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Montage-Bildschirmfotos |
Quedlinburg
gehört zum Weltkulturerbe und trotzdem kommt es vor, dass Häuser
abgerissen werden, selbst wenn sie unter Denkmalschutz stehen. So
geschehen mit einem alten Tagelöhnerhaus
im Bereich des Schlossberges. Es war ein altes Haus und die Raumhöhen
alles anderes als Zeitgemäß, schwerlich es nach heutigen
Vorstellungen zu Wohnzwecken umzubauen. Vielleicht hätte es saniert
und ein Museum drin eingerichtet werden können, für viele Touristen
wäre es sicher interessant gewesen durch ein solches Haus zu gehen,
die meisten allerdings in gebückter Haltung, einen Eindruck vom
Leben in vergangenen Zeiten so erhaltend. Die Option stand allerdings
nicht im Raum und so wurde abgerissen und das bei Abrissen
gelegentlich etwas mehr abgerissen wird, als geplant, oder von
vornherein falsch geplant wurde, ist nicht neu, auch weil solch altes
Haus manch Überraschung bereit halten kann.
Und
so wurde dieses Haus Anfang 2017 abgerissen, einem Beitrag ist zu
entnehmen, dass die eingesetzte Technik nicht unbedingt angebracht
war, aber mittels deren Einsatz war der Abriss wahrscheinlich
kostengünstiger zu realisieren, als das Haus arbeitsaufwendig
abzutragen. Eine Folge der Abrisstätigkeit war die Beschädigung
eines Nebenhauses, wobei der entstandene Schaden trotz Versprechen
des betreuenden Architekten, wie einem Beitrag der MZ zu entnehmen, bis heute nicht beseitigt wurde.
Nun
ist das Jahr bald zu Ende, der Winter steht vor der Tür und die
beschädigte Wand verbessert nicht unbedingt die Wohnkultur im
beschädigtem Haus. Nach mehreren Beiträge in der MZ fand das Thema
nun auch Gehör beim Mitteldeutschen Rundfunk Sachsen-Anhalt und es gab einen Bericht im Fernsehen.
Und da der Beitrag auch im Internet geteilt wurde, habe ich ihn
anschauen können, vordem hatte ich allerdings den Text auf der
verlinkten Seite gelesen, als auf diesen Beitrag auf den Seiten von
Facebook verwiesen wurde. Eigentlich wurde mehrfach darauf verwiesen
und es gab die verschiedensten Kommentare, zu einem Beitrag schrieb
ich folgenden Kommentar, wobei ich in Folge auf den Internetseiten
der MZ (08.03.
/ 10.03.
/ 15.03.
/ 08.09.2017) nach
weiteren Beiträge erfolgreich suchte:
Das
schlimme daran ist ja, dass nichts passiert, mehrfach war dieses
Thema schon in der MZ und außer Versprechungen war vom
Architekturbüro nichts zu lesen. Ich habe die Sendung nicht gesehen,
aber im verlinkten Text wird das Architekturbüro nicht beim Namen
genannt, dieses asoziale Verhalten wäre wahrscheinlich nicht
sonderlich Werbewirksam. Aber was soll es, die Verantwortlichen sehen
nur ihr eigenes Interesse und das koste es was es wolle, solange die
Kosten andere zu tragen haben. Die Gesundheit und Lebensqualität
anderer Menschen spielt für die für den Abriss verantwortlichen
keine Rolle ...
Nachsatz:
Wie oben geschrieben habe ich zwischenzeitlich den Beitrag gesehen
und wer sich in Quedlinburg auskennt, weiß welche Architekten dafür
verantwortlich sind, der Firmensitz wurde gezeigt, allein die
Hinweisschilder wurden etwas verfälscht. Auf den Seiten der
Architekturbüros finden sich übrigens auch Verweise auf dieses
Objekt, wie es einmal aussehen kann. Der in der MZ
genannte Architekt hatte in einem anderen Fall schon bewiesen, dass ihm das kulturelle Erbe in dieser Stadt
nicht, oder nur wenig, oder nur soviel interessiert, wie es seinen
Geschäftsinteressen dienlich. So klagte er in einem anderen
Zusammenhang erfolgreich gegen einen Stadtratsbeschluss, zeigte damit
allerdings auch, was vom allgemeinen Demokratiegesäusel hierzulande
zu halten ist.
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