Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Dienstag, 5. November 2013

200 Jahre Völkerschlacht bei Leipzig


Vor kurzen fand ich abgebildetes Heft zur Völkerschlacht bei Leipzig, heute habe ich es mir durchgelesen.
200 Jahre ist es her, als die Völkerschlacht bei Leipzig geschlagen war und es vergingen noch einige Monate bis die verbündeten Truppen am 31. März 1814 in Paris einmarschierten. Eine Woche später verzichtet Napoleon auf den Thron. Sein Versuch im Frühjahr 1815 den französischen Kaiserthron zurückzugewinnen scheiterte in Waterloo. „Der Wiener Kongress 1814/15 legitimierte nach der Niederlage Napoleons die territorialen Ansprüche und politischen Forderungen der Fürsten. Die Befreiungskriege endeten also mit einem eindeutigen Sieg der Reaktion. Dem Volk hatten seine Leistungen auf den Schlachtfeldern Vertrauen in die eigene Kraft gegeben. Befreiungsbewegungen und Befreiungskriege wirkten in den folgenden Jahrzehnten in Deutschland und einigen anderen Ländern Europas als Impulse für antifeudale Opposition weiter.“ Die Völkerschlacht bei Leipzig hatte ein bis dahin ungekanntes Ausmaß, „beinah jeder fünfte der 500000 beteiligten Soldaten verlor in der bis dahin gewaltigsten Schlacht sein Leben. 54000 Tote zählten die Heere der Verbündeten, etwas weniger die Armee Napoleons. Das absolut größte Blutopfer für die Befreiung Deutschlands verzeichnete die russische Streitmacht mit 22600 Gefallenen bei 127000 eingesetzten Soldaten. Die verhältnismäßig stärksten Verluste wiesen die drei preußischen Korps auf. Von 72000 Mann waren 16000 im Kampf gefallen. Das Elend der Tausenden Verwundeten war unbeschreiblich.“
200 Jahre sind vergangen, seit der Völkerschlacht bei Leipzig, sie hat ihre Spuren hinterlassen und dem Feudalsystem gelang es sich damals zu restaurieren. Die Entwicklung ging weiter und die Kriege der Zukunft sollten diese Schlacht, sollten diesen Krieg an Grausamkeit noch übertreffen. 100 Jahre später, am Vorabend des ersten Weltkrieges, waren die Verhältnisse in Europa und der Welt geordnet, die Welt war aufgeteilt und eine Neuaufteilung wurde besonders vom erstarkten deutschen Reich betrieben. Dem ersten Weltkrieg folgte der zweite und es gibt Stimmen, welche davon ausgehen, dass wir uns heute schon im dritten Weltkrieg befinden.
Die Völkerschlacht bei Leipzig liegt nun 200 Jahre zurück und wie zu Jubiläen üblich wird erinnert, welche Formen solche Erinnerungen annehmen, verraten auch viel über den Geist der Zeit, in welcher diese praktiziert werden. So fand bei Leipzig ein militärisches Spektakel satt, zu welchen sich Menschen in alte Unformen steckten und versuchten diese Schlacht nachzuspielen.     

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