Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

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Samstag, 29. August 2020

Motto, lieber ersticken, als sich infizieren!

Bildschirmfoto 2020-08-29 14:09Uhr

Was nicht so alles gefunden wird und wie der Irrationalismus im Umgang mit einem Virus seine Blüten treibt. Nicht nur dass mangels Toter und Erkrankter die mit einem Virus infizierten herhalten müssen, um eigentlich überflüssige Maßnahmen zu begründen, es wird auch noch verkündet, dass es Menschen besser geht, desto schlechter ein elementares Grundbedürfnis (Atmen) befriedigt. Vor einigen Tagen fand sich ein Link zu einem Text, welcher sich mit dieser Problematik auseinandersetzt, frei nach dem Motte, lieber ersticken, als sich infizieren! Aber damit Mensch sich daran gewöhnt, wird lange schon von einer Alltagsmaske geschrieben und gesprochen, also eine Maske für alle Tage, in erster Linie muss die Maske allerdings als Symbol für Gefahr getragen werden, denn Masken symbolisieren in unserem Kulturkreis Gefahr. Einige Masken schafften es diesen Kreislauf zu durchbrechen, sie werden meistens zur Faschingszeit getragen, aber auch in diesem Zusammenhang ist es Sinnvoll über den Ursprung dieser Tradition nachzudenken.

Folgende Gedanken hatte ich zum verlinkten Text niedergeschrieben:

Donnerstag, 13. August 2020

Heute ist der 13. August 2020 …

Heute ist der 13. August 2020 und es infizierten sich wieder mehr Menschen, so dass diese Erfolgsmeldung die Schlagzeilen in der örtlich regionalen Presse bestimmen. Auf der ersten Seite der MZ ist zu lesen, "PANDEMIE RKI: Partys sind oft die Ursache, Zahl der Infektionen steigt deutlich an". Und zwar so deutlich, dass dieses mit der Zahl der festgestellten  Neuinfektionen von Mittwoch untermauert wird. Immerhin waren das 1.226 Fälle bundesweit. Schon enorm, bei nur etwas über 83. Millionen Einwohner immerhin ein Anteil von 0,0015 % (großzügig aufgerundet) der Bevölkerung. Und soweit mir bekannt, ist ein Infizierter nicht zwangsläufig ein Erkrankter und von letzteren ist eigentlich so gut wie keine Rede. Der Aussagen entsprechend werden infizierte allerdings als erkrankte assoziiert. 

Donnerstag, 9. Juli 2020

Vergessen den Schein zu wahren?

Jubel, Trubel, Heiterkeit, die Wahl gewonnen, es ist so weit, die eigenen Vorgaben und Beschlüsse zu vergessen und zu zeigen wie es wirklich ist! Ein neuer Landrat wurde gewählt und der Sieg wird gefeiert, es wird gejubelt und fotografiert, ein Foto auf der eigenen Seite bei Facebook veröffentlicht, welches anscheinend Bände spricht, so kommentiert und diskutiert ist es nun verschwunden. Da auch Wellen hochgeschlagen, wird die Zeitung sich nun wagen und das Thema öffentlich vertiefen. 
Es stellt sich so die Frage, was halten jene, welche verantwortlich für ergriffene Maßnahmen gegen ein Virus sind, diese umzusetzen haben, nun dem Volke zeigen, was diese Maßnahmen wert sind, in dem sich selbst nicht dran gehalten wird. Verwirrt oder doch nur dem Affekt der Euphorie geschuldet, oder der Verschwörungstheorie gehuldigt, welche dieses Virus reichlich kennt? Vielleicht auch nur verpennt den eigenen Verstand zu nutzen, die Folgen zu bedenken, welche ein solches Foto in gegenwärtigen Zeiten auf sich lenken?
Nun ja, letztlich würde es viele Beschlüsse in der Politik nicht geben, wenn Politiker von deren Konsequenzen betroffen wären. Das vergessen allerdings viele und wundern sich wenn Politiker im Überschwang vergessen, selbst den Schein zu wahren.    

Samstag, 28. Dezember 2019

Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann und die Medien berichten und dichten, ...


Bildschirmfoto 2019-12-28 21:26Uhr
Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann und die Medien berichten und dichten, was gewesen, was sein kann, oder konnte gewesen sein, in der DDR zu diesem Feste. Und so werden irgendwelche vermeidliche Weihnachtsritualte aus der DDR, unter Umständen von der Führung verordnet, gelegentlich nicht nachzuvollziehen, gesucht und gefunden und unumwunden präsentiert, damit auch der letzte kapiert, wie Weihnachten in der DDR begangen, oder auch nicht. Wie der ausgemachte Antichrist gefeiert, das Fest der Christen, zur heiligen Nacht! Die MZ hat solch einen Beitrag geboren und geteilt auf ihrer Facebook-Seite, dort wird er kräftig diskutiert, es werden Kommentare geschrieben, es wird berichtet, vom einen und vom anderen, wie es gewesen, in der DDR zum Weihnachtsfest.
Allerdings genau betrachtet und eigene Erfahrungen zu Grunde legend, war es anders als verkündet und was so erwähnt spielte maximal am Rande eine Rolle, wenn überhaupt, kann sich ein Urteil nur erlauben, wer in der DDR gelebt und miterlebt, wie vielfältig das Weihnachtsfest begangen, ob nun aus weltlich Motivation, oder den religiösen Zopf verlangend.
Überschrieben ist der Beitrag in der MZ mit: „Rückblick 8 Dinge, die Sie garantiert nicht über Weihnachten in der DDR wussten“, festzustellen ist, dass der Autor sich sicher freute etwas zu finden, um es zu verkünden, aber nicht einmal eine Ahnung davon hat, wie es in der DDR gewesen, zum Weihnachtsfest, so gibt er gelegentliche Ausnahmen zum besten! Möchte er damit die Ostdeutschen testen, welche als Bürger der DDR das Weihnachtsfest begannen?
Zum geteiltem Beitrag schrieb ich folgenden Kommentar:

Freitag, 3. Mai 2019

Greta und das sich wandelnde Klima, … im populistischen Wandel!?


Bildschirmfoto 2019-05-03 15:45 Uhr
Die Vermarktung einer Ikone, oder gefangen in der Leichtgläubigkeit naiven Seins!
Die Eltern selbst (be)fördern ihre Tochter zur Ikone und von der Politik wird sie hofiert, insbesondere auch von jenen Politikern, welche für die Hintergründe der durch die Ikone oberflächlich betrachteten Probleme unserer Zeit mitverantwortlich sind. Da darf sie Reden, sich produzieren, von den Eltern gefördert und vor ein vermeidliches, gesellschaftliches schwarzes Loch geschoben.
Dass das junge Mädchen da Angst bekommt angesaugt zu werden, ist eigentlich verständlich, sollen doch gerade schwarze Löcher ein solches Klima in ihrem Umfeld erzeugen. In jedem Fall leistet sie gute Dienste und sorgt für Ablenkung von den eigentlichen gesellschaftlichen Problemen, welche in der Regel soziale und keine natürlichen sind. Das Klima macht den Menschen und der Mensch, … ja was macht der eigentlich, … er lebt, oder versucht dieses zumindest. Dabei ist es ihm über viele Jahre, seit Anbeginn seines Seins so zusagen, gelungen sich den verschiedensten klimatischen Verhältnissen anzupassen, gibt sogar eine Theorie, welche davon ausgeht, dass es klimatische Veränderungen (Veränderungen der Umwelt) waren, welche die Menschwerdung des Affen vorantrieben. Auch soll es etwas mit dem Klima zu tun gehabt haben, dass die Menschen Afrika verließen und zwar über einen Weg, welcher ohne eine Eiszeit nicht möglich gewesen wäre. Ja die Menschen und das Klima, was daraus alles gemacht werden kann, ist gut zu erkennen, wenn dieses Thema religiöse Züge annimmt und mittels Verehrung von Heiligen zelebriert wird. Das die ganze Angelegenheit letztlich auch ein großes Geschäft sein kann und noch größere Geschäfte befördert, ist gut zu erkennen, wenn die jüngsten Erscheinungen in diesem Zusammenhang betrachtet werden. Und so kann erkannt werden, das auch ein „Stück Sperrholz“ funktional als Brett vor dem Kopf taugt! Daran ändert auch die „berührende“ Familiengeschichte nichts, auch wenn am Ende festgestellt wird, dass eigentlich die Gesunden die Kranken sind und jene, welche Krank, in erster Linie psychologisch, die gesunden! Die Gesellschaft frisst ihre Menschen, warum das so ist, die Frage wird nicht gestellt, wichtig allein ist das Klima, welches es zu retten gilt, der Ritt gegen die Windmühlen hat begonnen und einfache Kreisbewegung zeugt noch lange keine Entwicklung!

Mittwoch, 8. November 2017

Patriarchats- oder Gesellschaftskritik?

Bildschirmfoto 2017-11-08-17:10 Uhr
Es ist eine interessante Geschichte nicht nur mit der Geschichte, sondern auch mit den verschiedensten Vorstellungen die gesellschaftliche Zukunft betreffend. Da wird sich so ziemlich mit allem Möglichen auseinandergesetzt und das von den verschiedensten weltanschaulichen Positionen aus. So ging es in einem erhaltenen E-Mail, von einem Absender, welchen ich mehrfach schon gebeten, mich aus seinen Verteiler zu nehmen, um Technik, speziell um einen Aufsatz* zum Thema. Anstatt nun diese E-Mail zu löschen, wie andere Mails des Absenders, wurde nicht nur eine Antwortmail der Autorin des Aufsatzes von mir geöffnet. Es war nicht uninteressant was zu lesen, wie der Mailversender darauf reagierte und es weitere Anmerkungen zum Thema gab. In einer E-Mail stellte die Autorin eine These auf, welche den Kernpunkt des Aufsatzes enthalten sollte.
Wie schon geschrieben, eigentlich ein interessantes Thema, insbesondere auch unter Berücksichtigung des Rahmens, welcher der Veröffentlichung diente. So schrieb ich einige Gedanken zur These nieder und begann den Aufsatz zu lesen. Da dieser sehr umfangreich ist, habe ich nur einen Teil gelesen und das Ansinnen zu Antworten ad acta gelegt. Heute nun erschien ein weiterer Beitrag, welcher dazu verführte die eigenen Gedanken zu versenden. Die Zeitschrift, in welcher der Aufsatz enthalten, ist als PDF-Datei, wie oben verlinkt, zugänglich, aber auch der Internetseite des „Forschungsinstitut für Patriarchatskritik und alternative Zivilisationen“ zu entnehmen. Auch eine Form der Gesellschaftskritik, meines Erachtens allerdings eine Eingeschränkte!
Der versendet Text:

Montag, 20. Februar 2017

Das demographische Orakel … hat sich geirrt!

Bildschirmfoto verändert
Das demographische Orakel hatte gesprochen und sich geirrt! Die Demographie wiederum ist eigentlich die Wissenschaft von der Bevölkerungsentwicklung, allerdings hört sich demographischer Wandel besser an, als Veränderung in der Bevölkerungsentwicklung und so wird demographisch orakelt, was sein könnte und wohin sich der demographische Faktor, also die Ursache für die Bevölkerungsentwickelung entwickelt! Nur wo bleibt die Bevölkerung? Die entwickelt sich unter Umständen (also unter Einfluss bestimmter Faktoren) anders als voraus-orakelt. So jüngst in Quedlinburg, als eine nicht prognostizierte Entwicklung erkannt werden musste.
Prognosen sind immer interessant, besonders wenn in die Zukunft gedacht und orakelt wird, was sein könnte wenn und was ist, wenn es sein könnte, wie es ist! Gelegentlich liegen Prognosen allerdings daneben und es kommt anders als orakelt und das unter Umständen eher als gedacht, insbesondere wenn weit vorausgedacht! Das ist wie mit dem Wetter, wie es heute ist, kann mit einem Blick aus dem Fenster erkannt werden, dabei kann Sonnenschein durchaus über klirrende Kälte hinwegtäuschen, allerdings hilft ein Schritt vor die Tür und es steht fest, die Sonne scheint, aber trotz der wärmenden Stahlen ist es kalt. Mit dem Wetter von Morgen sieht es da schon anders aus, wobei die Prognosen der Wetterfrösche heutzutage schon ziemlich genau sind und Mensch selten von der Wetterapp belogen wird. Desto weiter allerdings der Zeitpunkt einer Voraussage in der Zukunft liegt, desto öfter treten Fehler auf und die Aussagen werden vage und ungenau.

Freitag, 4. November 2016

Zum Beitrag habe ich folgenden Leserbrief ...

In der Jungen Welt fand sich ein Interview zum Thema Reformationsjubiläum, auf dieses Interview wurde ich mittels Facebook aufmerksam und war über die getroffenen Aussagen etwas befremdet. Als objektiv historisch kann die Herangehensweise des Interviewten nicht betrachtet werden, eher als populistisch, reißerisch, verwerfend, verurteilend, nicht urteilend, die konkret historische Situation zu Luthers Zeiten, die gesellschaftlichen Verhältnisse, Entwicklungen, Erkenntnise usw. wsf. werden einfach negiert. Dazu dann noch eine reichlich abwegige Forderung, welche maximal dazu taugt etwas Aufmerksamkeit zu erhaschen, und das war es. Schlussendlich gilt es Luther nicht entsprechend zu würdigen, sondern in Bausch und Bogen zu verurteilen, begründet wird dieses mittels oberflächlicher Betrachtungsweise, in dem einzelne Aussagen Luthers in den Vordergrund gestellt werden, ohne diese im jeweiligen Kontext zu betrachten. Auf die Frage am Ende, wer anstelle Luthers gewürdigt werden solle, fallen nicht etwas Zeitgenossen desselben ein, sondern es wird auf den italienischen Wissenschaftler Galilei zurückgegriffen, mit dessen Leben sich Brecht trefflich auseinandersetze und der kein Zeitgenosse Luthers war, sondern ca. 100 Jahre nach ihm lebte, in einem Italien, welches noch unter der Knute des Katholizismus stöhnte!

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Reformationsjubiläum 2017!

Im nächsten Jahr ist Reformationsjubiläum, fünfhundert Jahre ist es dann her, dass Luther seine Thesen an die Wittenberger Schlosskirche nagelte und damit die Welt veränderte. Dieses zu würdigen macht Sinn, allerdings spielt die Form und der Inhalt dabei eine Rolle und so soll auch hier über das Thema nachgedacht werden. Nun besteht allerdings nicht das Bedürfnis das Fahrrad neu zu erfinden und so sei hier ein Text wieder gegeben, dessen Quelle unten vermerkt ist.

Luther, Martin:
10.11.1483 in Eisleben geboren, starb er am 18.02.1546 in Eisleben. Luther ist eine der Persönlichkeiten von Weltgeltung in der deutschen Geschichte. Er wirkte als ein Wegbereiter der großen geistigen und politischen Auseinandersetzungen, mit denen Deutschland und Europa in die Epoche des Verfalls des Feudalismus, der Herausbildung des Manufakturkapitalismus und der ersten bürgerlichen Revolution eintraten. Durch seinen Kampf gegen das Papsttum löste er die Reformation aus, die wesentlicher Bestandteil dieser Revolution wurde.
Nachdem er 1501 ein Studium an der Artistenfakultät der Universität Erfurt aufgenommen und 1505 ein Jurastudium begonnen hatte, trat Luther 1505 in den Orden der Augustinereremiten in Erfurt ein und wurde dort mit dem Studium der Theologie beauftragt. 1507 erhielt er im Erfurter Dom die Priesterweihe. 1508/09 war er Dozent für Moralphilosophie an der 1502 gegründeten Universität Wittenberg; 1509/10 wieder in Erfurt, unternahm er 1510 eine Romreise im diplomatischen Auftrag des Ordens. Im Jahre 1512 promovierte Luther und wurde Professor der Heiligen Schrift in Wittenberg. Diese Professur hatte er bis an sein Lebensende inne.

Sonntag, 18. September 2016

Kunden müssen warten und die Meister sterben aus!

Kunden müssen warten und die Meister sterben aus! Oder sterben nur die Handwerksmeister aus …? Hat das Handwerk seinen goldenen Boden verloren, ist uninteressant für junge Menschen geworden?
Viel kann spekuliert werden, allerdings was im Beitrag in der MZ zum „Meistersterben“ an Gründen angeführt wird, ist zum Teil haarsträubend. So findet es der Sprecher der Handwerkskammer Halle Herr Schumann nicht gut, dass „wir … in Deutschland einen Abiturwahn“ haben, obwohl an anderer Stelle schon oft beklagt wurde, dass Schülern welche dem „Abiturwahn“ nicht verfallen sind, gelegentlich elementare Grundkenntnisse fehlen, um eine qualifizierte Ausbildung aufzunehmen. Das spricht zwar nicht unbedingt fürs Handwerk, ist aber Ausdruck für die Qualität des Bildungssystems hierzulande.
Dann wird noch etwas von „idealen Karriere(n)“ geschrieben, welche vermeidlicherweise mit einem Studium verbunden sein sollen und assoziiert, dass der Abschluss einer Meisterausbildung diverse Möglichkeiten offeriert. In diesem Zusammenhang wird oben erwähnter Herr Schumann mit der Aussage, „egal ob sie es können oder nicht“, nochmals zitiert. Und einmal davon abgesehen, dass die selbe Aussage auf eine Meisterausbildung angewendet werden könnte, stellt sich der Herr damit allerdings nur ein intellektuelles Armutszeugnis aus. Auch ist es nicht der Schmutz bei der Arbeit, welche Menschen davon abhält eine Meisterausbildung zu absolvieren, es gibt durchaus andere Tätigkeiten, bei welchen „man auch mal schmutzig wird“, sondern eher die Verdienstmöglichkeiten und wirtschaftlichen Perspektiven. Als qualifizierte Fachkraft kann in der Industrie unter Umständen mehr verdient werden, auch wenn manche Tätigkeit von dieser ausgelagert wurde, ... an Handwerksmeister, wie im weiterführenden Beitrag das Beispiel des Industriemechanikers zeigt, welcher Großtechnik im Tagebau wartet. Eine Aufgabe welche nicht ohne Grund von Unternehmen ausgelagert wurde, in der Regel um Kosten zu sparen. Der Handwerksmeister sozusagen als Billigarbeitskraft! Dabei befindet sich das Handwerk ohnehin auf einen absteigenden Ast, kann sich in Nischen unter Umständen noch gut entfalten, wo es allerdings mit der Industrie in Berührung kommt, hat es schlechte Karten, dient es entweder als billige Arbeitskraft, oder wird nieder-konkurriert! Keine guten Aussichten!

Dienstag, 6. September 2016

Letzten Sonntag wurde gewählt und ...

Letzten Sonntag wurde gewählt und es gilt nach wie vor, dass Wahlen verboten wären, wenn mittels ihrer gesellschaftliche Verhältnisse verändert werden könnten. Allerdings hindert dieses nicht daran, dass kräftig orakelt, der Untergang des Abendlandes prognostiziert und der Niedergang demokratischen Seins in diesem Land propagiert werden kann. Es wurde gewählt und das Ergebnis dieser Wahl ist so ungewöhnlich nicht, ein allgemeiner Rechtsruck in der Gesellschaft nicht mehr zu leugnen, setzt das große Gejammer über sich verändernde politische Verhältnisse ein. Dabei wurde dieses Jahr nicht erstmals gewählt, auch in Sachsen-Anhalt erhielt die neue Schwesterpartei neoliberaler Politik eine nicht geringe Zahl der Stimmen, prozentual sogar mehr als jetzt in Mecklenburg-Vorpommern. In absoluten Zahlen hatte diese Partei allerdings in Baden-Württemberg die meisten Wähler, auch wenn der Anteil „nur“ bei ca. 15% lag!
Nur was ist anders und was wird sich verändern? Anders ist, dass in Mecklenburg-Vorpommern die CDU ins Hintertreffen geraten ist und nicht die SPD, wie in Sachsen-Anhalt, da gilt es kräftig zu jammern, auch wenn es letztlich egal ist, wer eine Regierung führt, ob SPD, CDU, Die Linke, die Grünen oder eine andere Partei, es ändert sich an der Politik nur relativ wenig, meistens kosmetischer Art. Dabei ist die CDU, der AFD noch am nächsten, in ihrem neoliberalen Politikverständnis, allerdings wird als Grund entäußerten Wählerwillens die sogenannte Flüchtlingskrise ins Feld geführt, zugegebener Maßen ein Hauptaufhänger, wenn nicht gar der einzige, welchen die AFD ins Feld führt. Allerdings kann das Verhalten vieler Wähler darauf zurück geführt werden, oder sind es doch eher andere Gründe welche die Entscheidung manchen Wählers beeinflussten? Vielleicht das mit Hartz-IV verbundene Elend, fortgesetzte und beschleunigte Rüstungs- und Kriegspolitik, Kriegshetze in den Medien, Schaffung immer mehr prekärer Beschäftigungsverhältnisse, die Vertiefung von Zukunftsängsten in allen Schichten der Bevölkerung, soziale Sicherheit das war einmal, sozialer Kahlschlag ist!

Dienstag, 19. Juli 2016

Spuren gesellschaftlichen Elends

Fragen über Fragen, oder Arbeit über Arbeitseinkommen, oder nicht, weil keine Arbeit mit welcher Einkommen erzielt wird? In der MZ findet sich ein Beitrag, welcher auf eine Maßnahme der KoBa (kommunale Elendsverwaltung des Landkreises Harz) verweist und Frauen, alleinerziehend, sind an dieser Maßnahme beteiligt, ein Theaterstück das Ergebnis ihres tun, welches aufgeführt wurde und zumindest auf der Facebook-Seite der MZ umfassend diskutiert wird, oder zumindest wurde. Derlei Diskussionen sind oft auch Beleg dafür, dass die neue Armut in diesem Land nach wie vor auf dem Vormarsch ist.
Ich habe ursprünglich eigentlich etwas anderes auf der Facebook-Seite der MZ gesucht, fand diese Diskussion, welche äußerst interessant daherkommt. In der Mehrheit diskutierten Frauen und manch Meinung ist beachtenswert, wobei in vielen Meinungen Klischees bedient werden und eine Keule gerade auch gegen alleinerziehende Frauen geschwungen wird. In der Regel von Frauen, welche in Lohn, Brot und Partnerschaft ihr Unverständnis über manche Aussage und über diese Maßnahme selbst äußern. Dabei ist zu beobachten, dass einige der Diskutantinnen ihr eigenes Elend gegen das Elend arbeitsloser, alleinerziehender Frauen stellen. In einem Kommentar wird sogar festgestellt, dass manch Monat weniger verdient wird, als Hartz-IV-Bezieher erhalten. Das ist zwar traurig, aber von den durch die Maßnahme betroffenen nicht zu verantworten, eher sollte sich die Schreiberin eines solchen Kommentars fragen, warum dies so ist und warum sie für sowenig Geld arbeiten geht! An verschiedener Stelle habe ich zwei Kommentare hinterlassen. Während des Lesens sind mir allerdings einige Gedanken mehr gekommen, welche ich zwar niederschrieb, allerdings nicht an entsprechender Stelle auf Facebook veröffentlichte, hier einige davon:

Dienstag, 7. Juni 2016

Führung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühling


Nun ist es schon einige Tage her, als ich meine Stadtführung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühlings unternahm. Thema war der Dreißigjährige Krieg, ein Thema welches interessant, durchaus aktuell und der Bücherfrühling eine Gelegenheit etwas neues auszuprobieren. Literarisch war das Ansinnen und im Vorfeld durchsuchte ich mein Bücherregal nach Literatur, welche sich mit dem dreißigjährigen Krieg beschäftigt. Einiges war zu finden, so dass ich nicht alles durchsucht, da allein das gefundene erst einmal Beachtung verdiente. So nahm ich mir als erstes Grimmelshausens Simplicissimus vor, dieser deutsche Prosaroman, „dieser Schelmenroman verbindet auf einzigartige Weise volkstümliche und gelehrte Tradition“, wobei die Sprache etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das besondere an diesem Roman, dass er Zeitnah geschrieben wurde. Zeitnah ist auch manches Gedicht, welches ich zum Thema finden konnten. Da allerdings Quedlinburg nicht zu kurz kommen sollte, schaute ich welche Spuren der Dreißigjährige Krieg in Quedlinburg hinterlassen hat. „Die Quedlinburgische Geschichte Band 1 half da weiter, auf 9 Seiten wird sich mit dem Thema beschäftigt am Ende zieht der Autor folgendes Resümee: „Der 30jährige Krieg ist das traurigste unter den traurigen Kapiteln, deren leider die deutsche Geschichte so viel aufweist. Es wütete ungeheuerlicher, unbegreiflicher Irrsinn, in dem sich grausamster religiöser Fanatismus mit der herzlosen Tyrannei weltlicher Machthaber vereinigt hatte. Das hehre Christentum ward herabgewürdigt zu entsetzlicher Unmenschlichkeit und musste zum Deckmantel dienen, wenn der Abschaum der Menschheit auf unser unglückliches Vaterland losgelassen wurde!“ Nachzulesen im obenerwähnten Buch auf Seite 316. Und wenn sich heute in der Welt umgeschaut wird, Ähnlichkeiten zu gegenwärtigen Ereignissen in der Welt sind sicher nicht nur Zufällig. Übrigens ist an anderer Stelle im Bezug auf die Bevölkerung der Stadt zu lesen: „nur der vierte Teil sei noch übrig“. Also 25% der ursprünglichen Bevölkerung, dabei wird eine Reihe der Einwohner die Stadt verlassen haben und ein Teil davon sich den Harzschützen angeschlossen. Die Harzschützen wiederum sind Thema eines Romans von Otto Gotsche, welcher mit „… und haben nur den Zorn“ überschrieben ist. Da auch dieser sich in meinem Bücherregal findet, war er auch Thema während der Führung. Fehlen durften aber auch nicht Schillers Werke zum Thema, wie „Wallensteins Lager“, „Die Piccolomini“ und „Wallensteins Tod“, wobei ich zugeben muss, dass ich diese nicht komplett gelesen habe, mir fehlte einfach die Zeit. Wallenstein selbst hatte sein Hauptquartier Ende Oktober 1625 nach Halberstadt verlegt, so das die Kaiserlichen starke Präsenz in dieser Region zeigten. Aber nicht nur in der Zeit Wallensteins hatte Quedlinburg unter Einquartierungen zu leiden, sondern auch später, als die Schweden Präsenz in der Region zeigten.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Im asozialen Netzwerk wurde mir eine Freundschaft gekündigt!

So etwas kommt vor, es werden nicht nur Freundschaften geschlossen, sondern auch gekündigt! Die Ansichten waren wohl doch zu verschieden, vielleicht war es auch die Herangehensweise an bestimmte Themen, die Art und Weise der Diskussion, unter Umständen charakterlich motiviert. Mit letzterem hat es sicher etwas zu tun, dass allerdings auszubauen, würde den Vorwurf der Persönlichkeit motivieren, wo es angeblich immer nur um die Sache (welche auch immer) geht und gehen sollte. Das die Sachen menschlichen Seins, wie auch immer geartet, ohne Persönlichkeit nicht denkbar sind, wird gern negiert, oder ignoriert, insbesondere wenn die Meinung vertreten wird, dass diese Sache unabhängig, unabänderlich, von Ewigkeit zu Ewigkeit bestehend betrachtet wird. Eine moderne Variante tritt uns auch als Überparteilich entgegen, das politische Neutrino zeugend und hegend. Es ist allerdings heute oft der Fall, das die Welt nicht als ein Komplex von Prozessen, sondern als ein Komplex von fertigen Dingen gesehen wird. In der Erkenntnis gesellschaftlichen Seins wird zumindest versucht die Menschheit hinter die Errungenschaften der Aufklärung zurückzudrängen und sie dort festzuhalten. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf und es soll sein, was als alternativlos verkündet!
Allerdings was hat dieses mit dem Gegenstand meiner Betrachtung zu tun? Einiges, geht es doch in erster Linie um die Stellung zum System, einem vergangenen und dem gegenwärtigen, im speziellem Fall um den Sozialismus in der Vergangenheit und um den Kapitalismus in der Gegenwart.
Zur Sache selbst sei anzumerken, dass ich einen Beitrag aus der Jungen Welt auf Facebook kommentarlos verlinkt habe, in welchen es um das Bildungssystem in der DDR im Zusammenhang mit dem Tod von Margot Honecker am 06. Mai diesen Jahres in Chile ging. Diese Frau hat das Bildungssystem entscheidend mitgeprägt, von 1963 bis 1989 war sie Ministerin für Volksbildung, ist zu lesen. Das das Bildungssystem, bei all seinen Mängeln, besser als das bundesdeutsche Bildungssystem war, ist nicht nur meine Meinung und im Osten der Bundesrepublik weitestgehend anerkannt. Nun gibt es aber auch jene, welche die DDR im allgemeinen verteufeln, oder zumindest versuchen zu relativieren und dazu gern auf besondere Themen zurückgreifen, meistens in dem vermeidlich negativ zu betrachtendes in den Vordergrund gestellt und damit positives negiert wird. So auch in einem Kommentar zum von mir verlinkten Beitrag, allerdings hat der Kommentator seinen Kommentar und damit auch meine Antwort darauf vor Freundschaftskündigung gelöscht. Da ich aber in den seltensten Fällen Antworten direkt schreibe, kopiere ich den Gegenstand meiner Betrachtung, in diesem Fall den Kommentar heraus, schreibe eine Antwort, lasse diese liegen, überarbeite gelegentlich, überlege ob ich überhaupt antworte und wenn ja, nutze ich die Kopierfunktion. Meine veröffentlichte Antwort blieb nicht ohne Reaktion, wobei ich vor Löschung und Kündigung auf den zweiten Kommentar nicht reagieren konnte.

Mittwoch, 16. März 2016

Skandale, Skandale, Skandale, es gab ...

Skandale, Skandale, Skandale, es gab sie wirklich, es wird sie geben, sicher gibt es sie auch heute, allerdings nicht überall wo Skandal draufsteht, ist auch Skandal drin und so erweist sich wieder einmal ein Skandal als ein Skandal! Nun sollen ja nicht Äpfel mit Birnen verglichen werden, allerdings Testreihen von Pharmaunternehmen können schon verglichen werden und so fiel mir ein, was mir als Kind schon auffiel. Die Junge Welt berichtet heute über ein Gutachten, in welchem festgestellt wurde, dass es keine „Menschenversuche“ an DDR Bürgern gab und auf der Facebook-Seite der Zeitung habe ich folgenden Kommentar zu diesem Beitrag ... Skandal, Skandal hinterlassen:
Das Maß der Dinge?

Freitag, 18. Dezember 2015

Kriegspropaganda, nicht nur gegen den vermeidlich äußeren Feind!

Nein auch Widersprüche im Land selbst werden genutzt um Zwietracht zu sehen. Und so wird Ost gegen West ausgespielt, wobei die Ostdeutschen schuld sind, haben diese doch die westdeutschen Werte noch nicht im erforderlichem Maße verinnerlicht, so die Intension eines Beitrages. Außerdem hat das Christentum während der Zeit des Sozialismus in der DDR Federn lassen müssen, konfessionell gebunden sind im Osten Deutschlands die wenigsten, dagegen hilf auch nicht, die Rolle dieser Religion permanent überzubetonen. Warum Religiosität in der DDR im Schwinden begriffen, spielt keine Rolle, genau sowenig wie die Tatsache, dass es eine Kirche im Sozialismus gab, sich die Religionen also den sozialistischen Verhältnissen soweit ihnen möglich anpassten. Trotzdem entsteht gerade im Osten Deutschlands eine Bewegungen wie PEGIDA, welche vorgebliche gegen die Islamisierung des Abendlandes antritt. Schon verwunderlich und das in einer Stadt wie Dresden! Der Bewegung selbst gelang es allerdings anderen Ortes nur bedingt Fuß zu fassen und so scheint sich die Anhängerschaft in Dresden zu konzentrieren, übrigens in einer Stadt, in welcher nach 1990 am konsequentesten neoliberale Politik mit all ihren Folgen für die Menschen umgesetzt wurde! Und wenn heute viele Menschen dem Gott Mammon huldigen, haben die meisten von Ihnen hierzulande den antiken und feudalen Göttern abgeschworen, ob diese nun christlich, islamisch, jüdisch, oder noch anders daher kommen. Da aber nach wie vor sich mittels Religion Menschen hervorragend gegen ihre eigenen Interessen instrumentalisieren lassen, wird auch in der vermeidlich aufgeklärten Welt wieder mehr auf diese zurückgegriffen.
Auf der Internet Seite des Spiegel, der Bildzeitung des Wohlstanddeppen, findet sich ein Beitrag, welcher mit: „Der Osten und die Toleranz: War die Wiedervereinigung ein Fehler?“ überschrieben ist. Einen Kommentar wollte ich schreiben, habe ich aber nicht und so hier meine Gedanken zum Text:
Es ist durchaus schizophren eine Aussage zu treffen und sich für diese anschließend gleich zu entschuldigen! Unüblich ist dergleichen nicht, eher eine Unsitte, entschuldigen Sie bitte, dass ich Sie kritisiere, aber ich kann nicht anders …! Warum entschuldigen und das oft im voraus, warum tut einen etwas Leid, im selben Satz, in dem das leidtunde erwähnt wird? Wäre es nicht besser etwas, was einen leidtut nicht zu sagen, oder zu schreiben? Der Autor des Beitrag kommt um eine solche Entschuldigung im ersten Absatz seines Textes nicht herum, um die Keule dann weiter zu schwingen. (Solch floskelhafte Begründungen mit Entschuldigung sind in der Politik nicht unüblich, so wird im Falle von Kriegen gern derart verfahren, frei nach dem Motto, Entschuldigt das wir unsere Bomben auf euch werfen und euch töten, aber ihr hab unserer Ansicht nach die falsche Regierung, da diese nicht in unserem Interesse agiert!)

Donnerstag, 5. November 2015

Sie glauben an die Wahrheit, im Wissen das Sie lügen!

Ein Flugzeug ist abgestürzt, oder wurde es abgeschossen, gar von einer Bombe zerrissen? Genaues weiß man nicht, noch nicht, was allerdings nicht daran hindert fleißig zu spekulieren. Das eine Terrororganisation sich zur Tat bekennt, ist zumindest aus deren Sicht verständlich, sind sie doch bestrebt ein Zeichen zu setzen und damit ihre jüngsten Niederlagen zu kaschieren.
Es ist Krieg und in Kriegen ist vieles möglich, auch das eine Terrororganisation nicht nur Bomben basteln kann, sondern auch über entsprechende Waffen verfügt, um in großer Höhe Flugzeuge abzuschießen, woher diese kommen sei dahingestellt, wie mit solchen Nachrichten umgegangen wird, hingegen nicht. So findet sich im Internet eine Nachricht, welcher folgende Aussage entnommen ist: „Der Sender CNN zitierte einen namentlich nicht genannten Vertreter der US-Regierung mit den Worten:"Es gibt ein eindeutiges Gefühl, dass es ein Sprengkörper war, der im Gepäck oder anderswo im Flugzeug versteckt wurde."“
Ein „namentlich nicht genannten Vertreter der US-Regierung ...“ hat „ein eindeutiges Gefühl,“, schon erstaunlich was ein anonymer Vertreter alles fühlen kann! Somit war der Absturz letztendlich eine Gefühlsregung ... ?
Oder glauben sie an die Wahrheit, im Wissen das Sie lügen?

Montag, 15. Juni 2015

Und so habe ich nachgedacht und folgenden Text gemacht: ...

In der Mailingliste der Freidenker wurden unter der Überschrift „über das richtige Fragen, über das richtige Denken ...“, nach einigen einleitenden Sätzen, zu welchen am Ende wiedergegebenes Zitat gehört, folgende Fragen gesellt:
  1. Wie fragt man richtig?
  2. Wie denkt man richtig?
  3. Wie benutzt man seinen eigenen Verstand richtig?
  4. (Wie wird man richtig aktiv?)
Ein interessantes Thema, „über das richtige Fragen, über das richtige Denken“, nachzudenken! Und so habe ich nachgedacht und folgenden Text gemacht:
Kant zu bemühen passt fast immer, kommt er doch als der letzte progressive subjektive Idealist daher, allein die Entwicklung ist bei Kant nicht stehen geblieben! Kant wird übrigens gern bemüht, steht er doch für die aufstrebende bürgerliche Gesellschaft und gern wird sich in eine Zeit zurück gesehnt, in welcher die Welt noch heil schien und die kapitalistische Gesellschaft nicht dem reaktionären Zerfall preisgegeben.
Dabei möge alle Theorie grau sein, farbenfroh tritt uns hingegen die Praxis entgegen und das selbst im grauen Alltag! Und ist nicht praktischerweise zu lesen, das reden Silber sei und schweigen Gold, und ist nicht wer fragt, geneigt zuzuhören? Wer fragt, der führt, vermeint der Geschäftsmann und wer Schweigt verschweigt nicht etwas, sondern er hört zu und erfährt! Wissen ist Macht, leider ist dieses meistens nur den Mächtigen bewusst, welche geschickt bemüht ihre Untertanen in Ohnmacht zu halten, mittels potenzierter Unwissenheit, im Glauben manifestiert! Nun ja, die Hoffnung soll zuletzt sterben und solange Mensch hofft, ist er geneigt sich in sein Schicksal zu fügen, wenig bestrebt es in die eigenen Hände zu nehmen, es selbst zu gestalten. Aber auch das gesellschaftliche Schicksal des Menschen ist gesetzmäßig, kommt es doch wie der Zufall daher, unseren Taten geschuldet, nach Erkenntnis gierend!

Samstag, 20. Dezember 2014

Über Symptome können wir streiten, ...

In der Mailingliste der Freidenker fand ich einen Text, welcher sich mit gegenwärtigen Problemen beschäftigte und zum nachdenken anregen sollte. Auf den Text antwortet ich wie folgt:

Nun ich habe über Deinen Text nachgedacht und folgendes ist mit Hilfe einer Tastatur und der Kopierfunktion daraus geworden:
Interessen, Interessen, Interessen … alle Politiker in einen Sack und ab durch die Mitte, in den Wahlkessel und abgewählt? Der Feind wird ausgemacht und vorgegeben und da jene, welche uns regieren, auch nicht ganz „sauber“ sind, passt es schon wieder. Die Medien geben die Richtung vor, es wird opponiert, nicht negiert, … werfe den ersten Stein, wer ohne Sünde ist! Nur was ist Sünde, wer gibt vor was es zu sein hat? Im Glauben verhaftet übte Gott die Herrschaft aus und der Mensch erbte die Erbsünde, die Strafe folgte auf dem Fuße, die Vertreibung aus dem Paradies und die Mühsal der Ebene ebnete so manchen Berg, füllte so manches Tal. Und das alles nur weil ein Apfel vom Baum der Erkenntnis gegessen und der Angst vor ewigem Leben der Menschen nachgegeben wurde! Dieser Erfahrung eingedeckt begannen Menschen sich der Erfahrung zu verweigern, wie angenehme muss das Paradies doch sein, in Labsal der Endlichkeit in Unendlichkeit erwartend! Doch ein zurück gab es nicht und so drängten sich immer neue Erfahrungen auf, welche zu Erkenntnissen führten, die durchaus schmerzhaft sein konnten, aber Entwicklung generierten.
Wie Mensch sich gelegentlich schützend in die Haltung vor seiner Geburt begibt, aber es kein Zurück in den Mutterleib gibt, kann Mensch versuchen sich der Erkenntnis zu verweigern, die Erbsünde Emanzipation wird ihm nicht verziehen werden, ein zurück in das Paradies gibt es nicht, Mensch wird sein Leben lang mit Erkenntnisschmerzen leben müssen. Das Paradies hingegen gehört der Vergangenheit an, es steht für die Vergangenheit, in welche es kein Zurück mehr gibt!
Und ich gebe zu, wie oft hing ich heimlich der Illusion nach, dass so manche meiner Einschätzungen falsch sein möge und das Leben so schön und angenehm, wie oft gepriesen. Nein, ich wollte nicht der Ketzer sein, auch wenn ich ketzerisches Wort gesprochen, nur war anderes mir nicht möglich, ohne innerlich zerbrechen zu müssen. Wäre doch die Welt so schön, wie oft gepriesen, wäre die Erkenntnis vom Gegenteil doch nicht so real und drückend, wäre es doch nicht so schmerzhaft, sich der Lüge entgegenzustellen, wäre es doch nicht so süß sich der Illusionen in Hoffnung zu ergeben, wir würden um einiges freier leben! Doch frei allein kann Mensch nur sein, wenn Erkenntnis Tat geschuldet, Erkenntnis Taten zeugt, sich bewusst der Konsequenzen, wird vollbracht was als objektiv notwendig erkannt! Allein das Denken ist nicht frei, selbst wenn frei gedacht!
Über Symptome können wir streiten, über Folgen philosophieren, der Kampf kann ihnen gelten, wenn die Ursachen bleiben unberührt! So kann ewig nicht geschehen, was heute Notwendig ist, so werden wir immer alte Wege gehen, im Kreis den Illusionen folgen und hoffnungsschwer die alten Lieder angestimmt, werden wir der Zukunft grollen, weil wir in der Gegenwart gefangen sind!
So ist es nötig zu erkenne, wer wir eigentlich sind und dieses auch klar zu benennen, so kann werden, die Zukunft unser Kind! Sind wir das Volk, so in Gefolgschaft, oder sind wir in Interessen geeint, als Klasse in der Masse, nicht als verklärter Brei der Einigkeit in Spaltung!

Mittwoch, 30. Juli 2014

Gedanken zu einem anonymen Brief ans Bürgerforum Quedlinburg


Ein anonymer Schreiberling hat einen Brief geschrieben, an das Bürgerforum in Quedlinburg, in welchen er die gängigsten Kleesches bedient, welche im allgemeinem als Alternativlos für Privatisierung kommunalen oder anderem gemeinschaftlichen Eigentums genutzt werden. Der Brief ist auf der Seite des Bürgerforums im Rahmen einer Antwort hinterlegt. Warum der Brief allerdings nur an die „Herren vom Bürgerforum“ gerichtet ist, … wird wohl der Anonymität und der Zustellform geschuldet sein. Anlas für den Brief werden die jüngsten Bestrebungen des Bürgerforum im Zusammenhang mit der Privatisierung des Kurzentrums Bad Suderode sein, von welchen auch in der MZ zu lesen war. Gegen die Bestrebungen des Bürgerforums formierte sich im Rat der Stadt eine "ganz große Koalition" aus „SPD, CDU, Die Linke und Grüne/QfW.“
Aber zurück zum Brief, der anonyme Schreiberling scheint seine Bildung aus der Bild (oder ähnlich gearteter Publikationen) zu haben, so dass er nachplappert, was in den meisten Medien vorgeplappert wird. Die Kosten, welche die Privatisierung des Kurzentrums bis jetzt schon verursacht hat, von weitreichenden Folgen nicht nur für die kleinteilige Wirtschaft in Bad Suderode ganz zu schweigen, spielen keine Rolle. Das dabei das Ende der Fahnenstange lange noch nicht erreicht ist, sollte zumindest jedem frei denkenden und politisch engagierten Menschen bewusst sein. Leider sind diese im Rat der Stadt eine Ausnahmeerscheinung, die Ratsmehrheit betet in der Regel die neoliberalen Wirtschaftsdogmen nach, welche permanent gepredigt werden und in der Gesellschaft eine weite Verbreitung gefunden haben. Allgemeine ökonomische Zusammenhänge werden so mancher vorgeblichen Alternativlosigkeit geopfert, ohne ernsthaft über diese Zusammenhänge und Alternativen nachzudenken. Glaube an wirtschaftliche Zusammenhänge wird gepflegt und ersetzt das Wissen darüber. Wissen über solche Zusammenhänge wird zweckentsprechend ignoriert und sogar bekämpft.
Dabei wäre es unter Umständen ausreichend den gesunden Menschenverstand zu bemühen, wobei die Praxis ökonomischen Seins die besten Beweise für die Folgen derartiger Privatisierungen liefert. Das offensichtlichste Beispiel sind die Folgen der weitestgehenden Deindustrialisierung, mittels Privatisierung der wirtschaftlichen Substanz, des Ostens dieses Landes nach 1989. Der allgemeine Bevölkerungsrückgang spricht Bände und führt bei den Verantwortlichen zu anhaltendem Klagen, meist wird allerdings der demographische Wandel als Ursache und nicht als Folge wirtschaftlicher Veränderungen gesehen. Aber auch andere Beispiele sind zu finden, so im Reich des Thalenser Bürgermeisters, wo vor Jahren eine Therme errichtet wurde, welche der Stadt 30 Jahre lang ca. ½ Millionen pro Jahr kostet und das garantiert. Die so genannte öffentliche Hand, (Land, Bund, EU, Kommune etc.) förderte das Vorhaben mit 50% Zuschuss zu den Erstellungskosten. Eigentlich gehört dieses Objekt in öffentliches Eigentum, aber hier wurde a priori privatisiert! Und was haben die Bürger davon? Sie können planschen gehen, der zu entrichtende Obolus ist allerdings nicht gerade als Preiswert anzusehen. In diesem Zusammenhang sei aber auch daran erinnert, dass der jetzige Ministerpräsident im Zuge damaliger Diskussionen schon verkündet hat, dass das Land eine Privatisierung des Kurzentrums in Bad Suderode unterstützen wird. In jedem Fall hat das Land im Zuge der Gebietreform die Voraussetzungen für eine Privatisierung des Kurzentrums geschaffen, in dem die Verantwortung der Stadt Quedlinburg übertragen wurde. Dabei waren die mit dem Kurzentrum verbundenen Kosten nicht die einzige Last, welche von der Stadt Quedlinburg im Zuge der Gebietsreform übernommen werden musste. Dafür hatte die Stadt in Folge aber wieder einen Oberbürgermeister!