Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Montag, 11. Juni 2018

Kirche:


Institution der christlichen Religion. Die Kirche umfasst die religiösen Dogmen und Lehren, ihre Mitglieder, die Amtsträger, den Organisations- und Verwaltungsapparat und die verschiedenen kirchlichen >>Werke<< (Jugend-, Männer-, Frauen-, Missionswerke usw.) Die christliche Kirche unterscheidet sich von den Institutionen anderer Religionen durch ihre Entstehungsgeschichte, ihre Struktur und durch ihr religiöses Selbstverständnis. Im Verlaufe der Geschichte sind verschiedene christliche Kirchen entstanden, die sich vor allem durch ihre Lehre und Kulthandlungen unterscheiden. Darüber hinaus existieren eine Vielzahl weiterer Religionsgemeinschaften. Geprägt von den ökonomischen, politischen und geistigen Umwälzungen in der Geschichte haben sich in der Lehre und den Organisationsformen der Kirche Veränderungen vollzogen. In den einzelnen Ausbeutergesellschaften wurde sie, in unterschiedlich ausgeprägtem Maße, Teil des Herrschaftsmechanismus des Ausbeuterstaates (Bündnis von Thron und Altar). Das Prinzip der Trennung von Staat und Kirche, eine Forderung des progressiven Bürgertums, fand in sozialistischen Staaten erstmals seine konsequente Verwirklichung. 

In der DDR war Gewissens- und Glaubensfreiheit allen Bürgern durch die Verfassung (Art. 20) garantiert und in der Praxis verwirklicht. „Die Kirchen und andere Religionsgemeinschaften ordnen ihre Angelegenheiten und üben ihre Tätigkeit aus in Übereinstimmung mit der Verfassung und den gesetzlichen Bestimmungen der Deutschen Demokratischen Republik.“ (Verfassung der DDR, Art. 39) Auf dieser Grundlage können sich offene, von Verständnis und Bereitschaft zu konstruktiven Regelungen getragene Beziehungen zwischen Staat und Kirche entwickeln.


Quelle und Angelehnt: Kleines Politisches Wörterbuch, Dietz Verlag Berlin 1986, Seite 459.

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