
Heute findet sich in
einem Beitrag der
MZ
die begründenden Argumente der Kommunalaufsicht zur Aufhebung des
Quedlinburger Ratsbeschlusses zur Schließung des Kurzentrums in Bad
Suderode.
Der kassierte Beschluss
ist durchaus bezeichnend für das Demokratieverständnis manchen
Abgeordneten im Rat. Wenn etwas den zu vertretenden Interessen
bestimmter Fraktion widerspricht, werden sonst übliche Regeln gern
über den Haufen geschmissen. So entpuppt sich manche Handlung im
Affekt, welche unter Umständen die eigene Bedeutung aufwerte, als
ein Bumerang, welches nicht nur manchen Mitspieler trifft.
Gelegentlich und den einen oder anderen betreffend, der Eitelkeit
politischem Seins, mit Ungeduld gezieltes Handeln praktizierend, ohne
Berücksichtigung der zu erwartenden Konsequenzen, geschuldet. Sicher
eine Schwäche, für welche sich bestimmt eine
starke Formulierung finden lässt.
Zumindest hat diese
Aktions eines gebracht, wie gestern vom Oberbürgermeister schon
verkündet und auch heute in der MZ nachzulesen, es wird eine
Sondersitzung geben und somit nicht bis zur nächsten regulären
Sitzung gewartet. Also zehn Tag Zeitgewinn, in der hektischen
Vorweihnachtszeit mit all ihrem „Jubel und Trubel“ in
Quedlinburg!
Was aber dennoch
verwundert, ist nicht das sich manch Abgeordneter über
parlamentarische Regel nicht im klaren zu sein scheint, sondern das
auch die anwesenden Damen und Herren der Verwaltung keinen Einspruch
erhoben. Zwar kommt der Antrag aus der Verwaltung, nur nutzen
negierte Ratsbeschlüsse eigentlich nichts, es sei denn, …!
Es ist nicht so einfach
mit dem politischen Ränkespiel, welches sich parlamentarische
Demokratie nennt, haben doch erst vor einigen Jahren Quedlinburger
Bürger es verstanden die geringen Möglichkeiten, welche dieses
parlamentarische System bietet, zu nutzen und die Privatisierung der
Stadtwerke verhindert. Dieses scheint nicht nur so manchem Stadtrat
noch in den Knochen zu stecken. Auch wenn der Termin zu
Sondersitzung des Stadtrates sehr kurzfristig ist, werden sich sicher
interessierte Bürger finden, welche den Ratsbeschluss begleiten
werden.
Auch wenn dadurch der
Privatisierungsbeschluss nicht aufgehoben werden kann, das Verhindern
der Schließung des Kurzentrums durch die Stadt Quedlinburg ist in
jedem Fall im Interesse der Beschäftigten. Denn egal ob das
Kurzentrum privatisiert wird, oder geschlossen um es zu
privatisieren, nicht nur die Beschäftigten werden in jedem Fall
verlieren, sondern neben der Kommune Quedlinburg auch die
Gewerbetreibenden, welche mit dem Kurzentrum eng verflochten sind.
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