Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Montag, 13. August 2018

... um Interessen bezogen instrumentalisiert zu werden!


Eine Erinnerung an ein historisches Ereignis jagt die andere, meistens allerdings um Interessen bezogen instrumentalisiert zu werden!
Ursache und Wirkung negierend, ignorierend, oder entstellend, heute der Ausbau einer Staatsgrenze und deren Folgen, wobei die Folgen nach Abbau dieser Grenze genauso häufig verschwiegen werden, wie die Ursachen!
13. August 1961 … an dieses Ereignis habe ich nicht gedacht, als ich heute allerdings Facebook öffnete, wurde ich darauf aufmerksam gemacht. Interessant das in manch Beitrag der Bogen weit gespannt wird und die verschiedensten Grenzschließungen in Europa erwähnt werden. So zum Beispiel die Nichtaufnahme von Flüchtlingen aus Deutschland Ende der 1930iger Jahre durch andere Staaten. Was für viele dieser Flüchtlingen einem Todesurteil gleich kam, bis hin zur heutigen Flüchtlingspolitik der EU, welche tausende Flüchtlinge im Mittelmeer ersaufen lässt. 
Krokodilstränen werden heute allerdings über die Menschen vergossen, welche beim verletzen einer gut gesicherten Staatsgrenze ums Leben gekommen sind. Allerdings handelt es sich bei dieser Grenze nicht nur um eine Staatsgrenze, sondern auch um eine Friedensgrenze, zwischen zwei verschiedenen gesellschaftlichen Systemen, in der Zeit ihres Bestandes ist kein Krieg von deutschen Boden ausgegangen, ...

Sonntag, 12. August 2018

Als Kommentar ein Zitat hinterlassen.


Auf der Facebook-Seite der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt wird regelmäßig auf Veranstaltungen verwiesen. Viele Veranstaltungen beschäftigen sich mit der DDR, dem Leben in der DDR, besonderen Ereignissen und Gründen ihres Untergangs. Das diese Landeszentrale ein Instrument des ideologischen Kampfes ist, sollte eigentlich jedem klar sein, dabei ist ein Hauptziel Alternativen zum gegenwärtigen gesellschaftlichen System zu negieren, es als die einzige Möglichkeit menschlichen Seins auf diesen Planeten darzustellen. Gut ist daran zu erkennen, mit welcher Vehemenz und Inbrunst Geschichte diesen Zweck dienend aufgearbeitet wird. Dabei geht es weniger um die DDR, diese gibt es ja schon lange nicht mehr, sonder sie ist ein Mittel zum Zweck, und zwar um den Sozialismus als Alternative zum Kapitalismus/Imperialismus zu negieren. Das zu diesem Zweck gern in die Mottenkiste gegriffen wird, Geschichte eher verklärt, als erklärt und Persönlichkeiten und ihre Taten überbetont werden, ist nicht neu und so wurde auf eine Veranstaltung, welche am 16.08. diesen Jahres in Zeitz stattfinden soll, verwiesen. Der Titel der Veranstaltung: „1976. Die DDR in der Krise - Lesung mit Autor Karsten Krampitz.“

Zwei, drei Gedanken zu Wörtern, deren Inhalten und Verwendung!


Es ist interessant über Worte und deren Inhalte nachzudenken, Worte finden Verwendung, mit Worten lässt sich trefflich streiten, allerdings kann auch über Wortinhalte gestritten werden, wenn sie Begriffe sind. Und so schrieb ich im Rahmen einer Diskussion folgende Gedanken nieder:
Wörter können sehr schnell umgedreht werden, Retröw zum Beispiel, allerdings kann ich nicht sagen was es bedeutet, außer umgedreht Wörter. Mit den Inhalten sieht es unter Umständen anders aus und gern werden Begriffe genutzt, welche positiv belegt sind, um gegenteiliges zu transportieren und ursprüngliche inhaltliche Transparenz so zu negieren. (Sinnvoll ist es daher mit Begriffen und Begriffsinhalten zu arbeiten, wenn sich die Gelegenheit ergibt, die Reaktionen sind durchaus interessant und gerade bei älteren Begrifflichkeiten kann es so zu manch einer Überraschung kommen. So überrascht kann darauf verwiesen werden, dass sich Inhalte von Begriffen durchaus mit ihrer Anwendung und Verwendung ändern, in Vergangenheit, wie in Gegenwart. Selbes ist übrigens auch mit der Geschichtsschreibung möglich, sie hat einem Zweck zu folgen, gelingt es dieses für die Vergangenheit zu veranschaulichen, ist es gut in die Gegenwart zu übertragen. Wichtig sind plausible und nachvollziehbare Beispiele.)
Oft ist es aber auch so, dass Begriffe ihres Inhaltes nicht einmal beraubt werden, ihre Anwendung allerdings gesellschaftskonform und nicht gesellschaftskritisch erfolgt. Wie übrigens schön im verlinkten Beitrag zu sehen. Emanzipation ist letztlich ohne gesellschaftlichen Kontext nicht denkbar und da kommt es auf die Betrachtungsweise und deren weltanschauliche Grundlagen an.

Freitag, 10. August 2018

Auf der Facebook-Seite eines Politikers entdeckt, … es sind noch Lehrstellen frei …


Bildschirmfoto 2018-08-05 14:50 Uhr
Nicht uninteressant und oft wird gejammert, dass es zu wenig qualifizierte Arbeitskräfte gibt, als Fachkräftemangel wird solches verkauft und beklagt. Da liegt der Schluss nahe, zu qualifizieren und berufliche Qualifikation beginnt heutzutage mit einem Lehrberuf. Kann auch ein Studium sein, aber solches ist gegenwärtig nicht beliebt, jedenfalls nicht bei jenen, welche Fachkräfte in Industrie und Handwerk brauchen. Dabei jammert die Industrie nicht so laut wie das Handwerk, allerdings sind es vorrangig Abiturienten, welche die Voraussetzungen für einen Lehrberuf mitbringen. Warum das so ist, wird selten hinterfragt und um das Problem zu lösen, werden sehr oberflächliche Lösungen vorgeschlagen, die eigentlichen Ursachen nicht berücksichtigend. Auf Facebook findet sich eine Auseinandersetzung zum Thema, zu welcher ich folgendes geschrieben:

Donnerstag, 26. Juli 2018

Metaphysische Kreisläufe – Dialektische Spirale


Wie so oft geht es ums Rechts-Linksschema und manche Gesellschaftskritik wird in diesem Schema hin und hergeschoben, wobei es dazu kommt, dass aus einen Linken schon mal ein Rechter gemacht wird, seltener auch umgekehrt. Ich selber lehne diese einfachen Schemen ab, unter anderem weil es nicht einfach ist, diese Kategorien klar zu definieren. Zu einem Beitrag auf Facebook habe ich folgenden Kommentar mit Gedicht geschrieben:
Das ist nun mal so, mit dem Rechts-Linksschema, es ist metaphysisch und dreht sich somit im Kreis und wenn du losgegangen, dann wirst Du ans Ziel gelangen, … rechtsherum oder linksherum, die Richtung ist in jedem Fall egal. Doch ist dem so, in Schein und Spiegel? 

Dienstag, 17. Juli 2018

… wenn uns die bürgerlichen den Spiegel vorhalten ...


Bildschirmfoto eines Teils der E-Mail
Ein E-Mail hatte ich erhalten, überschrieben mit: „wenn uns die bürgerlichen den Spiegel vorhalten“, wird auf einen Beitrag verwiesen, allerdings bleibt die Frage, ist der Gegenstand des Beitrags nicht selbst bürgerlich? Der Text wie der Gegenstand nicht uninteressant, geht es doch um politischen Sein in diesem Land. Nur ist es ein Erdbeben, wie die Überschrift im verlinkten Text assoziiert, oder ist es nur politisches Sein und in Parteien allgemein? Allerdings geht es speziell um linkes politisches Sein und so schrieb ich an die angegebenen Adressen folgende Gedanken nieder:
Die Linke zerlegt sich? Kann sie das überhaupt und was ist schon links? Die Partei mit besagtem Namen ist von der Sache her eine sozialdemokratische Partei, vom Namen her eine Linke, von Funktion in der bürgerliche Vertreterdemokratie eine Karrierepartei, aber was ist schon links? Sozialdemokratisch macht Sinn, zumindest vorgeblich, stecken doch im Namen sozial und demokratisch, mit sozial kann fast jeder etwas anfangen und demokratisch ist auch nicht unbekannt, auch wenn die Vorstellungen darüber sehr verschieden sein können. Aber Links? Das ist letztlich ein schwer zu definierender Brei im politischen Sein, alles und nichts, unterstellt werden progressive Bestrebungen, Menschenfreundlichkeit und das Streben Friede, Freude und Eierkuchen für alle zu erlangen! Politische Interessen sind wenig konkret, vorgeblich progressiv und demokratisch, eben konkret historisch, weil so gebraucht, bestehendes zu bewahren, in dem es oberflächlich und partiell in Frage gestellt wird.

Montag, 16. Juli 2018

Diskussion über neoliberale Wirtschaftsphantasien …


Bildschirmphoto 2018-07-16 21:21 Uhr
In Quedlinburg steht nach wie vor die Ausweisung und Planung eines Industriegebietes an, einst wurden die Planungen abgelehnt, von übergeordneten Behörden, das wurde auch begründet, allerdings half das nicht und der Stadtrat beschloss eine erneute Planung, unter Berücksichtigung der Faktoren, welche zur Ablehnung führten. Das stößt allerdings nicht auf ungeteilte Gegenliebe und so wurde jüngst im Rat versucht das Industriegebiet durch die Hintertür in Angriff zu nehmen. Eine schon länger ansässige Firma in diesem Gebiet, wird als Vorwand genutzt, um über Formulierungen das Industriegebiet zu verankern, obwohl es dieses eigentlich noch nicht gibt. Die Mitteldeutsche Zeitung berichtet und auf Facebook gibt es eine Diskussion zum Thema, wobei auch dort die Apologeten neoliberalen Wirtschaftsdenkens ihre Spuren hinterlassen. Die folgenden zwei Kommentare habe ich auf der Facebook-Seite der MZ zum Thema veröffentlicht:
- Wie sah es mit der Industrie vor 1990 in Thale und Wernigerode aus, sicher weniger als heute!?
Und einmal von den Folgen für Natur- und Kulturlandschaft abgesehen, wie hoch ist die Möglichkeit, dass sich Industrie in Quedlinburg ansiedelt? Es wird immer nur von potenziellen Investoren gesprochen, realistische gibt es keine! Und nur weil Flächen unter hohem Aufwand vorgehalten werden, wird sich hier keine Industrie ansiedeln. Es gibt ausreichend Industrieflächen, welche auf Investoren warten, wo sich niemand hin verirrt und auf denen irgendwann Kühe weiden oder Solarzellen glänzen!