Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Dienstag, 8. Januar 2013

Wenn die Schere im Kopf nicht funktioniert

Folgendes Gedicht stammt nicht von mir, sondern von Hannelore Fleiß, es ist das Ergebnis einer Diskussion, welche die Präsens im Internet auf nicht selbst betriebenen Seiten zum Gegenstand hatte. Speziell ging es um das Sperren von Forennutzern nach Äußerung unliebsamer Meinung. Es war nicht uninteressant sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, handelt es sich in solchen Fällen um direkte Zensur, betrieben von den Betreibern der Seiten oder Foren. Eine Zensur welche es eigentlich und oft verkündeter weise nicht geben sollte, welche aber durchaus und das nicht nur im Internet, präsent ist. Dabei muss dieses Mittel oft nicht einmal eingesetzt werden, da bei vielen Menschen die Schere im Kopf funktioniert und sie sich selbst disziplinieren, oder auch disziplinieren lassen und sich anpassen. Glücklicherweise wächst die Zahl derer, welche sich weigern sich in fremden Interesse zu disziplinieren, sich anzupassen und das gegen die eigenen Überzeugungen, was allerdings meistens nicht ohne Konsequenzen bleibt. Bevor ich den Inhalt der Diskussion aufarbeite, hier das Gedicht:

Dem Nonkonformisten

Du, halt die freche Schnauze, pass dich an!
Dir wird bestimmt dann Gutes nur passieren.
Mach's einfach so wie jeder brave Mann,
den kann auf lange Sicht doch nichts genieren.
Vielleicht begreifst du dann noch irgendwann,
nur so kann man im Leben reüssieren.
Doch bist du weiter klüger als die Pferde,
zerstampft dich bald die angepasste Herde.

Sonntag, 6. Januar 2013

Der Schrei nach Entschleunigung!

Initiative unterstützen,
nur was wird in Frage gestellt?
Rennt, rennt, rennt, rennt,
lasst euch nur nicht aufhalten,
lauft, lauft, lauft,
schaut aber nicht nach unten,
sonst würdet ihr erkennen,
dass ihr auf einem Laufband euch müht,
dessen Geschwindigkeit zunimmt!
Also lauft schneller,
noch schneller
und noch schneller,
denn wenn ihr stehen bleibt,
bleibt das Band nicht stehen,
lauft, lauft, lauft,
euer Ziel immer vor Augen,
es ist nah
und manchmal näher
und wenn es näher kommt,
läuft das Band schneller,
ein Verschnaufen nicht möglich,
das Band läuft,
läuft und läuft,
es hält nicht an,
es bringt das Ziel nicht näher,
lauft, lauft, lauft,
wie die Gertiebenen von Angst zerfressen,
der Hoffnung folgend,
lauft, lauft, lauft!
Die totale Kolonialisierung der Welt gilt es zu bekämpfen,
sie steht vor dem Laufband,
und euer Blick ist drauf gerichtet,
starr,
keine Ablenkung zulassend,
das Elend treibt zum Laufen,
die Welt gilt es zu retten,
vor der Kolonisierung durch das Kapital.
Lauft, lauft, lauft,
vergesst alles,
legt ab was euch das Laufen erschwert,
lauft, lauft, lauft,
das Ziel vor den Augen!
Wenn ihr die Schwerkraft negiert,
könnt ihr euer Ziel erreichen?
Doch selbst wenn ihr euch aller Lasten entledigt,
nackt auf dem Laufband lauft,
ihr werden schwitzen
und Pfunde verlieren,
ihr lauft, lauf, lauft,
das Ziel vor den Augen,
am Ende des Laufbandes.
Leicht wie Federn,
mehr schwebend als laufend,
den Bodenkontakt minimierend,
dem Ziel entgegenschwebend,
werdet ihr fallen,
entkräfte,
auf das Laufband,
dessen Geschwindigkeit unvermindert zugenommen hat,
so das die gefallenen vom Ziele weg,
vom Laufband geschleudert werden,
… also lauft lauf, lauft!
Doch zerschmettert die Knochen,
am Ende die Kraft,
das Ziel nicht erreicht,
liegt es in weiter Ferne,
ihr seid erschlafft!
Die Probleme haben sich verschärft,
obwohl ihr gelaufen seid,
und alles gegeben habt,
was ihr geben konntet,
nur eines habt ihr nicht getan,
… das Laufband zu zerstören!

geschrieben 06.01.2013 im alten Blog

Und so erhielt ich folgende Antwort: ...

Nun hatte ich eine relativ kurze Antwort geschrieben, einen Aufruf betreffend und meine Meinung zu diesen Aufruf mittels Gedicht kundgetan. Das eine jede solche Situation einen erfreuen kann, passiert doch wenigstens was, ist durchaus verständlich, besonders wenn populäre Persönlichkeiten diese gezeichnet haben und ihn gar mit entsprechenden ergänzenden Schreiben konkretisieren und hofieren. Und so erhielt ich folgende Antwort:

Hallo Thomas,

sei doch froh, dass sich einige Leute regen und – wenn auch sehr allgemein – den Schleier ein Stück weit lüften. Dass ich mir größere Klarheit gewünscht hätte, habe ich angedeutet. Diese Klarheit betreffend habe ich viele Texte geschrieben, doch sie werden von linken Medien blockiert.

Schade aber, dass Du Dich anscheinend überhaupt nicht mit dem Aufruf identifizierst, nicht mal mit Mikis Theodorakis und Jean Ziegler. Da hast Du sicherlich zu kurz gedacht. Soll das proletarisch sein? Sei doch froh, wenn Intellektuelle und Künstler wenigstens ein Stück weiter denken.

Mit freundlichen Grüßen
...

Daraufhin formulierte ich diese Antwort:
Hallo ...,
vielleicht hast Du ja Recht, aber sich mit einem Aufruf zu identifizieren, unter welchen „große“ Namen stehen, ist mir dann doch etwas zu wenig. Letztlich habe ich mir die Geschichte durchgelesen und allein weil etwas gemacht wird, bin ich lange noch nicht froh, da meines Erachtens hier kein Schleier gelüftet wird, sondern eher auf eine falsche Fährte gelockt. Das Problem ist nicht die Globalisierung, sondern der Zweck, welchen die praktizierte Globalisierung zu dienen hat, also ihre Ursachen. Diese spielen keine Rolle, eher geht es darum die Spitze des Eisberges etwas zu stutzen, den „Turbokapitalismus“ etwas abzubremsen. Interessant auch die Biographie der Initiatoren und speziell ihre Funktionen, welche sie einmal ausübten. Und dann noch die Überschrift, ist mir erst beim zweiten Lesen aufgefallen. „Gemeinsamer Appell für die Rettung der Völker Europas“, und was ist mit den anderen Völkern, denen in Afrika, Asien, Lateinamerika usw.? In diesem Zusammenhang ist es vielleicht sogar ganz gut, dass ich es nie weiter gebracht habe als zum Proleten und meinen Gehirnwindungen all zu kompliziertes Denken fremd ist. (Was allerdings relativ zu betrachten ist und sehr davon abhängig, welcher Maßstab angelegt wird.) Da ich nun Prolet bin, braucht sich auch keiner zu wundern, dass ich wie ein Prolet denke! Nein, was da appelliert wird, ist so nicht in meinem Interesse!
Aber gehen wir ans Eingemachte, so ist zu lesen: „Die Politik der Regierungen und Banken ist gescheitert.“ Ist sie das? Oder haben Regierungen und Banken nicht nur ihre Hausaufgaben gemacht? Welcher Illusion wird da Zucker gegeben? Können Regierungen und Banken überhaupt anders, unter den bestehenden gesellschaftlichen Verhältnissen? Aber was soll es, sie sind gescheiter und „das hat die Finanzkrise verursacht.“ Logisch, hätten ja auch gegen die Interessen des Kapitals entscheiden können, sind doch frei und stehen über den Dingen! So ist die Lösung einfach, lasst uns die Regierungen austauschen und die Banken demokratisieren und die Welt wird in Ordnung sein! Da dem aber nicht so ist, geht es weiter und „die Kürzungspolitik treibt viele Menschen in die Armut.“ Was sicher stimmt und “eine ökonomische Alternative ist unerlässlich“, es wird Zucker gestreut und die Illusion geweckt, dass diese darin bestehen kann, das kapitalistische System zu reformieren und den Hebel von Neoliberalismus z. B. auf die Lehren eines Johann Silvio Gesell umzulegen. Ob damit „die Existenz der Bürger zu schützen“ ist, … nun ja, fraglich, hat doch selbst die Theorie von Gesell ihre Untauglichkeit zur Lösung der Probleme des kapitalistischen Systems praktischer Weise schon bewiesen.
Wie nun die Feststellungen, so auch das verlangen an die Regierungen, welche:
1. der Kürzungspolitik und Privatisierung Einhalt gebieten;“ was sich an sich ja nicht schlecht anhört, nur wie steht es um die Möglichkeiten, dass die Regierungen, welche bis jetzt gekürzt und privatisiert haben, denn Hebel auf einmal umlegen? Die Frage ob Regierungspolitiker dazu überhaupt in der Lage sind, möchte ich erst gar nicht stellen. Aber es gibt noch weitere Forderungen an die Regierungen, so „2. Millionäre und Grosskonzerne besteuern;“ was in dieser allgemeinen Formulierung die Frage aufwirft, ob diese gegenwärtig gar keine Steuern zahlen und die Art und Weise der Besteuerung, genauso wie die Quellen ihres Reichtums, erst einmal außer Acht lässt. Über reine Umverteilung gesellschaftlichen Reichtums kommt dieser Ansatz nicht hinaus, die Verteilung des selbigen spielt ohnehin keine Rolle. Da nun bekannter Weise Reichtum Armut bedingt, ist es logisch, „3. Einen Schuldenschnitt durch(zu)führen und die Banken unter demokratische Kontrolle (zu)stellen;“ Dabei wäre ein Schuldenschnitt durchaus realistisch, nur gegenwärtig unwahrscheinlich, da es noch genügend gesellschaftliches Eigentum umzuverteilen gibt und auch noch genügend fiktives Kapital darauf wartet, mit Hilfe des Staates in reales verwandelt zu werden. Was nichts anderes heißt, dass Staaten wie Griechenland erst der Staatsbankrott genehmigt wird, wenn absolut nichts mehr zu hohlen ist und die Schulden als Instrument zur Umverteilung europäischen Volksvermögens nicht mehr taugen. Da wäre dann noch die demokratische Kontrolle der Banken, welche sich an allgemeinen demokratischen Maßstäben messen ließe und Banken somit maximal in dem Maße kontrolliert werden könnten, wie heute Regierungen kontrolliert werden können. Dabei sagt Kontrolle so nichts über ihre Wirkung aus, eine Verstaatlichung der Banken wird nicht einmal ins Auge gefasst, genauso wenig wie Verstaatlichung von Unternehmen der Daseinsvorsorge, wie Energiekonzerne, Wasserwirtschaft, etc. Und „4. In Arbeitsplätze, Gemeinwesen und Ökologie investieren." Was sicher nicht schlecht wäre, nur warum? Dem allgemeinen Wachstumsfetisch folgend, wobei diese Forderung eher zur Beruhigung der Volksseele taugt, als praktisch die Verringerung oder gar Aufhebung des Raubbaus an Mensch und Natur zu fordern. Diese Forderungen sind weit entfernt von den Ursachen gesellschaftlicher Probleme, sie sollen maximal Linderung und einer Fraktion des Kapitals wieder mehr Geltung verschaffen, deren Interessen in den letzten Jahren, Jahrzehnten immer schlechter vertreten wurden.

Samstag, 5. Januar 2013

Gedanken zu einem Appell - Der Schrei nach Entschleunigung!


Auf einen gemeinsamen „Appell für die Rettung der Völker Europas“ wurde ich per E-Mail aufmerksam gemacht. Sicher nicht uninteressant, meine Gedanken und so begann ich mit dem Lesen, gerade auch weil die Internetseite auf welche verwiesen wurde, mit Koalition des Widerstandes überschrieben ist. Nach lesen des Appells schickte sich eine Antwort, wobei mir da die Beschränktheit der Überschrift noch nicht so richtig bewusst war. Vielleicht auch darum, weil ein ganzer Teil "Prominenter" den Appell schon unterschrieben hatten. Doch was bedeutet diese Überschrift, ein Appell „für die Rettung der Völker Europas“? Was ist mit den anderen Völkern, haben diese nicht dieselben Probleme, oder gar noch wesentlich größere? Sind es die Europäer, welche am stärksten von den Folgen imperialer Globalisierung betroffen sind? Viele Fragen kamen mir beim lesen des Appells in den Sinn und irgendwie musste ich an Don Quijote denken, wie dieser gegen die „Riesen“ an-geritten. Und auch wenn der Appell oder die Petition mit den Unterschriften einiger "Prominenter" glänzen kann, konnte ich nicht entdecken, an wem er/sie gerichtet. Oder ist sie/er gerichtet an das Wir und die notwendige mächtige Widerstandsfront?    
Im folgendem meine Antwort auf die E-Mail und ein Gedicht zum Thema:  

Hallo …,
nichts für ungut, aber wer da angesprochen wird steht fest, ich erkenne mich nicht, bin ich doch weder Intellektueller noch Künstler, auch sind spontane Bewegungen so nicht mein Ding, spontan kann sich etwas entzünden, es kann auch nachgeholfen werden, nur so spontan die Entzündung, so spontan der Vorgang und so spontan das Ende, es fehlt mangels Substanz die Energie. Und was heißt schon die Bedeutung der Lage zu erkennen? Welche Lage, wessen Lage und liegt man gelegentlich nicht sogar schief? „Wir müssen eine mächtige Widerstandsfront gegen das nahende »totalitäre Empire der Globalisierung« aufstellen. Bevor es zu spät ist! Jeder kann diese Initiative unterstützen."“ Globalisierung als die Ursache gegenwärtiger Probleme? Nur was sind die Ursachen für die Globalisierung, welche in der Kritik steht? Und haben die Regierungen versagt, oder haben sie nicht genau das getan, was von ihnen erwartet wurde? Und wird nicht mit einem erneutem „New Deal“ nur in die Mottenkiste gegriffen und ein Instrument gewählt, welches schon einmal bei der Lösung anstehender Probleme versagt hat, den Aufgeschoben ist nicht aufgehoben?

Der Schrei nach Entschleunigung!

Freitag, 4. Januar 2013

Verfassung hin, Grundgesetz her, ein jedes Gesetzeswerk hat Interessen zu dienen, auch die Auseinandersetzung mit diesen!

- Auf Facebook wurde ein Kommentar geschrieben und das zu einem Text, welcher ein Video zum Gegenstand hatte, in dem ein Teil eines Vortrags aufgezeichnet ist. Im Video ging es um Recht und Gesetz, im verweisenden Kommentar speziell um Verfassung und Grundgesetz und deren Gültigkeit. Eine entsprechende Folge des in mehrere Videos aufgezeichneten Vortrages, welche übrigens auf entsprechenden Plattformen im Internet zu finden sind, wurde ausgewählt. (Den Pfad habe ich mir leider nicht gemerkt und die Seite mit Kommentar ist nicht mehr zu finden.) Tenor ist, dass ja eigentlich noch die Verfassung von 1871 gültig ist, genauso wie das bürgerliche Gesetzbuch vom Ende des 19 Jahrhunderts. Letzteres ist wohl richtig, erstes hingegen nicht. Nur was wird mit solchen Behauptungen bezweckt? Welcher ausgewachsene Geschichtsrevisionismus, welcher Nationalismus, welche faschistische Ambition steckt dahinter? Denn um anderes geht es eigentlich nicht. Dabei geht es weniger um Gesetzeswerke, oder gar um die Verfassung, wie vorgegeben, sondern eher um den Geltungsbereich der letzteren. 1871, Deutsch – Französischer Krieg, die Krönung eines Deutschen Kaisers im Spiegelsaal von Versailles (Symbol des Absolutismus) und damit der Abschluss der Überwindung der deutschen Kleinstaaterei, das zweite Reich manifestierte sich. Dieses Reich, mittels Kriegen geschaffen, ging mit dem ersten Weltkrieg unter und musste einige Federn lassen. Die entstehende Weimarer Republik hatte zwar eine eigene Verfassung, diese scheint dem Schreiber des Kommentars aber nicht auszureichen, nein sein Revisionismus reicht nicht nur in die Zeit vor 1937 zurück wie sonst oft üblich, sondern noch in die gute alte Zeit des Kaiserreiches, als es noch unversehrt bestand hatte. Das in solchen Zusammenhang die Verfassungsdiskussion weniger des Inhalts wegen geführt wird liegt auf der Hand, im Vordergrund steht der Geltungsbereich. Nicht Deutschland in den Grenzen von heute oder von vor 1937, sondern von 1871 ist somit die Losung.

Was eine Verfassung ist, welche Aufgabe sie hat, ihre Hintergründe und die Bedingtheit der durchaus unterschiedlichen Inhalte, spielt keine Rolle oder nur eine Untergeordnete. Das in diesem Zusammenhang der Lissabonvertrag eine Rolle spielt, als Instrument der Entmündigung nicht nur des deutschen Volkes, versteht sich von selbst, dabei werden als treibende Kräfte aber die EU als politische Struktur angeprangert und nicht die hinter diesen Kräften stehenden Interessen, welche zuvorderst mittels deutscher Politik durchgesetzt werden. So wie es gegenwärtig aussieht, ist die EU in erster Linie ein Instrument zur Durchsetzung deutscher Kapitalinteressen. Somit ist die derzeit praktizierte Politik von deutscher Seite wesentlich weiter im praktischem Negieren der Ergebnisse des zweiten Weltkrieges als die revisionistischen Schattenboxer, welche eine kaiserliche Verfassung wieder haben wollen. … Ziel derartiger Beschäftigung ist meines Erachtens nur, Menschen von wirkliche Alternativen zum gegenwärtigen gesellschaftlichem System abzubringen, eine Alternative in längst vergangenen und heute oft verklärten gesellschaftliche Verhältnissen zu suchen und gegenwärtige expansive Ambitionen zu stärken und zu verteidigen. 1871, das war noch eine Zeit, so das Credo, kriegerische Erfolge wurden durch wirtschaftliche Erfolge ergänzt, das Reich entwickelte sich bis zum ersten Weltkrieg zu einer der mächtigsten Industrienationen und prägte seine imperialen Bedürfnisse immer stärker aus. Der erste Weltkrieg war zwangsläufig und Endete mit enormer Produktivkraftvernichtung. Mit dem Versailler Vertrag wurde von den Siegermächten eigentlich schon die Grundlage für den zweiten Weltkrieg gelegt, die deutsche Wirtschaft erstarkte wieder, gewann verlorene Positionen zurück und rief ein drittes Reich ins Leben. Der zweite Weltkrieg generierte enorme Gewinne für die Monopole, welche die Völker zu zahlen hatten. Im Ergebnis des zweiten Weltkrieges gab es zwei deutsche Staaten, wovon einer 1989/90 die Bühne wieder verließ. Dieser Staat hatte allerdings, im Gegensatz zur BRD, eine Verfassung, welche breit diskutiert und sogar mittels Volksabstimmung beschlossen wurde. Diese Verfassung allerdings ist nicht Bestandteil den Diskussionen, welche im Zusammenhang mit der Gültigkeit oder Nichtgültigkeit des Grundgesetzes geführt werden. Wie auch, war der Geltungsbereich dieser Verfassung, wenn auch vom Volk beschlossen, noch kleiner als die der anderen deutschen Verfassungen oder des Grundgesetzes.

Donnerstag, 3. Januar 2013

Heute die Griechen, morgen wir, Europa verarmt seine Bürger – Was tun? eine Matinee mit Politik und Poesie ...


Quelle
Über mindesten zwei Ecken, wenn nicht gar drei, erhielt ich folgende Nachricht, welche auf eine Veranstaltung am 13.01. diesen Jahren in Hannover verweist. Dem E-Mai waren zwei Anhänge beigefügt, einer verweist auf die Veranstaltung selbst und ein zweiter enthält einen Aufruf von Mikis Theodrakis. Hier nun der Text der E-Mail:

Mikis Theodorakis in seinem Aufurf ,,An die Empörten": "...Wir wenden uns auch an die europäischen Völker. Unser Kampf ist nicht nur der Griechenlands, er strebt ein freieres, unabhängigeres und demokratischeres Europa an. … Wir bitten Sie nicht, unseren Kampf aus
Solidarität zu unterstützen. ...Wir bitten Sie, es in Ihrem eigenen Interesse zu tun ..."

Liebe Kolleginnen und Kollegen,
sehr geehrte Damen und Herren,

es sind nur noch wenige Tage bis zur Sonntags-Matinee am 13. Januar 2013. Ab 11.00 Uhr werden dann in den verdi-Höfen in Hannover (Goseriede10-12) der Schauspieler Rolf Becker und der Historiker Karl Heinz Roth (beide kommen aus Hamburg) gemeinsam den Blick nach Süden lenken: in die europäischen Krisenländer, vor allem nach Griechenland.
"Heute die Griechen, morgen wir; Europa verarmt seine Bürger. Was tun?" - unter diesem Titel werden beide mit Poesie und Politik, mit Zorn und Zärtlichkeit (und Musik) die große Krise (des weltweiten Kapitalismus) und die EU-Spardiktate beleuchten, die die griechische Wirtschaft nun schon im fünften Jahr in Folge abstürzen lassen, die die internationalen Banken und Spekulanten
retten soll, die Hunger und Verzweiflung in den Süden Europas gebracht haben und die auch hierzulande nicht ohne negative Folgen für die große Masse der Bevölkerung bleiben dürften.
Karten gibt es im Vorverkauf im verdi-service-Point in der Goseriede 10-12 in Hannover (geöffnet in der Regel 8.00 Uhr bis 16.00 Uhr/Freitag bis 14.00 Uhr).
Weitere Einzelheiten - auch zur Solidaritätsreise, die Rolf Becker mit Gewerkschaftern aus Deutschland und Österreich zu griechischen Kollegen/innen unternommen hat und seinen Solidaritäts-Aufruf - entnehmen Sie bitte dem angehängten Flyer (pdf).
Als pdf ist auch der Aufruf von Mikis Theodorakis angehängt.
Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt drei Euro; Erwerbslose haben freien Eintritt. Veranstalter sind verdi, die Rosa Luxemburg Stiftung, das verdi-Bildungswerk, das Zukunftsforum hannoverscher GewerkschafterInnen und Attac-Hannover.
Bis bald am Sonntag, 13. Januar/11.00 Uhr, in den verdi-Höfen. Bitte kommen Sie im eigenen Interesse und seien Sie gewiss: so eine Matinee, die Poesie und Politik, Zorn und Zärtlichkeit verbindet, gibt es nicht alle Tage in Hannover.
Im Namen der Veranstalter grüßt freundlich
Quelle
PS: Da wir keinen großen Werbetat haben, bitten wir Sie, diese Email an Ihre FreundInnen weiter zu leiten und das angehängte pdf auszudrucken und in Ihren Betrieben, Dienststellen, Hausfluren, Sportvereinen usw. an die Schwarzen Bretter zu hängen. Flyer zum Verteilen gibt es wie die Vorverkaufskarten im verdi-Service-Point in der Goseriede 10-12.

Mittwoch, 2. Januar 2013

Auch im Nichtstun, sind wir tätig!


Gedanke zum zweiten Tag des Jahres
Ein neues Jahr bringt nicht nur neue Probleme, sondern so manches alte Problem wurde mit übernommen. Dabei hat mir jemand dereinst gesagt, es gibt keine Probleme, sondern nur Situationen, wogegen nichts zu sagen ist. In diesem Fall sollten Situationen, genau wie Probleme, aber nicht als etwas Statisches angesehen werden, sondern als ein Prozess, beständiger Veränderung unterworfen. Situationen können geklärt werden, es kann sich ihnen entzogen werden und nicht mit jeder Situation muss sich unbedingt auseinandergesetzt werden, wobei es gelegentlich gut ist, Situationen sich zuspitzen zu lassen und sie damit beschleunigt einer Lösung entgegen zu treiben. Wobei manche Situationen es einfach nur wert sind ignoriert zu werden. Wie dem auch immer ist, Situationen verändern sich, wir beeinflussen sie immer, egal ob wir etwas unternehmen oder auch nicht! Und wie in anderen Zusammenhängen besteht unsere Freiheit in der bewussten Tat, welche letztlich auch im Nichtstun bestehen kann!

Dienstag, 1. Januar 2013

Neujahrsgruß



Allen Leserinnen und Lesern dieses Blogs ein gesundes, schaffensreiches und kämpferisches 2013!