Wir leben in einer Zeit sich zuspitzender Widersprüche, Krisen erschüttern in immer kürzeren Abständen, mit immer größerer Wucht unsere Gesellschaft. Wir leben in einer Zeit, wo nicht nur mit dem Säbel gerasselt wird, sondern Kriege geführt und ausgeweitet werden. Wir leben in einer Zeit, in welchen die Meinung hauptsächlich von weitestgehend gleich geschalteten Massenmedien diktiert wird. Eine andere Welt ist nicht nur nötig, sie ist auch möglich!
Zitat:
Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“
Zitat:
„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)
Zitat:
Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel
Mittwoch, 27. Januar 2010
Parteispenden, Parlamentarismus und die Gralshüter der parlamentarischen Parteiendemokratie!
Von Kriegen und Kämpfen!?
Zwei Beiträge in der Jungen Welt, welche Thematisch so weit nicht aus einander liegen. Der eine handelt vom Krieg, welcher geführt wird, der andere von einem Kampf, in welchem anscheinend ein Gegner verloren gegangen ist! Folgende zwei Gedanken zu diesen Beiträgen:
Sie war wahr, die DDR!
Sonntag, 17. Januar 2010
Ein interessantes Essay zur Situation in Lateinamerika!
Haiti, eine Katastrophe und verschieden motivierte Hilfe!
Ein Jubiläum und zwei Sichtweisen!
Ein Jubiläum und zwei Sichtweisen!
Jahre ist es her, da wurde in Berlin die Zentrale der Staatssicherheit gestürmt und zum Teil auch geplündert. Dabei waren nicht nur Bürger zu gegen, sondern auch Vertreter verschiedener, westlicher Geheimdienste. Anzunehmen ist, auch wenn bestritten, dass letztere die Initiative ergriffen hatten. Immerhin war deren Interesse groß, hatten sie doch in der Zeit des kalten Krieges mit der Staatssicherheit einen ihrer fähigsten Gegner, welcher oft den Sieg davon getragen hat. Manche Wunde war damals noch frisch und schmerzte nicht wenig, da war es sicher von Interesse zu erfahren, welche Trümpfe dieser Geheimdienst noch in der Tasche hatte und vor allem, welche Agenten noch aktiv waren.
Nun ist es zwanzig Jahre her, dass in Berlin der Sturm auf diese Zentrale losgebrochen ist, wie in der MZ zu lesen, ein friedlicher Sturm, war ja eine friedliche Revolution, welche zu diesem Zeitpunkt weit gehend ihre ursprünglichen, (vielleicht auch nur vorgeblichen,) politischen Ziele den Schrei nach Bananen geopfert hatte! Aus „wir sind das Volk“, war längst „wir sind ein Volk“ geworden und bundesdeutsche Politiker tingelten kreuz und quer durch die DDR. Das viele von denen, welche diesem Herdentrieb folgten und forderten das die Mitarbeiter der Staatssicherheit in die Produktion sollten, heute Arbeitslos sind, zeug nicht nur von der Naivität, mit welcher gefolgt wurde, sondern auch vom Versagen des Sozialismus in der DDR.
Das Birthler und Konsorten diesen Tag nun begrüßen, und sich in Feierlaune versetzen, entspricht ihrem Auftrag, mit dem Mythos Staatssicherheit möglichst viele Menschen von ihren eigentlichen Probleme abzulenken und in der Vergangenheit zu verharren.
Neben einem weiteren Bericht in der MZ, findest sich dort auch ein Interview mit Joachim Gauck, erster Aktenverwalter nach dem Ende der Staatssicherheit. Da ist zu erfahren, dass die Erstürmung in Berlin der Schlussstrich war, „denn die Besetzung hat in den Regionen ja schon am 4. Dezember begonnen – und zwar in Erfurt. Andere große Städte und viele Kreisstädte haben die Besetzung am selben Abend auch vorgenommen. In Berlin waren die Kräfte für eine Besetzung so früh nicht ausreichend.“ Ist schon interessant, in der größten Stadt der DDR fehlte es an Leuten, scheint wohl etwas mit der Rekrutierung nicht ganz so geklappt zu haben? Und aus welcher Richtung der Wind eigentlich wehte wird durch diese Aussage deutlich: „Allerdings war es ein schwerer Fehler, dass sich einige am Runden Tisch haben überreden lassen, die Akten über die West-Arbeit der Stasi preiszugeben. Man hat der Hauptverwaltung Aufklärung, also der Westspionage, erlaubt, sich eigenständig aufzulösen. Und diese Leute haben das ausgelegt als Erlaubnis, ihre Akten zu vernichten. Es gibt hier einen entscheidenden Erkenntnisverlust über die Stasi-Arbeit im Westen.“ Nun wird von den Aktenverwaltern und Gedenkstättenbetreuern immer die Bespitzelung des eigenen Volkes angeführt, also etwas, von deren Instrumentalisierung man sich verspricht Volkes Zorn zu erregen und in die Vergangenheit zu leiten! Nun wird aber gejammert, dass gerade die Unterlagen vernichtet wurden, welche dem Klassenfeind im kalten Krieg dienlich sein konnten, an welche das Volk aber kaum Interesse hatte und sich damit auch nicht im gewünschtem Sinne Instrumentalisieren ließ. Übrigens wird über diese Tätigkeit der Staatssicherheit relativ wenig berichtet. Handelt es sich doch dabei durchaus um eine Erfolgsgeschichte für die DDR! An die Niederlagen, welche gerade westliche Geheimdienste in der Zeit des kalten Krieges einstecken mussten, möchte man nicht gern erinnert werden und die Instrumentalisieren der Tätigkeit nach innen, ist eher Sache der Politik. So wird das genommen, was gebraucht wird, ja, missbraucht werden kann und dieses noch möglichst lange, mindestens noch 10 Jahre, wie dem Interviewe zu entnehmen ist.
Nun ist es durchaus notwendig die Geschichte der DDR kritisch aufzuarbeiten, dieses ist aber vorrangig eine Aufgabe der Linken, die bürgerliche Geschichtsschreibung ist dazu nicht in der Lage. Und zur Geschichte der DDR gehört auch die Geschichte der Staatssicherheit, als ein Bestandteil des Staates und Organ der Machtausübung. Unzweifelhaft wurden Fehler gemacht, das steht außer Frage und die DDR ist nicht umsonst den Weg allen Irdischen gegangen, warum das so war, gilt es zu ergründen, ein einfacher Verriss, eine einseitige Instrumentalisieren und wie auch immer geartete Verklärungen sind da wenig hilfreich.
Das nun die gleich geschalteten Medien dieses Landes kein gutes Haar an der DDR lassen, ist nicht weiter verwunderlich, sie haben ihren Zweck zu erfüllen. In diesen Zusammenhang sind sie aber durchaus in der Lage, sich veränderten Bedingungen anzupassen, so das sich in den letzten Jahren diesbezügliche Berichterstattung entsprechend etwas gewandelt hat, und einem entsprechenden Bewusstseinswandel in der Bevölkerung Rechnung trägt. Dieses ist aber weniger bestimmten Einsichten, oder neuen Erkenntnissen geschuldet, sondern weitgehender Erfolglosigkeit bestimmter Vorgehensweisen, da gerade die Ostdeutschen sich ihrer Vergangenheit selbst erinnern, und immer weniger fremder Interpretationen folgen.
Eine beachtenswerter Beitrag und eine andere Sicht auf diese Problematik, findet sich in der Jungen Welt, unter dem Titel „Vom Haß zur Lüge“ werden Tatsachen und Fakten benannt, Aussagen hinterfragt und die Haltlosigkeit vieler Vorwürfe nachgewiesen. Letztendlich sind diese unterschiedlichen Herangehensweisen auch nur eine Form des Klassenkampfes, welcher mit dem Untergang der DDR kein Ende gefunden hat! Ganz im Gegenteil, er hat neue Formen angenommen und an schärfe zugenommen, auch wenn er gegenwärtig sehr einseitig geführt wird, und dieses in erster Linie von jenen Kräften, welche offiziell solche Auseinandersetzungen, mit dem Verweis auf eine allgemeine Klassenharmonie, negieren. Es treffen zwei verschiedene Ideologien aufeinander, welches besonders hervortritt, wenn die Art und Weise dieser Auseinandersetzung auf beiden Seiten betrachtet wir. Zum Beitrag in der Jungen Welt hatte ich eine Leserbrief geschrieben, welche im Internet Veröffentlichung fand und unten nachzulesen ist.
Auch nur ein Mittel des Klassenkampfes!
Ein interessanter Beitrag, nur sollte nicht vergessen werden, dass gerade die Art und Weise des Umgangs mit der Staatssicherheit auch nur Ausdruck, Form und Mittel des Klassenkampfes ist. Die DDR wird auf Staatssicherheit beschränkt, was durch die eigentliche Natur von Geheimdiensten begünstigt wird, welche immer schon Anlass zur Mytenbildung gab. Gerade solche Mythen lassen sich hervorragend Instrumentalisieren. Ansonsten war das Leben in der DDR direkt erfahrbar und ein jeder DDR-Bürger hat seine eigenen Erfahrungen gesammelt und gerade auf diese Erinnerungen kann unvermittelt zurückgegriffen werden! Gegenwärtig ist zu beobachten, dass eine wachsende Zahl ehemaliger DDR-Bürger sich ihre Geschichte, ihr Leben nicht mehr von den Medien vorschreiben und interpretieren lässt, sondern sich der eigenen Erfahrung und Erinnerung besinnt und bedient! Dabei sind die konkreten Erfahrungen mit dem System des real existierenden Kapitalismus in den letzten zwanzig Jahren durchaus hilfreich und wirken als Katalysator der Erinnerungen! Um dieser unerwünschten Eigendynamik und der sich daraus eventuell ergebenden Folgen zu begegnen, werden Mythen am Leben erhalten, welche sich zwar immer schlechter Instrumentalisieren lassen, aber mit deren Instrumentalisierung immer noch Wirkung erzielt werden kann.
Und mal ehrlich, welche Argumente gegen die DDR können heute noch wirkungsvoll ins Feld geführt werden, außer das Argument vom Mythos der „menschenverachtenden Staatssicherheit“? In diesem Zusammenhang, und mit Bezug auf die Unterlagen verwaltenden Behörden, sei an folgende Aussagen von Friedrich Engels erinnert: „Die Bourgeoisie macht alles zu einer Ware, also auch die Geschichtsschreibung. Es gehört zu ihrem Wesen, zu ihren Existenzbedingungen, alle Waren zu verfälschen: sie verfälscht die Geschichtsschreibung. Und diejenige Geschichtsschreibung wird am besten bezahlt, die im Sinn der Bourgeoisie am besten verfälscht ist.“ MEW. Bd. 16, Seite 499 – 500.
Freitag, 15. Januar 2010
Abschwung der Wirtschaft …!
Abschwung der Wirtschaft …!
Abschwung der Wirtschaft ohne Beispiel, oder beispielloser Abschwung der Wirtschaft? Bis jetzt jedenfalls, wenn die Entwicklung nach dem zweiten Weltkrieg betrachtet wird! Aber wird dieses Beispiel nicht Schule machen und es kaum noch Wachstum im hergebrachten Sinne geben? Müsste nicht die eigentlich Frage sein; wohin geschwungen, ab-geschwungen, um-geschwungen wird?
Ja, das Krisenjahr 2009 ließ die deutsche Wirtschaft um satte 5% einbrechen, ist der MZ zu entnehmen, dieses wurde aber erwartet! Jetzt wird von Rezession gesprochen, wo es doch noch Ende 2009 ein Konjunkturbeschleunigungsprogramm gegeben hat. Da von Konjunktur nun keine Rede mehr ist, fragt sich, was nun beschleunigt wird? Die Rezession vielleicht? Möglich schon, wenn dieses Programm zur Lastenumverteilung, ohne Berücksichtigung gesamtgesellschaftlicher Befindlichkeiten, zum Zwecke der Befriedigung des eigenen Klientel, betrachtet wird. Das aber nicht alles in der Wirtschaft bergab ging, belegt das Wachstum bei den Rüstungsexporten, da sorgten die weltweiten Krisenherde für ein sattes Wachstum von 36,5%. Letztendlich wird sich aber ein solches Umsteuern als äußerst kontraproduktiv erweisen und der Kriegswirtschaft, mit all den entsprechenden und zu erwartenden Folgen, das Wasser reichen, was wiederum alles andere als gut für die Menschen, die Menschheit ist.
Ja, nun haben wir den „mit Abstand schlimmsten Wirtschaftseinbruch seit dem zweiten Weltkrieg“ und müssen zusehen wie wir damit fertig werden. Da hilft es auch wenig auf „die bislang tiefste Rezession der alten Bundesrepublik … 1975 nach der ersten Ölkrise“ zu verweisen. Gravierender ist da die Feststellung: „”der Außenhandel war 2009 nicht Motor - wie wir das gewohnt sind - sondern Bremse der wirtschaftlichen Entwicklung”“, und so ging es in der Wirtschaft rückwärts, auch mangels einer Möglichkeit zum Bremsen. Ein zweiter Motor der Wirtschaft, die Binnennachfrage, wurde in den letzten Jahren kontinuierlich demontiert und als Ersatzteilspender für den Exportmotor verwendet! Zwar haben die „privaten Konsumausgaben … leicht um 0,4 Prozent“ zugelegt, „… dennoch war 2009 auch für Arbeitnehmer ein schwieriges Jahr. Erstmals seit der Wiedervereinigung sanken die Löhne der Beschäftigten um 0,4 Prozent, netto sogar um 0,9Prozent.“ So zieht der eine Motor nicht mehr, der andere kann nicht mehr ziehen und ein dritter Motor, an welchem zur Zeit kräftig gebastelt wird, nämlich der Krieg, sollte eigentlich in seiner Entstehung schon zerstört werden! Was für ein Dilemma!
Davon aber einmal abgesehen, sind die Motoren nicht das eigentliche Problem, selbst wenn das Problem daran festgemacht werden soll, denn vom Motor allein ist nur eine Eigenbewegung zu erwarten und dieses auch nur wenn er mit Energie versorgt wird. Um etwas zu bewegen braucht es schon mehr als nur einen Motor! Und warum zieht der Exportmotor nicht mehr in dem Maße, obwohl doch gerade dieser kräftig geschmiert, gewartet und mit Energie versorgt wurde/wird? Eine Antwort darauf ist nicht vorgesehen! So kann ein Motor ruhig laufen, wenn er als Energiewandler nicht gebraucht wird, läuft er letztendlich leer, egal wie gut er gewartet wird, nur die Frage, warum er nicht gebraucht wird, oder nicht in dem Maße wie es möglich wäre, wird nicht gestellt.
So oberflächlich betrachtet und gefolgert, ist es nicht verwunderlich, dass entsprechende Erscheinungen schockieren und Illusionen platzen lasen, ja, welch erschrecken, „die historische Wirtschaftskrise hat sogar lange nach ihrem Ausbruch Anfang letzten Jahres so niemand vorhergesehen.“ Ein Meisterwerk politischer Rhetorik, nach Ausbruch der Krise war diese nicht vorauszusehen! Das Lesen aus den Kaffeegrund hat Konjunktur, ja, Hochkonjunktur, wenigstens eine Konjunktur welche seit Jahren regelrecht erblüht! Besonders überrascht wird getan, wenn die eigenen Prognosen nicht eingetroffen sind. Sicher kann dort auch Abhilfe geschafft werden und vielleicht ist es schon ausreichend, so die Intention, einmal die Kaffeesorte zu wechseln, in jedem Fall bedarf es einer Ausrede! Und wie zu lesen ist, gab es durchaus realistische Einschätzungen, welche zu ihrer Zeit auf heftige Kritik gestoßen sind, weil solche Einschätzungen sich nicht gut verkaufen lassen, nun aber die Ehre retten. Eigentlich wird dadurch nur bewiesen, dass mit manchem Schuss ins Schwarze ein Treffer gelandet werden kann, oder eben ein blindes Huhn auch mal ein Korn findet, wobei die Ausnahme in diesem Fall nur die Regel bestätigt. Schlussfolgernd und Entschuldigend ist dann zu lesen: „Die Krise hat damit wieder deutlich gemacht, dass Konjunkturprognosen bestenfalls ein grober Anhaltspunkt für die wirtschaftliche Entwicklung sein können.“ Können sie, müssen sie aber nicht, was sie aber in jedem Fall sind, sie sind Mittel zum Zweck! So werden schon wieder neue Vorhersagen getroffen, Optimismus verbreitet und das Ende der Krise verkündet. Realistisch betrachtet spricht aber relativ wenige für ein Ende dieser Krise, auch wenn die Auswirkungen der gegenwärtigen Krisenerscheinungen mit Hilfe von Steuergeldern erst einmal abgeschwächt wurden. Ohne diese Subventionen wäre der Einbruch der Wirtschaft sicher größer ausgefallen als nur 5%. Der gegenwärtigen Krise selbst wird diese Einschätzung alles andere als gerecht und die eigentlichen Ursachen werden im Dunkel gelassen. Zwar platzen in ständiger Regelmäßigkeit die verschiedensten Finanzblasen, mit den entsprechenden Auswirkungen auf die Realwirtschaft, aber nur um anschließend neue und größere Blasen entstehen zu lassen. Warum dieser Blasenzyklus entstanden ist und sich permanent ausweitet, darauf gibt es keine Antworten und wenn eine Ursache gesucht und gefunden wird, dann wird diese meistens Personifiziert. Eigentlich ist auch nichts anderes zu erwarten, die Schlüsse, welche aus der Erkenntnis der eigentlichen Ursachen folgen würden, wären nicht nur für die bestimmenden Akttöre der Wirtschaft, sondern auch ihres Gefolge, äußerst unangenehm, ja sie würden dieses System selbst in Frage stellen und das ist alles andere als gewollt, aber Notwendig!
Minus 5% BIP 2009!
Minus 5% BIP 2009!
Anschauliche Tabellen und Statistiken gibt es hier, die „global news 1865 13-01-10“ sind überschrieben mit „Die Rache der falschen Wirtschaftspolitik: 2009 beendete mit minus 5% BIP ein miserables Jahrzehnt“. Den Tabellen ist zu entnehmen, dass es bergab geht mit der Wirtschaft. Dabei ist es sicher nicht verwunderlich, dass die politisch Verantwortlichen geneigt sind, zu mindestens einen positive Ausblick zu gewähren und die Wende dieser Entwicklung punktuell festzulegen. Das durch diese politisch Verantwortlichen aber die falsche Wirtschaftspolitik gemacht wurde, welche sich jetzt rächt, ist hingegen solange eine wage Behauptung, solange der Beweis dafür schuldig geblieben und die vermeintlich richtige Wirtschaftspolitik nicht benannt wird. Es ist recht einfach aus diesem Minus die Falschheit von Politik abzuleiten, wenn man der Illusion vom ewigem Wachstum anhänglich ist und die eigentlichen Ursachen der gegenwärtigen Krise außer acht lässt. Diese sind aber weniger in der Politik zu finden, sonder eher in den ökonomischen Verhältnisse dieses Systems begründet. Die Politik selbst ist nur in der Lage diese Entwicklungen zu beschleunigen, oder zu bremsen, aufhalten, oder gar umkehren, kann sie diese innerhalb der bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen nicht! Auch die gegenwärtige Krise entspringt diesen gesellschaftlichen Verhältnissen, welche entscheidend von den Produktionsverhältnissen geprägt werden und ist nur ein Teil der allgemeinen Krise des Kapitalismus.


