Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Mittwoch, 8. Juli 2020

Hat der Mohr seine Schuldigkeit getan?

In Berlin wurde eine U-Bahn Station umbenannt, der alte Name war wohl etwas rassistisch und Rassismus ist zur Zeit in aller Munde und so kann auch manch aktionistische Aktion nicht verwundern. Wir waschen unsere Hände in Unschuld, egal was gerade unter Rassismus verstanden wird und welcher Rassismus im Moment popularisiert wird. Vorbeugen ist besser als nach hinten fallen und jede Tat hat einen Sinn, ob er hinterfragt wird, bleibt hingegen offen. 
Oder nicht? Es wird sich auseinandergesetzt mit dem Thema, warum auch immer und so wurde ich auf diesen Umstand auf Facebook aufmerksam und stellte eine Frage, diese wurde beantwortet und es kam zu einem Gedankenaustausch, in welchen auch die Sprache und deren Nutzung eine Rolle spielte. Das sich heute viel und oft, auf vermeintliche Nebenschauplätze begeben wird, wundert nicht, den Grundwiderspruch des Kapitalismus scheint heute keiner mehr zu kenne und wenn schon, so muss zumindest dafür gesorgt werden, dass er nicht ins Bewusstsein der Menschen rückt. Was wäre wenn Mensch die eigentlichen Ursachen gegenwärtigen gesellschaftlichen Übels erkennt, dann wäre er eventuell sogar in der Lage gegen diese vorzugehen und das soll ja nun doch nicht sein, da ist es schon besser für Ablenkung zu sorgen und in regelmäßigen Abständen eine neue, alte Sau durchs mediale Dorf zu jagen, ein Grund, ein Anlass lässt sich immer finden.
… es sind meistens Nebenschauplätze, auf welchen sich mit besonderer Vorliebe bewegt wird, sie umkreisen den eigentlichen Hauptschauplatz wie Nebelmaschinen, damit dieser nicht aus Versehen ins Bewusstsein gerückt wird. 
Und die Sprache, nun ja, die wird nicht erst seit gestern verhunzt, gelegentlich regelrecht vergewaltigt, dafür wird verklausuliert und um Verständnis für das so Unverständliche geworben. Historisch unkorrekt wird ans Gefühl appelliert, damit der Verstand blockiert und die eigene Gefühlswelt negiert. 
Der Reichtum unserer Sprache wird mittels überschwänglicher Verfremdung und begrifflicher Verwirrung geopfert, so dass der Anschein intelligenter Anwendung entsteht und es wird versucht aus dem Unverstehen ein neues Herrschaftswissen zu zeugen. 
Wie war es einst mit den freien Künsten, die Dialektik war immer schon für die Herrschenden, weil sie zum herrschen taugt, fürˋs Volk bleibt die Metaphysik, damit sich der Kreis auch immer weiter dreht, vermittelter Illusion, dass sich das Hamsterrad als Karriereleiter entpuppt. Sprache ist in erster Linie praktisch und Rhetorik teilt das Schicksal der Dialektik! 

Quelle: klick

1 Kommentar:

  1. Ist das Thema nicht vom Tisch, in dem auf die Umbenenneung verzichtet?

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