Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

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Donnerstag, 18. Januar 2024

Bauernprotest: Gedanken zu einem Beitrag in der MZ.

Vorgestern (16.01.2024) in der MZ gelesen, Bauernproteste sind es gewesen, welche diesen Beitrag animierten, da die Bauern tüchtig gegen die Politik im Staate demonstrierten. Und was ist schon Widerstand in diesem Land, wenn er als extrem nicht wird erkannt, oder als eigentlich unnötig. Nun wurde über die Unterwanderung der Proteste durch rechte und extreme, oder waren es rechtsextreme, des öfteren berichtet und so manches wurde auch gedichtet, frei erfunden und unumwunden als erkannte Wahrheit verkündet, denn wer Protestiert in diesem Land, der geht von vornherein in Sünde.

Der Beitrag in der MZ ist ein Stück aktueller Propaganda, zum Zwecke die Proteste zu delegitimieren, denn nötig haben die Bauern das eigentlich nicht, geht es ihnen doch gut, sie machen Gewinne. So ist der Beitrag überschrieben: „Bauern machen guten Gewinn“ und die Unterüberschrift verkündet: „neuste Daten aus Sachsen-Anhalt belegen ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2021/22.“ und wohin die Reise geht ist zu erfahren: „In Berlin protestieren Tausende mit Treckern gegen Kürzungspläne der Ampelregierung.“ Warum eigentlich, wenn die Gewinne im vorletzten Wirtschaftsjahr doch gut? Sollen die Menschen fragen.

Nur was ist das für ein Mief, es ist doch alles relativ und gelegentlich Statistik, einzig der Durchschnitt zählt, egal wie frohlockt, egal wie sich gequält. So ist der Fluss im Durchschnitt nur ½ Meter tief, eine Herde von Kühen ist trotzdem ersoffen und nicht nur der Hirte war betroffen.

Samstag, 23. Oktober 2021

Gibt es zu wenig Gas?

Ein Bild wurde geteilt, auf Facebook, zu welchen mir folgendes eingefallen: 

Gibt es zu wenig Gas? Weiß ich nicht, kann ich nicht sagen, aber was es gibt, ist Imperialismus, der schafft sich gelegentlich nicht nur seinen eigenen Widerstand, seine Interessen zu vertreten, sondern er funktioniert auch entsprechend objektiven Gesetzmäßigkeiten. Als faulenden und parasitären Kapitalismus hat Lenin ihn einst bezeichnet und es stinkt gewaltig, das Fleisch fault am lebendigen Körper und löst sich mehr und mehr von den Knochen. Den Menschen wird es verkauft als saftiges Steak für den Grill und wer es sich leisten kann, labt sich am faulenden Kadaver, ohne diesen zu erkennen.

Freitag, 24. Juli 2020

Der Mann ist zugegebenermaßen ein Täter und dafür gehört er verurteilt!


Die Medien berichten, sentimentalisieren und dichten, besser sie Wichten und erzählen Geschichten, es wird orakelt und geurteilt, verurteilt erst wenn geschichtet die Geschichte, im Lichte und zu Tage gefördert, was eigentlich nicht zu übersehen ist wird interpretiert. Sachsen-Anhalt hat seit Ende letzten Jahres seinen Terroristen und einen Prozess welcher für Schlagzeilen sorgt und Seiten füllt. Auf Facebook geteilt, wird das Thema behandelt, wie immer es sich wandelt, es wird verkündet was zu hören und beklagt was zu leise, auf irgendeiner Weise, verkündet von einem Täter, welchem ansonsten nicht zugehört. Die Ursachen seines Tun werden verortet, Schuld ist er selbst, sein geistiger Zustand, seine Orientierung, seine Beschäftigung, seine …, was auch immer so alles in der Herde des Individualismus möglich zu sein scheint. Gesellschaftliche Ursachen, der Umgang mit Geschichte, mediale Manipulation wie sie heute allgegenwärtig, Konventionen von der Politik erdacht, Werte welche gepredigt, selbst wenn damit menschliches Hirn geschädigt, oft ohne Bestand und marginale Probleme aufgebauscht, Gefahren impliziert und dann wird sich gewundert, wie Mensch reagiert, oder reagieren kann. Die persönliche Verantwortung ist das eine, gesellschaftliche Ursachen etwas anderes.
Einen Kommentar habe ich geschrieben, zu einem Verweis, auf einen Artikel welcher so einfach nicht zu lesen ist, es sei denn, man verfügt über die Druckausgabe der Zeitung.
Kommentar auf Facebook:

Samstag, 28. Dezember 2019

Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann und die Medien berichten und dichten, ...


Bildschirmfoto 2019-12-28 21:26Uhr
Alle Jahre wieder kommt der Weihnachtsmann und die Medien berichten und dichten, was gewesen, was sein kann, oder konnte gewesen sein, in der DDR zu diesem Feste. Und so werden irgendwelche vermeidliche Weihnachtsritualte aus der DDR, unter Umständen von der Führung verordnet, gelegentlich nicht nachzuvollziehen, gesucht und gefunden und unumwunden präsentiert, damit auch der letzte kapiert, wie Weihnachten in der DDR begangen, oder auch nicht. Wie der ausgemachte Antichrist gefeiert, das Fest der Christen, zur heiligen Nacht! Die MZ hat solch einen Beitrag geboren und geteilt auf ihrer Facebook-Seite, dort wird er kräftig diskutiert, es werden Kommentare geschrieben, es wird berichtet, vom einen und vom anderen, wie es gewesen, in der DDR zum Weihnachtsfest.
Allerdings genau betrachtet und eigene Erfahrungen zu Grunde legend, war es anders als verkündet und was so erwähnt spielte maximal am Rande eine Rolle, wenn überhaupt, kann sich ein Urteil nur erlauben, wer in der DDR gelebt und miterlebt, wie vielfältig das Weihnachtsfest begangen, ob nun aus weltlich Motivation, oder den religiösen Zopf verlangend.
Überschrieben ist der Beitrag in der MZ mit: „Rückblick 8 Dinge, die Sie garantiert nicht über Weihnachten in der DDR wussten“, festzustellen ist, dass der Autor sich sicher freute etwas zu finden, um es zu verkünden, aber nicht einmal eine Ahnung davon hat, wie es in der DDR gewesen, zum Weihnachtsfest, so gibt er gelegentliche Ausnahmen zum besten! Möchte er damit die Ostdeutschen testen, welche als Bürger der DDR das Weihnachtsfest begannen?
Zum geteiltem Beitrag schrieb ich folgenden Kommentar:

Dienstag, 26. November 2019

Schildbürgerstreich, oder …?

Quedlinburger Trivialitäten

Die Macht der Trivialität, sie ist immer eine Schlagzeile wehrt!
Es geht um einen Schildbürgerstreich, oder stecken andere Ambitionen dahinter, geht es gar um wirtschaftliche Interessen? In Quedlinburg ist der Weihnachtsmarkt eigentlich fertig aufgebaut, an der einen und anderen Ecke wird noch gefeilt und die Eröffnung steht vor der Tür. Vor der Tür allerdings steht auch ein Bratwurststand, und zwar vor der Tür eines anderen Bratwurststandes, wobei dieser die Tür noch aufbekommt, allerdings mit dem Verkauf sieht es etwas schlecht aus, da der verbleibende Platz doch reichlich wenig. Warum eine Bratwurstbude vor eine andere gestellt wurde, werden wohl nur jene genau wissen, welche dieses veranlasst.

Sonntag, 26. März 2017

Also Gloria dem heiligen Schein im menschlichen Sein!

Vorwort: Fraglich ob über Überschriften zu manchen Beitrag in der Zeitung nachgedacht wird, in diesem Fall sicher, denn es geht nicht um Erklärungen, um Erkenntnis, sondern um Glauben! Das Leben möge alles mögliche sein, allerdings nicht von Unerklärbarkeit betroffen, egal ob in seiner natürlichen Erscheinung, oder in der speziellen Form menschlichen Seins, in der Gesellschaft!
„Kaufen, was einem die Kartelle vorwerfen; lesen, was einem die Zensoren erlauben; glauben, was einem die Kirche und Partei gebieten. Beinkleider werden zur Zeit mittelweit getragen. Freiheit gar nicht.“
Kurt Tucholsky

„Gedanken zur Zeit“ überschrieben, kommt das Wort zum Sonntag in jeder Wochenendausgabe des Quedlinburger Harz Boten der MZ, Rubrik Lokales, daher! Verschiedenste Weisheiten werden vermittelt und Illusionen und Irritationen auf dem Fade missionarischem Seins verbreitet. Gott der Herr soll es richten, an den Glauben wird appelliert, aus den Testamenten zitiert, oder das Wort gibt ein, was auszugeben, oder aufzuwenden ist, um allgemeine Glückseligkeit zu erlangen! Glaube statt Wissen, Illusion statt Realität und doch so real, das Wort zum Sonntag, überschrieben mit „Gedanken zur Zeit“. 
Das hatte ich letzte Woche geschrieben, um einige Gedanken zum Wort niederzuschreiben. Überschrieben war es damals mit: „Dafür würde ich alles geben“! Allerdings blieb es beim Ansatz und beim Vorsatz, weitere Gedanken schrieb ich nicht nieder und nun ist das nächste Wort zum Sonntag zu lesen, überschrieben mit: „Die Unerklärbarkeit des Lebens“! Sicher könnt daraus ein weltanschauliches Thema werden, es ist sogar eins! Der Gegenstand der Betrachtung sind aktuelle Verschwörungstheorien. Diese soll es ja reichlich geben, allerdings findet dieser Begriff oft auch Anwendung auf Theorien, welche sich mit aktuellen gesellschaftlichen Problemen auseinandersetzen, in dem hinterfragt wird. Der Begriff des Verschwörungstheoretikers wird gern und häufig Kritikern, mangels eigener Argumente, entgegengeschleudert, um deren Kritik zu entwerten. Dabei ist auch eine Verschwörungstheorie eine Theorie und eine jede Theorie bedarf des Beweisens, wobei der entscheidende Prüfstein einer jeden Theorie die Praxis ist!

Dienstag, 18. Oktober 2016

Zum vermutlichen Freitod eines vermutlichen Terroristen

Auf Facebook wird geteilt, verlinkt und kommentiert was das Zeug hält, die Qualität der Kommentar durchwachsen, handelt es sich im allgemeinen um aktuelle Themen. Gern werden Beiträge aus Zeitungen verlinkt, die meisten sind heutzutage im Internet zu finden, oft ohne ein entsprechendes Abo abzuschließen lesbar. Ein aktuelles Thema ist gegenwärtig der Terrorismus, ob nah, ob fern, er bewegt die Gemüter und gelegentlich wird noch etwas aufgelegt, Ängste geschürt und Ängste verstärkt. Eines der jüngsten Themen diesbezüglich war der Freitod eines vermutlichen Terroristen in einer Justizvollzugsanstalt. Die Wogen schlugen hoch, sind bis jetzt noch nicht wieder am Boden angekommen und werfen ein fragwürdiges Bild auf das deutsche Justizsystem.
Im Zusammenhang mit einem geteilten Beitrag auf Facebook habe ich zum Thema folgenden Kommentar hinterlassen:
Interessant ist die Angelegenheit schon, ein vermutlicher, vermeidlicher Attentäter enttarnt von Landsleuten, welche er um Hilfe gebeten, … von der Polizei verhaftet und eingesperrt, den Freitod wählend! Ist dieses die hohe Form des Rechtsstaates? Was dran war, wie es wirklich gewesen, … Aufklärung kann es nicht geben, der Angeklagte und Hauptzeuge ist tot! In jüngster Vergangenheit nicht selten, die Täter werden erschossen, oder selbst-gemordet, Zeugen braucht man nicht, … welche Ängste werden mit einem solchem Verhalten ausgedrückt und welche Ängste sollen gezeugt werden?

Freitag, 10. Juni 2016

Auseinandersetzung mit bürokratischen Sein im Landkreis Harz

Vor einigen Tagen fand sich ein Beitrag in der Jungen Welt, welcher mit „Diskriminierung pur“ überschrieben und untertitelt war mit: „Landkreis Harz: Auf Hartz IV angewiesene Frau soll nur dann Sozialhilfe für ihre Enkelin bekommen, wenn sie sich zur Pflegemutter schulen lässt“.
Zum Fall selbst gab es im Vorfeld einen Beitrag und in einem weiteren Beitrag wird darauf verwiesen, dass zwischenzeitlich ein entsprechender Bescheid von der Behörde erlassen wurde. Die im Untertitel genante Forderung veranlasste mich zu folgenden Gedanken:
Wir sind soweit, endlich werden Nägel mit Köpfen gemacht und in Zukunft dürfen Kinder nur noch mit Genehmigung gezeugt und/oder erzogen werden. Dazu wird es demnächst notwendig sein einen Elternführerschein zu machen, mit diesem Nachweis dürfen Kinder dann nur noch gezeugt und erzogen werden. Wer Kinder ohne diesen Nachweis zeugt und/oder erzieht wird bestraft und aus der Gesellschaft qualifizierten geistigen Elends ausgeschlossen und er und sie können dann zusehen, wie sie allein zurecht kommen! Mit einer solchen Aktion würde der Mensch endlich einem Pass gleichgestellt, denn „der Paß ist der edelste Teil von einem Menschen. Er kommt auch nicht auf so einfache Weise zustand wie ein Mensch. Ein Mensch kann überall zustandkommen, auf die leichtsinnigste Art und ohne gescheiten Grund, aber ein Paß niemals. Dafür wird er auch anerkannt, wenn er gut ist, während ein Mensch noch so gut sein kann und doch nicht anerkannt wird.“ Berthold Brecht, Flüchtlingsgespräche

Dienstag, 7. Juni 2016

Führung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühling


Nun ist es schon einige Tage her, als ich meine Stadtführung im Rahmen des Quedlinburger Bücherfrühlings unternahm. Thema war der Dreißigjährige Krieg, ein Thema welches interessant, durchaus aktuell und der Bücherfrühling eine Gelegenheit etwas neues auszuprobieren. Literarisch war das Ansinnen und im Vorfeld durchsuchte ich mein Bücherregal nach Literatur, welche sich mit dem dreißigjährigen Krieg beschäftigt. Einiges war zu finden, so dass ich nicht alles durchsucht, da allein das gefundene erst einmal Beachtung verdiente. So nahm ich mir als erstes Grimmelshausens Simplicissimus vor, dieser deutsche Prosaroman, „dieser Schelmenroman verbindet auf einzigartige Weise volkstümliche und gelehrte Tradition“, wobei die Sprache etwas gewöhnungsbedürftig ist. Das besondere an diesem Roman, dass er Zeitnah geschrieben wurde. Zeitnah ist auch manches Gedicht, welches ich zum Thema finden konnten. Da allerdings Quedlinburg nicht zu kurz kommen sollte, schaute ich welche Spuren der Dreißigjährige Krieg in Quedlinburg hinterlassen hat. „Die Quedlinburgische Geschichte Band 1 half da weiter, auf 9 Seiten wird sich mit dem Thema beschäftigt am Ende zieht der Autor folgendes Resümee: „Der 30jährige Krieg ist das traurigste unter den traurigen Kapiteln, deren leider die deutsche Geschichte so viel aufweist. Es wütete ungeheuerlicher, unbegreiflicher Irrsinn, in dem sich grausamster religiöser Fanatismus mit der herzlosen Tyrannei weltlicher Machthaber vereinigt hatte. Das hehre Christentum ward herabgewürdigt zu entsetzlicher Unmenschlichkeit und musste zum Deckmantel dienen, wenn der Abschaum der Menschheit auf unser unglückliches Vaterland losgelassen wurde!“ Nachzulesen im obenerwähnten Buch auf Seite 316. Und wenn sich heute in der Welt umgeschaut wird, Ähnlichkeiten zu gegenwärtigen Ereignissen in der Welt sind sicher nicht nur Zufällig. Übrigens ist an anderer Stelle im Bezug auf die Bevölkerung der Stadt zu lesen: „nur der vierte Teil sei noch übrig“. Also 25% der ursprünglichen Bevölkerung, dabei wird eine Reihe der Einwohner die Stadt verlassen haben und ein Teil davon sich den Harzschützen angeschlossen. Die Harzschützen wiederum sind Thema eines Romans von Otto Gotsche, welcher mit „… und haben nur den Zorn“ überschrieben ist. Da auch dieser sich in meinem Bücherregal findet, war er auch Thema während der Führung. Fehlen durften aber auch nicht Schillers Werke zum Thema, wie „Wallensteins Lager“, „Die Piccolomini“ und „Wallensteins Tod“, wobei ich zugeben muss, dass ich diese nicht komplett gelesen habe, mir fehlte einfach die Zeit. Wallenstein selbst hatte sein Hauptquartier Ende Oktober 1625 nach Halberstadt verlegt, so das die Kaiserlichen starke Präsenz in dieser Region zeigten. Aber nicht nur in der Zeit Wallensteins hatte Quedlinburg unter Einquartierungen zu leiden, sondern auch später, als die Schweden Präsenz in der Region zeigten.

Sonntag, 3. April 2016

Lust auf Gedichte?


In der Zeitung habe ich gelesen, einen Veranstaltungshinweis für den 03. April 2016, nachmittags 15:00Uhr. In der Galerie 7 kunst startet „eine neue monatliche Lesereihe und präsentiert an jeweils einem Sonntagnachmittag Gedichte und Geschichten von Lyrikern.“ Die erste Veranstaltung war Hilde Domin gewidmet und der Eintritt war frei. Umsonst war diese Veranstaltung hingegen nicht und die aufgestellten Stühle waren ausreichend. Die Veranstaltung gestaltete Arnold Hofheinz, dabei wechselten Gedichte und Geschichten aus dem Leben Hilde Domins, den historischen Werdegang der Künstlerin berücksichtigend.
In der Ankündigung ist zu lesen, dass „Gedichte … zu Unrecht ein wenig in Vergessenheit geraten“ sind und es wurde darauf aufmerksam gemacht, dass heute in Buchhandlungen die Auswahl an Lyrik nicht gerade sehr umfangreich ist, es durchaus andere Zeiten gegeben hat.
Die Veranstaltung hat mir gefallen und die veranschlagte Stunde ist schnell vergangen. Gedichte und Texte waren passend gewählt und hervorragend vorgetragen, das Leben der Künstlerin anschaulich spiegelnd.
An der nächsten Veranstaltung kann ich leider nicht teilnehmen, da ich am 01.05.2016 um 15:00Uhr wahrscheinlich noch nicht wieder in Quedlinburg sein werden. In dieser Veranstaltung wird es um Rudolf Alexander Schröder gehen, ein mir unbekannter Künstler.

Freitag, 4. März 2016

Jetzt ist es weg, zumindest verkauft, das Kurzentrum in Bad Suderode!

Der Rat der Stadt Quedlinburg wurde informiert und die MZ berichtet heute auf Seite 7 darüber, dass der „Investor… die Restsumme für Kurzentrum“ zahlt. Einst für ca. 60 Millionen D-Mark errichtet, ist es nun für 200.000,-€ über den Ladentisch gegangen!
Das ist Politik, verschleudert wird für einen Apfel und ein Ei, in der Hoffnung es werde etwas geschehen, was der Allgemeinheit nutzt. Nur was ist geschehen, in der Vergangenheit? Das Land hatte sich zurückgezogen, nachdem im Vorfeld eine Unterstützung der Privatisierung des Kurzentrums in Bad Suderode avisiert wurde, die Stadt Quedlinburg war überfordert und hat sich die Privatisierung des Kurzentrums richtig viel Geld kosten lassen. Allgemeines Gesabber von Politkern über die Schaffung von Arbeitsplätzen, gerade auch im Zusammenhang mit Wahlkampfgetöse, entpuppt sich in der Realität als der Abbau solcher. Gerade die etablierten Parteien sind eher auf Lohndrückerei aus, als auf die Sicherung gut bezahlter Arbeitsplätze.
Es lohnt sich Fragen zu stellen, welche ungern gehört und noch viel lieber ignoriert werden. Eine Frage zum Beispiel wäre die Frage nach den Arbeitsplätzen, welche durch die Schließung des Kurzentrums vor Jahren direkt, aber auch indirekt vernichtet wurden. Eine zweite Frage nach den Kosten der Schließung, welche nicht zum Nulltarif zu haben ist. Zum einen mussten Abfindungen gezahlt werden, zum anderen das Objekt selbst unterhalten, auch der Verkauf war sicher mit Kosten verbunden, Konzepte, Ausschreibungen, Gutachten etc. und letztlich sind die mit der Schließung zu verbuchenden Steuerausfälle zu erwähnen, welche ebenfalls mit Kosten verbunden sind. Ja was hat die Privatisierung im Verlauf der Zeit gekostet und was wird diese noch kosten? Den Kosten könnten aber auch die Kosten eines Weiterbetriebes entgegengestellt werden, das Ergebnis sicher nicht uninteressant. Allein wir werden es nicht erfahren, denn es würde die schöne Fassade zerstören, welche die Privatisierungsapostel öffentlich aufgebaut haben, um das Objekt im Geheimen zu verscherbeln! Was daraus wird bleibt abzuwarten, was es die Stadt in Zukunft noch kostet, ebenso! Die MZ wird sicher darüber berichten, wie üblich mit positiven Vorzeichen für den Investor, egal wie viel Steuergelder in der Tasche des Investors noch versenkt werden!

Samstag, 13. Februar 2016

"Meckern und Maulen verändert gar nichts" - Gedanken zu einen Kommentar

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Heute ist Samstag und Wochenende und somit gibt es die Wochenendausgabe der MZ. In der letzten Wochenendausgabe fand sich ein Kommentar zum Wahlzirkus, geschrieben vom verantwortlichen Redakteur der Quedlinburger Seiten und ob dieser Beitrag im Netz zu finden ist, kann ich nicht sagen, habe nicht gesucht. Zum Kommentar wollte ich schon früher etwas schreiben, allein ich habe es versäumt und so ist eine Woche vergangen. Aber lieber spät als nie und da nun regelmäßig Kandidaten in der MZ vorgestellt werden, in der Ausgabe mit gegenständlichen Kommentar einer der Quedlinburger Platzhirsche, mit seinen Vorhaben, Ambitionen und so weiter und so fort, wird es Zeit. Hier erst mal meine Gedanken zum Kommentar, in der MZ vom 6/7. Februar 2016, Lokales, Seite 8!
Warum eigentlich? Weil der Kommentar mit „Meckern reicht nicht“ überschrieben ist? Oder weil selten „der Abstand zwischen der Politik und dem „kleinen Mann auf der Straße“ so groß wie in diesen Tagen“ war? Vielleicht geht es ja auch um den gefühlten „Abstand vom Harz bis zum Kanzleramt – oder wahlweise bis zur Magdeburger Staatskanzlei“? Dabei können Gefühle täuschen und wer ist/sind schon der kleine „Mann auf der Straße“, etwa Obdachlose unter 1,62 Meter? Wo bleibt die kleine Frau? Dabei soll es in Magdeburg mehr Brücken geben als in Quedlinburg, in Berlin gibt es sicher noch mehr Brücken, … aber das führt zu weit, so findet der „kleine Mann“ unter der Brücke keine Erwähnung.
„Viele Menschen fühlen sich von Landes- und Bundespolitik schlecht regiert“, ist zu lesen, was das wohl wieder bedeutet? Wollen die Menschen überhaupt reagiert werden? Hat was von Diktatur und einmal davon abgesehen, dass es durchaus Sinn macht, die entsprechende Diktatur hinter der entsprechenden Demokratie zu ergründen, wird so zumindest der Glaube an Demokratie in Frage gestellt. Allerdings ist fraglich ob der Redakteur hier bewusst demokratisches Sein in diesem Land in Frage stellt, oder ob ihn nur ein Lapsus unterlaufen ist? Vom regiert werden ist eigentlich nur selten die Rede, eher wird im Zusammenhang mit Wahlen von Interessenvertretung geschwafelt. Also nicht schlecht regiert, wähle dem, der Deine Interessen im Parlament am besten zertritt, sondern Interessen schlecht vertreten, im Sinne gut zertreten! Was letztlich aufs Selbe hinausläuft, allerdings die Illusion von der Vertreterdemokratie zerstört, in dem die Zertreterdemokratie offenbart. Ob das allerdings der Autor des Kommentars genauso sieht ist zu bezweifeln, den ihm geht es eher um eine Ehrenrettung parlamentarisch demokratischen Seins, dem Wähler wird der schwarze Peter zugeschoben und so die Illusion genährt, dass dieser etwas mittels kreuzen eines Wahlzettels verändern könnte!

Dienstag, 24. März 2015

Nachwirkungen der Wahl, in der ...

Bildschirmfotomontage
Nachwirkungen der Wahl, in der MZ findet sich heute ein Beitrag mit der Überschrift: „Frank Ruch macht Wirtschaft zur Chefsache“. Wie Wirtschaftsförderung in Quedlinburg aussieht, war in den letzten Jahrzehnten zu sehen, der Beitrag des neuen OB und seiner Fraktion im Stadtrat sollten dabei nicht vergessen werden. Was allerdings zu erwarten ist, dass es zu einer beschleunigten Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums kommen wird. Einiges war den Veranstaltungen vor der Wahl zu entnehmen, erinnert sei an Aussagen zur Zukunft des Theaters, des Stiftberges, des Kurzentrums in Bad-Suderode, zu Gewerbegebieten usw.
Folgende Gedanken wollte ich als Kommentar zum Beitrag in der MZ hinterlassen, habe mich aber anders entschieden:
Die Wirtschaftsförderung wird Chefsache, wie Wirtschaftsförderung in Quedlinburg aussieht zeigen verschiedene Beispiele aus der Vergangenheit, so wurde versucht die Wirtschaft zu fördern, in dem die Stadtwerke veräußert werden. Dieser Förderung machten allerdings die Bürger einen Strich durch die Rechnung. Um die Wirtschaft zu fördern wurde vor einiger Zeit das Krematorium verkauft und da Wirtschaftsförderung gern mit der Schaffung von Arbeitsplätzen begründet wird, sei an die Schließung des Kurzentrums als wirtschaftsfördernde Maßnahme in Bad-Suderode erinnert.

Freitag, 6. März 2015

Freidenker Nr. 4-2014 EXTRA Dezember 2014

Nun ist es schon einige Wochen her, dass obengenanntes Freidenkerheft erschienen ist, das Thema ist nach wie vor aktuell und wird in nächster Zeit kaum an Aktualität verlieren. „Der „Westen“ und Russland, Internationale Lage und geopolitische Spannungen – vor Beginn des 1. Weltkrieges bis heute“ ist auf dem Umschlag zu lesen und das „Heft enthält die Ergebnisse der Wissenschaftlichen Konferenz des Deutschen Freidenker-Verbandes am 6.9.2014 in Berlin.“ Auf der Seite des deutschen Freidenker-Verbandes sind einige Texte als PDF-Dokument hinterlegt.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Was wird aus dem Kurzentrum Bad Suderode - eine unendliche Geschichte?

Der „Verkauf des Kurzentrums scheitert erneut“, Titel die MZ einen Beitrag zum Thema. Nun bin ich sicher kein Verfechter des Verkaufes kommunalen Eigentums und somit auch kein Befürworter der Kurzentrumsprivatisierung, aber es ist bezeichnend wie darüber berichtet wird. Dem obigen Link folgend, findet sich der Beitrag in der Internetausgabe besagter Zeitung, die Presseerklärung ein Klick weiter. Zum Thema selbst werde ich an dieser Stelle nichts schreiben.

Donnerstag, 8. Januar 2015

Ein Bild des Anstoßes

Vor Tagen hatte ich gelesen, auf Facebook, eine Diskussion um ein Foto, welches sich auf der Facebook-Seite des Vorsitzenden des DFV fand. Es ging ziemlich hart zur Sache und es wurde weniger geurteilt, als verurteilt. Manchen schien es ein gefundenes Fressen zu sein, wenn der Vorsitzende des DFV solch ein Foto veröffentlicht, so setzt er sich ins Unrecht und all sein Tun kann zumindest in Frage gestellt werden, Wasser auf die Mühlen seiner Kritiker und Gegner. Wie leichtgläubig kommen Menschen daher, wie naiv und Vorurteilsbeladen agieren Sie, in der Hoffnung vermeidliche Schwächen anderer in eigene Stärke zu verwandeln. Erschreckend das Niveau mancher Diskutanten in ihrer Freude über die vermeidliche Schmach des anderen, des Kritikers, ihres ausgemachten politischen Antipoden. Es ist ihnen ihr Glück auf der Seite ihrer Erdscheibe anzumerken, sie frohlocken, ohne jedoch zu begreifen, dass die Erde schon lange keine Scheibe mehr, ja nie eine war und der Kritisierte eigentlich ihr Nachbar ist. Auf Facebook wurde ich auch auf die Stellungnahme** des DFV aufmerksam und begann einen Kommentar zu schreiben, allein ist er etwas länger geworden und so werden ich folgende Gedanken zum Thema hier veröffentlichen:

Facebook ein soziales Netzwerk, wirklich? Doch eher eine Werbeplattform für Waren, Dienstleistungen und vor allen Ansichten, Ideen, Ideologien. Facebook verbindet und spaltet, es hilft polarisieren, Aufmerksamkeit zu generieren, Auseinandersetzungen zu führen. Gerade letzteres nimmt zu, allein schon aus dem Grund, da über dieses Netzwerk mehr Menschen erreicht werden können, als heute mit anderen Medien, speziell den klassischen, wie Rundfunk, Fernsehen und Tageszeitungen. Dabei wird sich einfacher Mittel bedient, Texte sind selten substanziell, es wird mit Schlagworten operiert und diese sollen ja bekanntlich treffen. Oberflächlichkeit wird kultiviert und in einem immer umfassenderem Maße praktiziert, es wird geteilt und genau betrachtet, über so manches zu teilende nicht einmal nachgedacht, es wird oft nicht hinterfragt, der ersten Emotion nachgebend wird geklickt. Bilder wie das obenerwähnte sind nicht neu und als ich noch in der DDR lebte, wurde ich gelegentlich mit der Auffassung konfrontiert, dass solches zur Freiheit westlichen Seins gehört. Im Westen durfte man sogar Politiker beleidigen, im Osten wurde man dafür eingesperrt, so das Kredo! Als Meinungsfreiheit wird dergleichen bezeichnet, ein hohes Gut, im Grundgesetz manifestiert, doch ohne Wert! Denn was ist schon eine Meinung? Jeder hat eine, kann sich eine bilden und wird bei der Meinungsbildung durch die verschiedensten Medien unterstützt. Da nun ernsthaft keiner behaupten möchte, dass jede Meinung der Wahrheit entspricht, ist ein Bestandteil der Meinungsfreiheit eben auch die Freiheit der Lüge!
Ja Facebook, ein soziales Netzwerk, es verbindet, es spalte, es polarisiert, manipuliert und ist manipulierbar! Seiten können gehakt werden und das sicher nicht im Interesse vordergründiger Nutzers. Aber nicht nur aus diesem Grund sollte sich der nicht Frage verschlossen werden, warum, wieso, weshalb ein solches Bild auf der Seite des Vorsitzende des deutschen Freidenkserverbandes erscheint? Ich kann nicht sagen wie oft ich mit diesem Bild im Internet konfrontiert wurde, allgemeine Stürme der Erregung oder Entrüstung konnte ich bis jetzt allerdings nicht feststellen. Es scheint ziemlich egal zu sein, ob Hinz und Kunz, ob Lieschen Müller, oder Otto Normal ein solches Bild teilt und weiterverbreitet, manche mögen es gut finden, andere werden Ekel empfinden, es als abstoßend und beleidigend einstufen, einen „GEFÄLT MIR NICHT“ Knopf gibt es nicht und so wird meistens darüber hinweggegangen und geschwiegen. Und warum sollte gerade ein Mann wie Klaus Hartmann, Vorsitzender des DFV, ein solches Bild verbreiten? Wir sind doch hier nicht in der politischen Klippschule, oder doch? Wie viel Naivität steckt dahinter solches ernsthaft zu glauben? Hier soll ein Mensch und mit ihm ein Verband diskreditiert werden, welcher nicht ins politische Kalkül passt, weil konsequent gegen Kriegstreiberei und andere barbarische Auswüchse dieses Systems angetreten wird. Ein Verband welcher nun nicht gerade zu den größten in diesem Land gehört, aber dessen Einfluss wohl als gefährlich angesehen wird. Ein Verband, welcher weltanschaulich materialistisch ausgerichtet ist und das dialektisch und historisch.

Mittwoch, 30. Juli 2014

Gedanken zu einem anonymen Brief ans Bürgerforum Quedlinburg


Ein anonymer Schreiberling hat einen Brief geschrieben, an das Bürgerforum in Quedlinburg, in welchen er die gängigsten Kleesches bedient, welche im allgemeinem als Alternativlos für Privatisierung kommunalen oder anderem gemeinschaftlichen Eigentums genutzt werden. Der Brief ist auf der Seite des Bürgerforums im Rahmen einer Antwort hinterlegt. Warum der Brief allerdings nur an die „Herren vom Bürgerforum“ gerichtet ist, … wird wohl der Anonymität und der Zustellform geschuldet sein. Anlas für den Brief werden die jüngsten Bestrebungen des Bürgerforum im Zusammenhang mit der Privatisierung des Kurzentrums Bad Suderode sein, von welchen auch in der MZ zu lesen war. Gegen die Bestrebungen des Bürgerforums formierte sich im Rat der Stadt eine "ganz große Koalition" aus „SPD, CDU, Die Linke und Grüne/QfW.“
Aber zurück zum Brief, der anonyme Schreiberling scheint seine Bildung aus der Bild (oder ähnlich gearteter Publikationen) zu haben, so dass er nachplappert, was in den meisten Medien vorgeplappert wird. Die Kosten, welche die Privatisierung des Kurzentrums bis jetzt schon verursacht hat, von weitreichenden Folgen nicht nur für die kleinteilige Wirtschaft in Bad Suderode ganz zu schweigen, spielen keine Rolle. Das dabei das Ende der Fahnenstange lange noch nicht erreicht ist, sollte zumindest jedem frei denkenden und politisch engagierten Menschen bewusst sein. Leider sind diese im Rat der Stadt eine Ausnahmeerscheinung, die Ratsmehrheit betet in der Regel die neoliberalen Wirtschaftsdogmen nach, welche permanent gepredigt werden und in der Gesellschaft eine weite Verbreitung gefunden haben. Allgemeine ökonomische Zusammenhänge werden so mancher vorgeblichen Alternativlosigkeit geopfert, ohne ernsthaft über diese Zusammenhänge und Alternativen nachzudenken. Glaube an wirtschaftliche Zusammenhänge wird gepflegt und ersetzt das Wissen darüber. Wissen über solche Zusammenhänge wird zweckentsprechend ignoriert und sogar bekämpft.
Dabei wäre es unter Umständen ausreichend den gesunden Menschenverstand zu bemühen, wobei die Praxis ökonomischen Seins die besten Beweise für die Folgen derartiger Privatisierungen liefert. Das offensichtlichste Beispiel sind die Folgen der weitestgehenden Deindustrialisierung, mittels Privatisierung der wirtschaftlichen Substanz, des Ostens dieses Landes nach 1989. Der allgemeine Bevölkerungsrückgang spricht Bände und führt bei den Verantwortlichen zu anhaltendem Klagen, meist wird allerdings der demographische Wandel als Ursache und nicht als Folge wirtschaftlicher Veränderungen gesehen. Aber auch andere Beispiele sind zu finden, so im Reich des Thalenser Bürgermeisters, wo vor Jahren eine Therme errichtet wurde, welche der Stadt 30 Jahre lang ca. ½ Millionen pro Jahr kostet und das garantiert. Die so genannte öffentliche Hand, (Land, Bund, EU, Kommune etc.) förderte das Vorhaben mit 50% Zuschuss zu den Erstellungskosten. Eigentlich gehört dieses Objekt in öffentliches Eigentum, aber hier wurde a priori privatisiert! Und was haben die Bürger davon? Sie können planschen gehen, der zu entrichtende Obolus ist allerdings nicht gerade als Preiswert anzusehen. In diesem Zusammenhang sei aber auch daran erinnert, dass der jetzige Ministerpräsident im Zuge damaliger Diskussionen schon verkündet hat, dass das Land eine Privatisierung des Kurzentrums in Bad Suderode unterstützen wird. In jedem Fall hat das Land im Zuge der Gebietreform die Voraussetzungen für eine Privatisierung des Kurzentrums geschaffen, in dem die Verantwortung der Stadt Quedlinburg übertragen wurde. Dabei waren die mit dem Kurzentrum verbundenen Kosten nicht die einzige Last, welche von der Stadt Quedlinburg im Zuge der Gebietsreform übernommen werden musste. Dafür hatte die Stadt in Folge aber wieder einen Oberbürgermeister!  

Mittwoch, 11. Juni 2014

Gedanken zum Tag -10/11.06.14-

10.06.14 - Pfingsten ist vorbei und damit auch der Kaiserfrühling in Quedlinburg, letzteres ist heute Thema in der MZ, im regionalen Teil. Gelesen habe ich den Beitrag nicht, einzig die Überschrift und das Bild waren Gegenstand der Betrachtung. Am Wochenende war schönes Wetter, eher etwas warm und damit ein guter Anlass um Baden zu gehen. Das Mittelalterfest habe ich links liegen gelassen, dieser mittelalterliche Trubel interessiert mich eigentlich nicht mehr, er hat ohnehin nur wenig mit Geschichte zu tun und wenn, dann mit Verklärung der Selbigen. Was allerdings in diesem Jahr neu war, waren die mit dem Eintritt verbundenen Leistungen, so konnten die Gäste, nach Zahlung ihres Eintritts, nicht nur den mittelalterlichen Markt besuchen und sich wiederholt das Historienspektakel reinziehen, sondern auch die Stiftskirche und das Schlossmuseum. In der Stiftskirche blieben allerdings Krypta und Teppichausstellung berechtigterweise geschlossen.
Aber wie schon geschrieben, das Wetter eignete sich besser zum baden, als zum Schlendern über einen Mittelaltermarkt. Letztlich überholen sich solche Veranstaltungen meines Erachtens mit der Zeit und gelegentlich sind es dann noch die harten Mittelalterfans, welche sich die Hand reichen. Jedenfalls was die „Eingeborenen" hier betrifft, bei den Touristen ist es unter Umständen etwas anders, sofern sie dieses Spektakel noch nicht erlebt haben.
Vieles hatte ich in der MZ nicht gelesen, von den meisten Artikeln nur die Überschriften, welche animierten diese Beiträge nicht zu lesen. Zu erfahren war am Rande, dass einem Touristen aus seinem Auto heraus, mitten in der Nacht, eine Spiegelreflexkamera entwendet wurde. Die Täter hatten versucht eine Scheibe der vorderen Türen einzuschlagen, was aber nicht gelang, bei den hinteren Scheiben hatten sie allerdings Glück und die Kamera war weg. Eine Anwohnerin will in der Nacht drei mit Skimasken bekleidete beobachtet haben, welche sich am Auto zu schaffen machten. Dabei liegt der Verdacht nahe, dass Gelegenheit Diebe macht und eigentlich Fahrlässig vom Eigner des Fahrzeuges, seine Kamera im Fahrzeug liegen zu lassen. Allerdings hätte, wenn und aber, alles nur Gelaber, wahrscheinlich wäre dieser Schaden zu vermeiden gewesen. Warum die Täter allerdings Skimasken trugen, erschließt sich nicht so einfach, wenn diese Tat der Gelegenheit geschuldet war. Oder wussten die Täter was sie erwartet und hatten die Gelegenheit von langer Hand vorbereitet? Vielleicht ist die Erklärung auch einfacher, was gegen Kälte gut ist, soll ja auch gegen Hitze helfen, oder war das Ziel etwa ein anderes? Wie dem auch sein möge, die Scheibe am Auto ist kaputt und die Kamera weg.
Jetzt ist aber auch die Frühstückspause vorbei und ich werde mich wieder an die Maschine begeben.

11.06.14 - Hat nicht unbedingt optimal begonnen der Tag, bin heute mit dem Fahrrad losgefahren und kurz hinter Quedlinburg war der Hinterreifen kaputt. Nach kurzem Überlegen entschloss ich mich weiter zu laufen. Also bin ich heute nach Thale gelaufen, aber nicht nur gelaufen, sondern habe mein Fahrrad nebenher geschoben. Das führte allerdings dazu, dass ich nicht pünktlich war. Nachher werde ich bei einem Fahrradgeschäft in Thale vorbei schauen, es werden wohl ein neuer Schlauch und eine neue Decke sein müssen.

Mittwoch, 28. August 2013

Gegen Syrien werden die Kriegstrommeln immer heftiger geschlagen …


Nun werden die Kriegstrommeln für einen Krieg gegen Syrien immer intensiver geschlagen und die USA haben ihre Truppen schon ums Land herum postiert. Die NATO soll marschieren und den letzten laizistischen Staat in dieser Region wegbomben, ähnlich wie es in Libyen der Fall gewesen ist. Gründe wurden schon viele konstruiert, der Jüngste ist ein vermeidlicher Giftgasangriff auf die Bevölkerung. Untersucht wurde dieser bis jetzt noch nicht, die UN hat wohl gerade mit der Untersuchung begonnen, doch bevor Ergebnisse vorliegen, sollen Truppen marschieren, könnte ja sein, dass die Ergebnisse nicht den Vorstellungen der Kriegstreiber entsprechen.
Dabei ist es noch nicht einmal lange her, als ein Massaker den Grund für eine Intervention in Syrien liefern sollte, doch für die Kriegstreiber zu schnell, erwies sich, dass ihre „Rebellen“ und nicht die anfänglich beschuldigte syrische Regierung, verantwortlich zu machen waren.
Im Zusammenhang mit dem Massaker von Hula, fand sich im Freidenker 3/12 ein interessanter Artikel, mit der Überschrift „Syrien – das falsche Spiel des Westens“, in welchen sich der Autor mit den Vorbereitungen eines Krieges gegen Syrien auseinandersetzt. Dieser Beitrag hat an Aktualität nicht verloren und verweist auf eine entsprechende Kontinuität US-amerikanischer Kriegspolitik, welche mittels NATO Konflikte schürt und Kriege führt.
Die weitestgehend gleich geschalteten Regierungsmedien stoßen ins Horn der Kriegstreiber und verbreiten Kriegs begründende Propaganda. In der Jungen Welt hingegen wird sich klar gegen einen Krieg ausgesprochen und in letzter Zeit gab es zum Thema viele interessante Beiträge, welche ein anderes, ein realistisches Bild von den Vorgängen in und um Syrien zeigen. Interessante Informationen sind auch auf dieser Seite im Netz zu finden, überhaupt bietet das Internet Möglichkeiten sich abseits der gleichgeschalteten Medien zu informieren.

Dienstag, 27. August 2013

Steine kullern ins Bodetal


Mehrfach berichtete die MZ über den Steinschlag im Bodetal und dessen Folgen. Ich erinnere mich, dass Steine ins Tal rollten, und sich der Wirt einer Kneipe im Tal bedroht fühlte. Der Schrei nach Hilfe wurde laut und der Landkreis half, der Weg wurde gesperrt und der Kneiper bangte um seine Existenz. Wiederholt wurde das Thema aufgegriffen und nun soll gesichert werden, das Land zahlt und die Stadt Thale übernimmt, ist zu erfahren.
Nicht alles was in der MZ dazu geschrieben wurde, ist in der Internetausgabe zu finden, ein kurzer Beitrag beschäftigte sich zum Beispiel mit der Aussage des Bürgermeisters von Thale, in welchen er sich die Einmischung eines SPD Landtagsabgeordneten verbat. Dieser Beitrag animierte mich zu folgende Gedanken:

Beherrschung der Natur mittels juristischer Gesetze, oder Naturgesetz kontra juristischer Gesetzlichkeit!
Das Bodetal entstand in Millionen von Jahren, geformt von Bode, Wind und Wetter, Ergebnis des Wirkens verschiedenster Naturgesetze und ist in seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende. Nun ist die Welt ein Komplex von Prozessen, wobei dieses einige Menschen anscheinend noch nicht begriffen haben und sie somit statisch betrachten.
Da kullerten vor einiger Zeit Steine ins Bodetal und behördlicherseits hatte man nichts Besseres zu tun, als einen betroffenen Wanderweg zu sperren. Dabei sind die Spuren verschiedener Abbrüche, zu verschiedenen Zeiten im Bodetal allgegenwärtig, ja sie haben es geprägt und werden es weiter prägen. Menschen haben gelernt mit solchen Gefahren umzugehen und zu leben, ihr Verhalten nicht nur dem natürlichen Sein angepasst, sondern auch gestalterisch einzugreifen. Aber der Mensch hat auch im laufe der Zeit zwischen sich und der Natur die Verwaltung gesetzt, welche vermeidlicher weise vermeint Mensch schützen zu müssen, mittels Bevormundung und Abererkennung erworbener Fähigkeiten. So wurde der Weg durchs Bodetal gesperrt. Da nun aber die Wanderer, die da kommen, gelegentlich die Absperrung beiseite räumten, wurde angeordnet feste Tore, oder ähnliches zu installieren. Übrigens wurden in der Vergangenheit nach dem letzten Abbrüchen von Menschenhand Steine, welche als locker betrachtet wurden, ins Tal gekullert und damit mehr Schaden angerichtet, als die Natur es vermocht hätte. Das Anbringen von Toren und ähnliches ist vom Tisch und es sollen entsprechende Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden.  

Da wo einst die Hexen stiegen,
bleiben heut die Steine liegen,
wenn sie gefallen,
aus der Höhe,
landen so in Bode Nähe,
schlimm wenn dort grad jemand gehe,
und ein Stein fällt auf die Zehen,
gibst ein großes Auer weh!

Damit es gibt kein Auer weh,
und verschont bleibt mancher Zeh,
kommt dieser nicht mal in die Nähe,
wo Steine könnten fallen auf die Zeh.