Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

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Freitag, 27. Februar 2026

Thema: 80 Jahre Gründung der SED – 70 Jahre Verbot der KPD in der BRD

Auf eine Veranstaltung wird hier aufmerksam gemacht, ist zwar in Erfurt, aber das Thema durchaus interessant und aus diesem Grund ein, zwei Sätze dazu:

Es ist ein interessantes Thema und nicht nur im Zusammenhang mit der DDR ist es wichtig die Geschichte im marxistischen Sinn aufzuarbeiten. Dazu gehört auch die führende Rolle der Partei, Anspruch und Wirklichkeit, vor allem ihre Rolle von der Gründung bis zum Niedergang der DDR, mit der darauf folgenden territorialen Besetzung ihres ehemaligen Staatsgebietes und dessen Deindustrialisierung. Wie war es möglich, dass die in der Verfassung festgehaltene führende Rolle verloren gehen konnte?

Mittwoch, 14. Januar 2026

Von der demütigen Unterwürfigkeit bundesdeutscher Politiker, … vom Anfang bis zum Ende? Übernommener Beitrag.

Eine historische Betrachtung ist interessant, gerade wenn es um eine Auseinandersetzung mit einer gelegentliche verklärten Persönlichkeit geht. Nun hat der im Interview befragte Autor mit der gegenständlichen historischen Figur und den Folgen ihrer Politik direkt zu tun gehabt. Ohnehin ist der Umgang mit Politiker in der jüngeren deutschen Geschichte oft sehr selektiv und von verschieden Interessen geprägt, da wird gern verklärt und weniger erklärt. In der Regel handelt es sich um Politiker aus der alten Bundesrepublik, über die Politiker in der DDR wird gern geschwiegen, betrieben diese doch eine andere Politik. Politiker aus den alten Bundesländern hingegen werden gern als Vorbild dargestellt, ohne ihre eigentlichen politischen Taten und deren Folgen zu berücksichtigen. Sie haben ihren Herren gedient und die geschicktesten von ihnen nutzten die verschiedensten Strategien sich veränderten Situationen anzupassen. Das zumindest unterschied sie von vielen heutigen Politikern in diesem Land. Im Interview selbst geht es um den ersten Bundeskanzler der Bundesrepublik, dessen Verklärung, Entwicklung und die Folgen seines politischen tun. Der Text des Interview wurde von hier übernommen:

Auf zwei Beträge von Dr. Werner Rügemer wurde aufmerksam gemacht, es geht um eine historische Betrachtung von Entwicklungen in der Bundesrepublik. Einer dieser Beiträge ist unten nachzulesen, es ist ein Interview mit dem Publizisten, ein weiterer erschien auf den Nachdenkseiten, dort nachzulesen.

Übernommener Beitrag:

Mittwoch, 29. Oktober 2025

Es wird gelesen, gelegentlich ...

Interessant, gelegentlich werden alte Beiträge gelesen, also muss es doch Menschen geben, welche sich für diesen Blog interessieren und auf Suche gehen. Das dabei Beiträge ohne Bild sind kommt vor und so wird die Gelegenheit genutzt diesen Beiträgen ein Bild zuzuordnen, sieht in der Statistik am Rande etwas besser aus.

Jüngst waren es wieder mehrere Beiträge und diese Gelegenheit wurde genutzt die eine und andere Anmerkung mittels Kommentarfunktion zu veröffentlichen.

So zum Beispiel zum Beitrag „Rechte Tasche – linke Tasche, aber …“ folgende Anmerkung:

Das Thema ist interessant, gab in dieser Beziehung einige Entwicklungen, die Gebietsreform wurde vollzogen, ein Formfehler machte den Vorgang ungültig, so das er wiederholt werden musste. In Folge entschied sich eine Gemeinde nicht zu Quedlinburg zu wollen und landete traditionsbewusst in Ballenstedt. Gehörte diese Gemeinde doch einst schon zu Ballenstedt und nicht zu Quedlinburg. Lang war es her, aber mit Quedlinburg wollte man dann doch nicht.

Freitag, 10. Oktober 2025

09.10.1989 Gloria Halleluja, … ein Kommentar.

Es ist erstaunlich, könnte man meinen, ist es aber nicht, es ist Klassenkampf und der wird geführt, speziell von der herrschenden Klasse und deren Lakaien, jede Gelegenheit nutzend. Und der Niedergang der DDR ist immer eine Gelegenheit, insbesondere wenn gejubelt werden kann und soll. Da wird dann weniger erklärt, als verklärt. Jene welche am 09.10.1989 zusammengebracht in Leipzig protestierten, in dem sie demonstrierten, wussten sicher was sie taten, doch waren die Meisten sich der Konsequenzen ihres Tuns bewusst? Das bleibt zu fragen, wie vieles andere mehr und wer fragt, wird Antworten erhalten, je nachdem von wem sie gegeben. Im ach so sozialem Netz wird sich dem Thema zugewendet und erkannt, was erkannt im Interesse, wessen auch immer wäre wichtig zu erkennen. Und so ist zu einem Beitrag folgender Kommentar geblieben, es ist nicht der Einzige welcher sich kritisch mit dem Geschriebenen auseinandersetzt.

Sonntag, 5. Oktober 2025

35. Jahre deutsche Einheit – ein tief gespaltenes Land – eine tief gespaltene Gesellschaft!

Ich hatte einen Text begonnen, um die sogenannte deutsche Einheit sollte es gehen, welche eigentlich eine Besetzung ist. Den Menschen in der DDR wurden oft nicht einmal die Rechte eingeräumt, welche heute jeder Asylbewerber, ob aus politischen, oder ökonomischen Gründen, erhält. Es ist ein weites Feld und an anderer Stelle hatte ich mich öfter zum Thema geäußert, eigentlich können viele Themen mit diesem verbunden werden, sind es doch gerade die Folgen der Ereignisse von 1989/90 in der DDR, welche das Leben der Menschen bis heute entscheidend beeinflussen.

Und so schrieb ich folgende Gedanken nieder, welche zu ergänzen wären, allerdings in diesem Zusammenhang nicht mit eigenem Textwerk, sondern mit dem Verweis auf Beiträge zum Thema, anderswo gefunden:

Montag, 1. September 2025

„Thomas Müntzer, Theologe und Revolutionär, der große Bauernkrieg ein Höhepunkt einer Epoche im Umbruch und historische Parallelen.“

Es war ein Höhepunkt einer Epoche, aber was ist schon eine Epoche? Wenn nicht ein historisch bestimmter Zeitabschnitt in der Geschichte der menschlichen Gesellschaft. Wenn es nun um historische Parallelen geht, so ist es angebracht die Epochen zu vergleichen, oder zumindest Parallelen die Epochen betreffend festzustellen. Zu diesem Zweck ist eine nähere Klärung des Begriffes angebracht. Der Begriff Epoche steht in engen Zusammenhang mit dem Begriff der ökonomischen Gesellschaftsformation. Er bezieht sich entweder auf den gesamten Zeitabschnitt einer Gesellschaftsformation (z.B. Sklaverei, Epoche des Feudalismus) oder auf einen besonderen Entwicklungsabschnitt innerhalb ein und derselben Gesellschaftsformation (z.B. Epoche des vormonopolistischen Kapitalismus, Epoche des Imperialismus) oder auf den Prozess des Übergangs von einer Gesellschaftsformation zur anderen. So leben wir gegenwärtig in der Epoche des Übergangs vom Kapitalismus zum Sozialismus im Weltmaßstab. Auch wenn diese Erkenntnis heute nicht gerade populär, änder sich daran nichts.

Die Epoche in welcher Thomas Müntzer lebte, war die Epoche des Übergangs vom Feudalismus zum Kapitalismus, allerdings nicht im Weltmaßstab, sondern im europäischen Maßstab. Da beide Epochen des Übergangs waren und sind, gibt es Parallelen, zumindest was die Entwicklungen im Verlauf dieser Epochen betrifft. Sie sind in sofern verschieden, dass die agierenden Klassen heute anders formieren und die Produktivkraftentwicklung sich auf einem wesentlich höheren Niveau befindet. Die Klasse, welche damals im Aufstieg begriffen, findet sich heute im Niedergang und die aufsteigende Klasse waren nicht die Bauern, sondern das Bürgertum.

Sonntag, 15. Juni 2025

Eine Lesung ist Geschichte - Gedanken.

Nun war das Thema der Lesung vielleicht nicht sonderlich glücklich gewählt, kann vielleicht kaum jemand etwas mit anfangen, oder versteht es nicht, ein Buch mit sieben Siegeln, welches darauf hart geöffnet zu werden? Und aus diesem Grund nur einige wenige Gäste zu begrüßen waren. Doch worum ist es gegangen? Der Titel, „Was ist schon Philosophie – von metaphysischen Kreisläufen und dialektischen Spiralen, nachdenken über das Leben.“ enthält unter Umständen für die meisten Menschen zu viele Unbekannte. Das Nachdenken über das Leben ist es wohl nicht, obwohl heute durchaus verbreitet nicht selbst zu denken, sondern medialen Vorgaben zu folgen und sich davor zu hüten, diese in Frage zu stellen. Der Mensch als ein Produkt von den Medien manipulierter Meinungsbildung, nennen wir es geistige Manipulation? Ist es vielleicht doch das Nachdenken über das Leben, was abhielt an dieser Veranstaltung teilzunehmen, weil es medial vorgegeben?

Montag, 19. Mai 2025

Die nächste Lesung kommt bestimmt - Was ist schon Philosophie …?

Thema: „Was ist schon Philosophie – von metaphysischen Kreisläufen und dialektischen Spiralen, nachdenken über das Leben.“*

Freitag, 23.05.2025, 19.00Uhr – Autorenlesung zur Förderung literarischen Schaffens in unserer Region
LESEREIHE – LOKALE LESUNG – wir laden ein.

Ort: Poesiesalon Antik und Feder, Pölle 27, 06484 Quedlinburg

Eine Zeit im Umbruch, Zeiten des Umbruch, gesellschaftliche Verhältnisse haben sich quantitativ weiterentwickelt und verlangen nach einer neue Qualität gesellschaftlichen Seins, das Maß ist voll und so wird es Zeit für qualitative Veränderung. Zumindest dialektisch betrachtet, aber was ist schon Dialektik, wenn nicht die Wissenschaft von den allgemeinen Bewegungs- und Entwicklungsgesetzen der Natur, der Gesellschaft und des Denkens?

Heute ein Buch mit sieben Siegeln?

Mittwoch, 16. April 2025

Kerzenhalter, Teelichtschwenker, Folgsamdenker ...

Die Kerzenhalter als Weltgestalter? Ist ein eher für ältere Ostdeutsche, welche ehemals Bürger der DDR gewesen, verständlich. Das Bild der Kerzenhalter und Zukunftsgestalter, oder –verwalter, stammt aus der Zeit der Wende, als selbsternannte Bürgerrechtler und ihre Gefolgschaft mit Kerzen in der Hand demonstrierten und gegen, zum Teil in eine Sackgasse geratenen, gesellschaftlichen Fortschritt marschierten. Anstatt diesen zu reformieren, nahmen sie die Kerze in die Hand, betteten im Frieden um Frieden, um letztlich in den Krieg zu marschieren. So haben sie gebetet für den Frieden und hatten doch den Krieg im Sinn. Das dem so war zeigen die Entwicklungen nach 1990. Das sich viele der Folgen ihrer Tat nicht bewusst waren, sei einmal unterstellt, es gab genügend Illusionen über den Westen in der kleinen Welt.

Dienstag, 15. April 2025

Eine Veranstaltung wird vorbereitet, ...

Eine Veranstaltung wird vorbereitet, einiges wurde gelesen und zum Thema selbst wurde in der Vergangenheit hier einiges veröffentlicht. Es ist ein Thema was von allgemeinem Interesse sein sollte, da es notwendig aus der Geschichte zu lernen. Eine Zeit im Umbruch, historisch betrachtet, bietet durchaus Parallelen und da Umbrüche nicht von heute auf morgen, sondern in der Regel eine ganze Epoche betreffen, Prozesscharakter tragen, gibt es unterschiedliche Entwicklungsphasen, aus welchen Erfahrungen gewonnen und neue Ziele und Strategien abgeleitet. So war der Große Bauernkrieg vor 500 Jahren zwar ein Höhepunkt einer Epoche, welche allerdings mit diesem nicht begonnen und mit diesem auch nicht endete. Ein Hauptakteur dieser Epoche in deutschen Lande war Thomas Müntzer, welcher aus Erfahrungen lernte, sich entwickelte und Erkenntnisse gewann, die letztlich den Bauernkrieg entscheidend beeinflussten.

Freitag, 21. März 2025

THOMAS MÜNTZER – 500 JAHRE DEUTSCHER BAUERNKRIEG –

Samstag, 26.04.2025, Beginn 14.00Uhr 

– Konferenz zum Deutschen Bauernkrieg -

THOMAS MÜNTZER – 500 JAHRE DEUTSCHER BAUERNKRIEG –  

Vorträge und Diskussion – aus der Geschichte lernen.

Ort: Pölkenhof, Pölkenstraße 38, 06484 Quedlinburg

Es geht um Geschichte, einst und heute, um historische Parallelen und was aus Geschichte gelernt werden kann. Schwerpunkt ist eine ganze Epoche des gesellschaftlichen Umbruch, an der Nahtstelle vom europäischen Mittelalter zur Neuzeit.

Die Zeit von 1476 bis 1525 war von den verschiedensten Auseinandersetzungen geprägt, es begehrten nicht nur die Bauern auf, sondern auch der niedere Adel, welcher zum Teil aus der Mitte der Gesellschaft abgestürzt, mit der Bestrebung eine Adelsdemokratie mit Leibeigenschaft zu errichten, revoltierte. Und nicht nur gelegentlich probten die Bürger den Aufstand gegen ihre Landesherren, es war die Zeit der Reformation, der weltliche Adel drängte den Einfluss des geistigen Adels zurück, die zentrale Gewallt des Papstes schwächend. Die Hauptlast dieser Auseinandersetzungen hatten die Bauern zu tragen, deren Widerstand unter Müntzer mit dem deutschen Bauernkrieg und eigenen Zielen seinen Höhepunkt erreichte.

Zwei Vorträge zu Thema und Diskussion:

Sonntag, 12. Januar 2025

Es wird erinnert und doch vergessen?

Es wird erinnert und doch vergessen? Oder so ähnlich, in jedem Fall spielt bei Erinnerungen immer die Verhältnismäßigkeit eine Rolle, welche sich auch in der Sprache spiegelt. Und so fand sich im ach so sozialem Netz ein Bildchen der Erinnerung, denn es war ja nicht alles schlecht.

Letztere Aussage animierte mich zu folgenden Kommentar:

Sonntag, 21. Juli 2024

Ein übernommener Text.

Eine bezeichnende Entwicklung, vom Kopf auf die Füße.

Folgenden Text habe ich mit Genehmigung des Autors aus dem ach so sozialem Netz übernommen, er ist interessant, vor allem weil der Gegenstand interessant und einiges vom Kopf auf die Füße gestellt wird. Oft werden historische Vergleiche bemüht, allerdings selten im konkret historischen Sinn und im Vergleich nicht korrekt. Im folgenden Text ist es anders und so werden Vergleiche aufgearbeitet und die eigentliche Kette aktueller gesellschaftlicher Entwicklung aufgezeigt, gelegentlich ist die Geschichte eben schon etwas weiter, als oft unterstellt.

Im Zuge des Compact-Verbotes ist nun vermehrt, unter denen zumindest, die nicht völlig vernagelt sind, wieder die "Niemöller-Formel" zur Anwendung gekommen. Die ist im Kern so gebaut:

"Zuerst holten sie die Kommunisten. Ich sagte nichts, ich war ja kein Kommunist. Dann holten sie die..., dann die ... . Als sie mich holten, war niemand mehr da, der etwas hätte sagen können."

Donnerstag, 25. April 2024

Eine Veranstaltung fällt aus.

Leider, denn das Thema der Veranstaltung ist nicht nur mit historischen Bezug zu Clara Zetkin interessant, sondern auch gegenwärtig hochaktuell. „Von der sozialistischen Idee retten, was zu retten ist.“, macht nicht nur Sinn, sondern ist notwendiger den je.

Nach Alternativen zu den gegenwärtigen Verhältnissen in diesem Land, speziell zur gegenwärtig praktizierten Politik, wird gesucht und wer sucht, wird bekanntlich auch finden. Nur was finden die Menschen? Oft das was ihnen vorgesetzt wird, meistens eine alte, längst stinkende Brühe, welche schwer zu verdauen, da sie in längst vergangenen Zeiten gekocht und gegessen wurde. Zurück in die Vergangenheit, ist das Motto, in eine scheinbar heile Welt, muss ja nicht bis zu den Rittern sein, welche glorreich ritten für ihre Herren und ohnehin gab es keine Zeit, wo alles Ritter und keiner Knecht gewesen. Die Idee des Sozialismus wurde allerdings aus der Knechtschaft heraus geboren. Erinnert sei in diesem Zusammenhang nicht nur an Thomas Müntzer, sondern auch an spätere utopische Sozialisten und Sozialisten. Und so würden in einer solchen Zukunft, welche in der Vergangenheit gesucht, die meisten Menschen nicht Ritter, sondern Knechte sein, Herren sind ohnehin die wenigsten und die Idee des Sozialismus würde wieder in das Reich der Utopie verbannt. Nur die Menschen suchen weiter, vielleicht war es der Kapitalismus der Manufakturen, welcher zwar nicht Glückseligkeit verspricht, aber zumindest eine heile Welt suggeriert, da sich der Kapitalismus zu dieser Zeit noch im Aufschwung befunden und mit diesem Aufschwung im Kampf um die politische Macht. Im Zuge der Französischen Revolution manifestierte sich nicht nur die kapitalistische Produktionsweise, in dem das Bürgertum neben der ökonomischen Macht auch die politische Macht erlangte und zwar ohne mit dem Adel Kompromisse eingehen zu müssen, sondern mit der immer effektiveren Nutzung der Dampfmaschine wurde das Industriezeitalter eingeläutet. Dieses scheint gegenwärtig in der westlichen Welt seinem Ende zuzugehen, viel wird über Deindustrialisierung gesprochen und die Energieversorgung soll, zumindest in unserem Land, auf vorindustrielle Energiequellen umgestellt werden. Aber handelt es sich wirklich um Deindustrialisierung, wenn die gesellschaftliche Fähigkeit zur Beherrschung der sich entwickelnden Produktivkräfte verloren geht und so immer mehr Produktivkräfte in Destruktivkräfte verwandelt werden?

Donnerstag, 7. März 2024

Müntzer und die Fürstenpredigt, 500 Jahre deutscher Bauernkrieg, eine Epoche im Umbruch.

Samstag: 18.05.2024, 15:00 Uhr – Stadtführung -

Müntzer und die Fürstenpredigt, 500 Jahre deutscher Bauernkrieg, eine Epoche im Umbruch.

Treffpunkt am Roland vor dem Rathaus

Es geht um Geschichte, landwirtschaftliche Entwicklung und die Rolle der Bauern über die Jahrtausende, von der Neolithischen Revolution bis in die Gegenwart.

Schwerpunkt ist eine ganze Epoche des gesellschaftlichen Umbruch, an der Nahtstelle vom europäischen Mittelalter zur Neuzeit.

Die Zeit von 1476 bis 1525 war von den verschiedensten Auseinandersetzungen geprägt, es begehrten nicht nur die Bauern auf, sondern auch der niedere Adel, welcher zum Teil aus der Mitte der Gesellschaft abgestürzt, mit der Bestrebung eine Adelsdemokratie mit Leibeigenschaft zu errichten.

Und nicht nur gelegentlich probten die Bürger den Aufstand gegen ihre Landesherren, es war die Zeit der Reformation, der weltliche Adel drängte den Einfluss des geistigen Adels zurück, die zentrale Gewallt des Papstes schwächend, jedoch die Hauptlast dieser Auseinandersetzungen hatten die Bauern zu tragen, deren Widerstand unter Müntzer mit dem deutschen Bauernkrieg seinen Höhepunkt erreichte.

Mittwoch, 6. März 2024

Clara Zetkin oder: Von der sozialistischen Idee retten, was zu retten ist.

24.04.2024 - leider fällt die Veranstaltung auf Grund von Krankheit aus!

Donnerstag, 25.04.2024, 19:00Uhr – Lesung und Diskussion

Clara Zetkin oder: Von der sozialistischen Idee retten, was zu retten ist.

mit Dr. Jörn Schütrumpf

Ort: Saal des Kulturzentrum Reichenstraße,

Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg

Der Erste Weltkrieg wälzte in Europa nicht nur Staaten und Gesellschaften um, sondern auch das Leben der 1857 geborenen Clara Zetkin – der sozialistischen Vorkämpferin für Emanzipation und Begründerin des Internationalen Frauentages. Clara Zetkin verlor nicht nur ihren zweiten Ehemann, sondern auch ihre engsten Freunde: Rosa Luxemburg, Franz Mehring, Leo Jogiches und Karl Liebknecht – außerdem die Frauenzeitschrift »Die Gleichheit«, die sie 25 Jahre lang geleitet hatte, sowie ihre Mitgliedschaft in der SPD, der sie seit 1878 angehörte. Zudem begann sie zu erblinden …

Die Sozialdemokratie war mit der Zustimmung zu den Kriegskrediten 1914 gekippt, die Ideale der Arbeiterklasse wurden verraten und die Partei zu einer Stütze des Systems des Kapitalismus. Entwicklungen während und nach dem ersten Weltkrieg brachten eine neue proletarische Bewegung hervor, welche den Gedanken des Sozialismus wieder aufnahm.

Die Briefe, die Clara Zetkin zwischen Anfang 1919 und Ende 1923 schrieb, gewähren bisher unbekannte und oft sehr überraschende Einblicke in die Frühzeit der Kommunistischen Internationale.

„Alles hat ein Ende – auch die Marktwirtschaft“*

Donnerstag, 11.04.2024, 19:00Uhr – Lesung und Diskussion

Alles hat ein Ende – auch die Marktwirtschaft“*

Ort: Saal des Kulturzentrum Reichenstraße,

Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg

Ökonomie, was immer sie auch ist? Wirtschaft im Umbruch und wie wusste Goethe schon: „ … denn alles, was entsteht, ist wert, dass es zugrunde geht; …“, ein beständiger Prozess des Werden und Vergehen. Aufstieg und Fall gesellschaftlichen Seins, die Entwicklung vom Niederem zum Höheren schließt Rückschritte nicht aus. Einmal errungene Fähigkeiten und Fertigkeiten können verloren gehen, wie die Geschichte lehrt und doch haben die Menschen immer wieder neues geschaffen, selbst dazu längst vergessenes wieder in Erinnerung gebracht und genutzt.

Deindustrialisierung ist ein Begriff, welcher in der jüngsten Vergangenheit öfter zu hören und ein Problem mit dem Menschen konfrontiert wurden und werden. Mit der Wende wurde der Grundstein für die Deindustrialisierung der DDR gelegt, Beispiele gibt es in unserer Region einige, so auch in Quedlinburg und Wernigerode. Wolfgang Beck, der letzte Betriebsdirektor des VEB Elektromotorenwerk Wernigerode, hat ein Buch* geschrieben, in dem er von der Planwirtschaft und dem wirtschaftlichen Ab- und Aufbruch nach 1990 erzählt.

Einer der größten Betriebe in Quedlinburg war VEB Mertik, auch von diesem Betrieb gibt es zu berichten, ältere Literatur, eigene Erfahrungen, aber auch eine Ausstellung, welche in den 1990ziger Jahren entwickelt wurde, bieten für Edgar Schubert Raum zum Erzählen.

Montag, 22. Januar 2024

Bauernproteste, allgemeine Gedanken.

Es kommt einiges in Bewegung, immer mehr Menschen wollen nicht mehr so, wie die Regierung möchte und manche erheben sich sogar und protestieren, wie gegenwärtig die Bauern, Spediteure, Handwerke, Kaufleute und mehr. Da die Bauern nun im Vordergrund stehen, werden verschiedene Vergleiche gezogen, so zum Beispiel zum großen Bauernkrieg 1524/25, 500 Jahre ist es her. Aber auch wenn es Gemeinsamkeiten gibt, so gibt es doch Unterschiede, welche nicht von der Hand zu weisen sind und in jedem Fall berücksichtigt werden sollten. Zum einen war der Bauernkrieg 1524/25 Bestandteil einer Epoche des gesellschaftlichen Übergangs, hatte eine entsprechende Vorgeschichte von Aufständen und Auseinandersetzungen und auch Folgen, welche lange wirkten, in gewisser-weise bis heute.

Donnerstag, 18. Januar 2024

Bauernprotest: Gedanken zu einem Beitrag in der MZ.

Vorgestern (16.01.2024) in der MZ gelesen, Bauernproteste sind es gewesen, welche diesen Beitrag animierten, da die Bauern tüchtig gegen die Politik im Staate demonstrierten. Und was ist schon Widerstand in diesem Land, wenn er als extrem nicht wird erkannt, oder als eigentlich unnötig. Nun wurde über die Unterwanderung der Proteste durch rechte und extreme, oder waren es rechtsextreme, des öfteren berichtet und so manches wurde auch gedichtet, frei erfunden und unumwunden als erkannte Wahrheit verkündet, denn wer Protestiert in diesem Land, der geht von vornherein in Sünde.

Der Beitrag in der MZ ist ein Stück aktueller Propaganda, zum Zwecke die Proteste zu delegitimieren, denn nötig haben die Bauern das eigentlich nicht, geht es ihnen doch gut, sie machen Gewinne. So ist der Beitrag überschrieben: „Bauern machen guten Gewinn“ und die Unterüberschrift verkündet: neuste Daten aus Sachsen-Anhalt belegen ein sehr erfolgreiches Wirtschaftsjahr 2021/22.“ und wohin die Reise geht ist zu erfahren: „In Berlin protestieren Tausende mit Treckern gegen Kürzungspläne der Ampelregierung.“ Warum eigentlich, wenn die Gewinne im vorletzten Wirtschaftsjahr doch gut? Sollen die Menschen fragen.

Nur was ist das für ein Mief, es ist doch alles relativ und gelegentlich Statistik, einzig der Durchschnitt zählt, egal wie frohlockt, egal wie sich gequält. So ist der Fluss im Durchschnitt nur ½ Meter tief, eine Herde von Kühen ist trotzdem ersoffen und nicht nur der Hirte war betroffen.

Dienstag, 10. Oktober 2023

11.09. nur was für ein Jahr? 1973, 2001 oder symbolisch für die uneingeschränkte Macht des Imperialismus auf den Weg in den nächsten Krieg?

11.09. nur was für ein Jahr? Der 11.09. ein magisches Datum? Wenn in den Medien heute vom 11.09. die Rede ist, so ist meistens das Datum gemeint, an dem in New York ein paar Häuser einstürzten, was mit Toten verbunden, Terroristen angelastet und den USA dazu diente eine neue Serie von Kriegen einzuleiten. Also der 11.09. als Kriegsgrund dramatisiert?

Der 11.09. ein schrecklicher Tag, wird gegenwärtig für Israel festgestellt, nach dem der beständig unter steigenden Druck gehaltene palästinensische Kessel wiedereinmal explodierte, was nicht nur einige Menschenleben kostet, sondern dem Staat Israel die Möglichkeit bietet das eigene Volk wieder auf Linie zu bringen und die Maßnahmen gegen die Palästinenser zu verschärfen. So wird der Gasastreifen mit noch mehr Krieg überzogen. 300.000 Reservisten sollen eingezogen werden, ein großer Krieg steht vor der Tür und der Wertewesten hat ihn nicht nur dahin gestellt, er ist dabei die Tür zu öffnen.