Wir leben in einer Zeit sich zuspitzender Widersprüche, Krisen erschüttern in immer kürzeren Abständen, mit immer größerer Wucht unsere Gesellschaft. Wir leben in einer Zeit, wo nicht nur mit dem Säbel gerasselt wird, sondern Kriege geführt und ausgeweitet werden. Wir leben in einer Zeit, in welchen die Meinung hauptsächlich von weitestgehend gleich geschalteten Massenmedien diktiert wird. Eine andere Welt ist nicht nur nötig, sie ist auch möglich!
Zitat:
Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“
Zitat:
„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)
Zitat:
Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel
Sonntag, 12. August 2018
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Dienstag, 8. Dezember 2009
Bewegung, Handlungen und Resultate
„Die Zwecke der Handlungen
sind gewollt, aber die Resultate, die wirklich aus den Handlungen
folgen, sind nicht gewollt, oder soweit sie dem gewollten Zweck zunächst
doch zu entsprechen scheinen, haben sie schließlich ganz andere als die
gewollten Folgen. Die geschichtlichen Ereignisse erscheinen so im
ganzen und großen ebenfalls als von der Zufälligkeit beherrscht. Wo
aber auf der Oberfläche der Zufall sein Spiel treibt, da wird er stets
durch innre verborgene Gesetze beherrscht, und es kommt nur darauf an,
diese Gesetze zu entdecken.Geschichte, Staat und Klassenkampf
F. Engels: „In der modernen Geschichte wenigstens ist also bewiesen,
daß alle politischen Kämpfe Klassenkämpfe, und alle Emanzipationskämpfe
von Klassen, trotz ihrer notwendig politischen Form – denn jeder
Klassenkampf ist ein politischer Kampf – sich schließlich um ökonomische
Emanzipation drehen. Hier wenigstens ist also der Staat, die politische
Ordnung, das Untergeordnete, die bürgerliche Gesellschaft, das Reich
der ökonomischen Beziehungen, das entscheidende Element. Die
althergebrachte Anschauung, der auch Hegel huldigt, sah im Staat das
bestimmende, in der bürgerlichen Gesellschaft das durch ihn bestimmte
Element. Der Schein entspricht dem. Wie beim einzelnen Menschen alle
Triebkräfte seiner Handlungen durch seinen Kopf hindurchgehn, sich in
Beweggründe seines Willens verwandeln müssen, um ihn zum Handeln zu
bringen, so müssen auch alle Bedürfnisse der bürgerlichen Gesellschaft –
gleichviel, welche Klasse grade herrscht – durch den Staatswillen
hindurchgehn, um allgemeine Geltung in Form von Gesetzen zu erhalten.
Das ist die formelle Seite der Sache, die sich von selbst versteht; es
fragt sich nur, welchen Inhalt dieser nur formelle Wille – des einzelnen
wie des Staats – hat, und woher dieser Inhalt kommt, warum gerade dies
und nichts andres gewollt wird. Und wenn wir hiernach fragen, so finden
wir, daß in der modernen Geschichte der Staatswille im ganzen und großen
bestimmt wird durch die wechselnden Bedürfnisse der bürgerlichen
Gesellschaft, durch die Übermacht dieser oder jener Klasse, in letzter
Instanz durch die Entwicklung der Produktivkräfte und der
Austauschverhältnisse.“ MEW Band 21, Seite 300, Dietz Verlag 1984 oder hier, unterhalb der Mitte.