Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Sonntag, 29. Oktober 2017

Alter Friedhof

Lang, lang ist es her,
das Menschen hier bestattet,
in Gruft und erdig Grab,
nebeneinander, übereinander,
fanden Sie hier ewige Ruh,
in längst vergangener Zeit,
Erinnerung ist heut noch gegeben!


Dienstag, 24. Oktober 2017

Veranstaltung zum Lutherjubiläum in Eisenach

„500 Jahre Reformation und die damit verbundene Verkündung des Lutherjahres fordert die Auseinandersetzung mit Luther und seinem Erbe heraus.“ heißt es in einer Einladung zu einer Veranstaltung des Deutschen Freidenkerverband Thüringen e. V., welche am 11. November 2017 in Eisenach stattfindet. Zwei Referate mit Diskussion und eine anschließende Stadtführung sind vorgesehen, unterstützt wird diese Veranstaltung vom Freidenkerverband in Sachsen-Anhalt, der LAG Laizismus der Partei DIE LINKE, dem HVD Thüringen und der Giordano Bruno Stiftung.
Luther, seine Zeit und das Gedenken an die Reformation spielen keine unbedeutende Rolle und das bis in die Gegenwart hinein. Zu sehen übrigens auch am umfassenden Aufwand, welcher in Vorbereitung und Durchführung des diesjährigen Lutherjahres von staatlicher und kirchlicher Seite, betrieben wurde.

Samstag, 21. Oktober 2017

Drei Texte aus einer Auseinandersetzung:

Nun erhalte ich E-Mails, unterschiedlich viel und von verschiedenster Adresse und manch Zeitgenosse hat meine E-Mailadresse in seine Liste aufgenommen und sendet die verschiedensten Beiträge zu verschiedenen Themen. Ein Zeitgenosse ist darin sehr rege, die Liste seiner Adressaten ist lang, die Empfänger werden nicht verborgen und in der Regel lösche ich die E-Mails, meist ohne sie gelesen zu haben. Nun ist es aber vorgekommen, dass ein Thema interessant erschien, die E-Mail geöffnet wurde und ich etwas schrieb, der erste Beitrag setzt sich mit einem Zitat auseinander, der zweite Beitrag mit der Reaktion des Schreibers auf erste Antwort und der dritte mit darauf folgender Reaktion, wobei ich die Texte des E-Mailschreibers hier nicht wiedergeben werden. Eine Antwort auf den dritten Beitrag steht bis heute aus.

1.) „Es gab in staatlichen Konstruktionen noch nie eine Demokratie. Auch nicht im antiken Griechenland. Und staatliche Konstruktionen sind immer unvereinbar mit der Demokratie. Sie brauchen die repräsentative Republik oder ähnliches.“

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Es wird gejammert, die Ursachen allerdings …

Es wird gejammert, aber werden die Ursachen richtig verortet?
„Unternehmen im Harz fehlen Mitarbeiter“, ist ein Beitrag in der MZ, Quedlinburger HarzBote, vom 17.10.2017, Seite 9, überschrieben. Zu erfahren ist, dass es einen Brockenstammtisch gibt und „der Brockenwirt vor kurzem zeitweise Zimmer seines Hotels auf dem 1141 Meter hohen Harzgipfel sperren“ musste, „weil ihm Reinigungspersonal fehlte“. Selber saubermachen ist nicht und so ist er „einer von vielen Unternehmern im Harz, die ihre offenen Stellen nur mühsam besetzen können.“ Und so diskutierte er „mit Politikern, Tourismusexperten, Akademikern und Geschäftsleuten … am Montag beim 94. Brockenstammtisch über das Thema „Zukunftsprojekte im Harz – Wo sind die Arbeitskräfte?“. „Von dem Thema war oder ist jeder hier betroffen“, stellte“ der Brockenwirt fest. Arbeitskräfte selbst waren am Stammtisch anscheint nicht vertreten, aber die werden ja ohnehin gesucht. 
Nur ist dem wirklich so? Wird den Menschen hierzulande nicht seit Jahrzehnten eingeredet, dass Arbeit in Form von abhängiger Beschäftigung eine Gnade ist, welche sogenannte Arbeitgeber (Unternehmen) den sogenannten Arbeitnehmern (ihre Arbeitskraft verkaufen müssenden) zukommen lassen, damit diese nicht darben müssen und ihre Existenz mehr oder weniger schlecht sichern können? Und nun gibt es zu wenig Menschen, welche diese Gnade erlangen wollen? Hoppla, da stimmt doch was nicht, wird gar festgestellt, dass nicht die Menschen die Unternehmen brauchen, sondern umgekehrt, die Unternehmen die Menschen um ihre Existenz zu sichern? Dabei ist die Tätigkeit einer Reinigungskraft, sie soll in keiner Weise unterschätzt werden, nicht gerade eine Tätigkeit, welche ein hohes Qualifikationsniveau erfordert, eigentlich fast jeder und jede ist nach kurzer Einarbeitung in der Lage diese Tätigkeit auszuüben.

Samstag, 30. September 2017

Zitiert, weil gestern gelesen ...

„Die Resultate menschlicher Arbeit und gesellschaftlicher Produktionstätigkeit unterscheidet Engels in gewollte und nicht gewollte, vorhergesehene und nicht vorhergesehene, auch hinsichtlich der Auswirkungen auf die Natur selbst. „Denn in der Natur geschieht nichts vereinzelt. Jedes wirkt aufs andre und umgekehrt, und es ist meist das Vergessen dieser allseitigen Bewegung und Wechselwirkung, das unsere Naturforscher verhindert, in den einfachsten Dingen klarzusehen.““

Quelle: Einführung in Engels´ Schrift – Dialektik der Natur, Dietz Verlag Berlin 1986, Seite 42


Gleichnis

Ein Gleichnis ist eine Herablassung, zur Förderung der Erkenntnis!

Mittwoch, 13. September 2017

Weltkulturerbe und Wahlkampf!?!

Jeden zweiten Sonntag im September gibt es seit einigen Jahren einen Tag des offenen Denkmals im Land. Da Quedlinburg mit seinem Weltkulturerbetitel über eine ganze Reihe denkmalgeschützter Objekte verfügt, öffnen in dieser Stadt viele Objekte an diesem Tag ihre Türen. Der für diesen Tag erstellte Handzettel verzeichnet 53 Objekte in der Kernstadt und weitere 4 Objekte in den Ortsteilen. Zudem finden am Samstag und Sonntag die verschiedensten begleitenden Veranstaltungen statt, darunter am Sonntag Vormittag ein Bürgerfrühstück auf dem Markt. Klassischerweise stellen sich dort die verschiedensten Vereine, Organisationen, Initiativen und mehr vor, dass in diesem Jahr diese Veranstaltung auch genutzt wird um Wahlkampf zu betreiben, dürfte eigentlich nicht verwundern und so dominierten die Schirme und Tische der verschiedensten Parteien etwas das Geschehen. Ich selbst querte gegen Mittag den Marktplatz und konnte mich von der Präsens verschiedenster Parteien überzeugen. Als ich gegen Abend Facebook aufsuchte, gab es verschiedene Berichte, reich geziert mit Bildchen, welche mich doch etwas schreckten, insbesondere, wer was verbreitete. Vor Überraschungen nicht gefeit, fand ich gestern den Beitrag des ortsansässigen SPD Landtagsabgeordneten, geteilt auf einer anderen Seite, sich mit der Anwesenheit der sich Alternative nennenden Partei auf dem Markt auseinandersetzend und diese Anwesenheit verurteilend. Zum Beitrag gab es mehre Kommentar und auch ich habe einen Kommentar geschrieben. Heute war vom geteilten Beitrag allerdings nichts mehr zu sehen, jedenfalls nicht an dem Ort, an welchen ich kommentiert, auf der Seite des Abgeordneten ist er nach wie vor zu finden, (siehe Fotomontage).
Folgenden Kommentar hatte ich hinterlassen:
Eigentlich sollte es ein „Bürgerfrühstück“ zum Tag des offenen Denkmals sein, allerdings muss es keinen wundern, dass dieses im Vorfeld der Bundestagswahlen auch zu Wahlkampfzwecke gebraucht und auch missbraucht wird. Nicht nur die Logos der verschiedenen Parteien waren sehr präsent und dominierten meins Erachtens das Geschehen, sondern auch anderes.
Und egal welche Stellung den verschiedensten Parteien gegenüber bezogen wird, das ursprünglich Anliegen dieses „Bürgerfrühstücks“ … ja was ist eigentlich das ursprünglich Anliegen einer solchen Veranstaltung?
P.s. Das Thema zum Tag des offenen Denkmals war in diesem Jahr Macht und Pracht und so kommt der Kampf um die Macht, möge er auch vermeidlich sein, diesem Thema entsprechend. Es ist Wahlkampf und dabei geht es in erster Linie um die Verteilung der verschiedensten Pfründe und so ist es nicht verwunderlich, dass die Parteien genannten Karrierevereine ihre Wahlkämpfer in Position bringen und versuchen die Pracht dieser Stadt mächtig für ihre eigenen Interessen zu nutzen!

Mittwoch, 6. September 2017

Frau Merkel war in Quedlinburg wahlkämpfen!

Frau Merkel was vor kurzen in Quedlinburg wahlkämpfen und ich hatte einen Text dazu geschrieben, allerdings nicht veröffentlicht. Irgendwie bin ich davon abgekommen, was in letzter Zeit allerdings nicht selten ist. Nun sind die Entwicklungen weiter gegangen, die CDU hat mit der AfD im Landtag von Sachsen-Anhalt den Schulterschluss geübt und damit ihre Nähe zur AfD nicht nur propagiert, sondern sogar praktiziert. Als Frau Merkel in Quedlinburg war, konnte dieses übrigens auch betrachtet werden, vor der Bühne Anhänger und Jubelmasse, hinter der Absperrung wurde die Veranstaltung von den vermeidlichen Antipoden der CDU, mit den verschiedensten AfD populistischen Sprüchen gezierten Plakaten, abgeschirmt, andere Kritik wurde dadurch von vornherein unterdrückt. Erfolge müssen eben organisiert werden und am Besten der Widerspruch gleich mit! Die besten Kritiker sind eben immer die eigenen Kritiker, deren Kritik gut zu beeinflussen und zu steuern ist, sozusagen Selbstkritik, allerdings von der unkritischen Art und von der Form negiert.
Hier mein ursprünglich verfasster Text: