussage es durchaus verdient überarbeitet zu werden, nicht des grundsätzlichen Inhalts wegen, aber um einer zeitlichen Anpassung genüge zu leisten. Immerhin hat sich in den letzten 20 – 25 Jahren einiges verändert, ins besondere innerhalb der gesellschaftlichen Verhältnisse nicht nur hierzulande. Mit der DDR ist der erste sozialistische Staat auf deutschen Boden verschwunden, damit sind die Widersprüche innerhalb der kapitalistischen Gesellschaftsform der Bundesrepublik nicht verschwunden, sondern ganz im Gegenteil, sie treten immer offener und mit zunehmender Härte in Erscheinung. Oft werden diese aber nicht dem System entspringend angesehen, sondern menschlichen Verhaltensweisen, Eigenschaften, Charakterzügen, etc.  da es weitestgehend immer noch gelingt, die eigentlichen Ursachen für gesellschaftliche Probleme zu verschleiern und/oder von diesen abzulenken. Begünstigt werden die verschiedensten Ablenkungsmanöver durch weit verbreitete Ansichten auf Basis weltanschaulichen Idealismus. Der dialektische und historische Materialismus als ein untrennbarer Bestandteil der Weltanschauung der Arbeiterklasse, scheint selbst bei Linken in Vergessenheit geraten zu sein und einmal davon angesehen, dass selbst ein Klassenbewusstsein oft negiert wird, wird meist zur Weltanschauung des Bürgertums gegriffen. Die bürgerliche Ideologie hat ganze Arbeit geleistet und hat das Proletariat hierzulande, durch die verfälschte Darstellung seines Seins, in seinem Bewusstsein um Jahrzehnte zurückgeworfen.

Und wieder ein Eigenschafts-Gen!

Und wieder ein Eigenschafts-Gen!
Hier wird sich damit beschäftigt, dass verkündet wurde, ein Gen gefunden zu haben, was für menschliche Eigenschaften verantwortlich ist. Im Speziellen geht es um ein Altruismus-Gen, also ein Gen für „Selbstlosigkeit im Denken und Handeln, für Nächstenliebe“, sozusagen ein Jesus-Gen! Vielleicht? Aber mal ehrlich, da kommt man doch auf die komischsten Gedanken und wie soll es anders sein, sind wir doch alle Sprösslinge der aus der Rippe Adams gezeugten? Oder wurden wir doch aus Lehm gemacht, und haftet uns deswegen der erdige Geschmack an? Hauptsache es sind nicht die gesellschaftlichen Verhältnisse, welche so manche menschliche Eigenart hervorbringt, man könnte ja glatt auf falsche Gedanken kommen. Apropos falsche Gedanken, vielleicht gibt es ja auch dafür ein Gen? In diesem Sinnen habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:  

Kompletter Unsinn, eher praktischer, jede Eigenschaft ein Gen, jedes Gen eine Ausrede! Die Gene sind schuld, am Elend der Welt, auch wenn hier die Spendenfreundlichkeit erforscht wurde. Aber wussten wir nicht immer schon, … vom inneren Schweinehund? Jetzt wissen wir es besser, es sind die Gene, und für die kann wohl keiner was! Oder? Schöne kaputte heile Welt!

Eine Erinnerung.

Eine Erinnerung.
Gestern erhielt ich per E-Mail diesen Link, und heute über denselben Weg zwei weitere Links. Dabei handelt es sich bei den letzten beiden Links um denselben Text, nur an unterschiedlichen Orten im Netz veröffentlicht.
Nun jährt sich die so genannte Reichskristallnacht am 9. November diesen Jahres zum 72 mal, sie war ein Schritt der deutschen Faschisten zur systematischen Judenvernichtung, nicht der erste, aber der bis dahin intensivste gegen die jüdische Bevölkerung. Juristisch war die „Endlösung der Judenfrage“ schon 1935 durch die Nürnberger Gesetze vorbereitet worden. Diese Gesetze beraubten der jüdischen Bürger sämtliche Recht und schränkten ihre Lebensbereiche immer mehr ein. Parallel dazu wurde mit den Mitteln der Propaganda durch antisemitische Hetze die Judenverfolgung vorbereitet. „Die „Endlösung der Judenfrage“ war Bestandteil der faschistischen-imperialistischen Kriegsziele (Neuordnung Europas, Germanisierungspolitik); sie hatte ideologische und ökonomische Ursache (Antisemitismus, Arisierung der deutschen Wirtschaft).“
Es ist gut, dass ich an dieses Ereignis erinnert wurde, gerade in einer Zeit, wo nicht nur in bestimmten Monopolkreisen wieder über eine offenen Diktatur nachgedacht wird, und Neofaschisten geschützt durch Staatgewalt ihr Unwesen treiben können. In diesem Zusammenhang sei aber auch den Millionen anderen Opfern des deutschen Faschismus gedacht, von denen viele gleich nach der Machtübernahme 1933 die Gefängnisse und schnell eingerichteten  KZs füllten, wenn sie nicht gleich gemeuchelt wurden. Dabei ist der erste verlinkte Beitrag auch ein Zeichen dafür, dass selbst nach so langer Zeit noch neue Spuren dieser Gräueltaten gefunden werden.   
In diesem Zusammenhang sei aber auch daran erinnert, dass vor 21 Jahren die Grenze zwischen der DDR und der BRD geöffnet wurde und die anschließend sich überschlagenden Ereignisse, zur Einverleibung der DDR in die BRD führte. Damit fand eine lange Friedensperiode in Europa ihr Ende, und die Bundesrepublik befindet sich seit Jahren schon wieder im Krieg gegen andere Völker. Dabei sind es nicht mehr die Juden, welche sich hierzulande im Fadenkreuz befinden, sondern Muslime, gegen die die Propagandamaschinerie in Stellung gebracht wurde und im Ton der Zeit läuft.

Es wird eingreifend gedacht, oder ...

Hier wurde auf einen Text verwiesen, welchen ich zum Teil gelesen habe und der hier nicht Gegenstand der Betrachtung sein soll (obwohl er es durchaus wert ist). Zu diesem Verweis gab es einen Kommentar, besser einen Link, welchen ich folgte und irgendwie bin ich dann hier beim eingreifenden Denken gelandet. Was zu lesen ist, animierte meinen Denkapparat und lies mich folgende Gedanken mittels Tastatur entäußern: 
Es wird eingreifend gedacht, oder gedacht und eingegriffen, manchmal aber auch eingegriffen und gedacht, vielleicht wird aber auch gedacht, das eingegriffen wird!? Wie dem auch sei, hier finden sich ein paar Sätze zu diesem Thema, Bezug nehmend auf eine Brechtnotiz. Über die Notiz ist zu erfahren, dass sie eben von Berthold Brecht stammt und „einer seiner zahlreichen Notizen zur Philosophie“ entnommen wurde. In welchem Zusammenhang Brecht die Kombination „Eingreifendes Denken“ verwendet hat, bleibt hingegen offen. Der Brechtkenner möge vielleicht mehr wissen, dem Durchschnittsleser sollte sich berechtigterweise die Frage nach der Quelle und dem Zusammenhang stellen. Andererseits ist aber auch nicht der Zusammenhang der Äußerung Gegenstand der Betrachtung, sondern nur die zwei Worte, und aus diesen lässt sich sicher so manch vermeidlicher Widerspruch ableiten (vielleicht auch die Einheit und den Kampf der Gegensätze). Da wird schon mal Denken und Handeln getrennt und festgestellt, „Denken ist nicht Handeln. Eingreifen hingegen ist Handeln. Handeln ist unmittelbar und praktisch. Denken erfordert die Distanz zu Praxis.“ Nur was bedeutet diese Feststellung, ist Denken unpraktisch, der Praxis enthoben? Oder ist denken nicht eher etwas ganz praktisches, dem menschlichen Sein entsprechend und nur eine andere Form der Tat! Sozusagen für andere Menschen unsichtbare Tat, solange kein Ergebnis entäußert wird! Entspricht nicht das Denken unserem menschlichen Sein, ist es nicht in erster Linie Produkt desselben und wirkt letztlich auf dieses selbst zurück? Sicher ist Denken nicht Handeln, nur setzt die bewusste Handlung nicht Denken zwingend voraus? Kommt nicht Handeln von Austauschen und findet solch ein Austausch nur nach außen statt, oder ist der Denkprozess nicht selbst ein innerer Austauchprozess, von welchem Außenstehende nichts mitbekommen und letztlich „nur“ mit den Ergebnissen konfrontiert werden?
Vier Begriffe, Denken, Eingreifen, Handeln und Praxis, welche meines Erachtens durchaus eine Einheit bilden, finden Verwendung. Und wie wusste Friedrich Engels schon: Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muss durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.
Eingreifendes Denken, ich kann nicht sagen in welchem Zusammenhang Brecht es niedergeschrieben hat, nur das es einer philosophischen Notiz entnommen wurde, aber sicher ist, dass ins Denken eingegriffen wird, wie wir in anderer Denken eingreifen, greifen andere in unser Denken ein, wir greifen aber auch selbst in unser Denken ein, wie auch immer, das Denken des Menschen ist den verschiedensten Einflüssen ausgeliefert, es entspringt aber immer des Menschen konkreten Sein, es ist der objektiven Realität geschuldet, welche ihn umgibt und so von dieser geprägt wird. Denken und Handeln bilden eine Einheit, es gibt kein Denken ohne Handeln und es gibt kein Handeln ohne Denken! Und was ist eigentlich Praxis? Letztlich kommt es aber auch darauf an, was unter den einzelnen Begriffen verstanden und was damit verbunden wird, aber auch hier stellt sich die Frage, Sein oder Bewusstsein!  

Ist unerhörtes, oft nicht ungehörtes, ...

Unerhörtes zur DDR-Geschichte“, so ist ein Beitrag überschrieben, welcher von  einer Bitte, ihrer Entsprechung und der daraus resultierenden Folgen berichtet. Folgenden Kommentar wollte ich hinterlassen, nur musste ich feststellen, dass diese Funktion wegen Wartungsarbeiten nicht funktionierte. Ich werde es zu einem späteren Zeitpunkt noch mal versuchen, oder es vergessen.
Ist unerhörtes, oft nicht ungehörtes, weil nicht gesagtes und nicht überhörtes, weil ignoriertes?
Nun ist eine historische Betrachtungsweise etwas lobenswertes, besondert wenn sich diese mit Dialektik paart. Nur wer möchte das schon? Und ist nicht Geschichtsverklärung dem Erhalt von Macht gelegentlich hilfreicher, als Geschichtsaufklärung? Dabei haben die Erben Adenauers die deutsche Einheit nicht gerade verschuldet, eher verstanden sie es, eine neu entstandene Situation, unter veränderten gesellschaftlichen Bedingungen, zu ihren Gunsten zu nutzen. So ist unerhörtes zur DDR-Geschichte, in der Regel ungesagtes, mutig die, die es dann sagen, damit es gehört werden kann und Beachtung erfährt!
Immer kann ich in solchen Zusammenhängen festzustellen, dass es eine wachsende Zahl von Menschen gibt, welche geschichtlichen Ereignisse der Vergangenheit offen gegenüberstehen und sich nicht von oft gewollter Verklärung leiten lassen, sondern Erklärung folgen. So wird gesagtes auch gehört und diskutiert, wie ich in meiner Funktion als Stadtführer in Quedlinburg schon oft feststellen konnte. Geschichte ist ein Prozess des Werdens und Vergehens menschlichen Seins und wenn sie als solches dargestellt wird, wird sie in der Regel auch so wahrgenommen. Die Überwindung solches zu tun, fällt gerade in einer Zeit allgemeiner Verklärtheit nicht einfach und oft ist es ein Vorurteil, welches unser Urteil beeinflusst.
Eine guter Beitrag, welcher eigene Erfahrungen bestätigt!

GEWISSEN DER NATION

In der Mailingliste der Freidenker gibt es ein freigeistiges Wort zum Sonntag, welches im Vorfeld schon mal in meinem E-Mailbriefkasten landet, wenn es vom Autor des folgenden Textes stammt. Nun hatte ich den einen und anderen Text schon mal zum Gegenstand einer Betrachtung gemacht, diesen hier möchte ich aber einfach nur wiedergeben.
Viel Freude beim lesen!

GEWISSEN DER NATION

Ähnlich große Romane werden vielleicht geschrieben werden, aber keiner, der an diesen heranreicht. Die Erzählung reißt uns fort mit ungestümer Gewalt. Etwa fünfhundert Personen sollen in dem Buch auftreten. Sie alle haben Hand und Fuß. Das ist eine Leistung. [1]
Liebe Leserinnen, liebe Leser,

Kinoprogramm Dez. 2010, des Studiokino im Kulturzentrum Reichenstraße Quedllinburg

Auch für Dezember wurde wieder ein anspruchsvolles Kinoprogramm zusammengestellt. Darunter ein ganz spezielles Bonbon, am 04. und 17.12.2010 ist der Stummfilmklassiker „Der Golem“ zu sehen, und zwar mit passender Klavierbegleitung. Sich interessant für all jene, welche ein stummfilmzeitliches Filmerlebnis erfahren möchten. Dabei findet diese Veranstaltung nicht im Kinosaal, sondern im „großen“ Saal des Kulturzentrums Reichenstraße Quedlinburg.

Freitag, 5. November 2010

Das hohe Lied des Egozentrikers ...

Das hohe Lied des Egozentrikers wird hier gesungen, oder gesummt, wie auch immer! Ist schon ein Problem, leider wird im Text nur konstatiert, aufgezählt, festgestellt, die Ursachen für solche Verhaltensweisen bleiben im Dunkel. Daher bleibt auch ein fader Beigeschmack, da solche Verhaltensweisen als Ursache gesellschaftlicher Probleme gesehen werden können und nicht als ein Produkt der gesellschaftlichen Verhältnisse selbst, welche entscheidend durch die  Produktionsverhältnisse geprägt werden. Es ist das System des Kapitals selbst, dessen Streben es ist, alles in eine Ware zu verwandeln, selbst gesellschaftliche Verhältnisse, welche solch egozentrische Verhaltensweisen hervorbringt und viele Menschen in die Herde Individualismus treibt.
Zum Beitrag selbst habe ich folgenden, kurzen Kommentar hinterlassen:  
Ein Hoch dem Egozentriker!?
Individualismus, der Herdentrieb der Neuzeit, nur was sind die Ursachen, welche die Menschen in diese Herde treiben?
Diese Ichbezogenheit ist nicht Ursache, sondern eine Folge der gesellschaftlichen Verhältnisse!

Auch im Netz wird gestritten!

Auch im Netz wird gestritten!
Gestritten wird an manchem Ort, so auch im Netz und gelegentlich lässt gar der Umgangston zu wünschen übrig. Auf einen solche Streit wurde ich gestern durch ein E-Mail aufmerksam gemacht und habe so einige Texte gelesen, um mir den Zusammenhang wenigstens etwas zu erschließen. Zu zwei Beiträgen habe ich Kommentare hinterlassen. Der erste hat den viel und nichts sagenden Titel: „Eigentümlich Links?“ Ein Beitrag, welcher sich mit Reaktionen in anderen Blogs beschäftigt und Anlass zur Diskussion gibt. Nun habe ich einen Kommentar hinterlassen, ohne mich aber direkt in die Diskussion einmischen zu wollen. Ist auch nicht ganz meine Tonlage, wobei die Frage nach dem linken Spektrum es wert ist, gestellt zu werden! So habe ich folgenden Kommentar hinterlassen: 
Ohne mich in den Streit reinhängen zu wollen und auch wenn die Form bedeutend ist, so sind doch die Inhalte bezeichnend. In diesem Zusammenhang und der Überschrift entsprechend, stellt sich die Frage, was ist eigentlich Links? Wenn nicht ein relativ großes und breites Spektrum? Es ist ein Schwamm, welcher aufsaugt, und letztlich einen schwer zu definierenden und einzuordnenden Brei hervorbringt! Eine linke Bettelsuppe so zu sagen, welche nicht taugt um zu sättigen und deren Inhalte nicht nur schwer zuzuordnen, sondern oft auch schwer verdaulich sind. 

Wer hat an der Uhr gedreht …

Eine Ode von HaBE, welche ich heute per E-Mail erhalten, mit der Bitte sie weiterzuverbreiten. Dieser Bitte komme ich gerne nach und zwar soweit, soweit der Text im E-Mail war enthalten, der Rest kann gelesen werden, wenn den Links gefolgt wird!
mit der Bitte um Veröffentlichung und Weiterleitung
HaBE: die ultimative Ode an Angie
Wie bestellt:
Das beste
Rettungspaket
zum Feste

Jetzt können wir
den Jemen
nehmen
ganz einfach
wie den Kosowo
in die DE-U aufnehmen
am Horn von Afrika da klaffen
mit Sicherheit die größten Lücken
jetzt müssen wir dort Ordnung schaffen
sonst kommen wir an unser Öl im Süd-Sudan
und auch an Tantal und Coltan gar nicht mehr dran
jetzt wo die seltnen Erden auf Erden immer seltner werden
und die Chinesen uns erpressen
dient das Paket unsren Interessen
jetzt werden unsere Fregatten
Jemen einen Besuch abstatten 
weil man in Groß-Berlin den Pfand-
Brief und dass Rettungspäckchen fand
Die Absender sind schon, schon lang- und alt-
Nur haben sie sich bisher nicht öffentlich dazu bekannt
wenn wir noch einen AugenblickBerlinDirekt auf Sendung bleiben
dann zeigen wir den Flachbildhirnen auch taufrische Bekennerschreiben

dann nehmen wir im siechen Griechen-
als noch ein neues Bundesland
weil FrontexEingreif-
Hundertschaften
für uns dort
keine
Ordnung schafften

und auch der PapanGeldhandreh und
seine Ausverkaufs-Reschmierung
die Bank- und Goetheinstitute
für uns nicht schützten,
Weiterlesen?! hier anklicken und Kommentare schicken!
http://www.barth-engelbart.de/?p=742

Gedanken zur Ideologie ...

Gedanken zur Ideologie wurden aufgeschrieben (Kommentar Nr. 6) und mit diesen Gedanken habe ich mich beschäftigt und da die verschiedensten Begriffe, wie Religion, Glaube, Meinung, mit eingebracht wurde, sollten auch diese Berücksichtigung finden und entsprechend eingeordnet. Dabei wird zum Beispiel Religion und Ideologie gleich gesetzt, genauso wie Meinung und Glaube und am Ende wird sich darüber gewundert, dass Ideologie einen Fremd gegenüber tritt. Letzteres liegt zwar weniger an den verwendeten Begriffen, obwohl der Gleichsetzunge zu widersprechen ist, sondern am Verständnis von Ideologie. Soweit erst einmal allgemein Betrachtet, nur ist Ideologie in einer solchen Allgemeinheit nicht zu fassen. Ideologie ist nicht wertneutral, wie an verschiedenen Stellen zu lesen, sie steht nicht über den Dingen, sprich den gesellschaftlichen Verhältnissen, sondern entspringt diesen. Dabei gibt es nicht nur eine Ideologie, wobei auch nicht jeder seine eigene hat! Letztendlich ist Ideologie ein Werkzeug und schon allein aus diesem Grund wird sie von der herrschenden Klasse gern genutzt, aber eben auch als solche negiert. Verzichten kann man auf dieses Werkzeug nicht, nur der erklärte Gegner sollte diese Form des Kampfes am besten nicht nutzen. So wird erklärt, dass es nur eine Ideologie gibt, nämlich die der herrschenden Klasse und diese über den Dingen steht, sowie wertneutral ist. Desto mehr sich aber die Widersprüche in unserer Gesellschaft zuspitzen, insbesondere der Grundwiderspruch des Kapitalismus, desto mehr tritt einem diese Ideologie, die bürgerliche Ideologie, die herrschende Ideologie, als etwas Fremdes entgegen.

Gedanken zum ideologischen Kampf im Internet!

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass es um Formen, speziell um den Umgangston im Netz geht, welchen der Inhalt oft geopfert wird. Das Internet hat sich zu eine nicht mehr zu vernachlässigenden Plattform des Klassenkampfes entwickelt. Gerade der ideologische Kampf wird mittels des Internets mit zunehmender Schärfe geführt, auch wenn es vielen so nicht bewusst ist.
Der zweite Gegenstand der Betrachtung zum Thema ist dann auch Ideologie, etwas, was zwar angewendet wird, aber  die wenigsten sich dessen bewusst sind, weil gerade die bürgerliche Ideologie, welche im System des Kapitals die herrschende Ideologie ist, sich selbst verschleiert, in dem der Begriff seinem Inhalt beraubt, zum Schimpfwort mutierte, oder als über den Dingen stehend und wertneutral dargestellt wird. Hier aber erst ein paar Gedanken zu den Auseinandersetzungen im Netz selbst und die verschiedensten Kräfte, welche dort wirken. Den Beitrag selbst habe ich in meinen Hauptblog veröffentlicht, werde ihn hier in einer überarbeiteter Form wiedergeben. In diesem Zusammenhang bitte ich zu berücksichtigen, dass es sich letztlich nicht um eine fertige Meinung handelt, sondern um einen Prozess der Erkenntnisfindung. Und so könnte man sich sicher in ein Kämmerlein zurückziehen, grübeln und ein fertiges Produkt präsentieren, andererseits kann es durchaus interessant sein, bestimmte Gedankengänge zu verfolgen und Erkenntnis als einen Prozess zu verstehen. Im Ergebnis so mancher Auseinadersetzung, so mancher Beschäftigung, mit so manchem Thema, wird erst einmal viel niedergeschrieben, was letztendlich in ein paar Sätzen zusammengefasst werden kann. Die Zusammenfassung allein zu präsentieren, ist oft wenig verständlich, da auf gegebene Bezüge der kürze wegen verzichtet wird.    

Kuhkaff oder Kucaf?

Ich erhielt nee Blödelschreibe, schrieb der Autor mir dazu, hatte was mit Kuh und Kaff zu tun und um den Irrtum zu vermeiden, schrieb ich folgendes Antwortblödelschreiben, mit Ku von Kunst und Caf ohne e!

Kuhkaff oder Kucaf?

Die Kuh im Kaff nicht umher geht,
Die Kunst im Cafe,
ist´s worum es geht,
nicht nur in Quedlinburg allein,
es kann die Welt,
der Spielplatz sein!
Doch ist Geschichte so gewesen,
von etwas über 1000 Jahren,
auch Grosspursucht,
auch Weihestätte,
was Quedlinburg,
erspart sich hätte, …
zumindest doch im Nachhinein,
was da mal war,
sollt so nicht sein!
Doch ist gewesen,
in der Zeit,
des deutschen Wesens,
nicht Gemütlichkeit,
an welchen sollte eine Welt genesen!
Doch so ohne Trümmerschein,
in Quedlinburg,
Geschichte kann lebendig sein!
Da hilft es kaum,
den Lurch zu schlagen,
oder war`s der Molch,
mit seinem Dolch,
der keulte hier den Sittenstrolch?


Drei Frösche!

Drei Frösche!

Drei Frösche sind´s gewesen,
ein Optimist,
ein Pessimist,
der dritte war ein Realist,
die spielend eine Wiese querten,
auf der ein Eimer frischer Milch,
ihn zum Verhängnis werden wollte.

Sie sprangen rein,
so ungewollt,
im Spiele ganz vergessen,
und als sie schwammen,
in der Milch,
da stellte fest,
der Pessimist,
wie hoffnungslos das Leben ist,
und tat aus diesem scheiden!

Der zweite optimistisch war,
und freute sich sogar,
er gab sich ganz der Hoffnung hin,
und Milch lief in den Schlund ihm rinn,
… ertrunken sind sie beide.

Freitag, 29. Oktober 2010

Nach dem ich einer Empfehlung gefolgt bin, ...

Nach dem ich einer Empfehlung gefolgt bin, habe ich zu einem Text folgenden Kommentar hinterlassen:
Kluge Gedanken, nur sind sie selbst in den Verhältnissen gefangen, drehen sich im Kreis, stellen fest, konstatieren, folgern … aber schlussfolgern? Und ist es verwunderlich, wenn Kapitalismus sich als Kapitalismus entpuppt, dabei wird aus dieser hässlichen Raupe nie ein Schmetterling!     
Jeder Mensch wird gebraucht, in dieser Gesellschaft ist es eigentlich nur die Frage, ob er sich auch auf die gebrauchte Funktion beschränken lässt!?
Bevor ich den Kommentar geschrieben und hinterlassen habe, hatte ich folgende Gedanken zum Text aufgeschrieben. Wenn ich es genau betrachte, kämen noch einige hinzu, wobei ich es bei diesen belassen werde:
Nun wird sich viel gestritten, um viel, oder wenig Essen, gelegentlich ist auch die Rede von einer ausgewogenen Kost. Dann wird mal wieder festgestellt, dass die Bevölkerung zu viele Funde mit sich rum schleppt und gerade jene, welche, auf Grund ihres Einkommens, am Rand der Gesellschaft leben, sind vom Übergewicht geplagt. Dabei gab es Zeiten, da konnte ein armer Mensch gar nicht dick werden, zum einen weil er sich oft das nötigste Essen nicht einmal leisten konnte und zum anderen waren die Lebensmittel nicht chemisch verändert, von irgendwelchen Kunstprodukten, welche z. B. aussehen wie Wurst, aber in den kein Fleisch zu finden ist, einmal ganz zu schweigen. Moderne Technologien machen es möglich, eigentliche Abfallprodukte so zu verändern, dass sie als gut aussehende, schmeckende und satt machende Lebensmittel daher kommen. Ja, Treibmittel fürs Volk, billig zu haben, sorgen diese auch noch dafür, dass dem Gesundheitsunwesen der Nachschub an Patienten nicht ausgeht. So haben alle etwas davon und die Pharmaindustrie genug zu tun, Mittel zur Neutralisation der Folgen solch Ernährung zu produzieren. Meistens geschieht dieses unter einem Konzerndach mit den Treibmittelproduzenten. Da sage noch mal jemand, arme Menschen werden nicht gebraucht, selbst wenn sie gezwungen werden den billigen Müll der Industrie zu verdauen, es sind in jedem Fall Konsumenten und von denen kann man in einer warenproduzierenden Gesellschaft nicht genug haben.
Nun ist die Nahrung für den Körper, ob gut, schlecht, mangelhaft, ausreichend, billig oder teuer, das eine, womit Menschen geformt werden, etwas anderes ist die geistige Narrung, welche vorgesetzt wird, und deren Folgen für die Menschen nicht weniger groß sein können. Es wird bewusst und auch über Geld reguliert, der Geist der Ernährung angepasst. Menschen werden träge, ob sie dazu dick werden müssen, oder nur krank, vielleicht auch beides, sei dahingestellt, in jedem Fall wird die passende geistige Nahrung gleich mit geliefert. So werden Menschen motiviert sich berieseln zu lassen und das eigene Denken aufzugeben, wenn sie es denn überhaupt gelernt haben. In diesem Zusammenhang hat natürlich auch das selektive Bildungssystem seine Aufgabe zu erfüllen und wenn Menschen, welche soziale Leistungen empfangen, zur Säuberung des Stadtparks z. B. herangezogen werden, dann sollten sie dieses durchaus tun und sie sollten es gut tun, immerhin könnte es ja ihre zukünftige Wohnstätte sein. Dabei ist natürlich kein Mensch überflüssig, da er von der Wiege bis zur Bare Konsument ist! Ob er sich auf diese Funktion in der Gesellschaft beschränken lässt, liegt nicht nur an ihm, sondern auch an der Nahrung, welche er sich gönnt und gönnen kann.
Einsicht soll ja der erste Weg zur Besserung sein, und da ist etwas dran, es muss ja nicht die Einsicht in irgendein Schicksal sein, es kann ja auch die Einsicht, dass es so nicht weitergehen kann, sein. Dabei ist Hunger gelegentlich hilfreich und soll sogar den Geist anregen, auch ein Grund warum man lieber satte Menschen hat, auch wenn das Essen welches sie konsumieren nicht gesund ist und sie träge werden lässt. In diesem Zusammenhang wird schon der benötigten Ruhe wegen dafür gesorgt, dass die Menschen satt werden und mit dem Futter kann das Produkt entscheidend bestimmt werden, das weiß jeder Bauer, welcher Tiere zur Produktion nutzt! Letztlich ist der Mensch auch nicht frei, was immer unter Freiheit verstanden wird, wenn er seine Nahrung frei wählen kann, da er immer nur auf das zurückgreifen kann, was ihm angeboten wird und seinem Geldbeutel entspricht. Frei ist der Mensch nur, wenn er frei in seiner Tat ist, mit der nötigen Einsicht in die Notwendigkeit und sich der Konsequenzen dieser Tat nicht nur bewusst ist, sondern diesen auch Rechnung trägt! Letztlich wird in der kapitalistischen Gesellschaftsformation, und dass entspricht durchaus ihrem Wesen, der Mensch solange gebraucht, solange er dem Profitstreben dient und wenn es eben nur als Konsument ist! Dabei sei daran gedacht, dass der Reproduktionsprozess einer Ware mit dem Konsum endet, und nur der Konsum der Ware wiederum die Notwendigkeit für die Produktion der Ware schafft! Also wundern wir uns nicht, wenn Kapitalismus wie Kapitalismus funktioniert, er kann nicht anders, die Menschen hingegen schon! Wer das akzeptiert, erkennt auch, dass es sich um keine Parallelgesellschaft handelt, sondern nur um unterschiedliche Erscheinungsformen innerhalb einer Gesellschaft!

Auch eine Form der Besitzstandswahrung, ...

Bildschirmfoto2015-03-27
Auch eine Form der Besitzstandswahrung, über welche hier nachgedacht wird. Und die Problematik ist wirklich eines Gedanken wert, vor allen weil es in erster Linie um Verwertung geht, konkret um Kapitalverwertung, die Organe sind nur Mittel zum Zweck! Und wie üblich, wird natürlich auch prominent geworben, für den guten Zweck, um anderen Menschen zu helfen und Gewinne zu maximieren. Welch Zwiespalt sich da ergibt und wäre Kapital human, so wäre nichts dagegen zu sagen, doch folgt es anderen Regeln, optimaler Verwertung entsprechend und so steht eigentlich fest, in wessen Interesse gespendet wird. Aber wie schon geschrieben, zwei Seelen wohnen in meiner Brust, nicht einfach die Entscheidung und so habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Nicht schlecht der Gedanke, nicht pro zu sein und schön, dass darüber nachgedacht wird, welche Industrie hinter dem ganzen steht. Der Mensch als Ersatzteillager ist ja nicht neu, letztlich ist es durchaus interessant, in wessen Interesse ausgeschlachtet wird und wer in erster Linie davon profitiert. Sicher, wer ein Spenderorgan erhält, dem wird geholfen, nur wirken auch in diesem Zusammenhang die sogenannten Gesetze des Marktes. Ich bin früher regelmäßig Blut spenden gegangen, bis mir einmal jemand erzählte, der beim Blutspendedienst arbeitete, dass sie noch so und soviel Blut brauchten, um einen Exportauftrag zu erfüllen. Nicht das ich etwas dagegen hätte, dass Menschen in anderen Ländern mein Blut erhalten, aber nicht wenn das Geschäft im Mittelpunkt steht und nicht der Mensch. Anders verhält es sich auch nicht mit den Organspenden, auch wenn der Mensch vorgeschoben wird, so ist es doch das Geschäft, welches bedient werden will. Anders würde es aussehen, wenn es in diesem Land ein Steuer finanziertes Gesundheitssystem geben würde, in dem allen Menschen die selben Leistungen „kostenfrei“ zur Verfügung stehen würden und das ohne wenn und aber!
Nachgedanke: Letztlich ist die Entscheidung nicht einfach, anderen Menschen zu helfen, ihnen unter Umständen Lebensqualität wiederzugeben, selbst wenn andere dieses nur nutzen um sich die Taschen zu füllen? Eine Antwort auf diese Frage ist nicht leicht, besonders wenn bedacht wird, wie inhuman das System des Kapitals ist und sowohl den Gebrauch, wie auch den Missbrauch kennt. Wie ist es, wenn man an der Schwelle des Todes steht? Sicher wird alles getan, der Bedeutung und Versicherungsform geschuldet, sich von der Schwelle zu entfernen, fraglich nur in welche Richtung? Den Gesetzen des Marktes geschuldet, der der Kapitalkumulation am zuträglichsten, oder der menschlich verträglichsten? Ja wie wird die Entscheidung ausfallen, welche man selbst nicht treffen kann, in einem privatwirtschaftlich organisierten Gesundheitssystem?

Artikel 5 des „Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland“

Artikel 5
(Freiheit der Meinung, Kunst und Wissenschaft)
(1)               Jeder hat das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
(2)               Diese Rechte finden ihre Schranken in den Vorschriften der allgemeinen Gesetze, den gesetzlichen Bestimmungen zum Schutz der Jugend und in dem Recht der persönlichen Ehre.
(3)               Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei. Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.
(entnommen aus: „Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland“ Textausgabe – Stand Januar 2007, Herausgeber: Deutscher Bundestag – Verwaltung – Referat Öffentlichkeitsarbeit, Berlin, 2007)
Ja der Artikel 5 des Grundgesetzes, besonders Punkt (1) hat es in sich und so habe ich mir vorgenommen, mich mit dieser Problematik in nächster Zeit etwas intensiver auseinanderzusetzen, um festzustellen, wie es um die Meinungsfreiheit in diesem Land bestellt ist. Nicht nur das es angebracht ist, in diesem Zusammenhang einige Begriffe theoretisch zu klären, auch das Einbringen praktischer Erfahrungen darf nicht fehlen. Gerade die gesellschaftliche Praxis taugt, eigentliche Zusammenhänge aufzudecken, wobei empirische Erkenntnisse der theoretischen Ergänzung bedürfen, wenn verallgemeinerungswürdige Schlüsse gezogen werden sollen.
So hat natürlich jeder „das Recht, seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten“, nur wie bei vielen anderen Rechten auch, für Folgen und Nebenwirkungen lesen sie die Packungsbeilage oder fragen sie Ihren Politiker, wenn beides nicht hilft, kann auch der eigene Denkapparat genutzt werden und praktische Tat zeugen.
Aber letztlich werden auch diese Rechte all zu oft auf dem Altar Mammons dargebracht und geopfert!

Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!

Ein umstrittenes Objekt, welches Gegenstand einer Betrachtung in der MZ vom 27.10.10 ist. Ja, in Quedlinburg gibt es mal wieder ein Bauvorhaben, welches die verschiedensten Kritiker auf den Plan ruft. An Exponierter Stelle wird abgerissen und neu gebaut, wobei besonders die Fassadengestaltung Anlas zur Kritik gibt. Ein Wohn und Geschäftshaus soll es werden, mit behindertengerechten Wohnungen und maximal zwei größeren Geschäften. Dafür gibt es Fördermittel, wobei den größeren Teil das Wohnungswirtschaftsunternehmen der Stadt mittels Kredit finanzieren muss. Das da Begehrlichkeiten geweckt werden und zu sanierende Fachwerkhäuser ins Spiel gebracht werden, ist verständlich. Andererseits ist es aber auch eine Frage der Nutzung, in einer Stadt, in welcher die Einwohnerzahl nicht gerade steigt. Immerhin hatte Quedlinburg 1989 über 28.000 Einwohner und heute sind es wohl um die 21.000. Mit der Abwanderung ist natürlich auch der Bedarf an Wohnraum und anderen Nutzflächen zurück gegangen.
In der Internetausgabe der Zeitung habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Besser shoppen, für immer weniger Einwohner!
Über Geschmack soll man ja nicht streiten können und so wird auch unsere Zeit ihre Spuren in Quedlinburg hinterlassen. Auch wenn manches gewöhnungsbedürftig ist, die Menschen werden sich daran gewöhnen, selbst wenn Generationen darüber hinweg gehen. Der gegenwärtige Zustand des Objektes ist nicht schön, er bietet keinen schönen Anblick. Die geschilderten Umstände hingegen zeigen gut, wie Fördermittel weiter Mittel aktivieren, ob diese sich rentieren werden, wird die Zukunft zeigen. Die Lage ist gut, Geschäfte anzusiedeln, für eine weiter sinkende Einwohnerzahl. Denn das ist ein Problem in dieser Stadt und für viele Häuser. So könnten für dieses Geld sicher Fachwerkhäuser saniert werden, nur wofür, um anschließend den Leerstand zu mehren? Ja, Geld ist die eine Seite der Münze, die andere ist die Nutzung und diese bedarf letztlich immer den Menschen! Der Verweiß auf den Neubau eines Altenheimes des DRK, an der Einmündung Bahnhofstraße, zeigt wohin sich nicht nur diese Stadt entwickelt!

Dienstag, 19. Oktober 2010

Rechte Tasche – linke Tasche, aber ...

In der Mitteldeutschen Zeitung fand sich am 11.10.2010 auf Seite 9 (Quedlinburger Harzbote) ein Beitrag mit dem Titel „Gas und Strom bald von den Stadtwerken?“ in welchem darüber berichtet wird, das darüber nachgedacht wird, ob der Einkauf von Strom und Gas für den Kurbetrieb in Bad Suderode „weiterhin ausgeschrieben, oder … der Betrieb verpflichtet (wird), beides ab 1. Januar kommenden Jahres, nach der Eingemeindung nach Quedlinburg, von den „befreundeten“ Stadtwerken zu beziehen?“ Eigentlich eine Frage, welche sich so nicht stellen dürfte, da Quedlinburg ab dann sicher auch für die Verluste des Kurzentrums mit aufkommen muss. Zum Beitrag selbst hatte ich folgende Gedanken, leider ist der Beitrag in der Internetausgabe der MZ nicht zu finden.  
Rechte Tasche – linke Tasche, aber das Geld bleibt wenigstens in der Region!
Heute (11.10.) fand sich in der MZ ein Beitrag, welcher sich mit einer Folge der jüngsten Gebietsreform beschäftigt. Im Ergebnis dieser Reform werden Bad Suderode, Gernrode und Rieder in die Stadt Quedlinburg „eingemeindet“. Da es in den drei Kommunen Kräfte gibt, welche die Eigenständigkeit erhalten wollen, könnte sogar von Zwangseingemeindung gesprochen werden. Andererseits ist es den drei Gemeinden in der Vergangenheit nicht gelungen, den Fortgang weiterer Gemeinden aus der nun scheidenden Verwaltungsgemeinschaft zu verhindern.

Eigentlich keine Wunschkritik!

So gehen Diskussionen weiter, zu einem Beitrag hatte ich meine Meinung geschrieben, Reaktion erfahren und geantwortet. Daraufhin gab es eine Antwort, auf welche ich mit folgendem Text reagierte. Der Gesamtzusammenhang ist dem Inhalt des Anhanges im zweiten Beitrag zu entnehmen.  
Hallo Rainer,
sozusagen eine Wunschkritik?
Eigentlich nicht, eher handelt es sich um Enttäuschung, aber vielleicht liege ich ja auch falsch, oder verstehe Dich falsch, nun ja, wie auch immer. Dabei ist der Gedanke vom Weiterdenken nicht von der Hand zu weisen, fraglich nur, auf welcher weltanschaulichen Grundlage dieses erfolgt. Letztendlich ist es weniger die Frage, wer an diversen Betonprojekten im Einzelnen verdient, sonder vielmehr um die allgemeine Funktionsweise des Kapitalismus, welche dahinter steht, also, welche Rolle solche Betonprojekte spielen.
An Uta hatte ich geschrieben: „Letztlich und kurz geschrieben, gilt meine Kritik dem Primat der Politik und da sehe ich den Widerspruch zu Rainer!“ Es sind die Kopfstände, welche vollführt werden, um Politik zu erklären, es sind die Illusionen, welche es über Politik gibt, es sind die Kleesches, welche Politik ihren Ursachen entheben und über den Dingen (gesellschaftlichen Verhältnissen) schwebend lassen.
Basis und Überbau, die Rolle der Politik in der Gesellschaft, ja, was ist eigentlich Politik und welche Illusionen finden über Politik Verbreitung. Kommt der Politik gegenüber der Ökonomie das Primat zu oder umgekehrt? Dabei ist es uninteressant wie Parlamentarier funktionieren, sonder wieso und warum sie so und nicht anders funktionieren. Und was sind eigentlich Politiker? In diesem Zusammenhang kann durchaus festgestellt werden, dass Parlamentarier in der Regel verantwortungsbewusst handeln, in wessen Interesse sie hingegen handeln und warum, sollte Gegenstand der Betrachtung sein.

Eine Frage, eine Antwort, ein weiterer Beitrag!

Hier hatte ich meine Reaktion auf einen Beitrag kund getan, daraufhin gab es einen weiteren Beitrag, den ich ebenfalls beantwort habe. Letztlich war die Frage, wie der unten angehängten Datei zu entnehmen ist, wie ich zum Widerstand an sich stehe und mein Beitrag wurde als Ergänzung zum von mir kritisierten Beitrag gesehen. Sicher möge da auch etwas dran sein, wobei Kritik an der gegenständlichen Reflexion über wogen hat. Zwischenzeitlich habe ich eine Antwort erhalten, welche ich aber noch nicht abschließend bearbeitet habe und ebenfalls dem Anhang zu entnehmen ist. Hier nun meine zweite Antwort zum Thema:
Liebe Uta,
nun war ja der Protest nicht Gegenstand meiner Betrachtung, sondern dessen Wahrnehmung. Den Protest an sich unterstütze ich, auch gegen die Form des Widerstandes ist nicht zu sagen. Allein der Kampf kennt viele Formen, nur ist es meines Erachtens auch wichtig Inhalte entsprechend zu werten und den einzelnen Akteuren den ihnen angemessenen Platz zu zuerkennen. Hintergründe und Zusammenhänge gilt es dabei genauso zu erkennen, wie Ziele und mögliche Folgen des Kampfes. Dabei ist es eine Binsenweisheit, dass wo gehobelt wird, auch Späne fallen, nur ist fraglich in wessen Augen sie landen! So wird man zwangsläufig mit den verschiedensten, unschönen Folgen konfrontiert, wenn man gegen Kapitalinteressen antritt.

Reaktion auf eine Reaktion und was ist eigentlich Dialektik?

Ein E-Mail, welches ich auch separat erhalten hatte, fand sich in der Mailingliste der Freidenker und erfuhr dort Reaktion. Eine Reaktion machte ich zum Gegenstand folgender Betrachtung, in welcher nicht geklärt wird, was Dialektik ist, aber mit dieser durchaus etwas zu tun hat:
Hallo Rainer,
ja, barbarisch, kann solches Vorgehen genannt werden. Nur was für ein politischer Hintergrund? Ja, warum werden solche „Beton-Projekte“ beschlossen? Der Politik wegen? Sind sie den Hirnen von Politikern entsprungen, dienen sie der Politik? Doch eher nicht!
Und warum werden die Bürger überrumpelt, doch nur weil sie sich überrumpeln lassen! Nur warum lassen sie sich überrumpeln? Wegen der Politik, von der Politik, oder wegen der Illusionen, welche sie sich von Politik machen?
Traurig aber leider wahr, die Welt steht nicht auf den Kopf, nur wird sie leider all zu oft Kopf stehend betrachtet. Selbst von so manchem Marxkenner! Ich kenne Marx nun nicht, aber trotzdem bin ich jedesmal wieder etwas verwundert, wenn ein großer Aufschrei, verbunden mit überraschtem Entsetzen, durchs „Volk“ geht, wenn sich Kapitalismus/Imperialismus, wie Kapitalismus/Imperialismus benimmt! Ist es nicht das Wesen des Systems, welches sich hier offenbart?

Zwei Kommentare, ein interessantes Thema:

Eigentlich hatte ich mir jüngst vorgenommen, Kommentare, welche ich anderen Orts hinterlassen habe, nicht mehr auf meinen Seiten zu spiegeln. Aber wie es mit so manchen Vorhaben ist, oft werden diese über den Haufen geworfen, bevor mit deren Umsetzung überhaupt begonnen wurde. Da nichts menschliches einen fremd sein sollte, und Inkonsequenz durchaus treibende Wirkung haben kann, hier nun zwei Kommentare zu einem Beitrag, welcher wiederum einen anderen Beitrag zu Gegenstand hat. Gegenständlich gesehen, beschäftigen sich meine Kommentare eher mit der Art und Weise des Herangehens an brennende Probleme unserer Zeit. Im speziellen Fall geht es um ein religiöses Thema, welches einen sehr praktischen Hintergrund hat. Eigentlich geht es dabei um die Stellung von Religionen in der Gesellschaft, ihre Einschätzung und der Umgang mit ihr. So ist Religion ein Mittel zum Zweck, welcher gebraucht, aber auch missbraucht werden kann, wobei hinter jeder Religion Menschen stehen. Mein erster Kommentar, welcher Reaktion erfahren hat, ist hier zu finden und folgt im Anschluss:
Hey, was die junge Frau über die Ostdeutschen sagt, ist aber nicht nett, immerhin haben die mehr gemeinsam mit den Migranten als die meisten Westdeutschen und dass ohne ihre Heimat überhaupt zu verlassen. Aber  wenn sie diese dann doch verlassen, da sie zum Beispiel im Osten ihre Existenz nicht sicher können, geht es ihnen oft nicht anders als den hier beschriebenen Migranten. Und was ist schon im Interesse des Staates, ja, was ist der Staat überhaupt, in diesem Fall wird sich all zu oft mancher Illusion hingegeben und dem Prinzip Hoffnung gefolgt, der Staat könnte doch das sein, was man vermeint, das er sein müsste und nicht das was er ist!

Freitag, 15. Oktober 2010

Rechte Tasche – linke Tasche, …

In der Mitteldeutschen Zeitung fand sich am 11.10.2010 auf Seite 9 (Quedlinburger Harzbote) ein Beitrag mit dem Titel „Gas und Strom bald von den Stadtwerken?“ in welchem darüber berichtet wird, das darüber nachgedacht wird, ob der Einkauf von Strom und Gas für den Kurbetrieb in Bad Suderode „weiterhin ausgeschrieben, oder … der Betrieb verpflichtet (wird), beides ab 1. Januar kommenden Jahres, nach der Eingemeindung nach Quedlinburg, von den „befreundeten“ Stadtwerken zu beziehen?“ Eigentlich eine Frage, welche sich so nicht stellen dürfte, da Quedlinburg ab dann sicher auch für die Verluste des Kurzentrums mit aufkommen muss. Zum Beitrag selbst hatte ich folgende Gedanken, leider ist der Beitrag in der Internetausgabe der MZ nicht zu finden.  
Rechte Tasche – linke Tasche, aber das Geld bleibt wenigstens in der Region!
Heute (11.10.) fand sich in der MZ ein Beitrag, welcher sich mit einer Folge der jüngsten Gebietsreform beschäftigt. Im Ergebnis dieser Reform werden Bad Suderode, Gernrode und Rieder in die Stadt Quedlinburg „eingemeindet“. Da es in den drei Kommunen Kräfte gibt, welche die Eigenständigkeit erhalten wollen, könnte sogar von Zwangseingemeindung gesprochen werden. Andererseits ist es den drei Gemeinden in der Vergangenheit nicht gelungen, den Fortgang weiterer Gemeinden aus der nun scheidenden Verwaltungsgemeinschaft zu verhindern.
Nun handelt es sich mit Quedlinburg sicher nicht um eine Liebesheirat, eher um einen Kuhhandel, einer Zwangsehe, welche an anderen Ort beschlossen wurde. Selbst Quedlinburg hatte nicht dazu beigetragen, eher hatte es den Anschein, als ob man lieber allein geblieben wäre.
Grundsätzlich wären gewachsene Verbindungen sicher Wünschenswerter, aber unabhängig davon, hat ein solcher Zusammenschluss durchaus Vorteile, wenn er den zum gegenseitigen Vorteil mit Leben erfüllt wird.
Leider hat es aber den Anschein, dass ein jeder seine Interessen in den Fordergrund stellt und weniger an eine regionale Zusammenarbeit gedacht wird. Kirchturmdenken hat sich in den letzten Jahren durchgesetzt, und oft wird dabei das Interesse einer Region aus dem Auge verloren. Besonders zeigt sich dieses auch an den Gewerbegebieten, welche jede Kommune vermeint vorhalten zu müssen, um in Konkurrenz gegen die Nachtbarkommune sich durchsetzen zu können. Dabei wäre es sicher im Sinne der einzelnen Kommunen gemeinsam die Kräfte zu bündeln und so auch einer weiteren sinnlosen Zersiedlung Einhalt zu gebieten. Vielleicht entpuppt sich gerade in dieser Beziehung die Gebietsreform als Vorteil, denn es macht wohl kaum einen Sinn, sich innerhalb einer Einheitsgemeinde ausboten zu wollen. Selbes trifft aber auch auf kommunale Unternehmen zu, diese sollten nicht unbedingt in Konkurrenz zueinander stehen, sondern sich in ihrem Wirken sinnvoll ergänzen. Nicht nur aus diesem Grund ist das Ansinnen des Kurbetriebes Bad Suderode eine kostenintensive Ausschreibung zu initiieren, um einen möglichst billigen Anbieter für Strom und Gas zu finden, absurd, sondern auch der Umstand spricht dagegen, das für die Verluste des Kurbetriebes zukünftig die Stadt Quedlinburg auch aufkommen muss. Das bedeutet nicht nur, dass eben auch Gewinne der Stadtwerke dafür herhalten müssen, sondern auch das im Falle eines anderen Anbieters erhebliche Mittel aus der Region abfließen. Ökonomisch betrachtet ist allein schon ein solches Ansinnen widersinnig und jeder Unternehmer ist eigentlich bestrebt, möglichst wenig Geld aus seinem Unternehmen abfließen zu lassen.  
Und einmal davon abgesehen, dass es keine Preise gibt, welche über den Marktpreis liegen, wie zu lesen ist, sollte im Zusammenhang mit der Einheitsgemeinde durchaus einmal über einen solchen Satz: Wir wollen keine Preise haben, die über dem Marktpreis liegen”, nachgedacht werden. Wie schon geschrieben, es handelt sich hier um einen Topf und da sollte es schon bestreben sein, dass Geld im Topf zu halten, auch wenn es sich darin bewegt! Ja, das Ansinnen des Kurdirektors läst entweder Unkenntnis marktwirtschaftlicher Zusammenhänge, oder agieren gegen kommunales Interesse vermuten und so sollte er sich eigentlich nicht wundern, wenn aus billig letztlich teuer wird! Nun ist eine Kommune, oder auch eine Einheitsgemeinde kein Wirtschaftsunternehmen, sollte in seinen eigenen Unternehmen aber auch darauf bedacht sein, wirtschaftlich erfolgreich im Interesse der Kommune zu arbeiten. Dabei ist es immer besser, Geld aus der recht in die linke Tasche zu wirtschaften, als in eine fremde Tasche!

Sonntag, 3. Oktober 2010

Ein Interview in der Jungen Welt!

Ein interessantes Interview findet sich heute in der Jungen Welt, es hat auch etwas mit der deutschen Einheit zu tun, aber in erster Linie mit einen Besuch von E. Krenz in Vietnam. Interessant ist in diesem Zusammenhang, aber auch nicht neu, welches Ansehen die DDR heute noch in der Welt genießt und das gerade bei den Völkern, welche ihre solidarische Hilfe besonders zu spüren bekommen haben. Ja, die DDR hat ihre Spuren hinterlassen und das nicht nur im Osten Deutschlands, sondern an den verschiedensten Orten des Weltgeschehens, wo solidarische Hilfe von Nöten war und wirtschaftliche Beziehungen zum gegenseitigen Vorteil gepflegt wurden. In diesem Zusammenhang lohnt es sich schon, über den von der DDR praktizierten proletarischen Internationalismus, als Prinzip internationalistischer Zusammenarbeit und Solidarität und der gegenwärtig imperialen geprägten Ausrichtung bundesdeutscher Politik, im Zuge vergangener und gegenwärtiger Globalisierungsbestrebungen!

Ein weiter Beitrag zum offiziell ungewollten Erbe!

Um „eine quicklebendige Tote“ geht es in einem Beitrag, welcher sich aus einem anderen Blickwinkel mit den Ereignissen vor zwanzig Jahren in diesem Land beschäftigt. Unter anderem werden festgestellte, dass das gute Deutschland abgewickelt wurde und das schlechte überleben durfte. Einmal davon abgesehen, dass Beweise für diese Aussage das praktische Leben in den letzten zwanzig Jahren ausreicht geliefert hat, hat das progressive Erbe seine Spuren hinterlassen und wirkt über den Tod hinaus. Die Erblast des Sozialismus wieg immer schwerer, imperialer Entwicklungen geschuldet, nun kommt es darauf an sich des Erbes nicht nur bewusst zu werden, sondern es auch anzutreten!
Im oben verlinktem Heft, auf welches ich hier aufmerksam wurde, finden sich weiter interessante Beiträge, nicht nur zum Thema DDR.   

Gedanken zu einigen Gedanken!

Hier fand ich „einige Gedanken aus Anlas eines Jahrestages“ mit der Überschrift: „Zwanzig Jahre Großes Deutschland“. Diese Gedanken animierten mich zu folgende Gedanken, welche ich als Kommentar zum Beitrag hinterlassen habe:  

Die DDR ist Tod, der Krieg gegen sie wird aber mit unverminderter Härte weiter geführt! So scheint sich zu bestätigen, dass totgesagte länger leben. Dabei geht es weniger um die DDR als Staatsgebilde, sondern um die Idee des Sozialismus, welche in der DDR ihre mehr oder weniger erfolgreiche praktische Umsetzung erfuhr.
Wenn nun die verschiedensten Betrachtungen berücksichtigt werden und die Praktizierung ausgeprägten Antikommunismus nicht vernachlässigt, kann festgestellt werden, dass ein Gespenst umgeht, welches schon Tod geglaubt wurde. Die Angst ist tief verwurzelt und die Geisterjäger sind in Aktion, allein der Geist ist schwach noch, in Europa!

Samstag, 2. Oktober 2010

Mutierende Einheit in Spaltung, Gedanken zum 3. Oktober!

Mutierende Einheit in Spaltung!
Zwanzig Jahre ist es her, als die staatliche Einheit in diesem Land wieder hergestellt wurde. Die oft zitierte Einheit gibt es nur im Überbau, speziell staatlicher Organisiertheit. Dabei wird offensichtlich, dass sich die Ebenen der Spaltung verschoben haben und mehrere Risse die Gesellschaft prägen.
Nun ja, besonders an Jubeltagen wird frohlockt und die Hofberichterstattung frohlock besonders intensiv, so lässt die MZ 10 junge Menschen hochspringen, welche vor zwanzig Jahren geboren wurden. Dabei verwundert nicht einmal, dass nur ein Junge dabei ist, sondern auch dass die Auswahl insgesamt alles andere als repräsentativ ist. Es handelt sich um Studentinnen  und einen Auszubildenden zum Medientechniker, welcher anscheinend der Ehrenrettung wegen hinzugezogen wurde. Ob es für diese jungen Menschen ein Glücksfall ist, wie den Worten des Chefredakteurs zu entnehmen, kann zwar als rhetorischer Winkelzug, um ostdeutscher Vergangenheit einen negativen Anstrich zu geben, gesehen werden, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diesen jungen Menschen das Leben in der DDR genauso fremd ist, wie ansonsten für westdeutsche üblich.
Historisch betrachtet gingen der bejubelten Einheit in neuer Spaltung, die verschiedensten Spaltungen voraus. Dabei seien historische Spaltungen vor 1945 einmal außer acht gelassen, um sich somit auf Spaltungen innerhalb der europäischen Nachkriegsordnung zu beschränken.

Freitag, 1. Oktober 2010

Gedanken zum Tod und einem Wort zum Sonntag!

In der Mailingliste der Freidenker gibt es ein Wort zum Sonntag, diese Woche gibt es sogar zwei. Eines, in welchen sich mit dem Tod und mach menschlichen Beweggrund, beschäftigt wird, regte mich zu folgende Gedanken an:
Gedanken zum Tod und einem Wort zum Sonntag!
Der Mensch, er wird geboren und er wird sterben, das liegt in der Natur begründet, wie und wann er sterben wird, hingegen nicht. Ob er geruhsam einschläft, einen Unfall erlegen ist, durch Krankheit dahingerafft, oder Opfer seines Gleichen, vielleicht auch seiner selbst wird, kann keiner vorher sagen, nur im Tod sind sich alle Gleich! Als Mensch sind wir aber auch Bestandteile der Nahrungsketten, in welcher wir uns an die Spitze vorgearbeitet haben, und daher nur noch selten in Ausnahmesituationen als Nahrung dienen und so zu Tode kommen, welches wiederum natürlich ist. Wie auch immer, was uns vom Tier scheidet, ist unser Bewusstsein und so sind wir uns auch des Todes bewusst, genauso wie der Gefahren, welche mit verschiedenen Tätigkeiten, Verhaltensweisen etc. verbunden sind. Oft ist es allein die Hoffnung, dass wir von so mancher Konsequenz unserer eigenen Tat verschont bleiben, die uns treiben lässt und gelegentlich scheint diese Hoffnung nicht einmal zu täuschen.

Jeder Mensch wird frei geboren!

Geboren, nicht zum Untertan!
Jeder Mensch wird frei geboren!
Heißt es doch in der Menschenrechtserklärung der französischen Revolution vom 26. August 1789 im Artikel 1.: „Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es.“ Das hört sich erst einmal gut an und war für seine Zeit durchaus eine epochale Erkenntnis, welche ihre Spuren in der Geschichte bis heute hinterlassen hat. In diesem Zusammenhang ist aber nicht nur das bürgerliche Freiheitsverständnis interessant, sondern auch die Tatsache, dass eine solche Forderung aus bestimmten Notwendigkeiten heraus getroffen wurde. Diese Einschätzung setzt die Erkenntnis voraus, dass Menschen im Allgemeinen in einem System des Unrechts hineingeboren werden und in einem solchen weiter leben. Dabei ist die Natur der Freiheit immer konkret, nie allgemein und den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet. So benötigt die bürgerliche, die kapitalistische Gesellschaft die frei handelbare Ware, speziell eben auch die Ware Arbeitskraft, diese wird aber erst frei handelbar, wenn der Träger derselben, der Mensch, selbst von anderen Abhängigkeiten frei ist. Für die damalige Zeit bedeutete dieses die Abschaffung der Leibeigenschaft, der Sklaverei, oder anderer leiblicher Abhängigkeiten. Nach dieser Befreiung der Menschen, traten neue Abhängigkeiten, den Warencharakter entsprechende, an die Stelle der Alten. Mit diesen Abhängigkeiten kamen im laufe der Zeit auch neu Mechanismen der Repression hinzu und zum allgemeinen Steuerungs- und Regulierungsmittel wurde das Geld. Dabei ist es immer schon bestreben gewesen, ein jedes Verhältnis innerhalb dieses System zu kapitalisieren.

Weitere Gedanken zum Thema Tod!

Nun gab es ein Wort zum Sonntag, zu welchen ich einige Gedanken niedergeschrieben habe und in der Mailingliste veröffentlicht. Der Gegenstand selbst erfuhr weitere Reaktionen und ich erachte es durchaus als angebracht weiter über das Thema Tod und Gesellschaft nachzudenken und speziell den gewaltsamen Tod zum Gegenstand der Betrachtung zu machen.
Wir leben in einer Zeit, in welcher nicht nur mit den Waffen geklappert wird, sondern auch Kriege geführt und weitere vorbereitet werden. Aber auch ohne diesen sind die Medien voll von Gewallt und Tod. Mord, Selbstmord, Amokläufe, vermeidliche tödliche Unfälle etc. sind Reaktionen auf die verschiedensten menschlichen Probleme und Ausdruck für sich zuspitzende Widersprüche innerhalb dieser Gesellschaft. Und einmal von der Medienwirksamkeit von Amokläufen und tödlichen Unfällen etc. abgesehen, gibt die Form des gewählten Todes, oder durch Fremdeinwirkung erlittenen Todes, durchaus Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Es ist bezeichnend für ein System, wenn zur Lösung von Problemen auf Mittel zurückgegriffen werden, welche den gewaltsamen Tod zur Folge haben, oder diesen zumindest billigend in Kauf nehmen. Letztlich tritt so die Inhumanität des Systems am klarsten hervor, in dem es so sein menschenverachtendes Wesen, seine Lebensfeindlichkeit offenbart. 

Folgenden Text habe ich dazu in der Liste veröffentlicht:

Atheismus

Atheismus (griech.): bewusste und begründete Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder mehrere Götter, an ein göttliches Prinzip, an jegliche übernatürlichen Kräfte und Wesen bzw. an eine übernatürliche und jenseitige Welt; Erklärung der Welt aus sich selbst (wörtlich: Gottlosigkeit).
Der Atheismus ist mit der Entwicklung des rationalen Denkens, der Wissenschaft und des Klassenkampfes eng verbunden. Er war und ist (mit Ausnahmen, wie z. B. bei F. Nietzsche) ideologischer Ausdruck geschichtlich fortschrittlicher Bewegungen und Klassen. Der Ausdruck Atheismus wurde unterschiedlich verwandt. In der griechischen Philosophie der Antike bezeichnete er ursprünglich lediglich die Ablehnung der Götter als Staatsreligionen. Von den christlichen Kirchen wurde er oftmals in diskriminierender Absicht gegen Anschauungen von einzelnen Menschen oder ganzen Völkern verwandt, die den Glauben an den Gott des Christentums ablehnten (so wird z. B. der Buddhismus als „atheistische Religion“ bezeichnet) oder, wie für das Mittelalter typisch, für Anschauungen, die von den offiziellen Dogmen der Kirche abwichen (Häresien, Deismus). Dabei handelt es sich jedoch nicht um Atheismus im eigentlichen Sinne. Auch die im 19. und besonders im 20. Jahrhundert verbreitete spontane, d. h. nicht bewusste und rational begründete areligiöse Haltung kann nur als Grundlage für die mögliche Herausbildung eines atheistischen Standpunktes gelten.
Durch die Geschichte des menschlichen Denkens zieht sich ein ständiger Kampf zwischen Materialismus und Idealismus, mit dem Kampf zwischen Atheismus und religiösen Glauben verknüpft. Dieser Kampf nahm verschiedene Formen an; er äußerte sich in der Kritik der jeweils offiziellen Religion, in grundsätzlicher Kritik einzelner religiöser Dogmen (z. B. bei Galileo Galilei), in der Hervorhebung der Vernunft gegenüber der Religion (z. B. in der Aufklärung), in der Entwicklung deistischer und pantheistischer Auffassungen, im Positivismus (z. B. bei E. Mach) und im atheistischen Idealismus (z. B. bei F. Nietzsche, J.-P. Sartre, A. Camus) und schließlich in konsequent materialisch-atheistischen weltanschaulichen Positionen.  … weiter …

Mehr Jobs, aber immer niedrigere Einkommen!

Mit „Deutsches Jobwunder“ ist hier ein Beitrag überschrieben, welcher den Inhalt einer Sendung im Fernsehen zum Gegenstand hat. In dieser Sendung kommt ein „Wirtschaftsweiser“ zu Wort und es werden bestehende Probleme angesprochen. Im Speziellen geht es um die Zunahme von Tätigkeiten auf Geringverdienerniveau, als um so genannte 400,-€ Jobs. Das in diesem Zusammenhang festgestellt wird, „Minijobs sind faktisch Killer für Vollzeitjobs“, ist schon bemerkenswert, aber alles andere als neu. Da nun aber diese Erkenntnis in der Gesellschaft immer größere Verbreitung findet, ist es an der Zeit dem Thema zu Leibe zu rücken, bevor das allgemeine Wahlvolk noch eigene Schlüsse, welche nicht unbedingt ist verfolgte Konzept passen, zieht. Also wird die Bedeutung des Problems entsprechend herausgearbeitet, um dann auf eine falsche Fährte zu verweisen. Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken, und schuld ist die Politik! Die Logik, welche dahinter steht, die eigenen Kritik, ist immer die Beste, deren Ergebnis am leichtesten zu beeinflussen ist!
Einen entsprechenden Kommentar habe ich zum Beitrag hinterlassen, welcher dieses direkt angeführt wurde.
Hier der Kommentar:

Donnerstag, 30. September 2010

Die Masken fallen!

Die Masken fallen immer mehr und die hässliche Fratze des Kapitals offenbart sich so nach und nach in seiner ganzen Hässlichkeit. Ja, was spielt der Mensch für eine Rolle, wenn es um Profite geht? Da wird alles untergepflügt und der Repressionsapparat beginnt zu rotieren, dem eigenen Volk wird der Krieg erklärt und der Staat offenbart ungeschminkt wem er zu dienen hat und wem er dient.
Krieg gegen Bürger“, titelt die Junge Welt entsprechend und trifft den Nagel auf den Kopf. Wie es den Anschein hat, geht es um viel, für die Demonstranten um Lebensqualität, um die Verhinderung sinnlosen Kahlschlags, sowie eines Milliardengrabes. Nur werden die Milliarden nicht vergraben, sondern sie generieren Profite, sie lassen Kapital akkumulieren und Gewinne in die Höhe schnellen. Aber wie wusste K. Marx schon im Kapital  treffend zu schreiben: „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren (anfeuern).“
Und so wird unter Umständen selbst die Schimähre der Demokratie zu Schanden geritten, bevor sie geschächtet wird und die sich dahinter verbergende Diktatur des Kapitals tritt Unverholen hervor.