
„
Warten auf
Antworten“ kann sicher auch eine Lösung sein, jedenfalls für
den SPD Landtagsabgeordnete
n
Andreas Steppuhn aus
Quedlinburg, in seiner Funktion als „arbeitsmarktpolitischeSprecher der SPD-Landtagsfraktion“!
So jedenfalls im Fall des Solarzellenherstellers Sovello, welcher
„heute
angekündigt“
hat, „alle
1000 Beschäftigten zu entlassen“.
Was sicher nicht ohne Folgen für die Region sein wird, wobei der
„arbeitsmarktpolitische
Sprecher der SPD-Landtagsfraktion“
sehr blauäugig an ökonomische
Probleme heranzugehen scheint. Der Glaube an den Klapperstorch
kapitalistischen Wirtschaftens zeugt wie es scheint hier Reaktion.
Dabei ist es im parlamentarischem Spiel der Kräfte angeraten, den
erkannten politischen Gegner, selbst wenn mit diesem auf Landesebene
gemeinsam regiert wird, den schwarzen Peter zuzuschieben. Eigentliche
wirtschaftliche Zusammenhänge und Ursachen des Scheiterns dieses
Unternehmens werden ausgeblendet, schuld sind politische
Entscheidungen, nur nicht die eigenen! Das Unternehmen, welche
dauerhaft am Subventionstropf hängen, mit Verlust dieses Tropfs
Gefahr laufen ihre Existenz einzubüßen, scheint dem Herren
arbeitsmarktpolitischen Sprecher nicht einmal in den Sinn zu kommen.
So wird die Schuld der Bundesregierung zuerkannt, diese wiederum
findet ebenfalls einen Schuldigen, im Falle der Solarzellenproduktion
kann sogar auf China zurück gegriffen werden.
Nur
geht das Unternehmen nicht unter, weil es die Zeichen der Zeit nicht
erkannt hat? Welche Zeichen das auch immer sein mögen! Egal, eher
geht dieses Unternehmen unter, weil es im freien Wettbewerb, welcher
in der Regel zur milden Umschreibung eines gnadenlosen
Konkurrenzkampfes benutzt wird, unterlegen ist! Die Anarchie
kapitalistischen Wirtschaftens macht es möglich und gelegentlich
bleiben eben auch deutsche Unternehmen auf der Strecke! Dabei trägt
Bundespolitik durchaus einen Teil der Schuld, wurde nicht jüngst
erst begonnen Subventionsströme umzuleiten? Im Energiesektor weg von
Kleininvestoren, hin zu den Stromkonzernen. Bezeichnendes Beispiel
ist die Diskussion um neu zu errichtende Stromtrassen von Nord nach
Süd, welche notwendig werden, um die Produktion zukünftiger
Windkraftanlagen auf der Nordsee über das Land zu verteilen.
Immerhin sind die großen Energiekonzerne auf den Geschmack gekommen,
ihrer Größe entsprechend benötigen diese aber auch entsprechende
Flächen, welche eigentlich nur noch auf der See zur Verfügung
stehen. Andererseits sind Energiekonzerne gezwungen andere Vorhaben
auf Eis zu legen, welche massenhafte Nutzung von Solarenergie vorsah.
Erinnert sei an die Planung riesiger Anlagen im Nahen Osten,
vorzugsweise in Wüstengebieten. Sogar die Stromleitungen waren
geplant, aber seit der Nahe Osten durch Kriege immer weiter
destabilisiert wird, rücken solche Vorhaben in weite Ferne.
Auch
ein Grund warum weniger Solarzellen benötigt werden und der Markt um
so heißer umkämpft wird. Aber auch ein Grund warum Subventionen
umgelenkt werden! Letztlich ist es traurig das 1000 Arbeitsplätze
hierzulande verloren gehen, es sind nicht die Ersten und werden nicht
die Letzten sein! Die oben im verlinkten Text offenbarte
Hilflosigkeit hingegen ist bezeichnet für Politik in diesem Lande.
Auf der einen Seite wird kapitalistisches Sein gelobt und auf der
anderen Seite wird offenbart, wie groß die Überraschung ist, wenn
mit den Konsequenzen dieses Seins konfrontiert wird. Hilflos wird
nach Schuldzuweisungen in den erklärten Sphären der Politik gesucht
und gefunden, der vermeidlich politische Gegner ist schuld, die
wirtschaftlichen Verhältnisse sind heilig!
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