Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Montag, 19. November 2012

Menschenangesicht?

Es wackeln da die mystischen Gestalten,
sie nähern sich
und sind auch fern,
von jedem Menschen Angesicht!
Sie klagen nicht,
die mystischen Gestalten,
sie jagen Angst so manchen Menschen ein.
So lässt er sich manchmal treiben,
von Hirngespinst im Sonnenschein.
Allein des Menschen Angesicht,
können mystische Gestalten nicht sein!

Des Menschenangesicht,
gehört den Menschen ganz allein,
es kann ohne Mensch nicht sein
und alles was der Mensch auch ist,
steht ihm geschrieben im Angesicht!
Verliert die Welt ihr Menschenangesicht,
so wird der Mensch verloren sein!
Es hilft kein klagen
und kein jammern,
kein verdammen
und beschwören,
kein verurteilen
und kein klammern,
wir können nicht trennen,
das Angesicht von seinem Herrn!

Alles was der Mensch auch tut,
ob verklärt als Böse oder Gut,
es ist allein des Menschen Tat,
welche sein Gesicht verrät!
So gesehen von Du und ich,
schauen wir ins Angesicht!
Verliert der Mensch sein Angesicht,
verliert er sich!
Drum gehört nicht nur zum Angesicht,
was gut für den Menschen spricht,
sonder alles andere auch gepaart,
mit Ausbeutung, Krieg, Tod und Leid,
Zerstörung unserer Welt
und des innersten was sie zusammenhält.

Egal welchem Interesse wird gefolgt,
es ist des Menschen Angesicht,
welches von des Menschen Taten zeugt,
ob nun bewusst, ob ungewollt,
es ist seinem Leben gezollt!
Humanismus geht oft verloren,
Interessen gegen ihn verschworen,
geopfert auf dem Altar des Kapitals,
ist auch dieses Menschen Angesicht,
selbst wenn es gegen Menschen spricht!

Kurz geschrieben,
Menschenangesicht,
ist all das was wir vom Menschen sehen,
seine Spuren,
seine gegenwärtig Taten
und auch zukünftiges Mensch gemachtes Geschehen!

Kommentare:

  1. Da fühl ich doch gar etwas! Viele "Dichtereien" habe ich in den letzten Tagen gelesen, über Land und Liebe, über Mensch und Zukunft. Aber in diesem finde ich den unerklärlichen Widerhall des Lebens wieder, der meine Neigung zur sogenannten Poesie aufs Neue erquickt!

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  2. Interessantes Gedicht, leider aber eine Form des Nachdenkens, welche an Bedeutung verloren hat, obwohl mittels dieser Aussagen auf den Punkt gebracht werden können.
    Allerdings hätte dieses Gedicht etwas Straffung verdient!

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