Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Freitag, 6. November 2015

... nachdenken ist besser, Cui bono?

Transparenter Gegenstand einer Betrachtung, welcher sich mit organisierter Transparenz beschäftigt und deren Motivation und Funktion zu ergründen versucht. Wobei dieser Versuch durchaus gelingt, wenn sich mit dem gesamten Gegenstand der Betrachtung beschäftigt wird und nicht nur ein Teil des Textes Berücksichtigung findet. Letzteres ist auf einer Seite im Internet der Fall, auf welche ich dank der Mailingliste der Freidenker aufmerksam wurde. Auf der Seite selbst wird sich mit einem Text des Deutschen Freidenker-Verbandes auseinandergesetzt, wobei es den Anschein hat, dass sich eher mit bestimmten Ausdrucksformen und verwendeten Begriffen beschäftigt wird, als mit dem Inhalt. Nach einer irreführenden Überschrift wird praktischerweise anfänglich gelobt, ein jein zelebriert, um sich dann dem Text undifferenziert zu näher und ihm einer dementsprechenden Kritik auszusetzen. Das es im Text nicht um Transparenz im Allgemeinen, sondern im Besonderen geht, spielt beim Kritiker keine Rolle. Es kann nicht sein, was nicht sein darf, Transparenz ein Gebot der Stunde, ein Modewort, welches gern verwendet wird und so manche Lösung verspricht, gar institutionell betrieben, kritisch zu betrachten. So scheint Kritik nicht angebracht, an institutionalisierter Transparenz! Aber es scheint ja die Sonne, wobei der Autor die Hintergründe mancher sich mit Transparenz beschäftigenden Institution lieber im Dunkel lässt. Und gerade um letzteres geht es im gegenständlichen Text seiner Ausführungen, vollständig zu finden auf der Seite des DFV als PDF-Datei. Es werden Hintergründe manch nach Transparenz strebender Organisiertheit erhellt. So wird der Illusion von Transparenz fürs Volk kein Zucker gegeben, sondern festgestellt, warum es mancher Organisation mit Transparenz im Namen eigentlich geht und warum der Verband sich an dergleichen Organisiertheit nicht beteiligt.
Und wusste nicht des Volkes Mund früher schon zu verkünden: "wessen Brot ich ess, dessen Lied ich sing!"
Letztlich geht es im Text des DFV also um eine Begründung, warum der DFV sich an einer bestimmten Initiative nicht beteiligen wird!
Übrigens sind im Text einige Links enthalten, welche sinnvollerweise als Beleg und Ergänzung zu nutzen sind. Ein Link führt zur aufklärerischen Auseinandersetzung mit Begriffsinhalten und gerade auch dieser Punkt sollte Berücksichtigung finden, wenn sich mit Erklärungen des DFV beschäftigt wird.
Zum Beitrag, mit dem Verweis auf diesen Beitrag, habe ich folgenden Kommentar in der Mailingliste hinterlassen:

Donnerstag, 5. November 2015

Sie glauben an die Wahrheit, im Wissen das Sie lügen!

Ein Flugzeug ist abgestürzt, oder wurde es abgeschossen, gar von einer Bombe zerrissen? Genaues weiß man nicht, noch nicht, was allerdings nicht daran hindert fleißig zu spekulieren. Das eine Terrororganisation sich zur Tat bekennt, ist zumindest aus deren Sicht verständlich, sind sie doch bestrebt ein Zeichen zu setzen und damit ihre jüngsten Niederlagen zu kaschieren.
Es ist Krieg und in Kriegen ist vieles möglich, auch das eine Terrororganisation nicht nur Bomben basteln kann, sondern auch über entsprechende Waffen verfügt, um in großer Höhe Flugzeuge abzuschießen, woher diese kommen sei dahingestellt, wie mit solchen Nachrichten umgegangen wird, hingegen nicht. So findet sich im Internet eine Nachricht, welcher folgende Aussage entnommen ist: „Der Sender CNN zitierte einen namentlich nicht genannten Vertreter der US-Regierung mit den Worten:"Es gibt ein eindeutiges Gefühl, dass es ein Sprengkörper war, der im Gepäck oder anderswo im Flugzeug versteckt wurde."“
Ein „namentlich nicht genannten Vertreter der US-Regierung ...“ hat „ein eindeutiges Gefühl,“, schon erstaunlich was ein anonymer Vertreter alles fühlen kann! Somit war der Absturz letztendlich eine Gefühlsregung ... ?
Oder glauben sie an die Wahrheit, im Wissen das Sie lügen?

Gedanken zu einer Radiosendung

Gedanken zu einer Radiosendung
Nun habe ich mir eine Sendung im Radio angetan, kenne aber die Mahnwachen nur vom Hörensagen und bin somit auf andere Informationen angewiesen. Bezeichnend ist die Überschrift des Beitrages, welche im laufe der Sendung mit entsprechenden Zitaten untermauert wurde. Diese Überschrift assoziiert, das auf linken Fundamenten rechtes Sein entsteht, also linke Bewegungen als die Wurzel rechten Übels?
Letztlich sollten wir aber nicht vergessen, dass wir uns im Klassenkampf befinden, allein wird dieser Kampf gegenwärtig nur von einer Klasse und deren Unterstützer geführt. Die Arbeiterklasse ist es nicht, sie kommt weitestgehend als passiver Gegner des Kapitals daher und steckt eine Niederlage nach der anderen ein. Aber nicht nur das, sie lässt sich selbst gegen ihre eigenen Interessen instrumentalisieren. Und um was wird gekämpft, für was wird gekämpft, weswegen in den Kampf gezogen? Fragen gäbe es viele, allein die Ziele bestimmen sich nicht selbst. Warum das so ist, diese Frage allerdings sollten wir bestrebt sein zuerst zu beantworten.

Freitag, 23. Oktober 2015

Gedanken zum Thema deutsche Einheit ... im Nachhinein!

25 Jahre ist es her, vor 5 Jahren schrieb ich deutsche Einheit in Spaltung, seit dem eigentlich nichts mehr im Umfeld des Jubeltages zum Thema. Warum eigentlich, kann ich nicht sagen, vielleicht ist mir nichts eingefallen und was macht es für einen Sinn sich mit dem offiziell propagierten Jubel zu beschäftigen? Dabei gibt es viele Probleme welche Beschäftigung verdienen, die aktuellen Kriege sind eins, insbesondere da diese in eine neue Phase getreten sind und die Folgen auch in der Bundesrepublik immer mehr spürbar werden. Flüchtlingsströme bewegen sich in Richtung Europa, sie bringen begehrte Ressourcen ins Land. Ressourcen wie sie seit 1990 innerhalb des Landes wanderten und neu verteilt wurden. Denn machen wir uns nichts vor, die Ereignisse, welche zur deutschen Einheit führten, hatten eine bis jetzt wenig abgebremste Flüchtlingswelle zur Folge. Dem Osten des Landes kehrten immer mehr Menschen den Rücken, da die nach 1990 erfolgte Deindustrialisierung vielen Menschen im Land ihre Existenzgrundlage raubte. Fachkräfte begannen in das Altbundesgebiet abzuwandern und waren dort als gut qualifizierte Arbeitskräfte willkommen. Für die alt-bundesdeutsche Wirtschaft entpuppte sich die deutsche Einheit als ein wahrer Jungbrunnen, zum einen wurde die damalige Wirtschaftskrise in ihrer Wirkung für die westdeutsche Wirtschaft erheblich abgeschwächt, was letztlich zur Stärkung dieser gegenüber den anderen europäischen Volkswirtschaften führte, die bundesdeutsche Position innerhalb der EU stärkte und zum anderen konnte auf ein großes Potenzial gut ausgebildeter und erfahrender Fachkräfte aus dem Osten zurückgegriffen werden. Damit wurden nicht nur die Folgen von Defiziten des bundesdeutschen Bildungssystems für die wirtschaftliche Entwicklung ausgeglichen und manifestiert, sondern auch sehr viele Menschen als innerdeutsche Wirtschaftsflüchtlinge in Bewegung gesetzt. So verlor z. B. eine Kleinstadt wie Quedlinburg in den letzten 25 Jahren weit mehr als ein viertel ihrer Einwohner. In Folge der deutschen Einheit stellten sich die Ostdeutschen auch um und die Vermehrung ein! Wie im Westen ist die natürliche Reproduktion der Bevölkerung nun nicht mehr gewährleistet.
Meines Erachtens ist die DDR zum einen klassisch nach Marx gescheitert, weil die nationalen wie internationalen Verhältnisse der Produktivkraftentwicklung nicht den notwendigen Raum zur Entfaltung bot. So war insbesondere die Hauptproduktivkraft Mensch in der DDR weit entwickelt, sehr gut gebildet und qualifiziert, zum anderen fehlte es an den notwendigen Entfaltungsmöglichkeiten. Letzteres hatte verschiedene Ursachen und nicht jede Ursache konnte von Seiten der DDR auch im notwendigem Maße beeinflusst werden. Internationale Arbeitsteilung nahm grade in Bezug auf neue Technologien (in der DDR als Schlüsseltechnologien erkannt) zu und erforderte neue internationale Geschäftsbeziehung, welche oft im Zuge des international geführten Klassenkampfes nicht oder nur schwerlich möglich waren.

Freitag, 25. September 2015

Apologeten

Apologeten

Sie treten auf, im wahrem Glauben,
die Begierden zu erkennen,
um sie beim Namen zu benennen.
Doch schlaf getrübt und unverwand,
geführt von Morpheus Hand,
bemühen sie den Verstand!
Der Spiegel, die Entäußerung,
er läst nicht auf sich warten,
getroffen vom Gezeitenwind,
ein Wortspiel wird man starten.
Die Worte, die gefallen sind,
sie werden aufgehoben,
verwandeln ihren Sinn geschwind,
selbst würden sie es Loben.
Doch unverwand, sagt ihr Verstand,
nun höflich werd ich toben,
das Edle den Gedanken schmückt,
die Form wird aufgehoben.
Der Inhalt angezweifelt wird,
es kann auch andre geben,
geschichtlich manches wird verwirrt,
so ist das wahre Leben,
wenn leugnen es nicht mehr vollbringt,
so wird es andres geben.

Dienstag, 11. August 2015

Freidenker Nr. 2-15 Juni 2015

Der aktuelle Freidenker widmet sich einem interessantem Thema, „Fortschritt – Wissenschaft – Technik“ unter der Prämisse: „Im Dienst des Menschen?“. Im Heft finden sich sehr interessante Beiträge, welche dieses Thema unter verschiedenen Prämissen betrachten. In einem Beitrag von Herbert Hörz, welcher überschrieben ist: „Gesellschaftssystem – Moralkodex und Verantwortung der Wissenschaftler – Herrschaft, Wissenschaft und Moral früher und heute“ ist unter dem Punkt „2 Welche Rolle spielen Weltbilder für verantwortungsbewusstes Handeln?“ zu lesen: „Sie bestimmen den Wertekanon und die Verhaltensnormen. In seiner Analyse von Weltbildern bemerkt Karl Lanius, Physiker und Gesellschaftskritiker, zur gegenwärtigen Situation, dass uns Politiker und Medien einhämmern, die herrschenden gesellschaftlichen Verhältnisse seien alternativlos. Das führt zu einem verkümmerten Weltbild, das den „marktgerechten Wandel des Bewusstseins“ verinnerlichen soll. Seine wesentlichen Merkmale seien:

  1. Flexibilität, um dem Markt gerecht zu werden.
  2. Mobilität, um, letztlich wurzellos, überall zu Hause zu sein.
  3. Emotionslose Bezogenheit, um jederzeit Beziehungen zur Disposition stellen zu können, ersetzbar und austauschbar zu sein.
  4. Coolness, um ohne Gefühle alles hinnehmen zu können, was auf einen zukommet.

Das den Bedürfnissen kapitalistischer Ausbeutung und Expansion angepasste Weltbild mit seinem Menschenbild hat jedoch noch weitere Aspekte. ...“

Freitag, 10. Juli 2015

Kommentar unerwünscht?

Einen Text hatte ich gelesen und einen Kommentar geschrieben, zweimal sogar, allein veröffentlicht wurde er nicht. Warum kann ich nicht sagen, liegt ohnehin in der Entscheidung des Seitenbetreibers, aber vielleicht war ich auch zu dumm den Kommentar richtig zu platzieren und abzusenden. Aus diesem Grund hier mein Kommentar zum oben verlinkten Text:
Die Welt im Großen, die Welt im Kleinen und in beiden Welten leben wir, allein sie sind nicht immer gut unter einen Hut zu bekommen, obwohl sie eine Einheit bilden. Ich finde den Beitrag hervorragend, allein weil er interessante Fragen aufwirft. Nur reicht Aufklärung für die Errichtung einer neuen, besseren, sozialistischen Gesellschaftsform aus? Liegt das Augenmaß nicht eher auf die Befähigung durch Aufklärung und Bildung zur praktischen, gesellschaftsverändernden Tat? Und wie ist bei F. Engels zu lesen: „Alles, was die Menschen in Bewegung setzt, muss durch ihren Kopf hindurch; aber welche Gestalt es in diesem Kopf annimmt, hängt sehr von den Umständen ab.

Montag, 15. Juni 2015

Und so habe ich nachgedacht und folgenden Text gemacht: ...

In der Mailingliste der Freidenker wurden unter der Überschrift „über das richtige Fragen, über das richtige Denken ...“, nach einigen einleitenden Sätzen, zu welchen am Ende wiedergegebenes Zitat gehört, folgende Fragen gesellt:
  1. Wie fragt man richtig?
  2. Wie denkt man richtig?
  3. Wie benutzt man seinen eigenen Verstand richtig?
  4. (Wie wird man richtig aktiv?)
Ein interessantes Thema, „über das richtige Fragen, über das richtige Denken“, nachzudenken! Und so habe ich nachgedacht und folgenden Text gemacht:
Kant zu bemühen passt fast immer, kommt er doch als der letzte progressive subjektive Idealist daher, allein die Entwicklung ist bei Kant nicht stehen geblieben! Kant wird übrigens gern bemüht, steht er doch für die aufstrebende bürgerliche Gesellschaft und gern wird sich in eine Zeit zurück gesehnt, in welcher die Welt noch heil schien und die kapitalistische Gesellschaft nicht dem reaktionären Zerfall preisgegeben.
Dabei möge alle Theorie grau sein, farbenfroh tritt uns hingegen die Praxis entgegen und das selbst im grauen Alltag! Und ist nicht praktischerweise zu lesen, das reden Silber sei und schweigen Gold, und ist nicht wer fragt, geneigt zuzuhören? Wer fragt, der führt, vermeint der Geschäftsmann und wer Schweigt verschweigt nicht etwas, sondern er hört zu und erfährt! Wissen ist Macht, leider ist dieses meistens nur den Mächtigen bewusst, welche geschickt bemüht ihre Untertanen in Ohnmacht zu halten, mittels potenzierter Unwissenheit, im Glauben manifestiert! Nun ja, die Hoffnung soll zuletzt sterben und solange Mensch hofft, ist er geneigt sich in sein Schicksal zu fügen, wenig bestrebt es in die eigenen Hände zu nehmen, es selbst zu gestalten. Aber auch das gesellschaftliche Schicksal des Menschen ist gesetzmäßig, kommt es doch wie der Zufall daher, unseren Taten geschuldet, nach Erkenntnis gierend!