Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Donnerstag, 7. November 2019

Bildungssystem in Sachsen-Anhalt, eine beachtenswerte Leistung …?


Interessant ist es schon, wie es um Bildung, speziell Schulbildung in Sachsen-Anhalt bestellt ist. Die MZ berichtet heute und überschreibt den Beitrag mit: „Rekordzahl an Schulabbrechern Sachsen-Anhalt bleibt das Land des Scheiterns“! Also wieder mal Schlusslicht, was so selten nicht ist und so wird verkündet das die Ursachen gefunden und untersucht werden müssen, es soll analysiert werden. Sollte dieses Ergebnis, in welchem Sachsen-Anhalt eigentlich nur seine Position verteidigt hat, für die Politik so überraschend sein? In jedem Fall kann ja so getan werden.
In der Internetausgabe ist der Beitrag leider nicht komplett ohne Anmeldung nachzulesen, trotzdem, oder gerade darum, wurde er auf Facebook geteilt und ausgiebig kommentiert. Ich habe folgenden Kommentar geschrieben und dort veröffentlicht:

Dienstag, 5. November 2019

Ein Beispiel für Politik, Gewallt und ihre Folgen ...


Bildschirmfoto 2019-11-07 22:31 Uhr
Es wird gedroht aus den USA, oder durch den Ableger einer US-amerikanischen Organisation hierzulande, diesmal ist es nicht die US-amerikanische Regierung, sonder eine faschistische Gruppe und sie droht zwei Politikern der Grünen. Umstritten mögen die Dame und der Herr sein, auch mögen sie Verantwortung tragen für zunehmende Gewallt in der Gesellschaft und so Opfer ihrer eigenen politischen Tat, so wird an verschiedenen Orten des Umstandes verwiesen und es ist wert diskutiert zu werden. Die Wellen der Empörung schlagen hoch, in der Regel um so höher, um so prominenter die Betroffenen und so wird berichtet, in den asozialen Netzwerken geteilt, einseitig betrachtet, komplex verachtet und so sei beachtet, dass Bildung ohnehin schon immer ein Kriterium Macht, so auch auf der Facebook-Seite der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt, dem eigendlichem Propagandainstitut, ein Text verlinkt.
Geteilt und mit Kommentar versehen wurde dort ein Beitragaus dem Spiegel, zu welchem ich folgenden Kommentar hinterlassen:

Montag, 4. November 2019

Rechts - Links oder Links - Rechts?


Oft finden sich in politischen Auseinandersetzungen die Gegensätze Rechts und Links, wobei nicht immer so klar ist, was eigentlich Rechts und was Links ist. In einer Diskussion, in welcher diese Begriffe Verwendung fanden, allerdings auch über die Anwendung gestritten, schrieb ich folgenden Kommentar zu den zwei Antipoden politischen Seins:

Rechts - Links sind politische Kategorien bürgerlicher Ideologie, welche dazu dienen die eigentlichen gesellschaftlichen Verhältnisse zu verschleiern und die gesellschaftlichen Widersprüche zu verbürgerlichen.
Kurz geschrieben, es entspricht landläufig der alten Metaphysik unüberwindlicher Gegensätze, ist das schwarz - weiss, das gut - schlecht, wahr - falsch, identisch - verschieden, der Gegenwart. Es entspricht der Forderung endgültiger Lösungen und ewiger Wahrheiten. Die Welt wird nicht als ein Komplex von Prozessen betrachtet, sondern als ein Komplex von fertigen Dingen! Frei nach F. E.



Donnerstag, 24. Oktober 2019

Es wurde revolutioniert, sich gewendet und eine Menge Potenzial verschwendet … um heute zu halluzinieren was gesellschaftlicher Fortschritt sein sollte …

Die Ereignisse vor 30 Jahren geben Aktören Grund sich zu erinnern und zu verinnerlichen was geschehen. Da wird gedacht der Veränderungen, die Folgen oft allerdings ignoriert, so das die Ursachen für die heutigen gesellschaftlichen Erscheinungen, welche zwar beklagt, aber meist von den Ereignissen 1989/90 abgekoppelt werden. Und so wurde sich auch in Quedlinburg erinnert und diskutiert, ein Podium hat es gegeben und eine Diskussion vielleicht auch, vielleicht wurde sich auch nur gegenseitig beweihräuchert, ich kann es nicht sagen, war nicht dabei gewesen, habe allerdings darüber einen Beitrag in der MZ gelesen, welchen ich auf Facebook wie folgt kommentierte:
Gloria, Halleluja, … geheiligt sei die Einfalt und die Einfältigen, welche sich vor lauter Wenden heute nur noch im Kreise drehen und nicht mitbekommen wohin das alles geführt hat …! Und wenn ein Professor dann noch verkündet, dass das Bildungssystem in der DDR eine „Erziehungsdiktatur“, dann verkennt er völlig gegenwärtige Entwicklungen, welche dank der damaligen Ereignissen auch im Osten vorangetrieben wurden. Heute ist das Bildungssystem eher eine Verziehungsdiktatur, und es gibt nicht wenige Absolventen der 10ten Klasse, welche nach zehn Jahren Schule nicht die Voraussetzungen mitbringen eine Lehre aufzunehmen. Letztlich auch kein Wunder, wenn es in der Bildungshierarchie solche Professoren gibt, welche elementare Zusammenhänge nicht erkennen …, nun ja, kommt dabei raus, wenn „Blitzlichter auf verschiedene Ereignisse“ geworfen werden!
Bevor ich diesen Kommentar verfasste, hatte ich folgendes niedergeschrieben, was allerdings für ein Kommentar etwas lang gewesen wäre:

Montag, 30. September 2019

Umgang mit Faschismus und Faschismustheorie!


Bildschirmfoto 2019-09-30 13:31 Uhr
Es wird sicher Menschen in diesem Lande geben, welche mit den Begriff Faschismus nicht viel anfangen können, da in den Hauptstrommedien in der Regel von Nazis, oder Nationalsozialismus zu lesen und zu hören ist. Das damit die von den deutschen Faschisten selbst gewählte Verschleierung weiter genutzt wird, ist vielen nicht bewusst. Anders verhielt es sich in der DDR, dort wurde von Faschismus gesprochen, es gab auch eine Definition desselben und die Besonderheiten des Hitlerfaschismus, oder des deutschen Faschismus wurden herausgearbeitet und benannt. Die Auseinandersetzung mit dem Faschismus geht weiter, sie ist notwendiger den je, eine klare Positionierung ist wichtig, diese sollte allerdings auch theoretisch fundiert sein.
In folgendem ein übernommener Text, zu diesem aktuellem Thema:
Die westdeutschen Marxisten wurden unter anderem, was die Theorien über den Faschismus betrifft, sehr geprägt durch Reinhard Kühnl. Das war ein seiner Zeit, vor der Konterrevolution, bemerkenswert fortschrittlicher Historiker in der BRD. Er musste, bis er die Professur in Marburg innehatte, übelste Intrigen und Anfeindungen aus seiner überwiegend reaktionär aufgestellten Zunft über sich ergehen lassen, so zum Beispiel von dem „Kollegen“ Ernst Nolte, einem Apologeten der Monopolherrschaft und zu jeder Diffamierung bereiten Antikommunisten.

Donnerstag, 19. September 2019

„Der Inhalt ist derzeit nicht verfügbar“


Bildschirmfoto 2019-09-05 13:31 Uhr
Einen Beitrag hatte ich kommentiert, um Stadtführungen in Quedlinburg ist es gegangen und das auf verbotenen Wegen. Im Beitrag selbst wurde nicht nur die Führung kritisiert, welche unter dem Balkon der Beitragschreibenden wendete, sondern Stadtführer im allgemeinen beleidigt, in dem behauptet wurde, dass jener welcher mit diesen Führungen Geld scheffeln würde. Das solches in Quedlinburg nicht möglich ist, wird wohl jeder Stadtführer, jede Stadtführerin in Quedlinburg bestätigen können. Nun wurde fleißig diskutiert und auch offeriert, der Verklagte meldetet sich, die Klagende reagierte, letztlich auch in dem Sie ihren ursprünglichen Beitrag entfernte, so das die ganze Diskussion nun etwas Gegenstandslos dasteht. Ich hatte mich im wirklichem Leben zumindest mit dem Verklagten unterhalten und er schilderte, dass das Vorgehen der Klagenden nicht unbedingt gepflegter Umgangsform entsprach, ihr Mann gar „aus gerastet“ sei. Für diesen Vorgang gab es sicher genügend Zeugend, die Gruppe soll nicht klein gewesen sein und das Geschehen von der Steinbrücke aus zu beobachten. Aber egal wer es gesehen und gehört hat, es ist schon bezeichnend, dass sich mittels Facebook echauffiert wird und das nicht auf der eigenen Seite, sondern auf einer mit viel Publikum. Als die Diskussion dann nicht wunschgemäß verlaufen ist, wurde der gegenständliche Beitrag wieder entfernt. Dabei kann durchaus davon ausgegangen werden, dass diese Diskussion im Sande verlaufen wäre.
Ich habe folgenden Kommentar hinterlassen, welcher Reaktion erfahren, worauf ich eine Antwort nicht schuldig blieb: 

Samstag, 24. August 2019

Wer sich immer nur Wendet, muss sich nicht wundern, wenn er sich nur im Kreis dreht!


Einen Kommentar, welchen ich als gut, weil treffend befunden habe und auf Facebook nicht kommentierte, sondern mit „gefällt mir“ markierte, werde ich unten spiegeln, mit Zustimmung des Autors versteht sich. Das Thema war die Wende 1989/90 im Osten der Republik, der Gegenstand ein Beitrag in der MZ zum Vorhaben eines Denkmals in Form eines Wendebrunnes in Quedlinburg. Allerdings wurde ich mit diesem Thema schon vor einiger Zeit konfrontiert, hatte mich gar mit dem Künstler unterhalten und dann das Ganze wieder vergessen. Der Beitrag in der MZ zeigte, dass das Thema wieder auf der Tagesordnung zu finden ist, der Initiator, sowie seine Unterstützer tätig waren und weiter an der Umsetzung arbeiten. Ein weiterer Beitrag vor wenigen Tagen unterstreicht dieses, lies aber auch die eine und andere Frage nicht offen. Leider konnte ich diesen Beitrag in der Internetausgabe der Zeitung nicht finden.
Interessant ist es, das Thema und vor allem der Begriff Wende, welcher durchaus treffend für die Ereignisse 1989/90 in der DDR, es ging zurück, in längst überwunden geglaubte Verhältnisse. Heutzutage wird dieser Begriff zum Teil sehr inflationär verwendet und alles mögliche gilt es zu wenden, am populärsten ist wohl gegenwärtig die Energiewende, die Klimawende nicht vergessend. Dabei bedeutet sich zu wenden, eigentlich die Richtung zu wechseln und zurück zu gehen. Also Schluss mit gesellschaftlichen Fortschritt, im voranschreiten, sondern zurück, am besten an die Anfänge, wo verkündeter Weise die Welt noch heil war. Dieses Besinnen auf die Vergangenheit, welche auch für fortschreitende Entwicklung notwendig ist, tritt in einer Gesellschaft allerdings am intensivsten auf, wenn sich die Widersprüche in der Gesellschaft zuspitzen und nach Alternativen gesucht, diese aber das gesellschaftliche System selbst nicht in Frage stellen sollen. Also zurück in die schöne alte Zeit, am besten alles Ritter keiner Knecht, so ging es den Menschen sicher nicht schlecht! Die Geschichte wird zur Hure und muss für alle möglichen Ambitionen herhalten, auch wenn sie dafür erst einmal verfälscht wird.

Sonntag, 18. August 2019

... einer der größten Steine des Anstoßes ...


Am 13.08.1961 wurde einer der größten Steine des Anstoßes für das deutsche Kapital errichtet und damit der Zugang zu einer begehrten, qualitativ hochwertigen und für das Kapital notwendigen Ware erschwert. Das dieses Ereignis, in Verbindung mit diversen Menschenrechten, welche im Kapitalismus ohnehin beständig mit Füßen getreten werden und für die meisten Menschen maximal als formale, aber nicht praktikable Rechte existieren, gebraucht wird, ist nicht neu und so gibt es entsprechende Erwiderungen, auch in dem auf andere Mauern und deren Folgen verwiesen wird. Zu einem solchen Beitrag schrieb ich auf Facebook folgenden Kommentar: