Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

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Mittwoch, 31. Dezember 2025

Der wirtschaftliche Niedergang hinterlässt Spuren, … ohne Ursachen, aber mit Zensur?

Es ist interessant, ein Unternehmen steht vor dem Konkurs, die Medien berichten, so auch die Mitteldeutsche Zeitung und diese teilt einen Beitrag zum Thema im a sozialem Netz. Dort werden Kommentare geschrieben, auch folgender, nur ist er dort nicht geblieben, die Zensur ließ ihn nicht zu. Was nun?

Bundesdeutsche Politik macht es möglich, da gibt es Erfahrungen, wurde doch die Volkswirtschaft der DDR fast komplett vernichtet, was heute noch existiert ist doch nur ein müder Abklatsch, gut an Leuna zu sehen. Was nach dem Ende der DDR auf deren Gebiet ausprobiert und praktiziert, wird nach und nach auf die gesamte BRD angewendet. Entindustrialisierung ist die Losung, allerdings ein großer Unterschied besteht, was einst Folge bewusst gewollter bundesdeutscher Politik, ist heute zwar auch eine Folge dieser Politik, allerdings mehr ungewollt, da sich Politiker nicht der Konsequenzen ihrer Politik bewusst. Ihnen fehlt die fachliche Qualifikation, sie sind ihrem Wesen nach gut funktionierende Werkzeug. So wird sich über Entwicklungen gewundert, obwohl diese durchaus vorherzusehen waren.

Freitag, 5. Dezember 2025

Das Geschäft mit der Angst soll den Geist beflügeln, - ein Kommentar ist verschwunden.

Es ist nicht uninteressant, ein Beitrag wurde auf Facebook geteilt und es wurden Kommentare geschrieben, darunter folgender:

T. L.

Das Geschäft mit der Angst soll den Geist beflügeln, denn mit Sicherheit ist Sicherheit, sicherer mit Sichtbarkeit? Nur vor was soll Mensch sicher sein? Ach ja, ist es doch anscheint Mode geworden mit Autos in Menschenansammlungen zu rasen, die moderne Form des ..., ja was auch immer, es wird schlimmer.

Montag, 21. August 2023

Zensur, ein Mittel des ideologischen Kampfes und der gewinnt an Schärfe …

Auf Facebook gibt es einen interessanten Beitrag zum Thema, es werden einige Details und Methoden genannt, letztlich ist in der Auseinandersetzung nichts anderes zu erwarten und so kommt es darauf an, wie werden die Mittel genutzt, welche zur Verfügung stehen und welche Mittel, Methoden werden entwickelt um den ideologischen Kampf doch noch erfolgreich zu führen. Zum Beitrag folgende Gedanken:

Gedanken zur Zensur.

Es ist Kampf, es ist Auseinandersetzung und da werden alle Register von den herrschenden gezogen, wie sie gezogen werden können und in dem Maße, wie es als notwendig erachtet wird. Übrig bleibt es zu analysieren und die entsprechenden Schlüsse zu ziehen, zu erkennen, welche Möglichkeiten verbleiben und wie diese genutzt werden können. Diese Auseinandersetzung, möge sie erst einmal schwächen, wird in der Folge allerdings stärken.

Mittwoch, 25. August 2021

Rettet die Bildung, kettet sie an einen Anker und werft diesen über Bord.

Seitdem ich in der Bundesrepublik lebe, konnte ich beobachten, dass das Bildungssystem an die Wand gefahren wird und desto weiter die Zeit fortschritt, desto schneller. Im letzten Jahr wurde dieser Prozess noch einmal kräftig beschleunigt, die Pandemie machte es möglich, die meisten Schülerinnen und Schüler wurden der Schule verwiesen und als Alternative gab es Unterricht übers Internet, Bildungsfernsehen war also gestern, heute soll es das Internet richten, egal wie der Zustand desselben, welcher regional sehr unterschiedlich sein kann. Dazu kommt noch die Ausstattung der Haushalte, hier sind letztlich jene bevorteilt, welche sich einen entsprechenden Internetanschluss leisten können und über die entsprechende Technik verfügen. Somit spielte das Einkommen der Eltern, die finanzielle Situation in der Familie noch eine größere Rolle als sonst im Schulsystem üblich. Zu den materiellen Voraussetzungen fürs Lernen von zu Hause aus, gehören nicht nur die technischen Voraussetzungen, sondern auch die Wohnverhältnisse selbst, wer genügend Platz zu Hause, wo jedes Kind ein eigenes Zimmer hat, ist da klar im Vorteil, gegenüber Kindern, welche in beengten Verhältnisse wohnen und wo es zum Beispiel keine Möglichkeit gibt sich zurückzuziehen, insbesondere wenn der Großteil der Familie dank der Maßnahmen ebenfalls gezwungen ist zu Hause zu bleiben. So ist es auch nicht verwunderlich, dass der Grad der Selektion im Bildungssystem weiter zunimmt und die Möglichkeiten von Kindern aus ärmeren Verhältnissen, egal wie talentiert und begabt diese sind, eine höhere Schulbildung zu absolvieren, so gut wie unmöglich gemacht wird. 

Es gibt in diesem Land keine Menschen, welche bildungsfern, wie gern behauptet, um die Schuld für die wachsende neue Armut den Betroffenen zuzuschieben, allerdings gibt es immer mehr Menschen, von denen die Bildung ferngehalten wird.

Donnerstag, 22. Juli 2021

Mohr und Rassismus, begriffliche Suche nach Ursachen zum Schein, oder Scheinursachen.

Es geht um den Mohren, eigentlich um die Verwendung Mohr in Namen, oder als Name, das soll nicht mehr sein, da es diskriminierend sein soll. Die Mohren wurden anscheinend nicht befragt, von denen hat sich bis jetzt keiner gemeldet, so dass zu fragen bleibt, gibt es diese überhaupt noch? Also woher kommt der Mohr eigentlich? Da gab es einstmals eine Hochkultur der Mauren, welche selbst auf der iberischen Halbinsel nicht nur siedelten, sondern dort auch herrschten. Was zu Kämpfen führte und letztlich zur Vertreibung der Mauren, dabei sollte berücksichtigt werden, dass der vermeintliche Feind in der Regel immer diskreditiert und diskriminiert wird, schon allein um den eigenen Anspruch zur Eroberung zu rechtfertigen. Ähnlich verhält es sich mit der Bezeichnung Barbaren, diese so klassifizierten Völker wurden als unzivilisiert, kulturell unterentwickelt angesehen, welche zu ihrem Besten erobert werden mussten. Wenn die sogenannten Barbaren den Spieß umdrehten, war das Gejammer meistens groß und wenn sie gar eroberten und dass sie Bedrohende schlugen, kommen sie schon nicht mehr so barbarisch daher. Allerdings haben viele Begriffe im Verlauf der Zeit ihre ursprünglichen Inhalte verloren, so auch der Mohr, viele Menschen kennen die Ursache dieser Bezeichnung nicht und woher zum Beispiel die Bezeichnung Mohren Apotheke stammt und wieso eine Apotheke so benannt, ist zu vermuten. Wahrscheinlich ist, dass dieses auf den christlichen Heiligen Mauritius zurückgeführt wird, welcher dunkler Hautfarbe und alles andere, aber nicht negativ betrachtet.

Donnerstag, 15. Juli 2021

Zum Abschuss freigegeben, die Kommentare, Diskussion unerwünscht?

Bildschirmfoto 2021-07-15

Es geht ums Impfen, wie auch immer, es wird geworben und es gibt auch keine Regeln mehr, wer zuerst und wer muss warten, alle dürfen jetzt und so wird aufgerufen und angeboten. Ein Beitrag wurde auf Facebook geteilt*, vom Landkreis wird verkündet, dass Erstimpfung möglich ist und das ohne Anmeldung. Zum Beitrag gab es die verschiedensten Kommentare, es gab sogar die eine und andere Diskussion, nun sind sie allerdings weg, die Kommentare und zu lesen, dass ein Administrator die Funktion zum Kommentieren deaktiviert. So ist bestellt, in dieser Welt, mit Meinung und Auseinandersetzung. So ist mit meinem Kommentar leider auch die Zustimmung zu diesem verschwunden, aber unumwunden gefragt, warum wird keine Diskussion gewagt?  

Im Folgenden mein Kommentar zum Thema:  

Sonntag, 11. April 2021

Der Zensur zum Opfer gefallen?

Ein Beitrag wurde veröffentlicht, eigentlich eher ein getextetes Bildchen, nett anzuschauen, der Inhalt diskussionswürdig, auch wenn er dank der gewählten Form eigentlich in die Kategorie Schlagwortanalytik gehört. Zum Beitrag entwickelte sich eine Diskussion, es ging hin und her und zu einem Diskussionsbeitrag schrieb ich unten stehende Anmerkung. Diese Anmerkung wurde kopiert und an andrer Stelle mit meinen Namen veröffentlicht. Dank dieser Übernahme existiert der Text noch und ich konnte ihn zurück kopieren. Am ursprünglichen Ort ist er nicht mehr zu finden, auch sein Gegenstand und dessen Gegenstand sind verschwunden. Schwer zu sagen welcher Zensur zum Opfer gefallen, der Selbstzensur des Urhebers ausschlaggebenden Beitrages, oder höherer Zensurgewalt des Plattformanbieters.

Freitag, 11. Dezember 2020

Der Trend geht zum dritten Geschlecht …, oder was ist das Problem, die Zensur vielleicht?

Bildschirmfoto 2020-12-09 02:25Uhr

Das menschliche Geschlecht, … nein das Geschlecht des Menschen, … auch wieder nicht richtig, das Geschlecht eines Menschen ist natürlich, nichts menschliches, gehört aber zum Menschen und so wird sich mit dem Geschlecht auch gesellschaftlich auseinandergesetzt, also menschlich. Das es dabei Zweifel geben kann ist verständlich, Menschen neigen eben auch dazu zu zweifeln und der Umgang mit dem Geschlecht, oder unter den verschiedenen Geschlechtern ist historisch bedingt und hat im Verlauf der Zeit die verschiedensten Änderungen erfahren. Dies insbesondere auch zwischen den verschiedenen Geschlechtern, von denen im allgemeinen zwei bekannt waren. Nun ändern sich die Zeiten und heute findet sich auch noch ein drittes Geschlecht für die unentschlossenen. Auch ein Vorteil gesellschaftlichen Seins, Mensch kann sich zumindest einreden anderen Geschlechts zu sein, als der natürliche Entwicklungsprozess für ihn vorgesehen. Hat auch etwas mit Vorsehung zu tun und diese wiederum mit Glauben und wenn Mensch beim religiösen Glauben angekommen ist, wird schon mal Geist und Körper getrennt, der Körper als die zeitweilige Behausung des Geistes und da kann es schon passieren, dass ein Geist, wenn er sich wieder in einem Körper nieder-lässt den falschen erwischt.

Dienstag, 8. Dezember 2020

Es verschwinden Beiträge und es wird auch gesperrt, im asozialem Netz.

Bildschirmfoto 2020-12-08 14:43Uhr

Manchmal ist es so und wie ich feststellen konnte, immer öfter, es verschwinden Beiträge aus den sozialen Netzwerken, auch solche welche ich verlinkt, wie in diesem Beitrag* vor Tagen. Ob es nun die Wahrheitsfinder, also die Zensoren von Facebook waren, welche den Beitrag nicht für angemessen gehalten, oder der Administrator der Seite, welcher einen Beitrag verlinkt und dieser diskutiert, oder ein technischen Problem, kann ich nicht sagen. Zensur, oder Selbstzensur soll nicht die Frage sein, sondern wie sich heute mit bestimmten Themen auseinandergesetzt wird und vor allem wie Auseinandersetzungen geführt werden. Manche Themen scheinen zu „heiß“, wenn es nicht mehr im vermeintlich erforderlichem Maßen zu lenken und zu steuern ist. Das Virusthema ist ein solches, die Meinungen sind verschieden, was allein nicht schlimm, da die Meinung ohnehin eine Hure, welche gebraucht, wie beliebt. Nein, ganz im Gegenteil und selbst wenn sich auf Meinung und deren Freiheit berufen, immer mehr Menschen bilden sich keine Meinung, sondern sie hinterfragen und stellen in Frage, sind geneigt ihre Zweifel öffentlich zu propagieren, sich mit andren auszutauschen, Rede und Gegenrede, Argumente welche gegen Dogmen geführt werden. Es hat ein Prozess des Nachdenkens (zielorientiertes Denken, selbst wenn heute noch so manches Ziel im diffusen vermutet wird) eingesetzt und auch wenn er die eine oder andere skurrile Form gebiert, so führt er kurz, mittel und vor allem langfristig auf einen Weg der Erkenntnis. Und Erkenntnis ist immer etwas praktisches.

Donnerstag, 19. September 2019

„Der Inhalt ist derzeit nicht verfügbar“


Bildschirmfoto 2019-09-05 13:31 Uhr
Einen Beitrag hatte ich kommentiert, um Stadtführungen in Quedlinburg ist es gegangen und das auf verbotenen Wegen. Im Beitrag selbst wurde nicht nur die Führung kritisiert, welche unter dem Balkon der Beitragschreibenden wendete, sondern Stadtführer im allgemeinen beleidigt, in dem behauptet wurde, dass jener welcher mit diesen Führungen Geld scheffeln würde. Das solches in Quedlinburg nicht möglich ist, wird wohl jeder Stadtführer, jede Stadtführerin in Quedlinburg bestätigen können. Nun wurde fleißig diskutiert und auch offeriert, der Verklagte meldetet sich, die Klagende reagierte, letztlich auch in dem Sie ihren ursprünglichen Beitrag entfernte, so das die ganze Diskussion nun etwas Gegenstandslos dasteht. Ich hatte mich im wirklichem Leben zumindest mit dem Verklagten unterhalten und er schilderte, dass das Vorgehen der Klagenden nicht unbedingt gepflegter Umgangsform entsprach, ihr Mann gar „aus gerastet“ sei. Für diesen Vorgang gab es sicher genügend Zeugend, die Gruppe soll nicht klein gewesen sein und das Geschehen von der Steinbrücke aus zu beobachten. Aber egal wer es gesehen und gehört hat, es ist schon bezeichnend, dass sich mittels Facebook echauffiert wird und das nicht auf der eigenen Seite, sondern auf einer mit viel Publikum. Als die Diskussion dann nicht wunschgemäß verlaufen ist, wurde der gegenständliche Beitrag wieder entfernt. Dabei kann durchaus davon ausgegangen werden, dass diese Diskussion im Sande verlaufen wäre.
Ich habe folgenden Kommentar hinterlassen, welcher Reaktion erfahren, worauf ich eine Antwort nicht schuldig blieb: 

Donnerstag, 15. November 2018

Es wird Krieg vorbereitet, das nicht erst seit gestern!


Es wird sich auf Krieg vorbereitet, anscheint soll es mal wieder ein großer Krieg werden, allerdings wenn die Vorzeichen richtig betrachtet werden, wird dieser wieder einmal auf europäischen Boden stattfinden. Dort wird geübt, dem ausgemachtem Feind immer weiter auf die Pelle gerückt, die Kriegspropaganda läuft in den Meinungsmachtmedien mit zunehmender Intensität. Allerdings gibt es nicht nur die Meinungsmachtmedien, sondern auch Alternativen, wobei gegen diese beständig vorgegangen wird, mittels Zensur, aussperren, behindern. Wir steuern einer Zeit entgegen, in welcher über „Wahrheitsministerien“ nachgedacht wird und das gefährlichste was man sagen kann, die Wahrheit ist!

Mittwoch, 29. November 2017

Nicht uninteressant, so manche Auseinandersetzung ...

Bildschirmfoto 2017-11-28 15:25Uhr
Die Meinung ist frei, oder waren es die Gedanken? Was Mensch allerdings denkt, ist nur schwer zu erraten, letztlich verraten ihn seine Taten und in der Tat besteht die Freiheit, nicht in der Möglichkeit! Und so gibt es Errungenschaften und auch Rechte, allerdings kommen diese in einem bürgerlichem Staatswesen meisten nur formell daher, praktischerweise nicht umfassend und für jeden realisierbar. So auch das Recht auf Meinungsfreiheit, im Grundgesetz festgeschrieben, allerdings nur mit Einschränkungen nutzbar. Und auch wenn es im Artikel 5, Absatz 1, des Grundgesetzes heißt: „eine Zensur findet nicht statt.“, so muss das nicht bedeuten, dass keine Zensur statt findet. Da Zensur in verschiedenster Art und Weise ausgeübt werden kann, ist sie gelegentlich nicht so leicht zu erkennen und gerade darum sollte man sie beim Namen benennen.

Mittwoch, 25. Mai 2016

Im asozialen Netzwerk wurde mir eine Freundschaft gekündigt!

So etwas kommt vor, es werden nicht nur Freundschaften geschlossen, sondern auch gekündigt! Die Ansichten waren wohl doch zu verschieden, vielleicht war es auch die Herangehensweise an bestimmte Themen, die Art und Weise der Diskussion, unter Umständen charakterlich motiviert. Mit letzterem hat es sicher etwas zu tun, dass allerdings auszubauen, würde den Vorwurf der Persönlichkeit motivieren, wo es angeblich immer nur um die Sache (welche auch immer) geht und gehen sollte. Das die Sachen menschlichen Seins, wie auch immer geartet, ohne Persönlichkeit nicht denkbar sind, wird gern negiert, oder ignoriert, insbesondere wenn die Meinung vertreten wird, dass diese Sache unabhängig, unabänderlich, von Ewigkeit zu Ewigkeit bestehend betrachtet wird. Eine moderne Variante tritt uns auch als Überparteilich entgegen, das politische Neutrino zeugend und hegend. Es ist allerdings heute oft der Fall, das die Welt nicht als ein Komplex von Prozessen, sondern als ein Komplex von fertigen Dingen gesehen wird. In der Erkenntnis gesellschaftlichen Seins wird zumindest versucht die Menschheit hinter die Errungenschaften der Aufklärung zurückzudrängen und sie dort festzuhalten. Es kann eben nicht sein, was nicht sein darf und es soll sein, was als alternativlos verkündet!
Allerdings was hat dieses mit dem Gegenstand meiner Betrachtung zu tun? Einiges, geht es doch in erster Linie um die Stellung zum System, einem vergangenen und dem gegenwärtigen, im speziellem Fall um den Sozialismus in der Vergangenheit und um den Kapitalismus in der Gegenwart.
Zur Sache selbst sei anzumerken, dass ich einen Beitrag aus der Jungen Welt auf Facebook kommentarlos verlinkt habe, in welchen es um das Bildungssystem in der DDR im Zusammenhang mit dem Tod von Margot Honecker am 06. Mai diesen Jahres in Chile ging. Diese Frau hat das Bildungssystem entscheidend mitgeprägt, von 1963 bis 1989 war sie Ministerin für Volksbildung, ist zu lesen. Das das Bildungssystem, bei all seinen Mängeln, besser als das bundesdeutsche Bildungssystem war, ist nicht nur meine Meinung und im Osten der Bundesrepublik weitestgehend anerkannt. Nun gibt es aber auch jene, welche die DDR im allgemeinen verteufeln, oder zumindest versuchen zu relativieren und dazu gern auf besondere Themen zurückgreifen, meistens in dem vermeidlich negativ zu betrachtendes in den Vordergrund gestellt und damit positives negiert wird. So auch in einem Kommentar zum von mir verlinkten Beitrag, allerdings hat der Kommentator seinen Kommentar und damit auch meine Antwort darauf vor Freundschaftskündigung gelöscht. Da ich aber in den seltensten Fällen Antworten direkt schreibe, kopiere ich den Gegenstand meiner Betrachtung, in diesem Fall den Kommentar heraus, schreibe eine Antwort, lasse diese liegen, überarbeite gelegentlich, überlege ob ich überhaupt antworte und wenn ja, nutze ich die Kopierfunktion. Meine veröffentlichte Antwort blieb nicht ohne Reaktion, wobei ich vor Löschung und Kündigung auf den zweiten Kommentar nicht reagieren konnte.

Freitag, 10. Juli 2015

Kommentar unerwünscht?

Einen Text hatte ich gelesen und einen Kommentar geschrieben, zweimal sogar, allein veröffentlicht wurde er nicht. Warum kann ich nicht sagen, liegt ohnehin in der Entscheidung des Seitenbetreibers, aber vielleicht war ich auch zu dumm den Kommentar richtig zu platzieren und abzusenden. Aus diesem Grund hier mein Kommentar zum oben verlinkten Text:
Die Welt im Großen, die Welt im Kleinen und in beiden Welten leben wir, allein sie sind nicht immer gut unter einen Hut zu bekommen, obwohl sie eine Einheit bilden. Ich finde den Beitrag hervorragend, allein weil er interessante Fragen aufwirft. Nur reicht Aufklärung für die Errichtung einer neuen, besseren, sozialistischen Gesellschaftsform aus? Liegt das Augenmaß nicht eher auf die Befähigung durch Aufklärung und Bildung zur praktischen, gesellschaftsverändernden Tat? Und wie ist bei F. Engels zu lesen: „Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muss durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.“

Freitag, 15. November 2013

Die nächste Runde?

Was ich immer schon geahnt habe und mir nun von kompetenter Seite aus bestätigt wurde, die CDU ist keine politische Partei, sondern ein Geschäftsbetrieb! 

Heute habe ich wieder Post bekommen, vom Rechtsanwalt der CDU in Quedlinburg. Meinerseits hätte ich den Vorgang ruhen lassen, zu welchem ich, den Schreiben des Rechtsanwaltes entsprechend Stellung bezog. Ursprünglich ist es „nur“ um die Auseinandersetzung mit einem Text im Stadtboten dieser Partei gegangen. Die ursprünglich gemachten Vorwürfe, aber auch die Unterlassungserklärung welche ich zeichnen sollte, … das jüngste Schreiben des Rechtsanwaltes der CDU Quedlinburg zeugt davon, scheinen im allgemeinem vom Tisch zu sein. Inhaltlich wurde sich ohnehin nicht mit meinen Aussagen auseinandergesetzt, sondern nur aus dem Zusammenhang gerissen zitiert, um diese Zitate im Interesse der CDU zu instrumentalisieren.
So ist es weiter Bestreben mir Schuld zuzusprechen, dabei wird wie folgt vorgegangen. Es wird Versöhnlichkeit bekundet, was in der Form an ein Märchen der Gebrüder Grimm erinnert und die entfernte Kopie einer Seite des Stadtboten zum besagten Beitrag in den Mittelpunkt gestellt. Ein vermeidlicher Sieg für die CDU und um diesen bestätigt zu bekommen, wird sich herabgelassen mir die Siegprämie aufzuerlegen.
So ist zu lesen: „Unsere Mandantin wäre bereit, die Angelegenheit gegen eine pauschale Zahlung von 100,00 EUR insgesamt zu erledigen.“ (Wäre sie es, oder ist sie es? Da gibt es durchaus noch einen kleinen Unterschied! Etwa eine Hintertür?) Begründend heißt es: „Wir haben uns hier aus Kulanzgründen an der Rechtsprechung zum UWG orientiert“, und da mir manche Kürzel fremd sind, gab ich UWG in eine Suchmaschine ein und siehe da, zum Vorschein kam das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb. War mir gar nicht bewusst, dass ich im Wettbewerb mit der CDU stehe. Immerhin bezieht sich dieses Gesetz auf den Geschäftsbetrieb, ob es so weit geht, dass es im Falle ideologischer Auseinandersetzung in Anwendung zu bringen ist, bezweifle ich dann doch. Aber verständlich,  aus diesem Grund das Versteifen auf die kopierte und nun nicht mehr veröffentlichte Seite des CDU-Blattes, welches unaufgefordert, als Schleichwerbung für die Politik der CDU, pünktlich vor der Bundestagswahl in meinem Briefkasten landete.
Ja, ja, die CDU eine kulante Partei, was eigentlich kaum zu glauben ist, wenn das Geschütz betrachte wird, was ursprünglich in Stellung gebracht wurde. Aber der Glaube soll ja Berge versetzen, allein braucht es dazu des Menschen Tat! Dabei heißt Glaube nicht nur Nichtwissen, sondern bedeutet auch Vertrauen, was ich in diese Partei allerdings nicht habe.

Montag, 23. September 2013

Selber Denken tut gut!

Eine Halbwahrheit ist noch lange keine Wahrheit, sie hat nicht einmal das Zeug eine zu werden!

Erklären soll ich mich und verpflichten!
Und so hatte der Rechtsanwalt der CDU in Quedlinburg eine solche Erklärung beigefügt, welche ich unterschrieben, mit Frist zurücksenden sollte. Die Frist selbst war mit einem Tag sehr knapp bemessen, was darauf schließen lässt, dass es eigentlich nicht gewollt ist dieser nachzukommen. Zudem liest sich die ganze Angelegenheit so, als wenn der „große Vater“ ein Machtwort spricht und der „kleine Bube“ in Form des für „unmündig erklärten“ Bürgers dieses einsehen soll und die Einsicht mittels Unterschrift bestätigen. Nun hatte ich den Vorgang veröffentlicht, darauf anderweitig verwiesen und einer Reaktion war zu entnehmen, dass ich wohl ins „Schwarze“ getroffen hätte.    
Aber einmal zur Unterlassungserklärung selbst:

„U n t e r l a s s u n g s e r k l ä r u n g
I.
Hiermit verpflichte ich, Herr ............. , -----------, 06484 Quedlinburg, mich gegenüber dem CDU Stadtverband Quedlinburg, vertreten durch den Vorsitzenden Frank Ruch, Breite Straße 37, 06484 Quedlinburg, noch Dritten gegenüber zu behaupten,
1. „dass er dabei in der Auseinandersetzung mit dem Betreiber des Kulturzentrums in der Reichenstaße auf diverse Lügen zurückgreift",“
was schon allein aus dem Grund nicht geht, weil die Tatsachen verdreht sind. Meine Auseinandersetzung galt einem Text im Stadtboten der CDU, welcher sich sehr einseitig mit Jugendarbeit in Quedlinburg auseinandersetzt. Überschrieben ist dieser Text mit, „Bedenkliche Entwicklung der Jugendarbeit in Quedlinburg“, wird aber diesen allgemeinen Anspruch nicht gerecht, sondern beschäftigt sich ausschließlich mit der Kündigung des Pächters* der Kneipe* im Kulturzentrum Reichenstraße und dass ohne die Komplexität der Arbeit im Kulturzentrum zu berücksichtigen. Dieser Text, des stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden der CDU im Stadtrat Quedlinburg Hardy Seidel*, war Gegenstand meiner Betrachtung und so sind zitierte Aussagen auch auf diesen Text zu beziehen. Aber um gegen mich vorgehen zu können, sieht sich der Rechtsanwalt genötigt, die Ebene zu wechseln, um so seine Forderung wenigstens im Ansatz plausibel erscheinen zu lassen. Wie schon geschrieben, inhaltlich wird sich mit meinem Beitrag nicht auseinandergesetzt. Warum wohl? 
„2. „wie der Blinde von der Farbe, schreibt dieser CDU-Politiker",“
ja, der Bilde von der Farbe, den zweiten Teil dieses Satzes verschluckt der Herr Anwalt ganz gern, macht es doch Sinn sich mangels plausibler Argumente auf Reitzwörter zu stürzen und diese zum Gegenstand des Klagens zu machen. Des Interesses wegen wird der eigentliche Inhalt geopfert und die Form zum Inhalt erhoben. So impliziert verkürzt der Blinde von der Farbe, das aus Unwissenheit heraus geschrieben wird und so der Vollständigkeit halber das Zitat im Gesamtzusammenhang: „Wie der Blinde von der Farbe, schreibt dieser CDU Politiker über das Kulturzentrum, nur dass er dabei die Augen schließt und tatsächliche Zusammenhänge ignoriert.“ Der Unterschied dürfte eigentlich auffällig genug sein. Aber wie schon geschrieben, galt diese Aussage nicht der CDU Quedlinburg, sondern dem Schreiber des Textes.       
Und „3. „im Gegensatz zum Orakeln von CDU-Politikern zur Durchsetzung diverser asozialer Kürzungsprogramme im sozialen und kulturellen Bereichen".“
Auch in diesem Fall sieht sich der Anwalt genötigt, nur auf einen Teil meiner Aussage zurück zu greifen. Komplett laute diese: „Im Gegensatz zum Orakeln von CDU Politikern zur Durchsetzung diverser asozialer Kürzungsprogramme in sozialen und kulturellen Bereichen, sind die Folgen der Politik dieser Partei nicht nur sichtbar, sonder für viele Menschen, welche z. B. gezwungen werden ihre Arbeitskraft unter Wert zu verkaufen, auch spürbar.“
Und sicher hätte ich Formulierungen anders wählen können, so ist zum Beispiel im dritten Punkt, anstelle des Begriffes „Orakeln“ auch „Spekulieren“ möglich. Auch der „Blinde von der Farbe“ wäre im Gesamtzusammenhang durch die Formulierung „wieder besseren Wissens“ zu ersetzen gewesen. Nur warum?    
„II.
Ferner werde ich es unterlassen, zukünftig Auszüge dem Quedlinburger Stadtboten oder Auszüge hiervon ohne Genehmigung des CDU Stadtverbandes Quedlinburg zu veröffentlichen.“
Dieser Punkt hat durchaus eine gewisse Brisanz, kommt er doch einem Verbot, sich mit den Aussagen, mit der Politik der CDU auseinanderzusetzen, gleich. Die Quintessenz daraus, wenn sich schon mit der Politik der CDU in Quedlinburg auseinandergesetzt wird, dann nur so, wie es der CDU genehm ist, dazu ist der CDU Stadtverband dann wahrscheinlich als Zensor anzurufen!
„III.

Mittwoch, 27. Februar 2013

So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht!

Unter der Überschrift „Zivilcourage zeigen“ findet sich in der MZ (27.02.2013, Seite 9, Quedlinburger Harz Bote) ein Leserbrief, welcher das Schreiben von Kommentaren unter Pseudonym, also mittels Tarn- oder Decknahmen, kritisiert. Die Frage warum Menschen sich entschließen nicht mit ihrem Klarnamen zu zeichnen, wird hingegen nicht gestellt. Eher unterstellt, dass sie so ohne Form und Tadel unrealistisch argumentieren und diskutieren. Doch einmal davon abgesehen, dass es im Internet durchaus üblich ist, nicht Vordergründig mit Klarnahmen zu agieren, sondern sich zum Teil hinter Decknahmen zu verbergen, ist eine absolute Anonymität im Netz ohnehin nicht gegeben. Wer auch immer agiert, hinterlässt Spuren, Spuren, welche nachzuvollziehen sind.
Im Leserbrief heißt es unter anderem: „das führt in Einzelfällen dazu, wie sich auch in der aktuellen Debatte zur Eingemeindung der drei nun wieder selbstständigen Orte zeigt, dass aus dem Schutz der Anonymität heraus Emotionen hemmungslos geschürt und jegliche Grundsätze eines sachlichen und fairen Umgangs miteinander über Bord geworfen werden.“ So möge nun mancher Einzelfall eine Regel bestätigen, allein die Regel ist er nicht! Letztendlich liegt es an den Beteiligten, wie sie miteinander umgehen, ob nun Anonym oder mit Klarnamen, in diesem Zusammenhang gibt es kaum einen Unterschied zum nicht virtuellem Leben. Dabei treibt die erwähnte Debatte ohnehin die verschiedensten Blüten und das nicht nur im Netz, es werden Ängste selbst von so genannter öffentlicher Seite geschürt. Dass also mit Emotionen, im erwähnten Zusammenhang der allgemeinen Auseinandersetzung mit dem Thema, gespart wird, kann nun ernsthaft keiner behaupten.
Andererseits sind Aussagen und Kommentare zu den Beiträgen durchaus etwas positives, beleben die Diskussion und zeigen die Meinungsvielfalt, entsprechend der verschiedensten Interessen, welche es zu den Themen gibt. In diesem Zusammenhang begrüße ich es, dass die MZ die Möglichkeiten zum Kommentieren von Artikeln vereinfacht und damit verbessert hat.
Letztlich sollte sich aber auch niemand der Frage verschließen, warum Menschen Pseudonyme nutzen, um ihre Meinung niederzuschreiben. Unter Umständen entspricht es einfach nur einer Geflogenheit der Internetkommunikation, wobei auch diese ihre Ursachen hat. Und es ist auch nicht immer einfach mit der Zivilcourage, denn wer kann behaupten, dass diese ohne Konsequenzen sei? Selbes trifft für die oft bemühte Meinungsfreiheit zu, auch diese Freiheit hat ihren Preis und ist nicht ohne Folgen zu haben, wobei letztlich Freiheit nur in der Tat, sich den Konsequenzen bewusst, besteht!

Donnerstag, 30. August 2012

In eigener Sache und der Kritik wegen!

Genaugenommen, oder auch oberflächlich betrachtet, habe ich auf diesen Seiten Kritik erfahren, Kritik ist allein nichts ungewöhnliches, nur fehlt in gegensätzlichen Fall der Gegenstand welcher die Kritik verursacht! In diesem Fall ein Kommentar, welchen ich gelöscht haben soll, obwohl er noch nicht erschienen. Der Gegenstand der Kritik, welches nicht die eigentliche Kritik betrifft, sondern die Kritik … also! Egal, in meinem E-Mailpostfach fand ich folgende Nachricht:
"Quedlin Burgerin hat einen neuen Kommentar zu Ihrem Post "VerlorenesKulturgut und dessen nachträgliche Inst..." hinterlassen:
Kritische Kommentare werden also schnell gelöscht?“
Was nicht stimmt, zum einen erhalte ich hier kaum Kommentare und zum anderen muss ein jeder Kommentar in diesem Blog freigeschalten werden, was nur geschehen kann, wenn sie denn zum Freischalten zur Verfügung stehen. Sollte ich mal nicht in meinen E-Mailbriefkasten schauen, so werden Kommentare zur Freischaltung angezeigt, sobald ich mich im Blog angemeldet habe. Also liebe „Quedlin Burgerin“, es wäre schon interessant die angesprochene Kritik zu lesen, gern lasse ich mich auf Diskussionen ein, aber zum Beitrag selbst ist mir kein weiterer Kommentar angezeigt worden, als der oben erwähnte, welchen ich erst einmal mangels Gegenstand nicht freischalten werden. Ansonsten liebe ich Kritik, bietet sich doch die Gelegenheit sich mit dem Gegenstand der Betrachtung intensiver auseinanderzusetzen und somit würde ich auf die belebende Wirkung von Kritik nicht verzichten!
Vom Prinzip her werden alle Kommentare freigeschalten, welche die Bezeichnung Kommentar verdienen, also einer zivilisierten Umgangskultur entsprechen und sich nicht in Schlagwortanalyse erschöpfen.
Wobei selbst solche Kommentare nicht davor gefeit sind freigeschalten zu werden.

Donnerstag, 20. August 2009

Der alltägliche Wahnsinn!

Der alltägliche Wahnsinn!
Dinge die eigentlich keinem Interessieren, über die die Zeitungen trotzdem berichten und welche gelegentlich zum Nachdenken anregen.
In der MZ ist auf der Klatsch- und Katastrophenseite nicht nur zu lesen, das Frauen auf Guttenberg als Politiker fliegen, was sicher nicht verwundert, wenn sich im politisch aktiven Rentnerverein umgeschaut wird, sondern auch das ein Rentner in Schwalmtal, wo immer das auch ist, ein Blutbad gesteht. Die reißerische Überschrift ist unterschrieben mit: „71-Jähriger soll Amoktat verübt haben - Motiv Vergeltung“, ja er soll, dem Text ist zu entnehmen, er hat! Und er hatte diesen Amoklauf sogar vorbereitet.
Ist schon verwunderlich, dass hier die „Generation Opa“ Amok gelaufen ist, sonst betraf dieses eigentlich eher die „Generation Enkel“. Aber was soll es und so ist zu erfahren, dass drei Menschen erschossen wurden, zwei Rechtsanwälte und ein Gutachter. Der Schütze selbst, welcher „derzeit … allerdings als verhandlungsunfähig“ gilt, hatte natürlich ein Motiv, ob dieses aber ein niederer Beweggrund war, vage ich zu bezweifeln, denn immerhin ist es um eine elementare Grundlage dieses Systems gegangen, um Eigentum, Eigentumsrechte, Geld!
Es wird über diese Tat auf der Klatsch- und Katastrophenseite berichtet, mit dem Ziel Erregung beim Bürger zu erreichen! Oder die Erregbarkeit des Bürgers zu testen? Egal.
Verurteilt soll die Tat werden, Trauer, Schmerz und Misstrauen auslösen, aber auch vor allen ablenken von den eigentlichen und durchaus auch eigenen Problemen.
Und mal ehrlich, wem interessiert hier noch fremdes Leid, wo die Medien doch voll davon sind? Mit derlei Nachrichten werden die Hirne der Menschen tagtäglich zugemüllt, allein auf der heutigen Klatsch- und Katastrophenseite finden sich gleich drei solcher Nachrichten. Da erschoss eben nicht nur der Rentner drei Menschen, sondern es zündete auch ein „mutmaßlich... 44-jähriger Täter“ „mehrer(e) Sprengsätze“ „vor einem Wohnhaus im…“ Westen des Landes. Der ganz normale Wahnsinn eben, wie unter der Schlagzeile „Bombenleger gibt noch nicht auf“, im Internet zu lesen ist. (In der Printausgabe verschanzte sich der Täter noch in der Überschrift.) Nur wem wundern solche Taten, wo doch Gewallt in der Gesellschaft zunimmt, wo Gewallt zur Lösung von Problemen einfach dazu gehört, die Bundesregierung selbst setzt die Maßstäbe. Und zu deren Opfern gehören nicht nur die Toten in Afghanistan, oder anderswo, wo sich deutsche Expansionstruppen befinden, sondern auch vier Menschen, welche bei einem Feuer in einem Obdachlosenheim starben. Übrigens auch auf der Klatsch- und Katastrophenseite zu lesen.
Bei all diesen Taten, wo sie auch begangen wurden, oder passiert sind, die Lunte dafür wurde woanders gelegt und neben der vernebelnden Wirkung solcher Beiträge, haben diese durchaus auch eine abstumpfende Wirkung. Aber auch ein Anderes ist allen gemein, es geht um Geld, es geht um Besitz, Besitzstandswahrung, es geht um die Grundlagen dieses Systems, welches seine Unmenschlichkeit potenziert und dazu kein sozial sensibilisiertes Volk braucht, sondern ein abgestumpftes. Wer Kriege führt, braucht ein Volk welches an Tod und Gewallt gewöhnt ist, dieses als etwas Normales wahrnimmt. So wird jede Gelegenheit wahrgenommen um über solches zu berichten. Die Ausnahme wird als Regel assoziiert, von welcher ein jeder potenziell betroffen ist, es soll eine Situation des permanenten Misstrauens geschaffen werden, welche ein übersteigertes Sicherheitsbedürfnis hervorruft. Dieses ist wiederum notwendig um diverse Maßnahmen gegen das eigene Volk zu begründen und durchzusetzen. Flächendeckende Überwachung, Kameras auf Straßen, Plätzen, Bahnhöfen etc. aber auch Sperren von Internetseiten, Ausspionieren von Computern, der Einsatz der Bundeswehr im inneren und der Ausbau spezieller Einheiten der Polizei sind Beispielgebend dafür.
Was interessiert mich der 71 jährige Amokläufer und dessen Motiv, was die drei Toten, was interessiert mich der Bombenleger und dessen Motiv, welcher sich verschanzt, was interessieren mich die verbrannten Obdachlosen, ja was? So bedauerlich diese gewaltsamen Tode für den Einzelnen und Betroffenen auch sein mögen, sie gehören mit der Weile zum täglichen Einerlei, jedenfalls werden sie als solches dargestellt. Die überwältigende Mehrheit der Bevölkerung ist selbst von diesen Ereignissen nicht betroffen, auch ich habe andere Probleme, wie die meisten Menschen und diese Taten haben auf mein Leben keinen Einfluss, maximal einen tangierenden/wahrnehmenden. Was mich aber interessiert, sind die Kriege, welche die Regierung im Auftrag des Imperiums führt, was mich interessiert, ist die Sozialgesetzgebung, was mich interessiert, sind Gesetze, welche bürgerliche Freiheiten einschränken! Mich interessiert was Einfluss auf mein Leben hat, direkt, indirekt, vermittelt. Ich weiß nicht über wie viele Gedanken ein Mensch am Tag verfügen kann, ich weiß nur, dass auch diese Kapazität beschränkt ist, und viele wichtige Informationen im Informationsmüll, mit welchen wir tag-täglich überschüttet werden, in manchen Fällen sogar zugeschüttet, untergehen. Dieses zuschütten mit Informationsmüll nennt sich dann Pressefreiheit und erspart dem Imperium die Zensur. 

Nachwort:
Übrigens habe ich vor kurzem ein Buch gelesen, welches ich gern weiterempfehle.
Der Titel: „Die verblödete Republik“, Untertitel: „Wie uns Medien, Wirtschaft und Politik für dumm verkaufen“, von Thoma Wieczorek. Erschienen im Knaur Taschenbuch Verlag, ISBN 978-3-426-78098-5.