Geschichte muss aufgearbeitet werden, wie sie aufgearbeitet wird hängst sehr von den Umständen ab, den gesellschaftlichen Verhältnissen. Und so wahr die Tatsache ist, dass die Sieger die Geschichte schreiben, bleibt es bei den „Verlieren“ diesem Rechnung zu tragen und entsprechend zu agieren. Die Sieger schreiben Geschichte, so wie sie diese brauchen, sie hat ihrem Zweck zu dienen und dieser Zweck besteht darin den Sieg zu manifestieren. Da aber alles was besteht, wert ist das es zu Grund geht, ist auch jeder Sieg nur relativ und beschränkt sich auf eine Momentaufnahme. Die Momentaufnahme zu manifestieren ist Aufgabe der Geschichtsschreibung, auch in dem die Notwendigkeit für den Sieg beständig aufgearbeitet werden muss. Zu diesem Zweck gibt es Historiker welche beschäftigt werden, um die Ergebnisse zu liefern, welche gebraucht.
Sich verändernden historischen Bedingungen hat die Geschichtsschreibung Rechnung zu tragen, sie wird ihrer Aufgabe entsprechend angepasst. Was über Jahrzehnte praktiziert, funktioniert irgendwann nicht mehr so wie gewünscht, die gern bemühten Klischees über die DDR z. B. verlieren ab Bedeutung, die Menschen lassen sich so einfach nicht mehr schrecken und immer mehr Menschen, gerade welche die DDR erlebt, weil sie dort gelebt haben, lassen sich nicht mehr vorschreiben wie sie gelebt haben. Und so wird sich von den allgemeinen Themen etwas entfernt, um sich regionaler Details anzunehmen, zu diesem Zweck soll es an der Universität Leipzig ein „neues Neues Forschungszentrum“ geben, welches „Lücken der DDR-Geschichte schließen“ will.
MDR-Aktuell berichtet, teilt den Beitrag im ach so sozialem Netz, wo folgender Kommentar verweilt:
"Antworten soll ein neues Forschungszentrum an der Uni Leipzig erforschen." das ist doch mal eine Aussage! Es werden Antworten erforscht, wahrscheinlich jene, welche gebraucht werden um die Geschichte der DDR weiter zu verklären, von Erklärungen weit entfernt, wie üblich. Dabei ist eine Aufarbeitung dieser Geschichte notwendiger den je, nur von Universitäten der Gegenwart in diesem Land ist eine objektive Aufarbeitung nicht zu erwarten, eher wird es eine zweckgebundene Aufarbeitung geben, den herrschenden Verhältnissen entsprechend.
Dieser Kommentar provozierte folgenden Kommentar:
MDR-Aktuell schrieb: T. L. Ihre Unterstellung ist durch nichts gedeckt. Es steht Ihnen frei, sich an die Uni zu wenden. Sie können persönlich nachfragen, wie deren Forschung läuft. Welche Punkte Sie genau interessieren. Historiker reden außerordentlich gern über ihre Spezialgebiete.
Worauf folgendes geschrieben:
T. L. MDR AKTUELL machen sie das, die Historiker? Bestimmt, allerdings sei daran erinnert, dass nach 1990 an den Universitäten umstrukturiert wurde und alle führenden Positionen (Ausnahmen bestätigen auch in diesem Fall nur die Regel) von Westdeutschen besetzt wurden. Da es heute allerdings noch eine ganze Reihe von Menschen gibt, welche die DDR erlebt, ist das lebendige Erbe durchaus noch gegeben, da müssen die Blinden nicht unbedingt was über die Farbe erzählen. Letztlich wird auch nur das erzählt, was ins Schema passt. Die alten Geschichten und in jeder Geschichte ist Wahrheit enthalten, verlieren an Wirkung, erreichen die Menschen im Osten immer weniger, nur die Westdeutschen sind von diesen noch fasziniert, in ihrem Glauben gefangen, die Ostdeutschen entwickel hingegen ein anderes Verlangen ..., was auch immer ...
Und der von mir zitierte Satz, was sagt er aus? Es werden Antworten erforscht, ...
Ergänzend in einem weiteren Kommentar:
MDR AKTUELL "Ihre Unterstellung ist durch nichts gedeckt." Doch, durch praktische Erfahrung und theoretische Erkenntnis.
Auf der eigenen Seite wurde der Beitrag mit folgender Bemerkung geteilt:
Der Heilige Gral der Geschichtsaufarbeitung nimmt neue Formen an, warum? Da soll es einen Lehrstuhl geben, welcher sich speziell mit der DDR Geschichte beschäftigt und zwar mit jener, welche bis jetzt nur eine untergeordnete Rolle spielte. Die bis jetzt übliche Geschichtsaufarbeitung hat an Wirkung verloren, immer mehr Menschen wagen sich ihre eigenen Erinnerungen mit einzubringen, andere stellen fest, dass es nicht so gewesen, wie oft in den Medien berichtet und von Forschenden gedichtet. Im Interview wird ein Professor befragt, welchen es nach der Wende in den Osten gejagt. Einer aus dem Heer der Vielen, welche mit „Buschzulage“ und Karrieresprüngen in den Osten verfrachtet, um die DDR aus den Köpfen der Menschen im neuen, herrschenden Sinn zu verbannen und die Potenziale der DDR zu vernichten. Alle führenden Positionen wurden von Westdeutschen besetzt, gerade auch an den Universitäten, die dritte, vierte Reihe durfte ihre Unwissenheit entfalten und die DDR nach westlichen Vorbild umgestalten.
Es ist schon interessant, wie viel Aufwand heute auf die Erinnerung und deren Manipulation verwendet und vor allem, warum?
%20Facebook.png)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen