Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Donnerstag, 12. März 2026

Pandemische Zeiten, - Erinnerung - es bietet sich an zu vergleichen.

Es ist eine interessante Sache, welche Parallelen sich aufdrängen, wenn zum Beispiel ein Bericht in der Zeitung gelesen und Bezüge zum pandemischen Zeitalter hergestellt werden können.

Gelegentlich wird ja von der Wahl zwischen Pest oder Cholera gesprochen, wenn es um etwas schlimmes geht und gebotene Alternative. Pest und Cholera, lange galten sie als Geißel der Menschheit und zwischen zwei gleichgroßen Übeln entscheiden zu müssen bedeutet eigentlich keine wirklich positive Wahlmöglichkeit zu haben. Und so haben sich die Menschen einst mit beiden Krankheiten auseinandersetzen müssen, haben nach Mittel und Wege gesucht diesen zu begegnen, die Folgen für die betroffenen Menschen zu lindern, in der Hoffnung diese zu heilen. Das dabei Fehler gemacht wurden und auch alles Mögliche ausprobiert wurde, im Glauben irgendwie wird es schon helfen und wenn nicht, so wurde es wenigstens versucht. Das dabei im übertragenen Sinne die Pest mit der Cholera bekämpft wurde ist vorgekommen und Goethe hat solches in seinem Faust zum Gegenstand genommen.

Das war einst, jüngst war ein anderes Virus aktiv, welches in seiner Bedeutung und Wirkung den oben genannten gleichgesetzt wurde, ohne auch nur annähernd gleicht zu sein. Es könnte gesagt werden, dachten sich die Herrschenden, ein gleicher unter gleichen und es wurde gesagt von der herrschenden Politik, Wissenschaftler hatten es zu begründen, egal wie und wo sie die Argumente finden, im Glaube gefangen entwickelten Sie das Verlangen ihre Wissenschaft in Religion zu verbannen, um zu begründen, was man so konnte nicht finden. Dafür wurde ein Virus gefunden, es wurde Maßnahmen ersonnen, welche zwar dem Virus nichts anhaben konnten, aber den Druck auf die Bevölkerung erheblich erhöhte. Damit die Folgen spürbar wurden, wurde der Druck auf die Menschen erhöht, sie waren von Sanktionen betroffen und wer sich nicht fügte, wurde in seiner Existenz bedroht. Ausgesperrt vom gesellschaftlichen Leben, Arbeits- und Berufsverbote verhängt, Einkommen entzogen, Auskommen verwert. So kam es dazu, dass viele Menschen mehr Angst vor den Maßnahmen, mit diesen verbundenen Repressionen, als vor einem Virus, welches gefährlicher als ein Grippevirus sein musste, allein schon weil dieses selbst Opfer.

Und so wurde im Kampf gegen den ausgemachten Feind und das war der praktischen Politik folgend, nicht ein Virus, sondern der Mensch, alles aufgeboten, was als notwendig erachtet dem Feinde zu begegnen, ihn zu bezwingen, ihn auf Linie zu bringen, selbst wenn dazu experimentelle Mittelchen genutzt, welche zwar tauglich den Profit der Pharmaindustrie zu maximieren, aber nicht eine Krankheit niederzuringen.

Das die Kämpfer an der herrschaftlichen Front für ihre Taten belohnt, steht außer Frage, genauso wie sie weiter gepriesen, da die Politik der Pandemie zwar die Vorbereitung der Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln diente, ist heute gut zu sehen, es ist aber auch zu sehen, vor welche Probleme wir heute stehen.

Und so ist eine Zitat aus Goethes Faust, welches sich mit dem Umgang mit einer Krankheit beschäftigt und ein weiteres Zitat, welche Zitiert im Kapital, Band eins von Karl Marx.


Faust:


Nur wenig Schritte noch hinauf zu jenem Stein,

Hier wollen wir von unsrer Wanderung rasten.

Hier saß ich oft gedankenvoll allein

Und quälte mich mit Beten und mit Fasten.

An Hoffnung reich, im Glauben fest,

Mit Tränen, Seufzen, Händeringen

Dacht ich das Ende jener Pest

Vom Herrn des Himmels zu erzwingen.

Der Menge Beifall tönt mir nun wie Hohn.

O könntest du in meinem Inneren lesen,

Wie wenig Vater und Sohn

Solch eines Ruhmes wert gewesen!

Mein Vater war ein dunkler Ehrenmann,

Der über die Natur und ihre heil`gen Kreise,

In Redlichkeit, jedoch auf seine Weise,

Mit grillenhafter Mühe sann;

Der, in Gesellschaft von Adepten,

Sich in die schwarze Küche schloß

Und, nach unendlichen Rezepten,

Das Widrige zusammengoß.

Da ward ein roter Leu, ein kühner Freier,

Im lauen Bad der Lilie vermählt

Und beide dann mit offenen Flammenfeuer

Aus einem Brautgemach ins adere geqält.

Erschien darauf mit bunten Farben

Die junge Königin im Glas,

Hier war die Arznei, die Partienten starben,

Und niemand fragte: wer genas?

So haben wir mit höllischen Latwerdgen

In diesen Tälern, diesen Bergen

Weit schlimmer als die Pest getobt.

Ich habe selbst den Gift an Tausende gegeben,

Sie welkten hin, ich muß erleben,

Daß man die frechen Mörder lobt.


Goethe, Faust Der Tragödie erster Teil, Verlag Philipp Recklam jun. Leipzig, 1988, Seite: 37. *

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