Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Dienstag, 27. August 2013

Steine kullern ins Bodetal


Mehrfach berichtete die MZ über den Steinschlag im Bodetal und dessen Folgen. Ich erinnere mich, dass Steine ins Tal rollten, und sich der Wirt einer Kneipe im Tal bedroht fühlte. Der Schrei nach Hilfe wurde laut und der Landkreis half, der Weg wurde gesperrt und der Kneiper bangte um seine Existenz. Wiederholt wurde das Thema aufgegriffen und nun soll gesichert werden, das Land zahlt und die Stadt Thale übernimmt, ist zu erfahren.
Nicht alles was in der MZ dazu geschrieben wurde, ist in der Internetausgabe zu finden, ein kurzer Beitrag beschäftigte sich zum Beispiel mit der Aussage des Bürgermeisters von Thale, in welchen er sich die Einmischung eines SPD Landtagsabgeordneten verbat. Dieser Beitrag animierte mich zu folgende Gedanken:

Beherrschung der Natur mittels juristischer Gesetze, oder Naturgesetz kontra juristischer Gesetzlichkeit!
Das Bodetal entstand in Millionen von Jahren, geformt von Bode, Wind und Wetter, Ergebnis des Wirkens verschiedenster Naturgesetze und ist in seiner Entwicklung noch lange nicht am Ende. Nun ist die Welt ein Komplex von Prozessen, wobei dieses einige Menschen anscheinend noch nicht begriffen haben und sie somit statisch betrachten.
Da kullerten vor einiger Zeit Steine ins Bodetal und behördlicherseits hatte man nichts Besseres zu tun, als einen betroffenen Wanderweg zu sperren. Dabei sind die Spuren verschiedener Abbrüche, zu verschiedenen Zeiten im Bodetal allgegenwärtig, ja sie haben es geprägt und werden es weiter prägen. Menschen haben gelernt mit solchen Gefahren umzugehen und zu leben, ihr Verhalten nicht nur dem natürlichen Sein angepasst, sondern auch gestalterisch einzugreifen. Aber der Mensch hat auch im laufe der Zeit zwischen sich und der Natur die Verwaltung gesetzt, welche vermeidlicher weise vermeint Mensch schützen zu müssen, mittels Bevormundung und Abererkennung erworbener Fähigkeiten. So wurde der Weg durchs Bodetal gesperrt. Da nun aber die Wanderer, die da kommen, gelegentlich die Absperrung beiseite räumten, wurde angeordnet feste Tore, oder ähnliches zu installieren. Übrigens wurden in der Vergangenheit nach dem letzten Abbrüchen von Menschenhand Steine, welche als locker betrachtet wurden, ins Tal gekullert und damit mehr Schaden angerichtet, als die Natur es vermocht hätte. Das Anbringen von Toren und ähnliches ist vom Tisch und es sollen entsprechende Sicherungsmaßnahmen ergriffen werden.  

Da wo einst die Hexen stiegen,
bleiben heut die Steine liegen,
wenn sie gefallen,
aus der Höhe,
landen so in Bode Nähe,
schlimm wenn dort grad jemand gehe,
und ein Stein fällt auf die Zehen,
gibst ein großes Auer weh!

Damit es gibt kein Auer weh,
und verschont bleibt mancher Zeh,
kommt dieser nicht mal in die Nähe,
wo Steine könnten fallen auf die Zeh.
Eine Regel wird sehr schnell erdacht,
der Weg wird einfach dichtgemacht!
So denkt man,
könnte man gestallten,
mit menschlichem Gesetz,
natürliche Gewallten!

Doch ist des Menschen Tat recht mächtig
und so vermeint man,
mittels Mitteln,
Fels zu kitten,
oder Stein zu binden,
koste es was es wolle,
das in Zukunft kein Stein mehr rolle.

Nur Natur,
läst sich nicht ketten,
Menschen nicht darüber stehen,
doch Natur ist zu beherrschen,
wenn Gesetze werden erkannt,
welche allgemein da wirken,
auch wenn sie nicht benannt!

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