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Bildschirmphoto 2018-07-16 21:21 Uhr |
In
Quedlinburg steht nach wie vor die Ausweisung und Planung eines
Industriegebietes an, einst wurden die Planungen abgelehnt, von
übergeordneten Behörden, das wurde auch begründet, allerdings half
das nicht und der Stadtrat beschloss eine erneute Planung, unter Berücksichtigung der
Faktoren, welche zur Ablehnung führten. Das stößt allerdings nicht
auf ungeteilte Gegenliebe und so wurde jüngst im Rat versucht das
Industriegebiet durch die Hintertür in Angriff zu nehmen. Eine schon länger ansässige Firma in diesem Gebiet, wird als
Vorwand genutzt, um über Formulierungen das Industriegebiet zu
verankern, obwohl es dieses eigentlich noch nicht gibt. Die
Mitteldeutsche Zeitung berichtet und auf Facebook gibt es eine Diskussion zum
Thema, wobei auch dort die Apologeten neoliberalen Wirtschaftsdenkens
ihre Spuren hinterlassen. Die folgenden zwei Kommentare habe ich auf
der Facebook-Seite der MZ zum Thema veröffentlicht:
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Wie
sah es mit der Industrie vor 1990 in Thale und Wernigerode aus,
sicher weniger als heute!?
Und
einmal von den Folgen für Natur- und Kulturlandschaft abgesehen, wie
hoch ist die Möglichkeit, dass sich Industrie in Quedlinburg
ansiedelt? Es wird immer nur von potenziellen Investoren gesprochen,
realistische gibt es keine! Und nur weil Flächen unter hohem Aufwand
vorgehalten werden, wird
sich hier keine Industrie ansiedeln. Es gibt ausreichend
Industrieflächen,
welche
auf Investoren warten, wo sich niemand hin verirrt und auf denen
irgendwann Kühe weiden oder Solarzellen glänzen!
Und
was hätten
Investoren der Industrie zu erwarten, außer eine dann nicht mehr so
attraktive Wohnstadt und billige Flächen? Hier wird auch
beständig
von Fachkräftemangel fabuliert, am
intensivsten von jenen, welche Industrieansiedlungen herbei-orakeln,
nur wo
sollen die Fachkräfte für die Industriebetriebe herkommen und
welche Folgen hätte dieses für die einheimischen Unternehmen …?
Warum
wachsen in diesem Land die Ballungszentren und zieht sich der
ländliche Raum leer, weil es auf dem Land zu wenig Industrieflächen
gibt, oder weil in den Ballungsräumen die Gesamtbedingungen für
Industrieansiedlungen besser
sind? ...
-
Ja
Arbeitsplätze, das heilige Menetekel unser Zeit, nur wie sieht es
aus, mit den weisen Beschlüssen des Stadtrates und welche Folgen
haben diese? Erinnert sei an die Schließung des Kurzentrums in Bad Suderode, glorreich wurden gelobt die
Investoren und was ist übrig geblieben, außer das Arbeitsplätze
vernichtet wurden? Weisheit allein nutzt nichts, das folgen von
Lehrsätzen, in erster Linie neoliberal geprägt, ebenfalls nicht,
gut wäre Wissen über eigentliche ökonomische Zusammenhänge, ...
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