
Volkspartei! Was ist das
eigentlich? Eine Partei des Volkes, eine Partei, welche das Volk
repräsentiert, oder eine Partei welche das Volk regiert? Letzteres
könnte der Begriffsbestimmung schon nahe kommen. Repräsentativ fürs Volk
sind die so genannten Volksparteien allerdings nicht, dazu sind sie
einfach zu klein, der CDU gehören in Sachsen-Anhalt grob geschätzt
< 0,33%, (wenn von ca. 2,3Millionen Bewohnern und 7.629 Mitgliedern
ausgegangen wird,) der Bevölkerung an. Damit kann man eigentlich keinen
Blumentopf gewinnen, mit Wahlen sieht es anders aus und so wird regiert,
das Volk, das Land und was auch immer!
Aber auch diese Partei hat ihre Probleme, dass ist heute einem Beitrag unter der Überschrift „
Die CDU ist doch sexy!“
der MZ zu entnehmen. Nicht etwa politisch, sondern sexy ist die Partei!
Auch wirtschaftliche Kompetenz spielt keine Rolle mehr, immerhin wurde
auf diesem Gebiet lang schon Inkompetenz bewiesen. Also wird aus Mangel
anderer Potenzen, die sexuelle in den Vordergrund gerückt. Diese kann eh
kaum jemand nachprüfen und seit Viagra spielt das Alter nicht unbedingt
mehr die entscheidende Rolle! So sagt die Überschrift, 'schaut,
politisch haben wir versagt, die Mitglieder laufen uns weg und von
wirtschaftlichen Zusammenhängen haben wir nur die Ahnung, welche wir
haben dürfen, aber wir sind sexy! Auch wenn die Frauen in unseren Reihen
weniger werden und die Männer älter, dank Viagra bringen wir es noch!'
Auch wenn der Bildunterschrift zu entnehmen ist:
„die CDU, verliert Mitglieder, wird immer älter und der Frauenanteil ist bescheiden.“
so gibt es immer noch die Marktwirtschaft, welche bekanntlich alles
möglich machen kann, also käuflich! Aus diesem Grund steht
wahrscheinlich auf einem CDU Plakat
„”Die Zukunftsfähigkeit Sachsen-Anhalts gestalten”“,
nicht etwa die Zukunft, sondern die Zukunftsfähigkeit! Eine Fähigkeit,
welche schlussgefolgert der Partei abhanden gekommen sein muss! Was
wiederum die Frage aufwirft, ob diese Fähigkeit überhaupt vorhanden war,
würde hier aber zu weit führen, letztlich kann auch nur die
Gegenwart
gestaltet werden.
Darum geht es im Beitrag auch nicht, sondern es geht
um die Partei, nicht ums Land!
„Und was die Zukunftsfähigkeit der
Landes-CDU angeht, sucht ihr Vorsitzender Webel eine starke Formulierung
zu einer Schwäche: Seine Partei verliert Mitglieder, wird immer älter
und der Frauenanteil ist bescheiden - und nimmt ab. “Wir sind zwar die
stärkste Partei in Sachsen-Anhalt, nehmen das aber sehr ernst”, sagt er
schließlich.“ (
„sehr ernst“, was?, dass die CDU trotz ihrer
starken Schwächen stärkste Partei in Sachsen-Anhalt ist?) Was übrigens
immer als Schwäche gesehen wird, es ist schon stark eine
„starke Formulierung zu einer Schwäche“
zu finden! Wenn schon schwach, dann aber stark formuliert! Der Slogan
von der starken Schwäche, wenn das nicht sexy ist? Wobei abnehmen dem
Land der Übergewichtigen im Bezug auf sexy sicher nicht schlecht zu Gesicht steht. Oder wie ist das „
und nimmt ab“ zu verstehen, wenn vorher zu lesen: „
Seine Partei verliert Mitglieder, wird immer älter und der Frauenanteil ist bescheiden - …“?
Gut das die anderen im Landtag vertreten Parteien auch ihre Schwierigkeiten haben, sie
„sind
viel weniger (Grüne), viel älter (Linke) oder haben noch weniger Frauen
(SPD). Die CDU hat von allem Schlechten etwas: Immer weniger, zu alt
und zu männlich - das ist die Diagnose.“ Die CDU also und der Aussage entsprechend, die Potenzierung des
„Schlechten“, als Sammlungsbewegung fürs „Schlechte“? Der Diagnose entsprechend wird eine „
Therapie“
vorgeschlagen, welche Mitglieder gewinnen, vor allen auch Frauen, und
binden helfen soll, die dann politische Ämter besetzen können. Das nun
„”…die CDU in allen Altersklassen die meisten Frauen-Stimmen erhalten”“ hatte,
bei den letzten Landtagswahlen, wird hingegen weniger an der
Altherrenriege gelegen haben, sondern das die Partei ohnehin von den
immer weniger abgegeben Stimmen die meisten erhalten hat. Vielleicht
auch ein Grund, warum nach starken Formulierungen zu Schwächen gesucht
wird! Wenn schon Schwach, dann sollte dieses wenigstens stark formuliert
werden und so ist zum Schluss zu lesen:
„Kanzlerin hin oder her -
ist die CDU also eine Männerpartei? Da sucht nun die Frauen-Unionschefin
Wybrands eine starke Formulierung zur Schwäche: “Die CDU ist von der
Satzung her und theoretisch sowohl eine Männer- als auch eine
Frauenpartei. Und ich denke, dass sie sich jetzt auch dahin entwickeln
wird.”“ Gut das die Frauen-Unionschefin denkt, was „von der Satzung her und theoretisch“
sein soll, was sie praktisch ist, ist dem Beitrag zu entnehmen! Eine
Partei, welche auf der Suche nach starken Formulierungen für ihre
Schwächen ist!
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