Auf diese Seite wurde ich durch ein E-Mail aufmerksam,
was dazu führte das ich mir einige Beiträge angeschaut habe und die
folgenden Gedanke an den Absender schrieb:
Wissensmanufaktur,
im Zeitalter der Monopole! Das ist doch mal was, zurück zu den
Anfängen kapitalistischen Seins und dann vorwärts und alles besser
machen, weil anders! Der Kapitalismus ist reformierbar, so der
Grundtenor, nur gemachte Fehler müssten korrigiert werden. Aber
wurden Fehler gemacht, ist die Geldwirtschaft wie sie besteht ein
Fehler kapitalistischen Seins oder doch nur eine gesetzmäßige
Konsequenz? Zurück zu den Anfängen, z. B. weg mit den Zinsen und
der Kapitalismus wird auferstehen wie der Phönix aus der Asche? (Was
sind eigentlich Zinsen, die Ursachen für Schulden, oder letztlich
nur ein Mittel zur Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums?)
Auf der Seite wird auf eine
Veranstaltung vom 09.06.2012 in Leipzig verwiesen, welche unter dem
Motto „
Lust auf neues Geld“ gestanden hat. Ich habe an dieser Veranstaltung
nicht teilgenommen, obwohl ich einen Sponsor für den
Teilnahmebeitrag von 48,-€ gehabt hätte. Vielleicht war es ein
Fehler, auch wenn ich nicht zu den Apologeten des Geldes gehöre,
auch nicht des neuen Geldes, zeigen solche Veranstaltungen doch wie
groß der Bedarf an gesellschaftlicher Veränderung ist, wie viele
Menschen erkennen, dass das kapitalistische System, wie es heute
funktioniert, für die Menschen nicht gut funktioniert und zur
weiteren Verschärfung gesellschaftlicher Probleme beiträgt. Somit
teile ich durchaus viele Einschätzungen der gesellschaftlichen
Situation mit den dortigen Akteuren, ziehe aber nicht nur andere
Schlüsse, sondern verorte auch die Ursachen anders. So bin ich z. B.
nicht der Meinung, dass das Geldsystem die gegenwärtigen Krisen
ursächlich bedingt, was letztendlich dazu führt, dass ich auch die
Lösung nicht in vergangenen gesellschaftlichen Sein sehe, sondern in
zukünftigen! So gesehen liegt die Zukunft nicht in der Manufaktur,
sondern im Monopol, im absolutem Monopol, was in seiner Konsequenz
die Aufhebung seiner selbst bedeutet!
Aber eine durchaus
interessante Seite, nur
wenn die Folgen kapitalistischen Seins als
die Ursachen des Selben gesehen werden, wird es nicht einmal
gelingen den Folgen zu begegnen, obwohl man permanent mit diesen
konfrontiert wird! Nicht nur aus diesem Grund bin ich der
Meinung, dass solche Seiten und Initiativen durchaus eine Aufgabe in
der Gesellschaft zu erfüllen haben, sie schaffen Wissen, welches
sich letztlich als Glaube entpuppt, Glaube an die vermittelten
Ursachen gegenwärtiger gesellschaftlicher Probleme und sie
suggerieren Lösungen, ihrem Glauben entsprechend, um das Handeln von
Menschen auszurichten! In diesem Fall, um beim Bilde zu bleiben, auf
die Manufaktur, in die Vergangenheit! Also in eine Zeit wo sich
kapitalistische Entwicklung auf den aufsteigenden Ast befand und
gesellschaftlichen Fortschritt bedeutete. Ach wie schön war da doch
erst das Mittelalter der alles Ritter und keiner Knecht, oder die
Zeit als Mensch noch nicht richtig Mensch war und sich von Ast zu Ast
hangelte, wobei er sich die Früchte in den Mund wachsen ließ!
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen