Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Sonntag, 3. Oktober 2010

Gedanken zu einigen Gedanken!

Hier fand ich „einige Gedanken aus Anlas eines Jahrestages“ mit der Überschrift: „Zwanzig Jahre Großes Deutschland“. Diese Gedanken animierten mich zu folgende Gedanken, welche ich als Kommentar zum Beitrag hinterlassen habe:  

Die DDR ist Tod, der Krieg gegen sie wird aber mit unverminderter Härte weiter geführt! So scheint sich zu bestätigen, dass totgesagte länger leben. Dabei geht es weniger um die DDR als Staatsgebilde, sondern um die Idee des Sozialismus, welche in der DDR ihre mehr oder weniger erfolgreiche praktische Umsetzung erfuhr.
Wenn nun die verschiedensten Betrachtungen berücksichtigt werden und die Praktizierung ausgeprägten Antikommunismus nicht vernachlässigt, kann festgestellt werden, dass ein Gespenst umgeht, welches schon Tod geglaubt wurde. Die Angst ist tief verwurzelt und die Geisterjäger sind in Aktion, allein der Geist ist schwach noch, in Europa!

Samstag, 2. Oktober 2010

Mutierende Einheit in Spaltung, Gedanken zum 3. Oktober!

Mutierende Einheit in Spaltung!
Zwanzig Jahre ist es her, als die staatliche Einheit in diesem Land wieder hergestellt wurde. Die oft zitierte Einheit gibt es nur im Überbau, speziell staatlicher Organisiertheit. Dabei wird offensichtlich, dass sich die Ebenen der Spaltung verschoben haben und mehrere Risse die Gesellschaft prägen.
Nun ja, besonders an Jubeltagen wird frohlockt und die Hofberichterstattung frohlock besonders intensiv, so lässt die MZ 10 junge Menschen hochspringen, welche vor zwanzig Jahren geboren wurden. Dabei verwundert nicht einmal, dass nur ein Junge dabei ist, sondern auch dass die Auswahl insgesamt alles andere als repräsentativ ist. Es handelt sich um Studentinnen  und einen Auszubildenden zum Medientechniker, welcher anscheinend der Ehrenrettung wegen hinzugezogen wurde. Ob es für diese jungen Menschen ein Glücksfall ist, wie den Worten des Chefredakteurs zu entnehmen, kann zwar als rhetorischer Winkelzug, um ostdeutscher Vergangenheit einen negativen Anstrich zu geben, gesehen werden, ändert aber nichts an der Tatsache, dass diesen jungen Menschen das Leben in der DDR genauso fremd ist, wie ansonsten für westdeutsche üblich.
Historisch betrachtet gingen der bejubelten Einheit in neuer Spaltung, die verschiedensten Spaltungen voraus. Dabei seien historische Spaltungen vor 1945 einmal außer acht gelassen, um sich somit auf Spaltungen innerhalb der europäischen Nachkriegsordnung zu beschränken.

Freitag, 1. Oktober 2010

Gedanken zum Tod und einem Wort zum Sonntag!

In der Mailingliste der Freidenker gibt es ein Wort zum Sonntag, diese Woche gibt es sogar zwei. Eines, in welchen sich mit dem Tod und mach menschlichen Beweggrund, beschäftigt wird, regte mich zu folgende Gedanken an:
Gedanken zum Tod und einem Wort zum Sonntag!
Der Mensch, er wird geboren und er wird sterben, das liegt in der Natur begründet, wie und wann er sterben wird, hingegen nicht. Ob er geruhsam einschläft, einen Unfall erlegen ist, durch Krankheit dahingerafft, oder Opfer seines Gleichen, vielleicht auch seiner selbst wird, kann keiner vorher sagen, nur im Tod sind sich alle Gleich! Als Mensch sind wir aber auch Bestandteile der Nahrungsketten, in welcher wir uns an die Spitze vorgearbeitet haben, und daher nur noch selten in Ausnahmesituationen als Nahrung dienen und so zu Tode kommen, welches wiederum natürlich ist. Wie auch immer, was uns vom Tier scheidet, ist unser Bewusstsein und so sind wir uns auch des Todes bewusst, genauso wie der Gefahren, welche mit verschiedenen Tätigkeiten, Verhaltensweisen etc. verbunden sind. Oft ist es allein die Hoffnung, dass wir von so mancher Konsequenz unserer eigenen Tat verschont bleiben, die uns treiben lässt und gelegentlich scheint diese Hoffnung nicht einmal zu täuschen.

Jeder Mensch wird frei geboren!

Geboren, nicht zum Untertan!
Jeder Mensch wird frei geboren!
Heißt es doch in der Menschenrechtserklärung der französischen Revolution vom 26. August 1789 im Artikel 1.: „Die Menschen werden frei und gleich an Rechten geboren und bleiben es.“ Das hört sich erst einmal gut an und war für seine Zeit durchaus eine epochale Erkenntnis, welche ihre Spuren in der Geschichte bis heute hinterlassen hat. In diesem Zusammenhang ist aber nicht nur das bürgerliche Freiheitsverständnis interessant, sondern auch die Tatsache, dass eine solche Forderung aus bestimmten Notwendigkeiten heraus getroffen wurde. Diese Einschätzung setzt die Erkenntnis voraus, dass Menschen im Allgemeinen in einem System des Unrechts hineingeboren werden und in einem solchen weiter leben. Dabei ist die Natur der Freiheit immer konkret, nie allgemein und den jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnissen geschuldet. So benötigt die bürgerliche, die kapitalistische Gesellschaft die frei handelbare Ware, speziell eben auch die Ware Arbeitskraft, diese wird aber erst frei handelbar, wenn der Träger derselben, der Mensch, selbst von anderen Abhängigkeiten frei ist. Für die damalige Zeit bedeutete dieses die Abschaffung der Leibeigenschaft, der Sklaverei, oder anderer leiblicher Abhängigkeiten. Nach dieser Befreiung der Menschen, traten neue Abhängigkeiten, den Warencharakter entsprechende, an die Stelle der Alten. Mit diesen Abhängigkeiten kamen im laufe der Zeit auch neu Mechanismen der Repression hinzu und zum allgemeinen Steuerungs- und Regulierungsmittel wurde das Geld. Dabei ist es immer schon bestreben gewesen, ein jedes Verhältnis innerhalb dieses System zu kapitalisieren.

Weitere Gedanken zum Thema Tod!

Nun gab es ein Wort zum Sonntag, zu welchen ich einige Gedanken niedergeschrieben habe und in der Mailingliste veröffentlicht. Der Gegenstand selbst erfuhr weitere Reaktionen und ich erachte es durchaus als angebracht weiter über das Thema Tod und Gesellschaft nachzudenken und speziell den gewaltsamen Tod zum Gegenstand der Betrachtung zu machen.
Wir leben in einer Zeit, in welcher nicht nur mit den Waffen geklappert wird, sondern auch Kriege geführt und weitere vorbereitet werden. Aber auch ohne diesen sind die Medien voll von Gewallt und Tod. Mord, Selbstmord, Amokläufe, vermeidliche tödliche Unfälle etc. sind Reaktionen auf die verschiedensten menschlichen Probleme und Ausdruck für sich zuspitzende Widersprüche innerhalb dieser Gesellschaft. Und einmal von der Medienwirksamkeit von Amokläufen und tödlichen Unfällen etc. abgesehen, gibt die Form des gewählten Todes, oder durch Fremdeinwirkung erlittenen Todes, durchaus Einblicke in die gesellschaftlichen Verhältnisse. Es ist bezeichnend für ein System, wenn zur Lösung von Problemen auf Mittel zurückgegriffen werden, welche den gewaltsamen Tod zur Folge haben, oder diesen zumindest billigend in Kauf nehmen. Letztlich tritt so die Inhumanität des Systems am klarsten hervor, in dem es so sein menschenverachtendes Wesen, seine Lebensfeindlichkeit offenbart. 

Folgenden Text habe ich dazu in der Liste veröffentlicht:

Atheismus

Atheismus (griech.): bewusste und begründete Ablehnung des Glaubens an einen Gott oder mehrere Götter, an ein göttliches Prinzip, an jegliche übernatürlichen Kräfte und Wesen bzw. an eine übernatürliche und jenseitige Welt; Erklärung der Welt aus sich selbst (wörtlich: Gottlosigkeit).
Der Atheismus ist mit der Entwicklung des rationalen Denkens, der Wissenschaft und des Klassenkampfes eng verbunden. Er war und ist (mit Ausnahmen, wie z. B. bei F. Nietzsche) ideologischer Ausdruck geschichtlich fortschrittlicher Bewegungen und Klassen. Der Ausdruck Atheismus wurde unterschiedlich verwandt. In der griechischen Philosophie der Antike bezeichnete er ursprünglich lediglich die Ablehnung der Götter als Staatsreligionen. Von den christlichen Kirchen wurde er oftmals in diskriminierender Absicht gegen Anschauungen von einzelnen Menschen oder ganzen Völkern verwandt, die den Glauben an den Gott des Christentums ablehnten (so wird z. B. der Buddhismus als „atheistische Religion“ bezeichnet) oder, wie für das Mittelalter typisch, für Anschauungen, die von den offiziellen Dogmen der Kirche abwichen (Häresien, Deismus). Dabei handelt es sich jedoch nicht um Atheismus im eigentlichen Sinne. Auch die im 19. und besonders im 20. Jahrhundert verbreitete spontane, d. h. nicht bewusste und rational begründete areligiöse Haltung kann nur als Grundlage für die mögliche Herausbildung eines atheistischen Standpunktes gelten.
Durch die Geschichte des menschlichen Denkens zieht sich ein ständiger Kampf zwischen Materialismus und Idealismus, mit dem Kampf zwischen Atheismus und religiösen Glauben verknüpft. Dieser Kampf nahm verschiedene Formen an; er äußerte sich in der Kritik der jeweils offiziellen Religion, in grundsätzlicher Kritik einzelner religiöser Dogmen (z. B. bei Galileo Galilei), in der Hervorhebung der Vernunft gegenüber der Religion (z. B. in der Aufklärung), in der Entwicklung deistischer und pantheistischer Auffassungen, im Positivismus (z. B. bei E. Mach) und im atheistischen Idealismus (z. B. bei F. Nietzsche, J.-P. Sartre, A. Camus) und schließlich in konsequent materialisch-atheistischen weltanschaulichen Positionen.  … weiter …






Mehr Jobs, aber immer niedrigere Einkommen!

Mit „Deutsches Jobwunder“ ist hier ein Beitrag überschrieben, welcher den Inhalt einer Sendung im Fernsehen zum Gegenstand hat. In dieser Sendung kommt ein „Wirtschaftsweiser“ zu Wort und es werden bestehende Probleme angesprochen. Im Speziellen geht es um die Zunahme von Tätigkeiten auf Geringverdienerniveau, als um so genannte 400,-€ Jobs. Das in diesem Zusammenhang festgestellt wird, „Minijobs sind faktisch Killer für Vollzeitjobs“, ist schon bemerkenswert, aber alles andere als neu. Da nun aber diese Erkenntnis in der Gesellschaft immer größere Verbreitung findet, ist es an der Zeit dem Thema zu Leibe zu rücken, bevor das allgemeine Wahlvolk noch eigene Schlüsse, welche nicht unbedingt ist verfolgte Konzept passen, zieht. Also wird die Bedeutung des Problems entsprechend herausgearbeitet, um dann auf eine falsche Fährte zu verweisen. Haltet den Dieb, er hat mein Messer im Rücken, und schuld ist die Politik! Die Logik, welche dahinter steht, die eigenen Kritik, ist immer die Beste, deren Ergebnis am leichtesten zu beeinflussen ist!
Einen entsprechenden Kommentar habe ich zum Beitrag hinterlassen, welcher dieses direkt angeführt wurde.
Hier der Kommentar:

Donnerstag, 30. September 2010

Die Masken fallen!

Die Masken fallen immer mehr und die hässliche Fratze des Kapitals offenbart sich so nach und nach in seiner ganzen Hässlichkeit. Ja, was spielt der Mensch für eine Rolle, wenn es um Profite geht? Da wird alles untergepflügt und der Repressionsapparat beginnt zu rotieren, dem eigenen Volk wird der Krieg erklärt und der Staat offenbart ungeschminkt wem er zu dienen hat und wem er dient.
Krieg gegen Bürger“, titelt die Junge Welt entsprechend und trifft den Nagel auf den Kopf. Wie es den Anschein hat, geht es um viel, für die Demonstranten um Lebensqualität, um die Verhinderung sinnlosen Kahlschlags, sowie eines Milliardengrabes. Nur werden die Milliarden nicht vergraben, sondern sie generieren Profite, sie lassen Kapital akkumulieren und Gewinne in die Höhe schnellen. Aber wie wusste K. Marx schon im Kapital  treffend zu schreiben: „Das Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit, oder sehr kleinem Profit, wie die Natur vor der Leere. Mit entsprechendem Profit wird Kapital kühn. Zehn Prozent sicher, und man kann es überall anwenden; 20 Prozent, es wird lebhaft; 50 Prozent, positiv waghalsig; für 100 Prozent stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß; 300 Prozent, und es existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf die Gefahr des Galgens. Wenn Tumult und Streit Profit bringen, wird es sie beide encouragieren (anfeuern).“
Und so wird unter Umständen selbst die Schimähre der Demokratie zu Schanden geritten, bevor sie geschächtet wird und die sich dahinter verbergende Diktatur des Kapitals tritt Unverhohlen hervor.