Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Samstag, 24. November 2018

… was soll hier nachhaltig sein, die Armut?


Bildschirmfoto 2018-11-24 0:49 Uhr
Das Thema selbst hatte ich hier schon einmal aufgegriffen, auch der ursächliche Kommentar des folgenden Diskussionsstrangs war dort schon Gegenstand der Betrachtung. Letztlich ist auch der Verlauf der Diskussion interessant, wobei ich noch nicht sagen kann, ob diese Diskussion nun schon zu Ende ist, oder ob es noch eine Erwiderung auf meinen letzten Beitrag gibt. Die Namen der Diskutanten werde ich allerdings verfremden, nur die Anfangsbuchstaben stehen lassen.

A. S. Sind die Beweggründe der Spender nicht auch egal? Solche Kommentare jedenfalls helfen den Bedürftigen absolut nicht und sie sind gerade vor Weihnachten sehr dankbar für diese Tafel-Tüten Aktion!! Und ich kann bestätigen, dass wirklich jede Tüte auch bei der Tafel ankommt.
Zudem spendet REWE, im Gegensatz zu anderen Märkten, auch täglich alle noch genießbaren Lebensmittel an die Tafeln.

T. L. Ist es nicht schlimm, das die Menschen dankbar sein müssen, wenn sie Almosen empfangen dürfen? Übrigens geht es nicht um die Spenden, es geht um die Almosen und das Menschen sich in einer Lage befinden, von Almosen leben zu müssen. Die Almosen verschaffen Linderung, allerdings das Problem wird dadurch nicht gelöst, eher ist zu verzeichnen, dass trotz oft und gern verkündeten Aufschwungs immer mehr Menschen von Almosen abhängig sind, die Schlangen an den Tafeln länger werden. ... Es geht nicht darum gegen Almosen zu sein, sondern gegen die Zustände, welche Menschen zu Almosenempfängern werden lassen.

J. B. @ A. S., ich weis einen konkreten Fall bei dem rewe den Vertrag mit Abnehmern gekündigt hat und wenn sie auch einen Teil für die Tafeln geben, ist es immer noch zu wenig. Pro Woche einen Rollcontainer voll Lebensmittel wegwerfen ist einer zuviel!

A. S. Trotzdem bekommen wir von den meisten REWE Märkten wirklich viele Lebensmittel gespendet - auch wenn sich der eine oder andere REWE nicht dran beteiligt.
Vom Kaufland zum Beispiel bekommen wir nichts - oder ganz ganz selten und das finde ich wirklich‚ beschämend‘🙁

H. E. - T. Worte sind Gewalten, diese Tatsache wird gern vergessen. Diese Lebensmittel als „Almosen“ zu bezeichnen ist schon ein Grundproblem. Ich finde den Aspekt des Lebensmittel -rettens viel wichtiger. Und betrachte es auch von dieser warte. Vielleicht solltest du das auch mal überdenken 😉

T. L. - H. E. Es sollte als das bezeichnet werden, was es ist und es sind eben Almosen welche verteilt werden. Die Rettung von Lebensmitteln ist unter Umständen ein positiver Nebeneffekt, in einer auf Überfluss und Verschwendung getrimmten Gesellschaft. Übrigens die "Lebensmittelrettung" in den Mittelpunkt zu stellen, würde das eigentliche Problem verschleiern, das Menschen gezwungen sind, sich bei Tafeln anzustellen, weil ihr Einkommen nicht ausreicht, sich selbst zu versorgen. Fatale Logik, da diese Menschen die Tafeln brauchen, retten sie Lebensmittel, nur würden die Menschen keine Lebensmittel benötigen, wenn es für sie nicht notwendig wäre zur Tafel zu gehen, sie von ihrem Einkommen selbstbestimmt einkaufen gehen könnten? Und unabhängig davon, es werden in unserer so reichen Gesellschaft nicht nur Lebensmittel verschwendet, die Überproduktion weltweit liegt bei ca. 50%, das bedeutet nicht mehr, aber auch nicht weniger, als das ca. 50% der Produkte weltweit für die Halde produziert werden! Der Reichtum, welcher die Armut schafft! ... Almosen sind eben Almosen, egal als was sie daherkommen, ob als Lebensmittel oder als Nichtlebensmittel ... 😉

A. P. - T. L. hier geht es um Spenden und eben nicht um Ideologie.

T. L. - A. P. „Ein Almosen ist eine materielle Gabe an einen bedürftigen Empfänger ohne Erwartung einer materiellen Gegenleistung dieses Empfängers. Es unterscheidet sich von einer Spende durch den Beweggrund des Mitleids mit dem Empfänger.“
und
„Eine Spende ist eine freiwillige Zuwendung für einen religiösen, wissenschaftlichen, gemeinnützigen, kulturellen, wirtschaftlichen oder politischen Zweck.“ Bei Wikipedia nachzulesen. Das Kind sollte schon beim Namen benannt und das Elend nicht mittels begrifflicher Instrumentalisierung verschleiert werden. Und was ist schon Ideologie? Heute gern als Kampfbegriff verurteilt, was allerdings nur mittels ideologischer Herangehensweise möglich ist. Also egal von welcher Seite Argumente für und wieder hervorgebrachte werden, es ist in der Regel immer ideologisch, wenn es das gesellschaftliche Sein betrifft. Und so ist es schon ein Unterschied, wenn von Almosen gesprochen wird und damit auf das Elend, welches mit diesen verbunden ist, verwiesen, oder von Spenden, das dahinterstehende Elend ignorierend! Almosen sind so immer im Zusammenhang mit gesellschaftlichen Elend zu sehen, Spenden nicht! Und bei der gegenständlichen "Großspende" geht es um nichts anderes als ums gesellschaftliche Elend und die werbewirksame Präsentation des gebenden Unternehmens ... sie trägt nicht zur Lösung der Probleme der Betroffenen bei, ... aber zur Linderung, eben Almosen ... Das Elend gilt es zu benennen, nicht zu verkennen!

C. G. Oh man, T. L., man kann das ganze natürlich bis ins Detail ausdiskutieren. Klar ist es blöd, dass Menschen auf diese Lebensmittel angewiesen sind. Aber eine kleinkariert Diskussion bei Facebook über die Bezeichnung dieser Lebensmittel ändert und das beklagen, dass sie benötigt werden, ändert doch auch rein gar nix.
Fakt ist aber, dass eine solche Aktionen ein bisschen was ändert, sie sorgt nämlich für etwas mehr und evtl. bessere Auswahl an Lebensmitteln bei den Menschen, wo sie auf dem Tisch landen. Oder dass mehr Menschen etwas ab bekommen.
Und das braucht man nicht kaputt zu diskutieren.

T. L. - C. G. richtig, lasst das Elend in diesem Land seinen Lauf und sich manifestieren, ab und zu mal eine Spende für die Elenden, vor allen das sie Weihnachten nicht darben müssen, sie beruhigt sind und nicht unruhig werden. Almosen haben eine lange Tradition, die Ursachen fürs Elend auch, Almosen helfen nur zu lindern, ... aber gut, schöne heile Welt, gelobt seien die Spender, insbesondere die Großspender, vor allem wenn es ihnen gelingt sich ihre Spenden von anderen bezahlen zu lassen. ... Und "kaputt zu diskutieren", was soll den kaputt diskutiert werden, oder was geht durch diese Diskussion kaputt? Vielleicht die Illusion von der Spende, welche sich als Almosen entpuppt und dieser Begriff nicht unbedingt positiv besetzt ist? Oder die Ansicht, dass sich durch diese Almosen etwas an der Situation der Elenden ändern könnte, außer diese punktuell etwas zu lindern? Und kleinkariert in Diskussionen ist in der Regel immer das, was man selbst nicht versteht, oder wahrhaben möchte, ... das diese Spenden von der Sache her Almosen sind!

C. G. Lieber T. L., ich habe mit keinem Wort gesagt, dass man dem Elend seinen Lauf lassen soll.
Aber du scheinst ja ziemlich von deiner Rhetorik überzeugt zu sein.
Wenn du nicht selbst deinen Arsch hoch kriegst und und hilft oder was änderst, dann spar dir doch dein möchtegern- hochtrabendes Geseier!
Das ist auch so typisch deutsch, runlamemtieren, sich an Begrifflichkeiten hoch ziehen und philsophieren was alles falsch ist.
Statt dessen angebracht wären konkrete Lösungen und besser machen.
Aber wer das nicht kann, der sabbelt halt in sozialen Netzen darüber, was andere nicht perfekt machen.

T. L. Liebe C. G., kein Problem, ohne Kenntnis über andere, ... zu erkennen, was wer tut, oder nicht tut, auch ein Form typischer neuzeitlicher Diskussionskultur. Und einmal vom Elend abgesehen, was auch als Elend bezeichnet werden sollte und nicht verschleiert, könnte auch über triviales diskutiert werden, wie in solchen Netzwerken sehr verbreitet und wozu sich oft wesentlich mehr äußern, hier ist es nur ein hin und her und es endet wo es enden muss, in dem der Inhalt der Form geopfert wird, das Thema verlassen, vermutliches soll es richten. Allerdings was gehört alles zur Veränderung, oder dazu Veränderungen zu bewirken? "Aber wer das nicht kann, der sabbelt halt in sozialen Netzen darüber, was andere nicht perfekt machen.", was machen andere denn nicht perfekt, das Elend? Es geht auch darum das Elend zu erkennen und dazu gehört es auch es zu benennen. Dabei ist die materielle Armut vieler Menschen nur eine Seite, eine zweite ist die zunehmende geistige Armut und auch wenn beide Hand in Hand gehen und eine die andere befördert, sind sie doch auch an verschiedenen Orten anzutreffen. Und gut, dass man in den sogenannten sozialen Netzwerken noch darüber "sabbeln" kann! Immerhin, "alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muss durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.“*

C. G. Ach herrje, ich habs bis zu dem 17 Zeilen langen Satz geschafft und nu hab ich keine Lust mehr.
Geistige Armut wird ja auch oft versucht zu verschleiern mittels Rhetorik die gebildet wirken soll.
Naja, nützt aber nix, wenn in zig Aussagen kein Kern drin ist.
Und wenn dem Gerede keine Taten folgen ist es noch sinnloser.

T. L. - C. G. Wahnsinn, wo findet sich ein 17 Zeilen langer Satz? Allerdings können ja Auflösungen am Bildschirm durchaus verschieden sein. Aber immerhin, achtenswert, aber nicht ungewöhnlich der Versuch die Kuh vom Eis zu bekommen, in dem die Form für den Inhalt genommen und das Spielfeld gewechselt. Der rote Faden ist zu finden, es ist das Elend, welches verklärt, weil mittels Almosen ernährt und so auch am Leben erhalten. Also wird unterstellt und vermutet, tut man was gutes, oder tut es auch nicht, wer kann das sagen, wer wird es sagen und so wird es verwirrend, wobei wer da geistig arm, kaum in der Lage drei Sätze hintereinander rhetorisch gut zu platzieren! Nun ja, aber Sie scheinen ja über ein Glaskugel zu verfügen, dass Ihr Wissen so umfassend ist, sind sich dabei aber nicht bewusst, dass nicht ein jeder, welcher etwas gutes tut, oder gemeinnützig tätig ist, in welcher Form auch immer, so darüber schwadroniert, wie es im ursprünglich gegenständlichem Beitrag der Fall!

T. L. - C. G. "Produkte im Gesamtwert von über 16.500 Euro werden im Rahmen der Nachhaltigkeitswochen „Gemeinsam Teller füllen“ von der Supermarktkette Rewe an die Tafeln in Sachsen-Anhalt übergeben." ist im Beitrag zu lesen. Nachhaltigkeitswochen, was soll hier nachhaltig sein, die Armut? Und was den Beitrag betrifft, 16.500,-€ im Verhältnisse zum Jahresumsatz des Konzerns von 57.800.000.000,-€ ... nun ja, entspricht ungefähr 0,000028%, da "opfere" ich jeden Monat mehr, im Verhältnis zum Einkommen! Und auch wenn der Vergleich hinkt, was Vergleiche in der Regel immer an sich haben und REWE weitere Spenden gibt, in den verschiedensten Formen tätigt, so sollte der Glorienschein nicht all zu hoch gehängt und berücksichtigt werden, dass auch solche Konzerne ihren Anteil an der Verelendung in der Bevölkerung haben. klick

C. G. Nun, dann platziere ich halt keine drei Sätze rhetorisch hintereinander. Hab ich auch nicht vor gehabt, denn Worte machen nun mal nicht satt.
Das als geistig arm zu bezeichnen zeugt von wiklich geistiger Armut!
Wohl dann, ich werde diesen wenig erquickenden, sich im Kreise drehenden Gesprächskreis nun verlassen. Ein roter Faden zeigte sich mir erkenntlich nicht, vor Schachtelsätzen warnte man mich, ich halte das Thema für verfehlt, eine gute Tat zu nichte zu machen, weil sie nicht gut genug ist, liegt mir nicht. 😊

A. S. - C. G. Danke 😊

T. L. - C. G. oh, wie war das mit den getroffenen ...? Nun muss nicht jede Aussage auf sich selbst bezogen werden, feststeht nur eins, es gibt die alte und die neue Armut, allerdings zieht sich jeder den Schuh an, welcher passt. Sich mit gesellschaftlichem Elend auseinanderzusetzen, ist eine Notwendigkeit und notwendig ist es auch die Ursachen für dieses Elend zu erkennen und aufzuzeigen, sich mit diesen auseinanderzusetzen, eine Grundvoraussetzung für Veränderung, welche sich nicht in reinem Aktionismus erschöpft. Das es erklärter Weise keine Erwiderung mehr geben wird, einen schönen Abend, …

C. G. Leider bin wohl zusätzlich zu meinem mangelden rhetorischen Geschick auch inkonsequent, aber den muss ich noch:
Alte und neue Armut, Elend... du sprichst mit einem ungeheurem Hochmut darüber. Als ob du der Ritter in weißer Rüstung wärst, der durch Reden schwingen alle Probleme löst.
Tatsächlich sind mir die Begriffe scheiß egal.
Ich sah in anderen Ländern Kinder Trinkwasser aus dreckigen Flüssen und Tümpeln holen, nur die Kleidung die sie trugen als Besitz und Strom war auch nicht vorhanden.
Meine Vorstellung von Armut und Elend mag daher eine gänzlich andere sein, wie der vieler Menschen in Industriestaaten. Aber Begriffe sind nur Worte. Ich werde mir nie anmaßen Armut und Elend für andere zu definieren, aber ich lasse mir nicht von eibem arroganten Schwafler sagen, ich würde mich nicht mit Elend auseinander setzen.
Und, so by the way als Info zur Kommunikation in sozialen Netzwerken: Wenn du mich markierst, dann gehe ich davon aus, dass sich auch die Aussagen auf mich beziehen.
Und unterschwellige Andeutungen zu geistiger Armut zeigen nur, dass du provozieren und lamentieren willst, aber für vernünftige Argumentation fehlen auch dir die Worte.
Getroffene Hunde und so…
Ein wirklich geschickter Redner schafft es, den Kern einer Aussage präzise zu formulieren.

T. L. - C. G. ziehen Sie sich keine Schuhe an, welche nicht passen, mangelndes rhetorisches Geschick ist Ihnen nicht vorzuwerfen, eher agieren Sie durchaus geschickt! Und Inkonsequenz? Was soll es, was gesagt werden muss, sollte auch gesagt werden, das ist nur konsequent! So sind unsere Ansichten zwar verschieden, wir sehen den gleichen Gegenstand, allerdings ist der Blickwinkel ein anderer und so nehmen wir das Problem unterschiedlich auf und gehen verschieden damit um. Armut und Elend betrachte ich als das was sie sind, ein gesellschaftliches Produkt, ein gesellschaftliches Problem, welches auch nur in der Gesellschaft und durch die Gesellschaft zu lösen ist. Und nur wenn die Ursachen für Armut und Elend erkannt werden, kann dieses Problem gelöst werden. Mittels Almosen ist das nicht möglich, diese sind zur Linderung gedacht, das ist ihre Funktion, das ist die mit der Almosengabe verbundene Aufgabe, nicht mehr und nicht weniger. Und wenn Elend und Armut als das benannt werden, was sie sind, dann ist das alles andere als hochmütig und trägt dem Schicksal der von Armut und Elend betroffenen Menschen eher Rechnung, als beständig geäußertes Bedauern und Mitgefühl für das Schicksal dieser Menschen.
Dabei kommen Armut und Elend sehr verschieden daher und zeichnen sich nicht nur durch eine Leere in der Magengegend, sondern auch durch mangelnde Lehre im Kopf, durch Vereinzelung und Vereinsamung und auch durch die neoliberale Sichtweise, das ein jeder Mensch für sein Schicksal allein verantwortlich ist, aus! Also ist es sicher nicht arrogant Elend und Armut in unserer reichen Gesellschaft als das zu benennen was sie sind, ein Mittel zur Erniedrigung von Menschen! Nicht mein vermeidlicher Hochmut erniedrigt von Armut und Elend betroffene Menschen, sondern es ist die gesellschaftliche Situation, in welcher sie sich befinden!
Da hilft übrigens auch kein Ritter in weißer Rüstung weiter, welcher in Supermann-Manier die Probleme der Menschheit löst, das kann die Menschheit, dass können die Menschen nur selbst tun. Das dabei Begriffe und vor allen deren Inhalte keine unbedeutende Rolle spielen, sollte eigentlich bewusst sein, immerhin kommunizieren wir mittels Worten und versuchen so unsere Ansichten auszudrücken. Machen wir hier übrigens auch, allerdings wird den Menschen einmal erworbene Begriffsvielfalt oft geraubt, in dem über bestimmt Begriffe ein Verwendungsverbot suggeriert wird, oder sie ihres eigentlichen Inhaltes beraubt wurden. So ist es z. B. angenehmer von Spenden zu sprechen, als von Almosen, welches als Begriff einen negativen Anstrich hat, weil mit der Notwendigkeit von Almosen auf das mit diesen verbundene Elend verwiesen wird, Spenden kommen da schon etwas gefälliger her, sind in der Regel positiv besetzt. Nur ist dem Elend, ist der Armut in der Gesellschaft etwas positives abzugewinnen? Eigentlich nicht!
Auch sind Emotionen wichtig, allerdings sollten sie nicht dazu dienen die eigentlichen Zusammenhänge zu verschleiern und das „in anderen Ländern Kinder Trinkwasser aus dreckigen Flüssen und Tümpeln holen“, hat die selben Ursachen wie Armut und Elend in diesem Lande. Und wenn wir schon bei den Handelskonzernen sind, REWE hat hier gespendet, Almosen für die Armen und Bedürftigen, Nestle kauft in Afrika Wasserquellen auf, füllt Wasser in Flaschen und schickt es nach Europa und die die neben diesen Wasserquellen wohnen, müssen ihr Wasser aus dreckigen Pfützen holen. Ein Kreislauf, allerdings weniger ein Wasserkreislauf, vielmehr der Kreislauf des Kapitals. Ja, „Begriffe sind nur Wort“, allerdings dienen Worte dazu etwas auszudrücken und ohne Worte könnten wir hier nicht disputieren!
Gut, oder auch nicht gut, derlei Netzwerke sind nicht unbedingt die idealen Plattformen zum Disput, oft reichen die Äußerungen nicht über Schlagwortanalytik hinaus und gern wird die inhaltliche Ebene verlassen, auf die persönliche ausgewichen, also der Inhalt wird der Form geopfert. Nicht unüblich in solchen Netzwerken und so manche Aussage bietet eben auch Raum für Interpretationen. So die neue Armut, die geistige Armut, die in Diskussionen Armut betreffend gern vergessen wird, aber unbedingt dazu gehört, weil sie an Bedeutung gewonnen hat. Auch hier gilt es die Ursachen zu hinterfragen. Und wenn ich markiere, dann weil es eine Antwort auf den geschriebenen und für die Antwort gegenständlichen Beitrag ist. Nicht mehr, aber auch nicht weniger!
Und „ein wirklich geschickter Redner schafft es, den Kern einer Aussage präzise zu formulieren.“ wenn er die Diskussion beendet, da im Verlauf einer Diskussion der Ausgang, insbesondere wenn zum Teil gegensätzliche Positionen vertreten werden, noch offen ist. Allerdings liegt auch die Klarheit einer Aussage im Auge des Betrachters, gelegentlich kann es durchaus vorkommen, dass die Aussage zwar klar, aber nicht den Vorstellungen des Gegenüber entspricht! Aber egal, es ist eine Diskussion, welche die sachliche Ebene verlassen, die persönliche Ebene als Vehikel nutzend, um den eigenen Ansichten Nachdruck zu verleihen, in dem nicht mehr die Aussagen Gegenstand der Betrachtung, sondern die Person und was über diese zu vermuten ist. Wie schon geschrieben, in solchen Diskussionen nicht unüblich … und in Netzwerken dieser Art werden Diskussionen auch nicht beendet, sie enden einfach ...

Kommentare:

  1. Tafelgedanken

    Wenn du ganz unten bist, dann bleibt die Tafel.
    Vergiss, wer du mal warst, und lass die Scham.
    Hier gibt dir keiner was für dein Geschwafel,
    du kennst doch deine Lage. Bleib mal zahm.

    Dann stehst du. Du bist Letzter in der Schlange.
    Dann bist du dran. Die packen dir was ein.
    Du lächelst dankbar, aber nicht sehr lange.
    Denn das geschenkte Brot ist schwer wie Stein,

    der dir jetzt dauernd bloß am Halse hängt.
    Du fragst dich still, wofür du dich so plagst.
    Du registrierst. Du fühlst dich eingeengt.
    Die lächeln, wenn du was von Würde sagst.

    Dir steigt was hoch, du fühlst nur Wut in dir.
    Beherrschst dich aber, bleibst erst mal gesittet.
    Du hast doch Rechte! Und wo sind sie hier?
    Und du begreifst: Hier wird doch was gekittet!

    Dich quälen Fragen. Antwort weißt du nicht.
    Empört besiehst du dir den Tafelfraß:
    Warst du denn darauf wirklich so erpicht?
    Man müsste, und man sollte … Aber was?



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    1. Danke, treffend formuliert, kann das Gedicht weiterverwendet werden?

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