Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

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Freitag, 9. Oktober 2020

Welch Ironie in der Pandemie, …

MZ (07.10.2020), Quedlinburger Harz-Bote, Seite 7, “Wir sind entsetzt”, worüber, ach ja, dass ein Gutachten erstellt, welches die Schließung der Lungenklinik in Ballenstedt empfiehlt. Nicht nur, aber es ist ein Bestandteil, neben der Zusammenlegung bestimmter Fachbereiche in den Krankenhäusern, so das es keine Doppelungen von Abteilungen gibt und die Frauen zum Beispiel nun endlich von Quedlinburg nach Wernigerode zur Entbindung fahren dürfen. Das Entsetzen ist groß, so das sogar Äpfel mit Birnen verglichen werden und der Glaube bemüht. Einen Kommentar gibt es zum Beitrag, welcher die Wirtschaftlichkeit in den Mittelpunkt stellt und um Wirtschaft geht es, nicht um die Menschen und ihre Gesundheit, sondern um die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens und der Wirtschaftlichkeit ist alles unterzuordnen. Oder etwa nicht?

Dienstag, 26. November 2019

Der Wald stirbt, stirbt der Wald?


Es geht ihm schlecht, dem Wald und an manchem Ort im Harz sieht es nicht gerade gut aus, wenn ein Blick in den Wald gewagt wird. Holzstapel an den Waldrändern und -wegen, trockene Bäume im Wald, welche dem fällen entgegensehen und braune Baumkronen sind ein Zeichen dafür, dass es durchaus Probleme gibt. Und so schreiben Bürgermeister aus dem Harz einen „Brandbrief“ und kritisieren die Umweltministerin des Landes Sachsen-Anhalt massiv. Die MZ berichtet, teilt und es werden Kommentare geschrieben, von mir der folgende:
Und nun? Nach der Wende wurden viele Waldflächen für den berühmten Apfel und das Ei verscherbelt. Nicht nur alter Adel bediente sich reichlich, ist Waldbesitz doch auch eine gute Einnahmequelle. Allerdings haben Ereignisse in den letzten Jahren dazu geführt, dass diese Quelle nicht so fließen kann, wie gewollt. Ein großer Sturm mähte viele Bäume um, ein warmer und trockener Sommer machte dem Wald zu schaffen und ein Käfer fand für seine Art paradiesische Verhältnisse vor. Die gefällten Bäume fallen reichlich an und stapeln sich an Waldrändern und in Wäldern, schwer zu verkaufen und wenn, dann mit reichlichen Verlusten. Eigentum verpflichtet, billig erworben wird nun gejammert, dass die Gewinnen nicht so, wie sich versprochen!

Montag, 19. November 2018

Wie weiter mit dem öffentlichen Personennahverkehr … es geht immer weiter ...


Wie weiter mit dem öffentlichen Personennahverkehr … es geht immer weiter ...
Privatisierung und Privatisierung und so weiter, die Bahn wurde es, der Personennahverkehr zum Teil auch. Strecken werden ausgeschrieben und das Land entscheidet, wer diese dann zu bedienen hat. Und so gibt es Anfang Dezember auf einigen Strecken einen Anbieter-wechsel, so auch auf den Strecken des Harz-Elbe-Express. Allerdings gibt es bis jetzt vom neuen Betreiber keine Fahrpläne und überhaupt scheint einiges noch unklar zu sein, wie einem Beitrag in der MZ zu entnehmen ist. Auf der Facebook-Seite der Zeitung habe ich zum verlinkten Beitrag einen Kommentar hinterlassen, den ersten Kommentar ersetzte ich allerdings etwas später durch einen anderen:

Dienstag, 27. September 2016

Johannishain in Quedlinburg - Beispiel für privatwirtschaftliche Verantwortlichkeit ...

Ein gutes Beispiel für privatwirtschaftliche Verantwortlichkeit findet sich heute in der MZ! Vor Jahren wurde ein Park verkauft und der neue Eigentümer lässt diesen verwahrlosen, die Schuld allerdings bekommen andere zugesprochen, seiner Verantworten wird der Eigentümer so allerdings nicht gerecht. Einen Zaun könnte er bauen, ist zu lesen, damit die Verursacher von Schmutz und Dreck den Park nicht mehr nutzen können, aber Gutmensch wie er ist, möchte er das nicht und so hofft er das Stadt und Anwohner Verantwortung übernehmen. Dabei hat es sicher einen Grund gehabt, warum das Grundstück erworben wurde, sicher nicht aus Spaß an der Freude, das Gutmenschentum pflegend, sondern aus wirtschaftlichen Interesse wird die Entscheidung gefallen sein. Die Lage ist nicht schlecht, das Areal sicherlich verschieden nutzbar und Quedlinburg nach wie vor Welterbestadt. Im angrenzende Wohngebiet gibt es seit einiger Zeit wieder eine Einkaufsmöglichkeit, im Park, oder am Rande des Parks findet sich eine Kegelbahn und einige historische Sehenswürdigkeiten gibt es außerdem. Im Dreißigjährigen Krieg soll es in dieser Gegend, welche allerdings zu dieser Zeit noch einige Kilometer vor den Toren der Stadt lag, sogar ein Gefecht zwischen Kaiserlichen und Schwedischen Truppen gegeben haben.
Nun soll es aber im Park etwas gruselig sein, so das manch Zeitgenosse von vornherein eine Bogen drum macht. Vielleicht ändert sich das ja, wenn im Park kulturelle Veranstaltungen stattfinden, wie im Beitrag avisiert.

Samstag, 24. September 2016

Freibad in Quedlinburg ...?

Freibad in Quedlinburg, es gibt einen erneuten Ansatz! Wahl-politisch spielte das Thema des öfteren eine Rolle, insbesondere von der CDU strapaziert, soll es nun an die Umsetzung gehen. Die MZ berichtet darüber, ein Lageplan sowie Zeichnungen von verschiedenen Objekten im Projekt sind in der Zeitung zu sehen. Das ein solches Objekt auch Geld kostet, kann sich sicher jeder vorstellen und so werden Investitionssummen genannt, verschiedene Möglichkeiten und Ausbaustufen sind denkbar und Fördermittel sollen möglich sein. Auf Facebook wurde der Beitrag verlinkt und geteilt, es gibt nicht wenige Kommentare und da das Thema unter verschiedenen Gesichtspunkten interessant, habe ich folgende Gedanken niedergeschrieben:
Ähnlich wie das Plansche-Bad in Thale, die Investitionen werden der Öffentlichkeit überlassen, dabei ist es egal, ob diese von der Kommune, dem Land, dem Bund, der EU, oder andere Träger gezahlt werden. Denn es heißt: „Förderprogramme seien vorhanden, Baukosten für ähnliche Vorhaben in der Region mit 60 bis 70 Prozent unterstützt worden.“ Der Pferdefuß der Investition ist allerdings bei der Betreibergesellschaft zu finden, denn „„das Projekt ist umsetzbar“, sagte Ruch. Er machte aber deutlich, dass beim Betrieb der Anlage ein Zuschussbedarf bleiben werde - je nach Konstruktion der Betreibergesellschaft zwischen 150.000 und 300.000 Euro.“ Nicht gerade wenig und da von Betreibergesellschaft geschrieben wird, werden dieses wohl kaum die städtischen Unternehmen WOWI oder Stadtwerke sein, welche zum Vorteil der Stadt und ihrer Bürger nur besagte Gelder von einer Tasche in die andere verlagern würden. Somit kann mit Spannung auf ein entsprechendes Konstrukt gewartet werden, wenn es ähnlich wie in Thale wird, …wird es aber in einem Punkt nicht, da der Zuschussbedarf für die Anlage in Quedlinburg, im Verhältnis zur Investitionssumme (6,7Millionen) gesetzt, höher ist als der Zuschussbedarf welchen die Stadt Thale für ihr Plansche-Bad jährlich an den dortigen „Investor“ abzudrücken hat! In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass das in Quedlinburg geplante Bad, mit Nebenanlagen, „nur“ ein Saisonbetrieb ist!
Nicht das ich gegen ein Freibad in Quedlinburg wäre, allerdings sollte dieses ausschließlich als kommunales Unternehmen geführt werden, als Betriebsteil der Stadtwerke oder der WOWI zum Beispiel. Mit einem solchen Konstrukt bleibt der Einfluss der Stadt auf das Unternehmen gewahrt, die Kommune kann davon Partizipieren und ist nicht nur Zahlmeister für privatwirtschaftliche Interessen!

Freitag, 4. März 2016

Jetzt ist es weg, zumindest verkauft, das Kurzentrum in Bad Suderode!

Der Rat der Stadt Quedlinburg wurde informiert und die MZ berichtet heute auf Seite 7 darüber, dass der „Investor… die Restsumme für Kurzentrum“ zahlt. Einst für ca. 60 Millionen D-Mark errichtet, ist es nun für 200.000,-€ über den Ladentisch gegangen!
Das ist Politik, verschleudert wird für einen Apfel und ein Ei, in der Hoffnung es werde etwas geschehen, was der Allgemeinheit nutzt. Nur was ist geschehen, in der Vergangenheit? Das Land hatte sich zurückgezogen, nachdem im Vorfeld eine Unterstützung der Privatisierung des Kurzentrums in Bad Suderode avisiert wurde, die Stadt Quedlinburg war überfordert und hat sich die Privatisierung des Kurzentrums richtig viel Geld kosten lassen. Allgemeines Gesabber von Politkern über die Schaffung von Arbeitsplätzen, gerade auch im Zusammenhang mit Wahlkampfgetöse, entpuppt sich in der Realität als der Abbau solcher. Gerade die etablierten Parteien sind eher auf Lohndrückerei aus, als auf die Sicherung gut bezahlter Arbeitsplätze.
Es lohnt sich Fragen zu stellen, welche ungern gehört und noch viel lieber ignoriert werden. Eine Frage zum Beispiel wäre die Frage nach den Arbeitsplätzen, welche durch die Schließung des Kurzentrums vor Jahren direkt, aber auch indirekt vernichtet wurden. Eine zweite Frage nach den Kosten der Schließung, welche nicht zum Nulltarif zu haben ist. Zum einen mussten Abfindungen gezahlt werden, zum anderen das Objekt selbst unterhalten, auch der Verkauf war sicher mit Kosten verbunden, Konzepte, Ausschreibungen, Gutachten etc. und letztlich sind die mit der Schließung zu verbuchenden Steuerausfälle zu erwähnen, welche ebenfalls mit Kosten verbunden sind. Ja was hat die Privatisierung im Verlauf der Zeit gekostet und was wird diese noch kosten? Den Kosten könnten aber auch die Kosten eines Weiterbetriebes entgegengestellt werden, das Ergebnis sicher nicht uninteressant. Allein wir werden es nicht erfahren, denn es würde die schöne Fassade zerstören, welche die Privatisierungsapostel öffentlich aufgebaut haben, um das Objekt im Geheimen zu verscherbeln! Was daraus wird bleibt abzuwarten, was es die Stadt in Zukunft noch kostet, ebenso! Die MZ wird sicher darüber berichten, wie üblich mit positiven Vorzeichen für den Investor, egal wie viel Steuergelder in der Tasche des Investors noch versenkt werden!

Montag, 2. März 2015

Kontinuität in der Ausplünderung der Völker, ...

Kontinuität in der Ausplünderung der Völker, was nach 1989 auf dem Gebiet der DDR passierte, war ein neoliberaler Feldversuch zur Ausplünderung eines Landes, welcher seine Fortsetzung in der EU-Politik findet, insbesondere mittels des Einsatzes der Troika in den verschiedensten „Defizitländer“, speziell Griechenland und fortgesetzt wird (werden soll) mit Abkommen wie TTIP und CETA.
Was die Vorgehensweise der Troika betrifft, so findet sich im Internet ein interessanter Dokumentarfilm, welcher es verdient von Anfang bis Ende gesehen zu werden.

"Macht ohne Kontrolle Die Troika" 

31.05.2023 - gelegentlich und in der Gegenwart immer öfter, verschwinden Beitrage, welche verlinkt. Zensur wurde so etwas einst genannt, bevor diese mittels Medien privatisiert. Und so sei ein Foto hinzugefügt, ... einfach so und weil ich Fotos zu Beiträge mag. 
 

 


Freitag, 13. Februar 2015

Schön, schöner, am schönsten …

wird das Kurzentrum in Bad-Suderode sein, wenn es privatisiert ist und das bedingungslos. Keine Vorschriften für einen Investor soll es geben, wenn der nächste Versuch zur Privatisierung gestartet, so heute der Internetseite der MZ zu entnehmen. Wie es scheint ist das Ziel erreicht, nach vorgeblich vergeblichen Versuchen sind die Hüllen gefallen, hier in Form von Bedingungen, ... Credo, nichts wie weg mit dem Ding, koste es was es wolle, … die Privatisierung war bis jetzt noch nicht teuer genug! Der vermeidlich letzte Investor war vor kurzem abgesprungen, nach dem es zu Indiskretionen gekommen ist, auch darüber hatte die MZ berichtet, nach dem sie „indiskret“ informierte. Laut Presseerklärung der Stadt wurde Anzeige gegen unbekannt erstattet, ob die undichte Stelle allerdings gefunden wird, ist fraglich, allerdings nicht unmöglich, da nur ein eingeschränkter Kreis beteiligter Zugang zu den Informationen hatte. Letztlich passt das Bild, die Ersten werden die Letzten sein, das hin und her scheint seinen Zweck zu erfüllen, Bedingungen, Vorschriften, wird es keine mehr geben und der Preis von 1,-€ soll wohl auch schon von einem Quedlinburger Politiker genannt worden sein. Ob es allerdings ein Euro sein wird, ist nicht gewiss, vielleicht wird es mehr, aber sicher nicht viel mehr, da die Vorgänge um die Privatisierung des Kurzentrums in der Vergangenheit die Privatisierungsbefürworter auf den Plan rufen, welche ohne hin zu jedem Preis privatisieren, Hauptsache es wird privatisiert.
Der jüngste Verkaufsversuch war gescheitert, weil die MZ einen Beitrag veröffentlichte, in welcher der zuletzt verbliebene Bieter genannt wurde, dieser trat daraufhin zurück, wobei weitere Gründe, wie zu hoher Investitionsbedarf usw. genannt wurden. Die MZ berichtet auch darüber. Dieser Bericht lies mich damals folgende Gedanken niederschreiben:
Ja Indiskretion, so etwas soll es geben und sicher nicht ohne Grund! Wobei Indiskretionen immer etwas vorausgeht was im allgemeinen als geheim, der Verschwiegenheit geschuldet eingestuft wird. Wird dieses Schweigegelübde oder die Schweigeverpflichtung gebrochen, kann es verwerflich genannt werden, eine Verletzung der Spielregel, welche ohne Folgen nicht sein wird. Nur warum, wieso, weshalb geheime Absprachen, Verhandlungen, Beschlüsse? Was gibt es zu verbergen? Und warum macht es Sinn vorgeblich Geheimes zu offenbaren?
So ist es nun im Zusammenhang mit den jüngsten Verkaufsbemühungen das Kurzentrum Bad-Suderode betreffend geschehen. Der letzte Interessen hat das Handtuch geschmissen und dem allerletzten Interessenten das Feld überlassen. Dieser wiederum hat die Möglichkeit die entstandene Situation zu seinem Vorteil zu nutzen und den Verkaufspreis zu senken. Ein Euro wäre angebracht, Torschlusspanik simulierend wird darauf plädiert, dass diese Belastung endlich weg muss, egal was es kostet.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Was wird aus dem Kurzentrum Bad Suderode - eine unendliche Geschichte?

Der „Verkauf des Kurzentrums scheitert erneut“, Titel die MZ einen Beitrag zum Thema. Nun bin ich sicher kein Verfechter des Verkaufes kommunalen Eigentums und somit auch kein Befürworter der Kurzentrumsprivatisierung, aber es ist bezeichnend wie darüber berichtet wird. Dem obigen Link folgend, findet sich der Beitrag in der Internetausgabe besagter Zeitung, die Presseerklärung ein Klick weiter. Zum Thema selbst werde ich an dieser Stelle nichts schreiben.

Dienstag, 5. August 2014

Der Zwang seine Arbeitskraft verkaufen zu müssen.


„Wir leben heute unter der Herrschaft der kapitalistischen Produktion, wo eine große und stets wachsende Klasse der Bevölkerung nur leben kann, wenn sie für die Besitzer der Produktionsmittel – der Werkzeuge, Maschinen, Rohstoffe und Lebensmittel – gegen Arbeitslohn arbeitet.“ An dieser Aussage hat sich seit 1891 nichts geändert, als Friedrich Engels dieses in der Einleitung zur deutschen Ausgabe von „Lohnarbeit und Kapital“ niederschrieb.
Ich bin wieder einmal bestrebt meine Arbeitskraft verkaufen zu müssen, ein jüngst abgeschlossener Lehrgang soll eine Grundlage bilden. Der sporadische Verkauf der Arbeitskraft bringt nicht viel, das Tagelöhnerdasein mit Stundenweiser Beschäftigung reicht nicht um den Lebensunterhalt zu bestreiten, davon konnte ich mich in der Vergangenheit schon überzeugen. Bevor ich das Arbeitsamt, welches sich neuzeitlich Agentur nennt, aufsuchte, hatte ich ein freiwilliges soziales Jahr für Erwachsene (Bundesfreiwilligendienst) absolviert, was den Anspruch auf Arbeitslosengeld nicht gerade mehrte, aber als sozialversicherungspflichtige Beschäftigung galt. Nach kurzer Unterbrechung meines Daseins in den Herscharren der beim Arbeitsamt gemeldeten, erinnerte ich mich, dass ich ja einen praktischen Beruf in der Industrie erlernt hatte und darauf aufbauend weitere Qualifizierungen möglich wären. Nach Rücksprache im Amt welches heute Agentur heißt wurde mein Profil entsprechend geändert und eine Qualifikationsmaßnahme in Angriff genommen.
Diese habe ich zwischenzeitlich mit Prüfung abgeschlossen und verfüge nun über einige Fähig- und Fertigkeiten welche ich vordem nicht mein Eigen nennen konnte. Vom Amt, welches sich Agentur nennt, erhielt ich einige Vermittlungsvorschläge, alles ausschließlich für eine Beschäftigung bei Zeitarbeitsfirmen. Da diese Vermittlungsvorschläge auch an die entsprechenden Unternehmen gehen, ist es schon vorgekommen, dass ich von einigen angerufen wurde, bevor ich selbst Kontakt aufnehmen konnte. Andere versuchte ich zu kontaktieren, landete unter Nutzung der angegebenen Telefonnummer aber unter Umständen in einem anderen Unternehmen, welches sich als die Mutter der Zeitarbeitsfirma herausstelle. Die Mutter gab mir die Telefonnummer der Tochter, welche ich allerdings bis heute nicht erreichen konnte. Bei letztgenanntem Unternehmen handelt es sich um eine Zeitarbeitsfirma mit Sitz in Quedlinburg, wobei solche Firmen den Vermittlungsvorschlägen entsprechend gehäuft in Wernigerode anzutreffen sind. So auch die von mir jüngst besuchte.
Beachtenswert ist, dass die meisten dieser Firmen für ein und dieselbe Firma Arbeitskräfte suchen. Scheint ein hart umkämpfter Markt zu sein, der Handel mit fremder Arbeitskraft!

Donnerstag, 10. Juli 2014

Gedanken zum Tag 03/04.07.


03.07.14 – Zeit vergeht und gestern war drehen angesagt, den ganzen Tag und heute Nachmittag habe ich ein Vorstellungsgespräch, bei einer Zeitarbeitsfirma in Halberstadt. Eigentlich wollte ich Bewerbungsunterlagen per E-Mail senden, habe es aber irgendwie vergessen, wie so manches in letzter Zeit.
Es gibt Menschen, welche dermaßen Motiviert sind, deren hohe Motivation allerdings nicht in Erscheinung tritt. Bei anderen wiederum strahlt die Motivation dermaßen aus, das diese eigentlich ansteckend sein müsste, nur wer möchte sich schon anstecken?
04.07.14 – Gestern habe ich die meiste Zeit des Arbeitstages an einer Maschine verbracht, heute kann ich noch nicht sagen, was ich genau machen werde, die Maschinen sind gut belegt und zu viel soll ja bekanntlich den Sack zerreißen. Es macht wenig Sinn mit mehr als 2 Mann an einer Maschine zu stehen.
Gestern hatte ich noch ein Bewerbungsgespräch in Halberstadt, bei einer Zeitarbeitsfirma. Arbeitskräfte suchte diese übrigens für dasselbe Unternehmen wie die Wernigeröder Zeitarbeitsfirma, bei welcher ich am 23.06. einen Termin hatte. Von letzterem Unternehmen fand ich heute übrigens einen Brief im Briefkasten, welcher mit „Ihre Zukunft – unser Ziel!“ überschrieben ist und welchem ich entnehmen kann, das sich irgendein wir in diesem Unternehmen freuen würde, mich „am Montag, den 14.07.14 um 10:00Uhr … begrüßen zu dürfen.“ Das hingegen meine Zukunft, das Ziel dieses Unternehmens ist, kann berechtigterweise bezweifelt werden. Zum einen kann kein Mensch sagen, was in Zukunft sein wird, letztlich sind wir nur in der Lage die Gegenwart zu gestalten. Aber selbst im Falle letzterem gibt es einige grundlegende Unterschiede motivierten Treibens dieses Unternehmens und meiner Person. So bin ich gezwungen meine Arbeitskraft zu verkaufen, zum einen ist dieses die einzige Ware, über welche ich frei verfüge kann. Zum anderen ist die Ware Arbeitskraft, eine Ware, welche Unternehmen am Markt vorfinden müssen. Ohne diese freiverfügbare Ware würde dieses System nicht funktionieren! Gegenwärtig ist es aber so, dass Menschen nach wie vor über diese Ware verfügen, es jedoch Unternehmen gibt, befördert durch gesetzliche Regelungen, welche mit dem Handel fremder Arbeitskraft ihr Geld verdienen. Umgangssprachlich werden diese als Leiharbeitsfirmen bezeichnet. Da diese Unternehmen mit dem Handel fremder Arbeitskraft Geld verdienen, muss der Preis der Arbeitskraft um die Gewinnmage gegenüber des Arbeitskraft nutzenden Unternehmens erhöht, oder gegenüber den Arbeitskraft verkaufenden gesenkt werden. Ein lukratives Geschäft für die Leiharbeitsfirmen, ein lukratives Geschäft für die Arbeitskraftleihenden, welche gesetzliche Regelungen umgehen können, die für Stammbelegschaften gelten. Allerdings kein lukratives Geschäft für die Arbeitskraft verkaufen müssenden, diese haben die Kosten dieses Zwischenhandels zu tragen, in der Regel mit Einkommensverlusten!  

Freitag, 4. Juli 2014

Gedanken zum Tag, 30.06. und folgende


30.06.14 – Der letzte Tag des Monats, morgen beginnt ein neuer Monat und in diesem werde ich die Qualifikationsmaßnahme in welcher ich mich befinde abschließen. Heute Nachmittag geht es übrigens nach Halberstadt, werde dort drei Stunden am Kinder- und Jugendtelefon verbringen. Mal sehen wie viele Kinder und Jugendliche mit Problemen die entsprechende Nummer wählen.
Letzte Woche stellte sich auf einer Veranstaltung des Bürgerforums Quedlinburg ein potenzieller Kandidat für die Wahl zum Oberbürgermeister im nächsten Jahr vor. Ein Kandidat, welcher von den verschiedensten Fraktionen unterstützt werden soll und als Gegengewicht zu einem Kandidaten der CDU aufgebaut wird. Der Herr selbst ist studierter Verwaltungsfachmann und ein Fachmann soll es richten. Dabei sollte es eigentlich weniger ums Verwalten, als vielmehr ums Gestalten der Geschicke einer Stadt gehen. Vorgeschlagen wurde er von der SPD, in deren Reihen er als Parteisoldat Dienst tut, um einen Ausgangspunkt für sein berufliches Sein zu haben. Dabei wird er sich sicher auf den verschiedensten Verwaltungsebenen auskenne und Erfahrungen als Führungskraft gesammelt haben. Sicher wird er auch in der Lage sein, die Verwaltung der Stadt Quedlinburg zu organisieren, reorganisieren, umzugestalten, sich selbst zu verwalten und was nicht noch alles mit, in, durch und um eine Verwaltung geschehen kann. Er ist eben ein Verwaltungsspezialist, ein studierter und somit kann davon ausgegangen werden, das er diese Arbeit gut machen wird. Gut machen ja, nur für wen?
Aber wie schon geschrieben, in einer Stadt wie Quedlinburg geht es um die Gestaltung gegenwärtigen und zukünftigen gesellschaftlichen Seins und dieses bedarf bestimmter Grundlagen. Und einer der wichtigsten Grundlagen gesellschaftlichen Seins ist wirtschaftliche Substanz und da zu allererst die eigene. Speziell zeigt sich die Stellung zur eigenen Wirtschaftssubstanz in einer Kommune, wie sich zur Privatisierung kommunalen Eigentums verhalten wird. Aktuelles Thema in Quedlinburg ist die Privatisierung des Kurzentrums in Bad Suderode und den Kandidaten darauf angesprochen, konnte ich feststellen, dass der potenzielle Kandidat vieler Parteien und Organisationen in diesem Fall nicht über seinen liberal, konservativen Schatten springen konnte oder wollte. Letzteres ließe hoffen, erstes wäre nicht gut für die Stadt, Privatisierungsapologeten gibt es in Quedlinburg leider zur Genüge.       
01.07.14 – Die letzten Wochen des Lehrganges haben begonnen, im Moment sind beide Maschinen besetzt, so dass ich mich entschlossen habe fachtheoretische Fragen zu lernen, besser geschrieben, die Antworten zu diesen. 

Mittwoch, 11. Juni 2014

Gedanken zum Tag -10/11.06.14-

10.06.14 - Pfingsten ist vorbei und damit auch der Kaiserfrühling in Quedlinburg, letzteres ist heute Thema in der MZ, im regionalen Teil. Gelesen habe ich den Beitrag nicht, einzig die Überschrift und das Bild waren Gegenstand der Betrachtung. Am Wochenende war schönes Wetter, eher etwas warm und damit ein guter Anlass um Baden zu gehen. Das Mittelalterfest habe ich links liegen gelassen, dieser mittelalterliche Trubel interessiert mich eigentlich nicht mehr, er hat ohnehin nur wenig mit Geschichte zu tun und wenn, dann mit Verklärung der Selbigen. Was allerdings in diesem Jahr neu war, waren die mit dem Eintritt verbundenen Leistungen, so konnten die Gäste, nach Zahlung ihres Eintritts, nicht nur den mittelalterlichen Markt besuchen und sich wiederholt das Historienspektakel reinziehen, sondern auch die Stiftskirche und das Schlossmuseum. In der Stiftskirche blieben allerdings Krypta und Teppichausstellung berechtigterweise geschlossen.
Aber wie schon geschrieben, das Wetter eignete sich besser zum baden, als zum Schlendern über einen Mittelaltermarkt. Letztlich überholen sich solche Veranstaltungen meines Erachtens mit der Zeit und gelegentlich sind es dann noch die harten Mittelalterfans, welche sich die Hand reichen. Jedenfalls was die „Eingeborenen" hier betrifft, bei den Touristen ist es unter Umständen etwas anders, sofern sie dieses Spektakel noch nicht erlebt haben.
Vieles hatte ich in der MZ nicht gelesen, von den meisten Artikeln nur die Überschriften, welche animierten diese Beiträge nicht zu lesen. Zu erfahren war am Rande, dass einem Touristen aus seinem Auto heraus, mitten in der Nacht, eine Spiegelreflexkamera entwendet wurde. Die Täter hatten versucht eine Scheibe der vorderen Türen einzuschlagen, was aber nicht gelang, bei den hinteren Scheiben hatten sie allerdings Glück und die Kamera war weg. Eine Anwohnerin will in der Nacht drei mit Skimasken bekleidete beobachtet haben, welche sich am Auto zu schaffen machten. Dabei liegt der Verdacht nahe, dass Gelegenheit Diebe macht und eigentlich Fahrlässig vom Eigner des Fahrzeuges, seine Kamera im Fahrzeug liegen zu lassen. Allerdings hätte, wenn und aber, alles nur Gelaber, wahrscheinlich wäre dieser Schaden zu vermeiden gewesen. Warum die Täter allerdings Skimasken trugen, erschließt sich nicht so einfach, wenn diese Tat der Gelegenheit geschuldet war. Oder wussten die Täter was sie erwartet und hatten die Gelegenheit von langer Hand vorbereitet? Vielleicht ist die Erklärung auch einfacher, was gegen Kälte gut ist, soll ja auch gegen Hitze helfen, oder war das Ziel etwa ein anderes? Wie dem auch sein möge, die Scheibe am Auto ist kaputt und die Kamera weg.
Jetzt ist aber auch die Frühstückspause vorbei und ich werde mich wieder an die Maschine begeben.

11.06.14 - Hat nicht unbedingt optimal begonnen der Tag, bin heute mit dem Fahrrad losgefahren und kurz hinter Quedlinburg war der Hinterreifen kaputt. Nach kurzem Überlegen entschloss ich mich weiter zu laufen. Also bin ich heute nach Thale gelaufen, aber nicht nur gelaufen, sondern habe mein Fahrrad nebenher geschoben. Das führte allerdings dazu, dass ich nicht pünktlich war. Nachher werde ich bei einem Fahrradgeschäft in Thale vorbei schauen, es werden wohl ein neuer Schlauch und eine neue Decke sein müssen.

Donnerstag, 5. Juni 2014

Gedanken zum Tag – Sammelsorium – aus der Vergangenheit - Teil 2. -

14.04.14 – Montag, Wochenbeginn und am Wochenende ist Ostern, also eine kurze Woche. Morgen werde ich etwas früher gehen müssen, habe einen Termin, welcher nicht zu versäumen ist. Jedenfalls, nicht versäumt werden sollte.
Das Wochenende war nicht uninteressant, am Freitag eine Lesung im Festsaal des Quedlinburger Rathauses, Samstagvormittag eine Führung durch Quedlinburg und die Stiftskirche, in Vorbereitung auf eine Nachmittagsveranstaltung zum Thema Religionsgeschichte Mitteldeutschlands. Die Nachmittagsveranstaltung war interessant, gut besucht und es wurde durchaus kontrovers diskutiert. Nach dieser Veranstaltung ging es zum Kaffeetrinken und anschließend weiter diskutiert, allerdings andere Themen, welche bewegten und gegenwärtiges politisches Sein auf den verschiedensten Ebenen spiegelten. So spielten die aktuellen Entwicklungen in Venezuela genauso eine Rolle, wie die in der Ukraine.
Wenn ich heute die Zeitung aufschlage, wird von letzteren berichtet und es ist zu erfahren, dass die ukrainische „Regierung“ gewaltsam gegen „prorussische Separatisten“ im Osten des Landes vorgeht, wobei es Tote und Verletzte gegeben hat. Die Wortwahl in den Medien der Hofberichterstattung ist bezeichnend und zeigt in wessen Interesse geschrieben wird. Anders wie im Internet, oder auch in der Jungen Welt, ist allerdings nicht über die Hatz auf Andersdenkende, vor allem Kommunisten in der Ukraine zu erfahren und das nicht überwiegend im Osten des Landes. Dabei ist die Haltung vieler Menschen im Osten der Ukraine durchaus verständliche, im Westen des Landes, in den Jahren nach der orangenen „Revolution“ in Annährung an den Westen seiner Industrie beraubt, formierten sich faschistische Gruppierungen, welche ihren Einfluss in den gegenwärtigen Kiewer Machtpoker weiter ausprägen und die Politik entscheidend mitbestimmen. Diese Gruppierungen hatten vor dem Machtwechsel schon kundgetan was sie vorhaben. Neben der Annäherung an die EU und Ukrainisch als einzige Amtssprache im Land, wurden weitere Ziele ausgemacht, zu den betroffenen Zielgruppen gehören Russen und Menschen deren Religion und/oder Überzeugungen den Faschisten nicht passen. Wie nach der Machtübernahme der deutschen Faschisten 1933, werden als erstes die konsequentesten politischen Gegner verfolgt, das waren damals wie heute die Kommunisten. Dem Kommunisten folgten viele Sozialdemokraten und humanistisch orientierte bürgerliche Kräfte. Die Vorgänge in der Ukraine sprechen für sich, wobei die Sprache in den Medien hierzulande viel verrät. Dass die jetzige Regierung in Kiew mittels Putsch an die Macht gekommen ist, spielt keine Rolle, ganz im Gegenteil, die Gegner der Putschisten werden unter anderem als Separatisten verunglimpft. Der Volksentscheid auf der Krim wird verurteilt und als anzuzweifeln gebrandmarkt, die Putschregierung aber ohne Wenn und Aber anerkannt.  
Auch regional gibt es das eine und andere in der Zeitung zu lesen, so dass sich der Bürgermeister von Thale für den Erhalt der Grundschule in Friedrichsbrunn ausspricht. Ob das allerdings ehrlich und ernst gemeint ist, oder nur dem Kommunalwahlkampf geschuldet, ist schwerlich zu sagen, immerhin gehört er der Partei an, welche im Landtag die entsprechenden Beschlüsse gefällt hat. Ist durchaus interessant, wie Parteien im Wahlkampf zur eigenen Opposition mutieren. In diesem Zusammenhang ist bezeichnend, dass er ein Gesetz anspricht, welches es in Sachsen gibt, aber nicht in Sachsen-Anhalt. Zu lesen …
15.04.14 - Heute ist wieder etwas zur Grundschulschließung zu lesen, speziell zum Standort Friedrichsbrunn und der Landrat bekräftigt, dass am Schulentwicklungsplan festgehalten wird. Ja der Schulentwicklungsplan, eher wohl ein Schulabwicklungsplan, es wird geplant und andererseits gejammert das immer mehr Menschen der Region den Rücken kehren. Die Perspektive für Kinder in diesem Land wird immer schlechter, da stellt die Harzregion keine Ausnahme da. Gejammert wird, dass es heute Ausbildungsplätze gibt, für welche sich entweder kein Lehrling interessiert, die Voraussetzungen von jungen Menschen nicht erfüllt werden, oder einfach nicht genügend Schulabgänger vorhanden sind. Die Situation wird sich in Zukunft nicht verbessern, letztlich sind die Geburtenzahlen nicht gerade gestiegen. Das allerdings das Bildungssystem die Voraussetzungen schaffen muss, das für zukünftige Anforderungen im Berufsleben genügend geeignete junge Menschen zur Verfügung stehen und das Bildung als ein gesamtgesellschaftliches Problem zu sehen ist, scheinen die Verantwortungsträger nicht zu verstehen.      
17.04.14 – Im Mai finden in Sachsen-Anhalt Kommunalwahlen statt. Parteien, Bürgerbewegungen und –initiativen stellen ihre Kandidaten auf und ziehen in den Wahlkampf. Wohl der Partei, welche ein kräftiges Zugpferd hat, das in der Lage ist, den ansonsten schwachen Karren zu ziehen. Eigentlich sollten Scheinkandidaturen ausgeschlossen werden und so wurde die Unvereinbarkeit von Amt und Mandat festgelegt. Dem Kandidaten obliegt die Entscheidung, ob er das Amt behält oder die Wahl annimmt. Diese Entscheidung kann im Nachhinein aber auch noch korrigiert werden. So heute der MZ auf Seite 7, Quedlinburger Harz Bote zu entnehmen. Im Beitrag geht es um die Kandidatur des Bürgermeisters von Thale, welcher allerdings schon im Vorfeld erklärt, dass er das Mandat nicht annehmen wird, sondern Bürgermeister bleibt. Begründet wird dieses allerdings scheinheilig mit einer Bestätigung der eigenen Person, an deren Habitus in letzter Zeit etwas gekratzt wurde, ins besondere im Zusammenhang mit dem Gewerbe/Industriegebiet in Warnstedt und des damit verbundenen Vorwurfs des Subventionsbetruges, welcher allerdings jüngst von einem Gericht negiert wurde. Eigentlich geht es aber weniger um Selbstbestätigung, sondern darum um möglichst viele Stimmen für die eigene Partei zu holen und dadurch die Abgeordnetenzahl selbiger im zukünftigen Stadtrat möglichst hoch zu halten. Jede Stimme zählt, egal für wen sie abgegeben wurde, andere Kandidaten können davon profitieren. Zwar spielen die Stimmen der einzelnen Kandidaten eine Rolle, aber mit entsprechendem Zugpferd können auch Kandidaten der Partei in den Stadtrat einziehen, welche nur wenige Stimmen auf sich vereinen konnten.  Daran wird oft nicht gedacht, wenn die Stimme abgegeben wird. Vernünftig wäre, wenn Kandidaten, wie der Bürgermeister von Thale, keine Stimme erhalten würden, da sie ohnehin nicht in den Rat zu wählen sind, oder wenn sie gewählt wurden ihr Mandat nicht antreten. Eher sollten sich auf jene Kandidaten konzentriert werden, welche auch in den Rat der Stadt einziehen wollen und dort ihre Arbeit leisten. Luftnummern sind nicht notwendig und sollten vermieden werden.  Ehrlicher als der Bürgermeister von Thale ist da schon der von Querfurt, er sagt direkt worum es ihm geht, nämlich um möglichst viele Stimmen für seine Partei und deren Kandidaten.   

Montag, 26. Mai 2014

... offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, im Zusammenhang mit dem Kurzentrum in Bad Suderode ...

Ein offener Brief an den Ministerpräsidenten des Landes Sachsen-Anhalt, im Zusammenhang mit dem Kurzentrum in Bad Suderode, findet sich auf der Seite des Bürgerforums Quedlinburg. Seine Veröffentlichung liegt nun schon einige Tage zurück und seit Niederschrift dieses Briefes hat es einige neue Entwicklungen im Zusammenhang mit dem Kurzentrum in Bad Suderode gegeben. An Aktualität hat der Brief dadurch allerdings nicht verloren, wobei mir nicht bekannt ist, ob es zwischenzeitlich eine Antwort durch den Ministerpräsidenten des Landes gibt.
Am letzten Sonntag wurden die Kommunalparlamente in Sachsen-Anhalt neu gewählt, wobei es den Anschein hat, das gerade die Kräfte, welche nicht nur für die Misere um das Kurzentrum in Bad Suderode verantwortlich sind, ihre Position im Stadtparlament halten oder sogar ausbauen konnten. 

Dienstag, 13. Mai 2014

... zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode.

13.05.14 - Heute fand sich in der MZ wieder ein Bericht zu den Vorgängen um das Kurzentrum in Bad Suderode. Das erwerbende Unternehmen, der oft gepriesene Investor, im speziellen Fall eine Projektentwicklungsgesellschaft, ist von einem Insolvenzverfahren bedroht, war zu lesen. Das nicht erst seit gestern, sondern schon seit vorgestern. Zu erfahren war auch, dass dieses Verfahren von einer Krankenkasse angestrebt wird, es geht wohl um 8.000,- €. Die Stadtverwaltung und der Oberbürgermeister streben die Rückabwicklung des Kaufvertrages auf Grund nicht eingehaltener vertraglicher Absprachen seitens des Investors an, mit dem Ziel die Grundstücke erneut zu privatisieren. Am 20.05.2014 solle es zu diesem Zwecke eine Sitzung des Quedlinburger Stadtrates geben, welcher allerdings am 25.05.2014 neu zu wählen ist. Die Zeit drängt, war es doch gerade dieser Stadtrat, welcher eine Privatisierung und die Schließung des Kurzentrums beschlossen hatte.
Wer weiß wie der neue Rat entscheiden wird, ist doch der Ausgang der Wahl nicht unbedingt sicher. Sicher ist auch zu berücksichtigen, dass es Zeit braucht, bis sich der neue Rat konstituiert hat und mit seiner Arbeit beginnen kann. Somit macht es durchaus Sinn, den Kaufvertrag aufzuheben, den Verkauf des Kurzentrums noch vor der Wahl rückgängig zu machen.
Allerdings ist es angebracht mit weiteren Beschlüssen zum Kurzentrum bis nach der Wahl zu warten. Letzteres ist offensichtlich aber nicht geplant, in der MZ-Internetausgabe findet sich ein Beitrag, welcher darauf verweißt, dass der Vertrag zwar aufgehoben werden soll, aber im selbem Atemzug angestrebt wird die Verhandlungen mit zwei anderen Bewerbern zu führen.  
In jüngerer Vergangenheit war einiges zum Kurzentrum zu lesen und nicht nur das der Investor bis jetzt nicht zahlt, sondern auch, dass das Kurzentrum erst in zwei Jahren wieder eröffnet werden soll. Letzteres ist für den Ort Bad Suderode nicht unbedingt förderlich, zumindest nicht für die Unternehmen, welche in erster Linie ihren Geschäftsbetrieb dem Betreiben des Kurzentrums zu verdanken haben.
Die ehemaligen Beschäftigten des Kurzentrums haben ihre Tätigkeit schon verloren, weitere Arbeitsplätze werden folgen und so manche selbstständige Existenz wird ebenfalls den Bach runtergehen, welcher durch den Ort fließt. Das sich Arbeitskräfte anders orientieren werden, ist verständlich, letztlich wird diesen auch nichts anderes übrig bleiben, um nicht im Netz von Arbeitsagentur und Koba hängen zu bleiben. Gerade den Fachkräften kann es gelingen sich neu zu orientieren, unter Umständen werden diese sogar die Region verlassen, was dem ohnehin oft beklagen Fachkräftemangel nicht unbedingt verringern wird. Diese Fachkräfte zurück zu gewinnen wird nicht einfach sein, insbesondere wenn diese die Region verlassen haben.
So sind in der Vergangenheit diverse Aktionen zur Rückwerbung von Fachkräften durch die Landesregierung, spezielle auch des Ministerpräsidenten, nicht unbedingt von Erfolg gekrönt. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Reise des Ministerpräsidenten nach Baden-Württemberg, als es darum gegangen ist, abgewanderte Fachkräfte aus Sachsen-Anhalt nach Sachsen-Anhalt zurück zu holen. Nur mit was wird objektiv betrachtet geworben, das diese Fachkräfte, nach Rückkehr ins Land der Frühaufsteher unter Umständen für 30% weniger Lohn arbeiten dürfen und das auch noch länger, wobei ihnen die Last anderer Leistungen wie zum Beispiel Urlaubs- und Weihnachtsgeld zumindest zum Teil, wenn nicht sogar ganz erspart bleibt?
Aber zurück zum Kurzentrum, so gibt es auch in diesem Fall mehrere Möglichkeiten, so gesehen gehört die Mär von der Alternativlosigkeit so mancher Entwicklung in die Mottenkiste politischen Seins. Letztlich ist nicht nur in diesem Zusammenhang mit Fragen nicht zu sparen und es sollte zumindest die Frage nach dem Nutzen gestellt werden. Wem nutzt also eine Entscheidung, z. B. zur Privatisierung, oder erneuten Privatisierung nach Rückabwicklung des Kaufvertrages, des Kurzentrums?
Dabei wäre es gut, wenn geschrieben werden könnte, dass außer Spesen nichts gewesen sei, aber es ist schlimmer, da wirtschaftliche Substanz bewusst vernichtet wurde, in erster Linie in Form von Arbeitsplätzen! Dieser Prozess ist noch lange nicht abgeschlossen, wenn nicht gegengesteuert wird und die Fehler der Vergangenheit korrigiert werden. Eine erneute Privatisierung allerdings trägt zur Lösung der entstandenen Probleme nicht bei.
Wichtig und Hilfreich ist es auch, das Kurzentrum gesamtwirtschaftlich zu betrachten, das privatwirtschaftlich organisierte Unternehmen dazu weitestgehend nicht in der Lage sind, ist am Beispiel Kurzentrum Bad Suderode zu sehen. Das zeigt nicht nur die Vorgehensweise des Investors, sondern auch das Verhalten von Gewerbetreibenden vor Ort, im Zusammenhang mit der Privatisierung des Kurzentrums.
Letztlich und gesamtwirtschaftlich betrachtet, ist das Kurzentrum ein Erfolgsmodel, nicht nur das in Folge seiner Errichtung und des Betriebes erheblich Investitionen in Bad Suderode getätigt wurden, auch waren die Steuereinnahmen nicht zu verachten, welche Kommune, Land und Bund generieren konnten. Wobei die wenigsten Steuereinnahmen der Kommune direkt zu gute kamen.

Dienstag, 27. August 2013

(Wahl-)Kampfblatt der CDU

Vor einigen Tagen fand ich in meinem Briefkasten den „Stadtboten der CDU“ und da ich mich entschlossen hatte, dieses Blättchen nicht gleich der Papiertonne zu übergeben, lass ich erst einmal was von den Überschriften her mein Interesse weckte.
Nun ist die CDU eine Partei, welche auf breiter Front dafür kämpft Löhne zu senken, unter deren Ägide besonders die Sektoren prekärer Beschäftigung und der Leiharbeit ausgebaut wurden. Aber nicht nur dadurch ist sie eine Partei sozialen und kulturellen Kahlschlages, sondern auch die Streichung von Mitteln für Sozial-, Kultur-, Kinder- und Jugendarbeit stehen auf ihrer Agenda. Aus diesem Grund ist es berechtigt zu hinterfragen, was einem Demagogen dieser Partei veranlasst, sich mit Jugendarbeit in Quedlinburg auseinanderzusetzen.
Dass er dabei in der Auseinandersetzung mit dem Betreiber des Kulturzentrums in der Reichenstraße auf diverse Lügen zurückgreift und über die Kündigung des ehemaligen Kneipers immer noch Krokodilstränen vergießt, verwundert daher kaum. Ist es doch der CDU recht gut gelungen, den ehemaligen Kneiper für ihre Interessen zu instrumentalisieren, welches zwar nicht im Interesse des Gekündigten ist, aber durchaus Bestandteil der Klientelpolitik der CDU.
So geht es letztlich und besonders im Nachhinein, nicht um die Interessen des Gekündigten, sondern um den Bestand des Kulturzentrums. Das hatten Vertreter der CDU allerdings schon öfter artikuliert. Auch wird vom Demagogen der CDU in seinem Beitrag indirekt unterstellt, dass der Gekündigte für die Jugend- und Kulturarbeit im Kulturzentrum verantwortlich gewesen wäre, was in keiner Weise den Tatsachen entsprochen hat. Wie der Blinde von der Farbe, schreibt dieser CDU Politiker über das Kulturzentrum, nur dass er dabei die Augen schließt und tatsächliche Zusammenhänge ignoriert.    

Montag, 8. Juli 2013

Zur Schließung des Kurzentrums Bad Suderode


Nun ist das Kurzentrum in Bad Suderode geschlossen, einige Tage ist es her und die MZ wusste zu berichten, zum Bericht selbst gibt es einige Kommentare, wobei es nicht der einzige Bericht zum Thema ist. Teilweise wird gemeckert, verurteilt und in die Zukunft orakelt, zum anderen finden sich durchaus beachtenswerte Gedanken zum Thema.
Das Kurzentrum soll privatisiert werden, alles in diese Richtung wurde unternommen und der Rat der Stadt Quedlinburg fasste die verschiedensten Beschlüsse, um das Vorhaben für einen möglichen Investor so angenehm wie möglich zu gestallten. Die Schließung und die Entlassung der Mitarbeiter wurden zum 1. Juli beschlossen, wobei entsprechende Kündigungsfristen einzuhalten waren. Da aber auf Grund eines Gerichtsurteils, wegen eines Formfehlers, die Gemeinden Bad Suderode, Rieder und Gernrode aus der Stadt Quedlinburg zu entlassen waren, fiel das Kurzentrum damit wieder in den Zuständigkeitsbereich der Gemeinde Bad Suderode. In Folge gab es die verschiedensten Vorwürfe, gegen die Stadt Quedlinburg, welcher unterstellt wird, die von ihr ursprünglich betriebene Privatisierung zu hintertreiben, wobei die Diskussion durchaus kuriose Züge angenommen hat. Schuld sind ohnehin immer die Anderen, egal was in der Vergangenheit getan worden ist. Die Privatisierung an sich in Frage zu stellen fällt hingegen keinen ein, nur über Form und Zeit wird gestritten. Eher sind die einzelnen Akteure und die Gruppierungen, deren Interesse sie zu vertreten haben, der Ansicht, dass eine Privatisierung des Kurzentrums ihre Probleme Lösen könnte, oder auch, dass es unter Umständen weiter geht wie bisher.
Dabei wird die Schließung in erster Linie sicher Folgen für die ansonsten vom Kurzentrum partizipierenden Unternehmen haben und ob mittels Schließung die gewünschten Kostensenkungen erreicht werden, ist zumindest fraglich, wenn veröffentlichte Zahlen Berücksichtigung finden. 
In der Diskussion finden sich einige Bezüge, wobei diese unter Umständen nicht einmal taugen, dem Gegenstand gerecht zu werden. Ursachen werden verortet und benannt, gelegentlich Vermeidlicherweise parallelen gezogen, welche bei genauer Betrachtung nicht im unterstelltem Maße parallel sind.  

Freitag, 15. Februar 2013

... Versorgungssicherheit der Bevölkerung ist heute keine Aufgabe des Handels, ...

Auch für Bad Suderode hatte die Schleckerpleite Folgen, der dortige Markt war der einzige Versorger mit breiterem Angebot, neben ein paar kleineren Geschäften wie Fleischer, Bäcker etc., vor Ort und so ist eine empfindliche Lücke entstanden. Nicht das solche Lücken neu wären, immerhin gibt es in vielen Orten keine nennenswerten Versorger mehr, da der Profitlogik folgend, Handelsunternehmen dorthin gehen, wo sie die meisten Gewinne erwarten, also möglichst viele Kunden erreichen. So sprossen und sprießen in Städten und an den Stadträndern Einkaufszentren aus dem Boden und locken mit reichhaltigem Angebot und ausreichend Parkplätzen die Kunden an. Nicht lukrative Standorte werden aufgegeben, oder erst gar nicht besetzt. So gibt es in vielen Orten für die Einwohner keine Einkaufsmöglichkeiten mehr und wenn diese dann nicht über ein Auto verfügen, oder andere Möglichkeiten haben in die nächst größere Stadt zu fahren, sieht es schlecht aus. Versorgungssicherheit ist keine Aufgabe des Handels und so spielt das Interesse der Menschen nach ortsnaher Versorgung keine Rolle.
Nun ist auch Bad Suderode betroffen und so wird sich auf die Suche nach einer Lösung begeben. Solche Lösungssuchen sind nicht unpopulär und kann manchem Politiker nutzen sein Ansehen aufzupolieren, egal wie unterm Strich das Ergebnis aussehen wird, allein die Mühe zählt.
„Der SPD-Landtagsabgeordnete Andreas Steppuhn erklärte dazu, „dass die Bemühungen anhalten”, ein Nachfolgekonzept für den seinerzeit in Folge der Schlecker-Pleite geschlossenen Einkaufsmarkt umzusetzen“, ist heute in der MZ auf Seite 9 zu lesen. „„Hierzu ziehen verschiedene Akteure an einen Strang”, versicherte Steppuhn. „Die Bundesagentur für Arbeit hat ihre uneingeschränkte Unterstützung zugesagt. Alle möglichen Förderinstrumentarien stehen zur Verfügung. Auch für eine Existenzgründung ist von einer bestmöglichen Unterstützung auszugehen“, erfährt man weiter. Ja, es werden alle Register gezogen, doch „im Moment stellt sich in erster Linie die Frage, jemanden zu finden, der bereit ist, den Sprung in eine Existenzgründung zu wagen.”“ Die großen Handelsketten scheinen kein Interesse zu haben und auch wenn es Interessenten gegeben hat, so sind diese „bedauerlicherweise nach Anfangsbereitschaft wieder abgesprungen.“ Dabei gibt es sicher Interessenten, welche über die notwendigen Fähigkeiten verfügen, auch gibt es Konzepte großer Handelketten, die ein derartiges Vorhaben durchaus begleiten, immerhin sind diese daran interessiert ihre Waren zu verkaufen und das mit möglichst geringem Risiko. Bei dem einen oder anderen Interessenten wird es unter Umständen daran liegen, dass die notwendigen eigenen liquiden Mittel nicht ausreichend sind, gepriesene „ego. Pilotin“ wird in solchen Fällen auch nicht unbedingt weiter helfen können. Aber wie schon geschrieben, unter Umständen ist dieses ja nicht einmal der entscheidende Grund, sondern die Zukunftsaussichten von Bad Suderode. Das Kurzentrum wird wie vom Quedlinburger Stadtrat beschlossen geschlossen, die Arbeitskräfte entlassen, es steht der Verkauf des Selbigen zwar auf der Tagesordnung, jedoch welchen Preis die Kommune und ihre Bewohner dafür zu zahlen haben, ist noch offen. Fest steht, dass im Falle eines Weiterbetriebes die Mitarbeiter weniger an Einkommen für dieselbe Tätigkeit erhalten, somit auch über weniger Kaufkraft verfügen werden. Welche Folgen diese Privatisierung für andere Unternehmen vor Ort und deren Mitarbeiter haben wird, kann wohl keiner so genau sagen. Zuviel Fragezeichen, welche eine Entscheidung, sich in Bad Suderode mit einem Nahversorger niederzulassen, nicht gerade einfacher machen.

Mittwoch, 23. Januar 2013

Ein Beispiel für Folgen von Privatisierungen für die Arbeitenden

Auf der Seite Kritische Massen findet sich ein kurzer Beitrag unter dem Titel: „"Privatisierung" bedeutet Hundeleben für die Arbeitenden“ welcher auf einen Artikel verweist, in welchem sich mit konkreten Folgen für die Mitarbeiter der Post nach erfolgter Privatisierung beschäftigt. Ein gutes Beispiel, welches zeigt, dass Privatisierungen letztendlich immer auf Kosten der Allgemeinheit und insbesondere zu Lasten der Arbeitenden erfolgen. Das ist im Großen wie im Kleinen so, egal auf welcher Ebene Eigentum privatisiert wird. Ein Investor ist immer bestrebt Gewinne zu erzielen und zu maximieren. Alles andere ist Illusion und gehört ins Reich der Mythen, was alle jene schon erkennen mussten, welche in Unternehmen arbeiten, welche schon privatisiert wurden und was all jene noch erfahren werden, welche in Unternehmen arbeiten, die zur Privatisierung vorgesehen sind. Zum Beitrag selbst habe ich folgenden Kommentar geschrieben: