Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

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Mittwoch, 10. Januar 2024

Bauernaufstand?

Die Proteste der Bauern sind aktuell medial präsent, sie können auch nicht übersehen werden, sie finden in der Fläche statt und viele Regionen sind betroffen, vor allem auch der Verkehr auf Straßen und Autobahnen. Die Bundesregierung ist zwar im Vorfeld der Proteste etwas zurück gerudert, konnte damit aber von den eigentlichen Problemen nicht ablenken.

Dienstag, 18. Januar 2022

Freuen wir uns des Lebens, oder so ähnlich, denn es wird dämlich.

Die Ungeimpften sind schuld, denn sie liegen auf den Intensivstationen, so jedenfalls die Intention der Zeitung, ein mediales Instrument, welches am liebsten nur geimpfte kennt. Und so wird die Keule der Propaganda geschwungen, und gesungen, dass die meisten mit einem Virus auf den Intensivstationen ungeimpft. Wie viele es sind, steht in den Sternen, wird zumindest nicht genannt, ob einer, eine oder zwei es sind, weiß allein der Wind, vielleicht auch die Statistik, für die Propaganda ist das nicht wichtig. Und so wird berichtet und verschwiegen, damit sich auch die Balken biegen, doch bevor diese brechen, wird geteilt, dorthin, wo folgender Kommentar verweilt: 

Nur warum lagen die Menschen auf den Intensivstationen, wegen dem Virus, oder wegen einer anderen Krankheit und das Virus wurde bei ihnen nur festgestellt? Das zudem Ungeimpfte erkranken, entspricht der Logik der Propaganda, kann ja nicht anders sein, wären sie geimpft gewesen, wäre es nicht passiert und auch mit Herzinfarkt wären sie ohne Virus nicht auf der Intensivstation gelandet. Hätte wahrscheinlich der Pförtner behandelt.

Montag, 22. Februar 2021

Ich kommentierte … zum Thema ein zweites mal.

In einer anderen regionalen Zeitung wurde ebenfalls über den Bettelbrief des Landrates und einiger Bürgermeister an den Ministerpräsidenten berichtet. Dieser Beitrag auf Facebook geteilt, animierte folgenden Kommentar:

Und was soll so ein Bettelbrief bewirken? Nachdenken in der Politik, ... das führt letztlich nur zu einer Verschärfung der Maßnahmen, wie die Vergangenheit gezeigt und wie sieht es denn aus, die Maßstäbe für die ergriffenen Maßnahmen wurden beständig abgesenkt, nun ist sogar schon die Rede, dass ein Inzidenzwert unter 10 erreicht werden soll.

"Eine Inzidenz von unter 10, die ist jedenfalls in den allermeisten Regionen in Deutschland gerade ziemlich weit weg", sagte Spahn."

Sonntag, 21. Februar 2021

Ein Bettelbrief an den Ministerpräsidenten …

“Hilferuf aus dem Harz” ist ein Beitrag in der MZ (20./21.02.2021 Seite 7.) überschrieben, in welchen berichtet, dass der “Landrat und Bürgermeister fordern” und dazu einen “offenen Brief an den Ministerpräsidenten” geschrieben haben. Sie wollen “eine Perspektive für Tourismus, Handel und Gastronomie.”

Ist schon ein Problem, die politisch motivierte und mit Virus begründete Pandemie und ihre Folgen für die Menschen im Land. Die Maßnahmen und deren Notwendigkeit an sich werden nicht hinterfragt, selbst wenn sie in Frage gestellt werden, aufgrund ihrer Auswirkungen für die genannten Wirtschaftsbetriebe. So betrachtet handelt es sich auch weniger um eine Forderung, sondern eher um einen Bettelbrief an den Ministerpräsidenten, welcher regelmäßig als Mitglied eines nicht demokratisch gewählten Organs Maßnahmen berät und beschließt. Seit verschärfung der Maßnahmen zum November letzten Jahres allerdings nur unter dem Motto, schlimmer geht immer.

Donnerstag, 9. Juli 2020

Vergessen den Schein zu wahren?

Jubel, Trubel, Heiterkeit, die Wahl gewonnen, es ist so weit, die eigenen Vorgaben und Beschlüsse zu vergessen und zu zeigen wie es wirklich ist! Ein neuer Landrat wurde gewählt und der Sieg wird gefeiert, es wird gejubelt und fotografiert, ein Foto auf der eigenen Seite bei Facebook veröffentlicht, welches anscheinend Bände spricht, so kommentiert und diskutiert ist es nun verschwunden. Da auch Wellen hochgeschlagen, wird die Zeitung sich nun wagen und das Thema öffentlich vertiefen. 
Es stellt sich so die Frage, was halten jene, welche verantwortlich für ergriffene Maßnahmen gegen ein Virus sind, diese umzusetzen haben, nun dem Volke zeigen, was diese Maßnahmen wert sind, in dem sich selbst nicht dran gehalten wird. Verwirrt oder doch nur dem Affekt der Euphorie geschuldet, oder der Verschwörungstheorie gehuldigt, welche dieses Virus reichlich kennt? Vielleicht auch nur verpennt den eigenen Verstand zu nutzen, die Folgen zu bedenken, welche ein solches Foto in gegenwärtigen Zeiten auf sich lenken?
Nun ja, letztlich würde es viele Beschlüsse in der Politik nicht geben, wenn Politiker von deren Konsequenzen betroffen wären. Das vergessen allerdings viele und wundern sich wenn Politiker im Überschwang vergessen, selbst den Schein zu wahren.    

Montag, 6. Juli 2020

Wie man mit absoluter Minderheit, Wahlen gewinnt!

Jubel, Trubel, Heiterkeit, die Wahlen sind Geschichte, im ersten Wahlgang konnte der Kandidat der CDU entscheidend Punkten und für sich den Posten als Landrat sichern. Den meisten Menschen, zumindest den meisten Wahlberechtigten, schien das nicht zu interessieren, sie sind schlicht und einfach nicht wählen gegangen!    
Ja und wie die MZ berichtet, 55,75% für den Sieger bei 27,9% Wahlbeteiligung, kann zum einen bedeuten, dass vielleicht für viele das Wahlergebnis schon vorher feststand und sie aus diesem Grund nicht wählen gegangen und/oder für die Mehrheit keiner der Kandidaten in Frage gekommen und ihnen diese Wahl einfach sonst wo vorbeiging. Die absolute Mehrheit haben so mit 72,1% die Nichtwähler, welche unter Umständen davon ausgegangen, weil in der Vergangenheit zu erfahren, dass Wahlen nichts grundsätzlich an der Politik verändern, letztlich nur dem Karriereschacher dienlich sind und ….  

Wahlen sind dazu da die bestehenden Verhältnisse zu legitimieren und sie nicht in Frage zu stellen!

Freitag, 11. Januar 2019

Ein Fass ohne Boden läuft aus, ...


Einen Kommentar hatte ich geschrieben, um ein Bad zum planschen ist es gegangen, vor Jahren in Thale errichtet, mit viel Jubel, Trubel und vor allen Subventionen. Nun soll der heiße Sommer daran schuld sein, dass dieses hoch subventionierte Bad Verluste erwirtschaftet, in seiner Existenz bedroht ist. Die MZ berichtete mehrmals und zu einem Beitrag in den beschränkten Weites des Netzwerkes Facebook geteilt und diskutiert, hinterließ ich folgenden Kommentar:

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Es wird gejammert, die Ursachen allerdings …

Es wird gejammert, aber werden die Ursachen richtig verortet?
Unternehmen im Harz fehlen Mitarbeiter“, ist ein Beitrag in der MZ, Quedlinburger HarzBote, vom 17.10.2017, Seite 9, überschrieben. Zu erfahren ist, dass es einen Brockenstammtisch gibt und „der Brockenwirt vor kurzem zeitweise Zimmer seines Hotels auf dem 1141 Meter hohen Harzgipfel sperren“ musste, „weil ihm Reinigungspersonal fehlte“. Selber saubermachen ist nicht und so ist er „einer von vielen Unternehmern im Harz, die ihre offenen Stellen nur mühsam besetzen können.“ Und so diskutierte er „mit Politikern, Tourismusexperten, Akademikern und Geschäftsleuten … am Montag beim 94. Brockenstammtisch über das Thema „Zukunftsprojekte im Harz – Wo sind die Arbeitskräfte?“. „Von dem Thema war oder ist jeder hier betroffen“, stellte“ der Brockenwirt fest. Arbeitskräfte selbst waren am Stammtisch anscheint nicht vertreten, aber die werden ja ohnehin gesucht. 
Nur ist dem wirklich so? Wird den Menschen hierzulande nicht seit Jahrzehnten eingeredet, dass Arbeit in Form von abhängiger Beschäftigung eine Gnade ist, welche sogenannte Arbeitgeber (Unternehmen) den sogenannten Arbeitnehmern (ihre Arbeitskraft verkaufen müssenden) zukommen lassen, damit diese nicht darben müssen und ihre Existenz mehr oder weniger schlecht sichern können? Und nun gibt es zu wenig Menschen, welche diese Gnade erlangen wollen? Hoppla, da stimmt doch was nicht, wird gar festgestellt, dass nicht die Menschen die Unternehmen brauchen, sondern umgekehrt, die Unternehmen die Menschen um ihre Existenz zu sichern? Dabei ist die Tätigkeit einer Reinigungskraft, sie soll in keiner Weise unterschätzt werden, nicht gerade eine Tätigkeit, welche ein hohes Qualifikationsniveau erfordert, eigentlich fast jeder und jede ist nach kurzer Einarbeitung in der Lage diese Tätigkeit auszuüben.

Montag, 20. Februar 2017

Das demographische Orakel … hat sich geirrt!

Bildschirmfoto verändert
Das demographische Orakel hatte gesprochen und sich geirrt! Die Demographie wiederum ist eigentlich die Wissenschaft von der Bevölkerungsentwicklung, allerdings hört sich demographischer Wandel besser an, als Veränderung in der Bevölkerungsentwicklung und so wird demographisch orakelt, was sein könnte und wohin sich der demographische Faktor, also die Ursache für die Bevölkerungsentwickelung entwickelt! Nur wo bleibt die Bevölkerung? Die entwickelt sich unter Umständen (also unter Einfluss bestimmter Faktoren) anders als voraus-orakelt. So jüngst in Quedlinburg, als eine nicht prognostizierte Entwicklung erkannt werden musste.
Prognosen sind immer interessant, besonders wenn in die Zukunft gedacht und orakelt wird, was sein könnte wenn und was ist, wenn es sein könnte, wie es ist! Gelegentlich liegen Prognosen allerdings daneben und es kommt anders als orakelt und das unter Umständen eher als gedacht, insbesondere wenn weit vorausgedacht! Das ist wie mit dem Wetter, wie es heute ist, kann mit einem Blick aus dem Fenster erkannt werden, dabei kann Sonnenschein durchaus über klirrende Kälte hinwegtäuschen, allerdings hilft ein Schritt vor die Tür und es steht fest, die Sonne scheint, aber trotz der wärmenden Stahlen ist es kalt. Mit dem Wetter von Morgen sieht es da schon anders aus, wobei die Prognosen der Wetterfrösche heutzutage schon ziemlich genau sind und Mensch selten von der Wetterapp belogen wird. Desto weiter allerdings der Zeitpunkt einer Voraussage in der Zukunft liegt, desto öfter treten Fehler auf und die Aussagen werden vage und ungenau.

Mittwoch, 28. September 2016

Der Geschäftsführer der WOWI bringt es auf den Punkt!

Quarmbeck ist ein Thema, welches eigentlich nicht nur die Bewohner dieses Stadtteils betrifft, der Abriss der städtischen Wohnungen in diesem Gebiet wird auch Folgen für Bürger der Stadt Quedlinburg haben. Jüngst fand zum Thema Abriss eine Veranstaltung in Quarmbeck statt und die MZ berichtet ausführlich darüber. In der Druckausgabe der Zeitung ist folgende Aussage des Geschäftsführers der städtischen Wohnungsgesellschaft besonders hervorgehoben:
Breuels Antwort diente hingegen nicht zur Besänftigung: „Das hat nichts mit den Menschen zu tun.““ „Das hat nichts mit den Menschen zu tun“, treffender könnte der Geschäftsführer der Wowi diese Situation nicht formulieren, es hat nichts mit den Menschen zu tun, es geht nicht um die Menschen, nicht um deren Interesse, diese sind schlicht und einfach nur ein Spielball politischer und wirtschaftlicher Entscheidungen. Der Mensch spielt keine Rolle, es ist egal was aus ihm wird, er hat zu funktionieren, dahin zu marschieren, wo er hingeschickt! Anstatt über Möglichkeiten nachzudenken, wie dieser Wohnstandort aufgewertet werden könnte, werden die Voraussetzungen für den Abriss geschaffen. Langfristig vorbereitet, wird Widerstand gegen den Abriss gespalten, um letztlich die Interessen der Bewohner gänzlich negieren zu können.
Quarmbeck soll abgerissen werden, weil der Leerstand hoch, nur warum ist er so hoch? Weil Jahre vor Abrissbeschluss der Zuzug unterbunden wurde und nachdem der Abriss beschlossen, konnte davon ausgegangen werden, dass keiner zuziehen wird, ganz im Gegenteil, einige Bewohner packen ihre Sachen und verlassen das Wohngebiet schon.

Dienstag, 27. September 2016

Johannishain in Quedlinburg - Beispiel für privatwirtschaftliche Verantwortlichkeit ...

Ein gutes Beispiel für privatwirtschaftliche Verantwortlichkeit findet sich heute in der MZ! Vor Jahren wurde ein Park verkauft und der neue Eigentümer lässt diesen verwahrlosen, die Schuld allerdings bekommen andere zugesprochen, seiner Verantworten wird der Eigentümer so allerdings nicht gerecht. Einen Zaun könnte er bauen, ist zu lesen, damit die Verursacher von Schmutz und Dreck den Park nicht mehr nutzen können, aber Gutmensch wie er ist, möchte er das nicht und so hofft er das Stadt und Anwohner Verantwortung übernehmen. Dabei hat es sicher einen Grund gehabt, warum das Grundstück erworben wurde, sicher nicht aus Spaß an der Freude, das Gutmenschentum pflegend, sondern aus wirtschaftlichen Interesse wird die Entscheidung gefallen sein. Die Lage ist nicht schlecht, das Areal sicherlich verschieden nutzbar und Quedlinburg nach wie vor Welterbestadt. Im angrenzende Wohngebiet gibt es seit einiger Zeit wieder eine Einkaufsmöglichkeit, im Park, oder am Rande des Parks findet sich eine Kegelbahn und einige historische Sehenswürdigkeiten gibt es außerdem. Im Dreißigjährigen Krieg soll es in dieser Gegend, welche allerdings zu dieser Zeit noch einige Kilometer vor den Toren der Stadt lag, sogar ein Gefecht zwischen Kaiserlichen und Schwedischen Truppen gegeben haben.
Nun soll es aber im Park etwas gruselig sein, so das manch Zeitgenosse von vornherein eine Bogen drum macht. Vielleicht ändert sich das ja, wenn im Park kulturelle Veranstaltungen stattfinden, wie im Beitrag avisiert.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Gedanken zu einem anonymen Brief ans Bürgerforum Quedlinburg


Ein anonymer Schreiberling hat einen Brief geschrieben, an das Bürgerforum in Quedlinburg, in welchen er die gängigsten Kleesches bedient, welche im allgemeinem als Alternativlos für Privatisierung kommunalen oder anderem gemeinschaftlichen Eigentums genutzt werden. Der Brief ist auf der Seite des Bürgerforums im Rahmen einer Antwort hinterlegt. Warum der Brief allerdings nur an die „Herren vom Bürgerforum“ gerichtet ist, … wird wohl der Anonymität und der Zustellform geschuldet sein. Anlas für den Brief werden die jüngsten Bestrebungen des Bürgerforum im Zusammenhang mit der Privatisierung des Kurzentrums Bad Suderode sein, von welchen auch in der MZ zu lesen war. Gegen die Bestrebungen des Bürgerforums formierte sich im Rat der Stadt eine "ganz große Koalition" aus „SPD, CDU, Die Linke und Grüne/QfW.“
Aber zurück zum Brief, der anonyme Schreiberling scheint seine Bildung aus der Bild (oder ähnlich gearteter Publikationen) zu haben, so dass er nachplappert, was in den meisten Medien vorgeplappert wird. Die Kosten, welche die Privatisierung des Kurzentrums bis jetzt schon verursacht hat, von weitreichenden Folgen nicht nur für die kleinteilige Wirtschaft in Bad Suderode ganz zu schweigen, spielen keine Rolle. Das dabei das Ende der Fahnenstange lange noch nicht erreicht ist, sollte zumindest jedem frei denkenden und politisch engagierten Menschen bewusst sein. Leider sind diese im Rat der Stadt eine Ausnahmeerscheinung, die Ratsmehrheit betet in der Regel die neoliberalen Wirtschaftsdogmen nach, welche permanent gepredigt werden und in der Gesellschaft eine weite Verbreitung gefunden haben. Allgemeine ökonomische Zusammenhänge werden so mancher vorgeblichen Alternativlosigkeit geopfert, ohne ernsthaft über diese Zusammenhänge und Alternativen nachzudenken. Glaube an wirtschaftliche Zusammenhänge wird gepflegt und ersetzt das Wissen darüber. Wissen über solche Zusammenhänge wird zweckentsprechend ignoriert und sogar bekämpft.
Dabei wäre es unter Umständen ausreichend den gesunden Menschenverstand zu bemühen, wobei die Praxis ökonomischen Seins die besten Beweise für die Folgen derartiger Privatisierungen liefert. Das offensichtlichste Beispiel sind die Folgen der weitestgehenden Deindustrialisierung, mittels Privatisierung der wirtschaftlichen Substanz, des Ostens dieses Landes nach 1989. Der allgemeine Bevölkerungsrückgang spricht Bände und führt bei den Verantwortlichen zu anhaltendem Klagen, meist wird allerdings der demographische Wandel als Ursache und nicht als Folge wirtschaftlicher Veränderungen gesehen. Aber auch andere Beispiele sind zu finden, so im Reich des Thalenser Bürgermeisters, wo vor Jahren eine Therme errichtet wurde, welche der Stadt 30 Jahre lang ca. ½ Millionen pro Jahr kostet und das garantiert. Die so genannte öffentliche Hand, (Land, Bund, EU, Kommune etc.) förderte das Vorhaben mit 50% Zuschuss zu den Erstellungskosten. Eigentlich gehört dieses Objekt in öffentliches Eigentum, aber hier wurde a priori privatisiert! Und was haben die Bürger davon? Sie können planschen gehen, der zu entrichtende Obolus ist allerdings nicht gerade als Preiswert anzusehen. In diesem Zusammenhang sei aber auch daran erinnert, dass der jetzige Ministerpräsident im Zuge damaliger Diskussionen schon verkündet hat, dass das Land eine Privatisierung des Kurzentrums in Bad Suderode unterstützen wird. In jedem Fall hat das Land im Zuge der Gebietreform die Voraussetzungen für eine Privatisierung des Kurzentrums geschaffen, in dem die Verantwortung der Stadt Quedlinburg übertragen wurde. Dabei waren die mit dem Kurzentrum verbundenen Kosten nicht die einzige Last, welche von der Stadt Quedlinburg im Zuge der Gebietsreform übernommen werden musste. Dafür hatte die Stadt in Folge aber wieder einen Oberbürgermeister!  

Samstag, 5. Juli 2014

Vorgeschobenes Bürgerinteresse gegen demokratisches Sein!

Das Interesse von Bürgern muss für vieles herhalten, es wird missbraucht, instrumentalisiert und gegen sich selbst gewendet, meistens um es egozentrischem Sein unterzuordnen und das auf Kosten der Bürger.
Gestorben sind Menschen in Quedlinburg nicht, weil es im Zentrum bis jetzt keinen Drogeriemarkt mehr gegeben hat. Auch ist mir kein Fall bekannt, dass jemand an Entzug von Drogerieartikeln leiden musste. Diese gibt es nach wie vor in der Innenstadt, so zum Beispiel im Nahkauf in der Breiten Straße, oder in der Nähe der Steinbrücke, in einem Mc Geiz genanntem Geschäft. Sicher nicht in der Auswahl eines Drogeriemarktes, aber fürs Leben notwendig erachtete Drogerieartikel sind dort durchaus erhältlich.
Darum ist es auch nicht gegangen, im Streit, in welchen eine undemokratische Behörde Beschlüsse demokratischer Organe kassierte, aber auch Anordnungen anderer Behörden negierte. Widerspruch wurde gegen das Urteil nicht eingelegt, es ist davon auszugehen, dass dieses Problem einfach nur ausgesessen werden sollte, letztlich funktioniert die Ausrede, dass es einfach vergessen wurde, gelegentlich ganz gut. Motto, wir hätten ja, aber wir haben es leider versäumt, wobei ein Grund leicht zu finden ist, immerhin fanden zwischenzeitlich Wahlen zu den Kommunal- und Kreisparlamenten statt. Da gibt es nun wahrlich andere Probleme! Oder?  

Freitag, 6. Juni 2014

Gedanken zum Tag - 06.06.12 -


06.06.14 - Ist schon interessant, was nicht alles gelernt werden kann, wenn Zeitung gelesen wird! So möge ich meinen, dass die eine oder andere Tat nicht erfolgen würde, wenn die Medien nicht mit entsprechenden Informationen, welche durchaus als Anleitungen gesehen werden können, hilfreich zur Seite stehen. So zum Beispiel beim Sprengen von Bankautomaten, oder wie heute wieder im regionalem Blatt berichtet, der Diebstall ganzer Tresore, unter zur Hilfenahme von Technik wie Bagger, Radlader oder ähnliches. Interessanterweise konnte dem Beitrag entnommen werden, dass es Zweitschlüssel für derlei Technik übers Internet zu bestellen gibt.
Ja die Medien berichten und animieren, wer nicht weiß wie Geldautomaten gesprengt werden können, erfährt es spätestens wenn eine solche Tat durchgeführt wurde. Die Medien vermitteln in Sensations- haschender Manier dieses Wissen!
Und mal ehrlich, wer wusste Ende der 1990iger Jahre, das ein Golf 3 mittel Tennisball zu öffnen ist? Eigentlich doch nur einige Wenige, welche diese „Sicherheitslücke" vielleicht zufällig entdeckt hatten. Nach dem diese Öffnungsmöglichkeit des Autos durch die Medien gegangen war, gab es sicher den Einen oder die Andere, welche verschieden motiviert ausprobieren wollten, ob es auch wirklich funktioniert.
Und war es nicht gestern, als in der MZ zu lesen war, dass Sachsen-Anhalt wieder einmal Spitze ist und zwar in der Verbrechensstatistik! Die Kriminalitätsrate also in diesem Land höher als in anderen Bundesländern. Das Böse ist eben immer und überall, wobei die Medien ihm Hilfreich zur Seite stehen. Wie Menschen allerdings höhere Löhne erkämpfen, einer prekären Beschäftigungssituation entrinnen und solche zivilisatorischen Errungenschaften wie die Hartz Gesetze negiert werden können, erfahren die Menschen aus den einschlägigen Medien allerdings nicht. Aber immerhin, wenn Mensch keinen Ausweg mehr weiß und auf der Suchen nach Möglichkeiten zur Existenzsicherung sind, stehen die Medien helfend zur Seite, greifen jede Gelegenheit auf, publizieren Beispielhafte Alternativen und liefern das erforderliche Wissen zur erfolgreichen Umsetzung. Und machen wir uns doch nichts vor, das ist direkte Wirtschaftsförderung, denn desto größer die eingesetzte Technik, desto gewaltiger der Knall, desto größer der Schaden, selbst wenn er kollateral daher kommt. Zwar wird über die Schäden gejammert, letztlich müssen diese aber beseitigt werden, muss abhanden gekommenes Ersetzt und somit werden durch die Täter noch ganz andere Bedürfnisse befriedigt. Wenn solcherlei Zerstörung allerdings staatlich gefördert daherkommt, wird es im Allgemeinen Krieg genannt! Und gegen die dort entstehenden Zerstörungen sind Tresorraub mittel Radlader, Bagger oder anderem Gerät, sowie die Sprengung von Geldautomaten mittels Gasgemisch geradezu harmlos.

Montag, 26. Mai 2014

... offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, im Zusammenhang mit dem Kurzentrum in Bad Suderode ...

Ein offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, im Zusammenhang mit dem Kurzentrum in Bad Suderode, findet sich auf der Seite des Bürgerforums Quedlinburg. Seine Veröffentlichung liegt nun schon einige Tage zurück und seit Niederschrift dieses Briefes hat es einige neue Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Kurzentrum in Bad Suderode gegeben. An Aktualität hat der Brief dadurch allerdings nicht verloren, wobei mir nicht bekannt ist, ob es zwischenzeitlich eine Antwort durch den Ministerpräsidenten des Landes gibt.
Am letzten Sonntag wurden die Kommunalparlamente in Sachsen-Anhalt neu gewählt, wobei es den Anschein hat, das gerade die Kräfte, welche nicht nur für die Misere um das Kurzentrum in Bad Suderode verantwortlich sind, ihre Position im Stadtparlament halten oder sogar ausbauen konnten. 

Dienstag, 13. Mai 2014

... zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode.

13.05.14 - Heute fand sich in der MZ wieder ein Bericht zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode. Das erwerbende Unternehmen, der oft gepriesene Investor, im speziellen Fall eine Projektentwicklungsgesellschaft, ist von einem Insolvenzverfahren bedroht, war zu lesen. Das nicht erst seit gestern, sondern schon seit vorgestern. Zu erfahren war auch, dass dieses Verfahren von einer Krankenkasse angestrebt wird, es geht wohl um 8.000,- €. Die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister streben die Rückabwicklung des Kaufvertrages auf Grund nicht eingehaltener vertraglicher Absprachen seitens des Investors an, mit dem Ziel die Grundstücke erneut zu privatisieren. Am 20.05.2014 solle es zu diesem Zwecke eine Sitzung des Quedlinburger Stadtrates geben, welcher allerdings am 25.05.2014 neu zu wählen ist. Die Zeit drängt, war es doch gerade dieser Stadtrat, welcher eine Privatisierung und die Schließung des Kurzentrums beschlossen hatte.
Wer weiß wie der neue Rat entscheiden wird, ist doch der Ausgang der Wahl nicht unbedingt sicher. Sicher ist auch zu berücksichtigen, dass es Zeit braucht, bis sich der neue Rat konstituiert hat und mit seiner Arbeit beginnen kann. Somit macht es durchaus Sinn, den Kaufvertrag aufzuheben, den Verkauf des Kurzentrums noch vor der Wahl rückgängig zu machen.
Allerdings ist es angebracht mit weiteren Beschlüssen zum Kurzentrum bis nach der Wahl zu warten. Letzteres ist offensichtlich aber nicht geplant, in der MZ-Internetausgabe findet sich ein Beitrag, welcher darauf verweißt, dass der Vertrag zwar aufgehoben werden soll, aber im selbem Atemzug angestrebt wird die Verhandlungen mit zwei anderen Bewerbern zu führen.  
In jüngerer Vergangenheit war einiges zum Kurzentrum zu lesen und nicht nur das der Investor bis jetzt nicht zahlt, sondern auch, dass das Kurzentrum erst in zwei Jahren wieder eröffnet werden soll. Letzteres ist für den Ort Bad Suderode nicht unbedingt förderlich, zumindest nicht für die Unternehmen, welche in erster Linie ihren Geschäftsbetrieb dem Betreiben des Kurzentrums zu verdanken haben.
Die ehemaligen Beschäftigten des Kurzentrums haben ihre Tätigkeit schon verloren, weitere Arbeitsplätze werden folgen und so manche selbstständige Existenz wird ebenfalls den Bach runtergehen, welcher durch den Ort fließt. Das sich Arbeitskräfte anders orientieren werden, ist verständlich, letztlich wird diesen auch nichts anderes übrig bleiben, um nicht im Netz von Arbeitsagentur und Koba hängen zu bleiben. Gerade den Fachkräften kann es gelingen sich neu zu orientieren, unter Umständen werden diese sogar die Region verlassen, was dem ohnehin oft beklagen Fachkräftemangel nicht unbedingt verringern wird. Diese Fachkräfte zurück zu gewinnen wird nicht einfach sein, insbesondere wenn diese die Region verlassen haben.
So sind in der Vergangenheit diverse Aktionen zur Rückwerbung von Fachkräften durch die Landesregierung, spezielle auch des Ministerpräsidenten, nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Reise des Ministerpräsidenten nach Baden-Württemberg, als es darum gegangen ist, abgewanderte Fachkräfte aus Sachsen-Anhalt nach Sachsen-Anhalt zurück zu holen. Nur mit was wird objektiv betrachtet geworben, das diese Fachkräfte, nach Rückkehr ins Land der Frühaufsteher unter Umständen für 30% weniger Lohn arbeiten dürfen und das auch noch länger, wobei ihnen die Last anderer Leistungen wie zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld zumindest zum Teil, wenn nicht sogar ganz erspart bleibt?
Aber zurück zum Kurzentrum, so gibt es auch in diesem Fall mehrere Möglichkeiten, so gesehen gehört die Mär von der Alternativlosigkeit so mancher Entwicklung in die Mottenkiste politischen Seins. Letztlich ist nicht nur in diesem Zusammenhang mit Fragen nicht zu sparen und es sollte zumindest die Frage nach dem Nutzen gestellt werden. Wem nutzt also eine Entscheidung, z. B. zur Privatisierung, oder erneuten Privatisierung nach Rückabwicklung des Kaufvertrages, des Kurzentrums?
Dabei wäre es gut, wenn geschrieben werden könnte, dass außer Spesen nichts gewesen sei, aber es ist schlimmer, da wirtschaftliche Substanz bewusst vernichtet wurde, in erster Linie in Form von Arbeitsplätzen! Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen, wenn nicht gegengesteuert wird und die Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Eine erneute Privatisierung allerdings trägt zur Lösung der entstandenen Probleme nicht bei.
Wichtig und Hilfreich ist es auch, das Kurzentrum gesamtwirtschaftlich zu betrachten, das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen dazu weitestgehend nicht in der Lage sind, ist am Beispiel Kurzentrum Bad Suderode zu sehen. Das zeigt nicht nur die Vorgehensweise des Investors, sondern auch das Verhalten von Gewerbetreibenden vor Ort, im Zusammenhang mit der Privatisierung des Kurzentrums.
Letztlich und gesamtwirtschaftlich betrachtet, ist das Kurzentrum ein Erfolgsmodel, nicht nur das in Folge seiner Errichtung und des Betriebes erheblich Investitionen in Bad Suderode getätigt wurden, auch waren die Steuereinnahmen nicht zu verachten, welche Kommune, Land und Bund generieren konnten. Wobei die wenigsten Steuereinnahmen der Kommune direkt zu gute kamen.

Dienstag, 25. März 2014

SKANDALE IM MITTELALTER

In dieser Woche gibt es vier Veranstaltungen im Rahmen des 14. Quedlinburger Bücherfrühlings, zwei sind heute schon Geschichte, da sie am Montag stattgefunden haben. Am morgigen Mittwoch findet im Festsaal des Rathauses ein Shakespeare-Abend statt, Beginn ist 20:00Uhr.
Donnerstag wird es dann historisch mit einer Lesung zum Thema „Skandale im Mittelalter“, diese Veranstaltung findet ebenfalls im Rathausaal statt und beginnt um 19:30Uhr. Im Handzettel zum Bücherfrühling findet sich folgender Text zur Veranstaltung:
„Jürgen K. Fischer hat zwei Bücher über das Mittelalter veröffentlicht, die ihren Ausgangspunkt im Kloster Posa im südlichen Sachsen-Anhalt haben. Vom Kloster ist heute nur noch ein ehrwürdiges Nebengebäude übrig, aber an Hand von rund 40 Urkunden kann eine glanzvolle Geschichte im 12. Jahrhundert nachgezeichnet werden. Beim zweiten handelt es sich um die Chronik eines Mönchs aus eben diesem Benediktinerkloster. Der war ein Zeitgenosse Luthers und hat die Reformation aus nächster Nähe kritisch begleitet. Sowohl aus den Urkunden wie aus der Chronik Paul Langs sind diverse Begebenheiten zu entnehmen, die lehrreich sind, aber auch unterhaltsam wirken könnten.“

Sonntag, 16. März 2014

Quedels Spuren und eine „heiße Leitung für junge Schweine“!

Im Wappen der Stadt Quedlinburg findet sich ein Hund, Quedel wird er genannt, wobei die Stadt nicht den Namen vom Hunde hat. Trotzdem finden sich viele Spuren der Erben Quedels auf Quedlinburger Straßen, was gelegentlich, in periodischen Abständen, berechtigterweise eigentlich immer Grund zum Klagen gibt. So jüngst wieder in der MZ, Quedlinburger Harz Bote vom 15/16 März 2012, Seite 9, zu lesen. Überschrieben ist der Beitrag mit „Fünf Säulen gegen den Dreck“ und auf dem begleitenden Bild findet sich das Rad eines Rollstuhls neben einen Hundehaufen! Ob damit eine besondere Bedeutung verbunden ist, kann ich nicht sagen, allein die Motivwahl ist etwas unglücklich, welches nicht zu falschen Interpretierungen verleiten sollte. Das Foto ist in der Internetausgabe dasselbe, die Überschrift eine andere, dort Kämpft Quedlinburg gegen Hundehaufen.
Der Beitrag wartet mit weiteren Problemen die Sauberkeit in der Stadt betreffend auf, wobei die Hinterlassenschaften der Erben Quedels als ein zentrales Problem gesehen werden. Manche Straßen der Stadt und dunkle Gassen werden als Hundklo genutzt und es ist angebracht Besucher Quedlinburgs auf die Hinterlassenschaften der Erben Quedles hinzuweisen. Den meisten Besuchern ist dieses Problem allerdings nicht neu und aus eigener Erfahrung am Heimatort bekannt. So gesehen kein alleiniges Problem in Quedlinburg, auch in anderen Städten scheißen die Hunde auf die Straße und die Besitzer kümmern sich nicht um die Hinterlassenschaften, auch wenn diese Städte keinen Hund im Stadtwappen führen. Wie also zu sehen ist und im Grundgesetz Artikel 14 zu lesen, „Eigentum verpflichtet“, allerdings wie allgemein üblich, praktischerweise zu nichts, der Eigentümer entscheidet, was mit seinem Eigentum wird, auch wenn „sein Gebrauch … zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen“ soll, muss es nicht so sein!
Und so fahrlässig wie von Seitens der Stadtoberen mit dem Eigentum der Stadt umgegangen wird, gehen gelegentlich auch Bürger mit ihrem Eigentum auf vier Pfoten um. Dass die Oberen der Stadt mit dem Eigentum der Stadt nicht fahrlässig umgehen, kann angesichts verschiedener Privatisierungen, wie jüngst der Verkauf des Krematoriums zum Beispiel, ernsthaft keiner behaupten. Das eigene Eigentum veräußernd, sich selbst wirtschaftlicher Substanz beraubend, wird über zunehmenden Geldmangel gejammert und bei den Einwohnern versucht zu pressen, was zu pressen ist. Das Erhöhen verschiedner Steuern ist ein Instrument und wie für Steuern üblich, sind Gegenleistungen dafür nicht zwangsläufig zu erwarten. Die finanziellen Probleme einer Stadt sind so zwar nicht zu lösen, sie werden nicht einmal kleiner, der Unmut der Einwohner hingegen wächst, so dass unter Umständen nicht einmal mehr die „städtischen Hundeklos“ genutzt werden, sondern jeder Pflasterstein beschissen wird, um zumindest im Affekt seinen Unmut über den Steuerbescheid kundzutun. Die Welt ist ein Komplex von Prozessen und wenn anderes nicht Hilf, bedienen sich manche Einwohner des zivilen Ungehorsams und lassen ihre Quedelerben scheißen wo sie wollen, ohne sich um die Hinterlassenschaft zu sorgen, allein die Hunde trifft keine Schuld. Die einzige Sorge gilt eventuell dem entdeckt werden, da aber von den verschiedensten „Geldbeschaffungsmaßnahmen“ der Stadtoberen nicht nur die Hundebesitzer betroffen sind, schauen immer mehr Menschen einfach weg.      

Dienstag, 27. August 2013

Steine kullern ins Bodetal


Mehrfach berichtete die MZ über den Steinschlag im Bodetal und dessen Folgen. Ich erinnere mich, dass Steine ins Tal rollten, und sich der Wirt einer Kneipe im Tal bedroht fühlte. Der Schrei nach Hilfe wurde laut und der Landkreis half, der Weg wurde gesperrt und der Kneiper bangte um seine Existenz. Wiederholt wurde das Thema aufgegriffen und nun soll gesichert werden, das Land zahlt und die Stadt Thale übernimmt, ist zu erfahren.
Nicht alles was in der MZ dazu geschrieben wurde, ist in der Internetausgabe zu finden, ein kurzer Beitrag beschäftigte sich zum Beispiel mit der Aussage des Bürgermeisters von Thale, in welchen er sich die Einmischung eines SPD Landtagsabgeordneten verbat. Dieser Beitrag animierte mich zu folgende Gedanken:

Beherrschung der Natur mittels juristischer Gesetze, oder Naturgesetz kontra juristischer Gesetzlichkeit!
Das Bodetal entstand in Millionen von Jahren, geformt von Bode, Wind und Wetter, Ergebnis des Wirkens verschiedenster Naturgesetze und ist in seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende. Nun ist die Welt ein Komplex von Prozessen, wobei dieses einige Menschen anscheinend noch nicht begriffen haben und sie somit statisch betrachten.
Da kullerten vor einiger Zeit Steine ins Bodetal und behördlicherseits hatte man nichts Besseres zu tun, als einen betroffenen Wanderweg zu sperren. Dabei sind die Spuren verschiedener Abbrüche, zu verschiedenen Zeiten im Bodetal allgegenwärtig, ja sie haben es geprägt und werden es weiter prägen. Menschen haben gelernt mit solchen Gefahren umzugehen und zu leben, ihr Verhalten nicht nur dem natürlichen Sein angepasst, sondern auch gestalterisch einzugreifen. Aber der Mensch hat auch im laufe der Zeit zwischen sich und der Natur die Verwaltung gesetzt, welche vermeidlicher weise vermeint Mensch schützen zu müssen, mittels Bevormundung und Abererkennung erworbener Fähigkeiten. So wurde der Weg durchs Bodetal gesperrt. Da nun aber die Wanderer, die da kommen, gelegentlich die Absperrung beiseite räumten, wurde angeordnet feste Tore, oder ähnliches zu installieren. Übrigens wurden in der Vergangenheit nach dem letzten Abbrüchen von Menschenhand Steine, welche als locker betrachtet wurden, ins Tal gekullert und damit mehr Schaden angerichtet, als die Natur es vermocht hätte. Das Anbringen von Toren und ähnliches ist vom Tisch und es sollen entsprechende Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden.  

Da wo einst die Hexen stiegen,
bleiben heut die Steine liegen,
wenn sie gefallen,
aus der Höhe,
landen so in Bode Nähe,
schlimm wenn dort grad jemand gehe,
und ein Stein fällt auf die Zehen,
gibst ein großes Auer weh!

Damit es gibt kein Auer weh,
und verschont bleibt mancher Zeh,
kommt dieser nicht mal in die Nähe,
wo Steine könnten fallen auf die Zeh.

Mittwoch, 14. August 2013

Nun wollen mehr als drei Kandidaten Landrat werden, ...

Facebook ist eine Plattform für alles Mögliche und bedient in erster Linie das Mitteilungsbedürfnis vieler Menschen. Dabei wird allzu oft nicht darüber nachgedacht, was mit den veröffentlichten Informationen alles angestellt werden kann und welchen Zweck sie nutzbar gemacht werden können. Oberflächlich betrachtet ist Facebook eine Plattform für Werbung und ein Markt der Eitelkeiten. Das gerade diese Funktion in Wahlkampfzeiten gern genutzt wird, ist gut zu erkennen, dabei kommt die meiste Wahlwerbung relativ platt und meist nichts sagend daher, oft wird kopiert, was ansonsten auch in Briefkästen landet.  
Im Landkreis Harz stehen zwei Wahlen vor der Tür, zum einen wird am 1. September ein neuer Landrat gewählt, wobei eine eventuelle Stichwahl auf den zweiten Wahltermin am 22. September gelegt wurde. Und auch wenn auf einer Karte, welche im Briefkasten landete, zu lesen ist: „Es ist ihre Entscheidung! Nutzen Sie sie!“, hat der Wähler eigentlich nichts zu entscheiden, da er nur zwischen den antretenden Kandidaten wählen kann. So werden viele letztlich das aus ihrer Sicht kleinere Übel wählen. Dass in diesem Zusammenhang gerade die so genannten großen Parteien im Harzkreis Verwaltungsmenschen ins Rennen schicken, verwundert hingegen kaum. So entschied sich die CDU für den langjährigen Vertreter ihres ehemaligen Landrates, welcher zwar parteilos daherkommt, aber aus Sicht der CDU für Kontinuität steht. Für dieselbe Kontinuität steht allerdings auch der Kandidat der SPD, welcher sich extra für diese „schön“ gemacht hat und als Verwaltungsfachmann über Jahre hinweg das Hartz IV - „Elend“ im Harzkreis schon verwaltete. Neben diesen Kandidaten gibt es noch weitere, so auch einen von der Partei Die Linke, welcher durchaus gegenüber den zwei anderen einige Vorteile aufzuweisen hat. Allein schon, weil er der einzigen im Bundestag vertretenen Partei angehört, welche nicht für Kontinuität deutscher Kriegspolitik steht und seit längerem schon einen allgemeinen  Mindestlohn fordert. Aber auch diese Partei wird, in so genannter politischer Verantwortlichkeit, nicht über die gesellschaftlichen Schatten springen können, welche durch die bestehenden gesellschaftlichen Verhältnisse bestimmt werden. Ohnehin ist der Landrat nur eine zu wählende Person an der Spitze eines ansonsten eingesetzten Verwaltungsapparates. Und egal wer diese Wahl gewinnt, an der Verwaltunkstruktur wird sich dadurch nichts ändern. Wie immer auch politisch gewählte Gremien agieren, sie sind keine arbeitenden Körperschaften, sondern nur beschließende, wobei sie oft nur die Möglichkeit haben, das zu beschließen, was ihnen von den Verwaltungen der verschiedensten Ebenen vorgegeben wird. Dem Wähler wird so vieles als Sachzwängen geschuldet verkauft und eingeredet, dass er ja mittels Wahl über entsprechende Veränderungen entscheiden kann. Der Landrat wird nun für sieben Jahre gewählt und solange haben die Wähler gefälligst die Füße still zu halten und alles zu schlucken, was die gewählten Politiker verzapfen. Immerhin haben sie ihn ja gewählt! Auch wenn keiner der Kandidaten eine Mehrheit in der Bevölkerung haben wird, wird die Wahl mit Sicherheit als Mehrheitsentscheidung verkauft werden. Das auch aus diesem Grund viele Menschen nicht wählen gehen, wird oft als Politikmüdigkeit verunglimpft, ist aber in erster Linie Ausdruck für Ablehnung eines politischen Systems, welches nicht die allgemeinen Interessen der Bürger, sondern die speziellen Interessen der privat dominierten und am Profit orientierten Wirtschaft in den Fokus rückt. So nimmt die Förderung der Wirtschaft bei den Kandidaten eine herausragende Position ein, ohne jedoch das hinter dieser Förderung stehende Interesse zu benennen. Das in diesem Zusammenhang auf der Wahlkarte des SPD-Kandidaten von „vernünftig bezahlten Arbeitsplätzen“ zu lesen ist, spricht eigentlich dem Ergebnis seines bisherigen Tuns zum Hohn. Hat er doch gerade als oberster Hartz – IV - Verwalter im Landkreis Harz, einen nicht unerheblichen Anteil an der Zunahme prekärer Beschäftigungsverhältnisse in den letzten Jahren. Wer in seiner Funktion dafür Verantwortung trägt, dass Menschen gezwungen werden jede Arbeit anzunehmen, egal ob sie mit dem Erlös ihren Lebensunterhalt bestreiten können oder nicht, sollte aber nicht verschweigen für wen diese Bezahlung vernünftig ist. Nämlich für die Unternehmen, welche von den billigen Arbeitskräften profitieren und nicht für die Menschen, welche gezwungen werden, ihre Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen. Als Stellvertreter seines Vorgängers steht dafür übrigens auch der CDU – Kandidat in der Verantwortung. Von diesen Kandidaten sind kaum Veränderungen zu erwarten, dafür eine Beibehaltung des Staus Quo, mit all seinen Folgen für die hier lebenden Menschen.