Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Freitag, 13. April 2018

Sein oder Bewusstsein, ...


Bildschirmfoto 2018-04-13 15:59 Uhr
Sein oder Bewusstsein, dass ist die Frage – die Grundfrage einer jeden Philosophie!
Auf Facebook fand ich ein Bildchen, dieses Bildchen war kommentiert und ich schrieb folgendes und habe es als Kommentar hinterlassen:
Ein Wortgeklapper - Wenn Du bist, wer Du bist, und Du denkst, das Du bist, bist Du der, der Du denkst, das Du bist! Nur wer bist Du?
Und Denken, was ist das schon? Sein oder Bewusstsein, ist die Frage, Denken kann auch der Affe, der Hund, das Katzentier usw., … ich Denke, also bin ich, ist wohl war, aber bin ich mir meines Seins bewusst? Die Gedanken sind frei, niemand kann sie erraten, obwohl wenn ich weiß, was der Mensch zu sich nimmt, kann mit bestimmter Sicherheit gesagt werden, was raus kommt. Oder wie Engels es einmal ausdrückte: „Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muss durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.“

Freitag, 6. April 2018

Heiße Diskussionen und Forderungen, ...



Bildschirmfoto 2018-04-05 18:01Uhr
Heiße Diskussionen und Forderungen, Verurteilungen, den guten Menschenverstand bemühend, ohne sich allerdings des gesunden Menschenverstandes zu bedienen, wird verurteilt, vorgeblich die Verletzung guten Geschmacks und die angekratzte Ehre, welche als Würde laut Grundgesetz unantastbar sein soll, allerdings von Staatswegen beständig mit Füßen getreten wird.
Eine Rede wurde gehalten, von einem nicht unumstrittenen Politiker der Partei die Linke, auf einer Ostermarschveranstaltung. Sicher gab es nicht nur eine Rede, aber in dieser fielen populär verkündet Worte, welche manch Apologeten kapitalistischen Seins die Zornesröte nicht nur ins Gesicht zu treiben scheint. Mit hochrotem Kopf springen diese nun im Kreis herum, weil ein Begriff auf einen Politiker angewendet wurde, welcher dem Rotlichtmilieu entlehnt. Der Inhalt der Rede spielt keine Rolle, nur verwendete Begrifflichkeit wird genutzt den Inhalt zu negieren.
An mehreren Orten habe ich zum Thema Kommentare hinterlassen, wobei davon zwei auf Facebook erschienen. Im ersten Beitrag wurde sich darüber aufgeregt, dass ein verwendeter Begriff untauglich erscheint und in diesem Zusammenhang auf einen Beitrag in der taz verwiesen. Der Beitrag selbst sprudelt über vor Gift und Galle, was mich zu folgenden Kommentar animierte: 
Nun hat er es wohl getroffen, dass wie besoffen, die Reaktion der taz, im vorgeworfenen scharfen Ton, ohne zu bedenken, das Opfer dieser Klagen, im Ton sich selbst nicht so vergreifen konnte, wie im Beitrag praktiziert. Der „Oppositionsgeist, der beim unterbelichteten Publikum ankommt“, wird im Beitrag nicht nur gerufen, er wird auch trefflich praktiziert, in einer Form, wie angeklagt, wird selber gewagt, verunglimpft und beschimpft!
Übrigens, die Prostitution in der Politik ist ein allgemeiner Zustand, im bürgerlichen Vertreterparlamentarismus, allein die Frage bleibt zu stellen, wer als Zuhälter wird angesehen und welchen Weg die Freier gehen! …

Im Internet war die Rede dann zu finden, so auch eines Kommentars wert und so manch Kommentar war schon geschrieben und auch diskutiert:

Dienstag, 6. März 2018

Nachdenken über Schlagwortanalytik mittels Sprüche-klopfen ...


Bildschirmfoto 2018-03-06 11:35Uhr
Auf Facebook fand ich einen Spruch, welchen ich kritisch kommentierte (siehe unten) und der von vielen positiv bedacht wurde. Auch mein Kommentar wurde mit Kommentaren bedacht, einer war sehr umfangreich und auf diesen antwortete ich wie folgt:

Verstehen, nicht verstehen, … nun ich habe Verständnis, vielleicht auch verstanden, den es versteht sich, dass es unter Umständen Klärungsbedarf gibt, oder auch nicht. So kann ich verstehen, dass gern auf Kurzformen ideologischer Auseinandersetzungen zurückgegriffen und mittels Schlagwortanalytik versucht wird den Weltschmerz zumindest zu erkennen. So ist das Proletariat, wer und was darunter verstanden wird, chronisch verblödet! Also das dauernd, ständig blöde, abgestumpfte, verdummte, stumpfsinnig werdende Proletariat!
Und so gibt es schon eine Erklärung für die gegenwärtigen, gesellschaftlichen Probleme, das dauernd verblödete Proletariat ist schuld! Unterstützt wird es dabei von den nicht linken Linken, welche unfähig es zu führen!
Wenn diesbezüglich Unverständnis geäußert, oder festgestellt, dass das Proletariat ja nicht so chronisch blöd ist, oder noch schlimmer, nicht einmal sein kann, dann klappt es wiedermal nicht mit der Revolution! Das Proletariat ist schuld! Nicht weil ihm die Einsicht in die Notwendigkeit fehlt und es am proletarischen Klassenbewusstsein mangelt, sondern weil es ganz einfach chronisch verblödet ist! So das Objekt Proletariat klassifiziert, wird das Subjekt Proletariat negiert!

Montag, 26. Februar 2018

Kritik des Computers - eine Lesung!



Kritik des Computers
Der Kapitalismus und die Digitalisierung des Sozialen
Lesung und Diskussion mit Werner Seppmann,

Wann: 15.03.2018 um 20:00Uhr
Wo: Saal Kulturzentrum Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg 
Es geht bei der kapitalistischen Verwendungsweise des Computers um mehr als die skandalösen Erfassungs- und Kontrollaktivitäten, denn sie führt zu problematischen Veränderungen in vielen Lebensbereichen: Durch die Verallgemeinerung digitaler Techniken erodieren zivilisatorische Standards, veröden Alltagsbeziehungen und wird ein marktkonformer Lebensrhythmus durchgesetzt. Die Persönlichkeitsstruktur wird durch die „Computer-Praxis“ so umgeformt, dass sie mit der ununterbrochenen Tätigkeit der Märkte und Informationsnetze übereinstimmt. Digital flankierte Anpassungsprozesse sind die aktuellen Mechanismen, mit denen der Kapitalismus sich jene Menschen schafft, die er für sein reibungsloses Funktionieren auf hochtechnologischer Grundlage benötigt.“

Dienstag, 13. Februar 2018

Eine Negativ-Hitliste für Quedlinburg gefunden!



Bildschirmfoto 2018-02-13 14:40 Uhr
Es ist interessant, gelegentlich die Seiten des Bürgerforums Quedlinburg zu besuchen, leider ist die Kommentarfunktion zur Zeit deaktiviert. Interessant ist es trotzdem, wird sich dort doch mit Problemen der Stadt etwas anders auseinandergesetzt, als ansonsten im politischen Treiben dieser Stadt üblich. Da werden Vorhaben durchaus kritisch durchleuchtet und das Interesse der Bürger besser widergespiegelt. Es wird nicht verklärt und gelegentlich auch erklärt. Und als vor Jahren die Privatisierung der Stadtwerke verhindert werden musste, waren die Mitglieder des Bürgerforums Initiator und treibende Kraft.
Nun gibt es einen neuen Beitrag, eine Negativ-Hitliste, also eine Liste in welcher aufgezählt wird, was in Quedlinburg nach Veränderung schreit. Das diese Liste nicht vollzählig ist, kann sich sicher jeder vorstellen, trotzdem ist es nicht wenig interessant. Der Liste voraus ist ein Aufruf zu lesen, allerdings einige der dort Angesprochenen können durchaus als Mitverursacher der Probleme in Betracht gezogen werden. Also den Bock zum Gärtner machen? Sollte es wirklich möglich sein, so manchen „Bock“ davon zu überzeugen, dass es wenig Sinnvoll ist, alle Pflanzen zu fressen, um beim Bild zu bleiben, da die zurückbleibende Öde nicht gerade zum Verweisen einlädt?

Freitag, 9. Februar 2018

- Autorenlesung und Diskussion -


HANDWERK UNTERM HAKENKREUZ“ von und mit 
Witold Fischer
Wann: 21.02.2018 um 19:00Uhr
Wo: Saal Kulturzentrum Reichenstraße 1, 06484 Quedlinburg
  • Erhebungen zur sozialen Basis von AfD, PEGIDA und ähnlichen Organisationen, Strömungen usw. zeigen, daß deren soziale Basis überproportional aus Handwerkern, kleinen Gewerbetreibenden, Freiberuflern, kleinen und mittleren Unternehmern besteht. Früher hat man diese Klasse als Kleinbürgertum oder kleine Warenproduzenten bezeichnet.
  • Das politische Verhalten dieser Klasse ist erstaunlich schlecht erforscht. Zu den Gründen, warum das so ist, hat mit Witold Fischer jemand sich Gedanken gemacht, der zu den wenigen Historikern gehört, die zur modernen deutschen Handwerksgeschichte gearbeitet haben.
  • Fischer wird darstellen, worin die Hauptprobleme des Handwerks zu Beginn der 1930er Jahre bestanden. Er wird zeigen, daß die NSDAP die Forderungen der Handwerksverbände erfüllte, gleichzeitig aber pervertierte. Man wird sehen, daß die Handwerker vom Faschismus rasch enttäuscht waren.
  • Dann gilt es, aus der Übersicht über konkrete Entwicklungen dieser Zeit allgemeinere Gesetzmäßigkeiten abzuleiten und zu diskutieren. Dazu und der Diskussion weiterer in diesem Zusammenhang stehenden Fragen sind alle Gäste herzlich eingeladen.

Dienstag, 9. Januar 2018

Antwort auf eine E-Mail vom 27.12.2017

Eins, zwei, drei Gedanken zum Thema:
Der Kapitalismus, insbesondere der Imperialismus, braucht die christliche Religion nicht mehr um die Interessen der Herrschenden durchzusetzen, trotzdem wird gern auf Religion und religiöses Sein der Menschen zurückgegriffen, da ohne Religiosität, speziell religiösen Glauben, das imperialistische System nicht so gut aufrecht zu erhalten wäre. Und so wurde gelernt, hierzulande insbesondere von den christlichen Religionen, welche wahre Meister der Assimilation waren und sind. Erinnert sei in diesem Zusammenhang an die Christianisierung der Sachsen um 800, welche alles andere, nur nicht friedlich abgelaufen ist und so dauerte es ca. 500 Jahre bis die christliche Religion die herrschende im ehemals sächsischem Gebiet war. Zur Zeit der Reformation hatte sie es geschafft das Feld fast komplette zu übernehmen, mit den Resten der alten Religionen wurde radikal abgerechnet, welches in den Hexen- und Hexerverbrennungen gipfelte. Um sich allerdings als Religion durchzusetzen, wurden Traditionen der abzulösenden Religionen assimiliert, übernommen, christianisiert! In diesem Zusammenhang sind die christianisierten Völker auch mit den verschiedensten christlichen Traditionen konfrontiert worden und eine der ältesten Tradition des Christentums ist der Antisemitismus. Die christliche Religion hat es allerdings nie geschafft sich zu einer Religion des Volkes zu entwickeln, sie ist immer eine Religion der Herrschenden, oder der Herrschenwollenden und ihrer Gefolgschaft geblieben, auch wenn es während der Zeit der Reformation durchaus die Möglichkeit gegeben hat. (Müntzer, Bauernkrieg, Volksreformation.)