Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Freitag, 12. August 2016

... mal wieder um gesellschaftliches Elend ...

In der MZ von heute, auf Seite 9 des Quedlinburger Harz Boten, geht es mal wieder um gesellschaftliches Elend in diesem Land, speziell im Harzkreis. Beklagt wird allerdings nicht das Elend, sondern die Auswirkungen auf die Elendsindustrie, welche sich aus rückläufigen Spendenaufkommen ergeben und welches dazu führt, dass es weniger Almosen zum verteilen gibt. Die Tafeln im Harz, speziell die Harzer Tafel Quedlinburg ist Thema, diese Institution des Elends, zur vermeidlichen Linderung des Elends, speziell des materiellen Elendes.
Also wie schon geschrieben, Ursachen des Elends bleiben unberührt, eher wird beklagt, dass es nicht mehr soviel Lebensmittel zum Verteilen gibt, die Schar der Elenden (Bedürftigen) alles andere, nur nicht im schwinden begriffen ist. Über 1800 Menschen werden von den Harzer Tafeln versorgt, darunter 450 Kinder, ist zu erfahren, auch zu erfahren ist, dass die Dunkelziffer der Bedürftigen wohl noch etwas höher liegt, da es Menschen gibt, welche sich scheuen diese Einrichtung aufzusuchen! Ein durchaus interessanter Beitrag, wobei er in der Druckausgabe der Zeitung etwas umfangreicher daherkommt, als in der Internetausgabe. Auf Facebook habe ich die Seite geteilt und mit folgenden Kommentar versehen:

Mittwoch, 27. Juli 2016

Loslassen!

 Loslassen!
Wir halten fest, an was auch immer,
Wir zeigen Kraft und Mut,
Wir halten fest, haben keinen Schimmer,
Wie gut, loslassen tut!
Wir halten fest, wollen nicht verlieren,
Wir haben Angst vor dem Verlust,
Doch hörn wir auf, mit dem Umklammern,
Dann fallen wir mit großer Lust!

Dienstag, 19. Juli 2016

Spuren gesellschaftlichen Elends

Fragen über Fragen, oder Arbeit über Arbeitseinkommen, oder nicht, weil keine Arbeit mit welcher Einkommen erzielt wird? In der MZ findet sich ein Beitrag, welcher auf eine Maßnahme der KoBa (kommunale Elendsverwaltung des Landkreises Harz) verweist und Frauen, alleinerziehend, sind an dieser Maßnahme beteiligt, ein Theaterstück das Ergebnis ihres tun, welches aufgeführt wurde und zumindest auf der Facebook-Seite der MZ umfassend diskutiert wird, oder zumindest wurde. Derlei Diskussionen sind oft auch Beleg dafür, dass die neue Armut in diesem Land nach wie vor auf dem Vormarsch ist.
Ich habe ursprünglich eigentlich etwas anderes auf der Facebook-Seite der MZ gesucht, fand diese Diskussion, welche äußerst interessant daherkommt. In der Mehrheit diskutierten Frauen und manch Meinung ist beachtenswert, wobei in vielen Meinungen Klischees bedient werden und eine Keule gerade auch gegen alleinerziehende Frauen geschwungen wird. In der Regel von Frauen, welche in Lohn, Brot und Partnerschaft ihr Unverständnis über manche Aussage und über diese Maßnahme selbst äußern. Dabei ist zu beobachten, dass einige der Diskutantinnen ihr eigenes Elend gegen das Elend arbeitsloser, alleinerziehender Frauen stellen. In einem Kommentar wird sogar festgestellt, dass manch Monat weniger verdient wird, als Hartz-IV-Bezieher erhalten. Das ist zwar traurig, aber von den durch die Maßnahme betroffenen nicht zu verantworten, eher sollte sich die Schreiberin eines solchen Kommentars fragen, warum dies so ist und warum sie für sowenig Geld arbeiten geht! An verschiedener Stelle habe ich zwei Kommentare hinterlassen. Während des Lesens sind mir allerdings einige Gedanken mehr gekommen, welche ich zwar niederschrieb, allerdings nicht an entsprechender Stelle auf Facebook veröffentlichte, hier einige davon:

Mittwoch, 13. Juli 2016

KOMMUNISMUS ALS GESELLSCHAFTLICHE ALTERNATIVE ... gedacht ... gefunden

Interessant, es entwickeln sich anscheint neue Vorstellungen vom Kommunismus welche den alten ähneln. Aber was immer er auch ist und so notwendig eine solche Ordnung, es ist noch ein weiter Weg dahin und dem Kommunismus geht der Sozialismus voraus. Ein engagierter Beitrag, einer jungen Frau, welcher Raum und Anlass zur Diskussion bietet, findet sich in den endlichen Weiten des Internets. Interessant allein schon die Tatsache, dass Kommunismus als Alternative zum Kapitalismus angedacht wird, ein Punkt welcher Achtung verdient, da die kapitalistische Gesellschaft im allgemeinen als Alternativlos gepriesen und gesellschaftliche Alternativen auf die verschiedenste Art und Weise negiert wird. Das dem Kommunismus der Sozialismus vorausgeht, sollte allerdings nicht vergessen werden und auch geäußerte Vorstellungen verdienen kritisch betrachtet zu werden, wobei es Sinn macht sich auf wesentliches zu konzentrieren und praktische Erfahrungen mit dem Sozialismus in der DDR berücksichtigen.

Freitag, 8. Juli 2016

Zeitgeist und Lebenszeit – zweiter Versuch -

Es ist der Geist,
in einer Zeit,
welcher gerne Zeitgeist heißt,
allzu oft aber Lebenszeit verspeist,
wenn Zeitlos ungeachtet er gedacht,
in der Gegenwart nicht Pause macht!

In Vergangenheit erstarrt,
dort hoffnungsvoll verweilt,
alles Ritter, keiner Knecht,
es ging den Menschen dort nicht schlecht,
in Illusion und hoffnungsschwer,
diese vermeidlich heile Welt soll wieder her!

Donnerstag, 7. Juli 2016

Zeitgeist und Lebenszeit

Erstaunen gelegentlich auch erschreckt,
es neue Lebensgeister weckt, … gelegentlich!
So ist gedacht in einer Zeit,
in dieser auch geschrieben,
verhaftet nicht in Vergangenheit,
doch deren Ausdruck nicht vertrieben!

Es ist der Inhalt,
welcher angemessen,
sollte gemessen und nicht vergessen,
die Form den Inhalt letztlich schmückt,
wenn geschickt verwoben,
das Außen sollt das Innen loben!

Dienstag, 28. Juni 2016

... zu einem Beitrag folgendes Zitat: „Wenn ...

Bildschirmfoto2016-06-28-15:42Uhr

Auf Facebook fand sich als Kommentar zu einem Beitrag folgendes Zitat: „Wenn wir uns überall einmischen wollen, wo himmelschreiendes Unrecht geschieht, dann riskieren wir den dritten Weltkrieg. (Zitat von Helmut Schmid.)“. Dieses Zitat kommentierte ich wie folgt: „Aus diesem Grund wird sich auch nur da eingemischt, wo es den eigenen Interessen dienlich und nicht dort, wo das „himmelschreiende Unrecht“ den eigenen Interessen dient!“
Zum Zitat hatte ich vordem folgende Gedanken niedergeschrieben: Ja wo immer auch himmelschreiendes Unrecht geschieht, … überall, nur nicht bei uns!? Was ist eigentlich himmelschreiendes Unrecht? Ist uns das irdische Unrecht nicht genug und wenn wir schon einmal beim Himmlischen sind, … wie war das mit dem Splitter im Auge des Anderen und dem Balken im eigenen, welcher nicht gesehen wird? … Und gab es nicht einmal eine Regel der UNO, welche die Nichteinmischung in die inneren Angeleigenheiten anderer Staaten proklamierte? Alles Geschichte, die Deutschen sind wieder wer und dem Kapital ist nach Krieg, die kleinen Kriege, welche im übrigen allen bisherigen großen Kriegen vorangegangen sind, reichen nicht mehr aus, die Probleme zu lösen, welche vom Kapitalismus geschaffen, in den Krieg treiben. Das deutsche Volk wird auf den Krieg vorbereitet, die wenigsten sind allerdings dafür und so wird hofiert und propagiert für die „richtige“ Sache (gegen himmelschreiendes Unrecht) zu kämpfen und diesmal auch die richtigen Verbündeten zu haben, mit denen eine Niederlage nicht sein soll!
Zum Zitat, es ist keine Frage des Willens, sondern praktische Realität sich überall einzumischen, wo himmelschreiendes Unrecht (was immer auch darunter verstanden wird) geschieht, allerdings wurde keiner der Krieg von außen wegen himmelschreienden Unrechts geführt, sondern wegen Einfluss, Märkten, Rohstoffen und nicht zuletzt um des Kriegsführens selbst, als Mittel der Kapitalkumulation!, allerdings entschied ich mich für die kürzere Fassung.