Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Posts mit dem Label Halberstadt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Halberstadt werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 16. August 2018

Eine Propagandaveranstaltung zum Islamismus?


Das Propagandainstitut des Landes Sachsen-Anhalt lädt regelmäßig zu Veranstaltungen ein. So ist zum Beispiel eine Veranstaltung überschrieben: „Fachtag Islamismus: Ideologie, Militanz, Organisationsformen“, sie findet in Halberstadt am Dienstag, 28. August von 09:30 – 15:45 Uhr statt. Nicht gerade ein geeigneter Termin, für die gewünschte Teilnehmergruppe anscheint passend. In der Beschreibung ist dazu zu lesen: „Die Tagung richtet sich an Lehrkräfte, Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Polizei und Justiz sowie in Verbänden und Vereinen, Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft und interessierte Bürgerinnen und Bürger.“ Also hauptsächlich an Berufsgruppen, welche als Multiplikatoren in Frage kommen und aus diesen Grund Indoktriniert werden sollen. Wie der Tagesordnung zu entnehmen, geht es in erster Linie um Gewaltpotenziale einer Religionsgemeinschaft, weniger um diese Religion selbst, sondern es soll sich mit Gefahren auseinandergesetzt werden, welche von dieser Religionsgemeinschaft ausgehen könnten. Letztlich wird es darum gehen, Ängste zu schüren, Vorurteile zu nähren und einem Beitrag zur Ablenkung der Menschen von ihren eigentlichen Problemen zu leisten.
Zur Ankündigung habe ich folgenden Kommentar mit Fragen hinterlassen:
Der Islam, es gibt wohl so ungefähr 76 verschiedene religiöse Strömungen und Richtungen, gegenwärtig gibt es etwa 3,5 Millionen muslimische Bewohner in der BRD, also was wird im Zusammenhang mit dieser Veranstaltung unter Islamismus verstanden? Handelt es sich dabei um Islamischen Fundamentalismus und/oder wird unter Islamismus der politische Islam als Ideologie gegensätzlicher Machtinteressen verstanden?

Montag, 29. Oktober 2012

Was sagen die gekündigten Arbeitskräfte dazu?

Es ist noch nicht lange her, als „Prinzipienritter“ zu Felde zogen, zwar nicht Arbeitsplätze vernichteten, aber doch Kündigungen veranlassten. Warum keine Arbeitsplätze vernichtet wurden, liegt daran, dass im Falle der Folgen der erklagten Neuausschreibung im Rettungsdienst des Landkreises Harz, wieder Arbeitskräfte gebraucht werden. Wessen Arbeitskraft hingegen gekauft wird, bleibt offen und liegt im Ermessen der Unternehmen, in jedem Fall wird der Preis niedriger sein, als der Preis der „vorsichtshalber“ gekündigten Arbeitskräfte gegenwärtig.
Heute ist der MZ zu entnehmen, dass die „Vergabe für  Rettungsdienst offen“ ist, da das Ausschreibungsverfahren einstweilig ausgesetzt wurde. Ursache für die Aussetzung ist, dass „von zwei potenziellen Bietern Nachprüfungsanträge gegen einzelne Bestimmungen aus den Unterlagen gesellt“ wurde. Somit lag kein Angebot vor, was zur Aussetzung bis zur Klärung führen könnte, die strittigen Punkte wurden Verhandelt, die Anträge zurückgewiesen und verworfen. Gegen diesen Beschluss kann eine sofortige Beschwerde beim Oberlandesgericht Naumburg eingelegt werden. Um welche Punkte es ging ist nicht zu erfahren, spielt für die Beschäftigten, welche im Zuge des Kreuzzuges um Marktanteile, welche vom ASB gekündigt wurden, wohl kaum eine Rolle. Wichtiger wäre für diese ein sicherer Arbeitsplatz mit entsprechender Bezahlung. Verloren haben die gekündigten Beschäftigten in jedem Fall, selbst wenn diese wieder eingestellt werden, wird das zu einem geringeren Lohn erfolgen, wie im August schon zu erfahren war. Die Alternative auch diesen Teil des Rettungsdienstes in Eigenbetrieb des Landkreises zu übernehmen, wird vom Landkreis wahrscheinlich nicht in Betracht gezogen, jedenfalls ist darüber nichts zu lesen. An anderer Stelle hatte ich dazu bemerkt: „denn es ist zu lesen: „der Eigenbetrieb sei von der Ausschreibung nicht betroffen, da es ein kreiseigener Betrieb ist. In diesem Fall brauchen die Leistungen nicht ausgeschrieben zu werden, wenn dieser die Aufgaben selbst erfüllen kann.“ Die logische Konsequenz für den Landkreis liegt somit auf der Hand, sie besteht in der Übernahme der entsprechenden ASB - Strukturen in den Eigenbetrieb. Damit würde der Landkreis in Zukunft sich eine Ausschreibungsprozedur sparen, was nicht nur Planungssicherheit für das eigene Unternehmen bedeutet, sondern auch ein höheres Maß an sozialer Sicherheit für die Mitarbeiter im Rettungswesen.“
So beleibt anzumerken, bei aller Streiterei und Auseinandersetzung, die Interessen der Beschäftigten spielen kein Rolle, oder zumindest nur eine untergeordnete. Und was sagen die gekündigten Arbeitskräfte eigentlich selbst dazu?

Freitag, 26. Oktober 2012

Kabarett 11.12.

Kabarett 11.12.
Heute erhielt ich die nun schon obligatorische E-Mail mit dem Verweis auf die nächste Kabarettveranstaltung im Kulturzentrum Reichenstraße. Im Rahmen dieser Ankündigung wird auf eine Aktion verwiesen, welche dem Verein 1000,-€ bescheiden könnte, welche dieser durchaus gebrauchen kann. Aber welcher Verein kann das nicht? Und so werden auch andere Vereine um Stimmen werben, ich selbst erhielt in den letzten Tagen wenigsten drei Aufforderungen für Vereine zu zu stimmten, gestimmt habe ich für den Dachverein und das aus guten Gründen!
Hier nun das erwähnte E-Mail:

Liebe KabarettFreundInnen,
allles wird teurer, alle jammern über's Geld - wir auch!
  1. Thilo Seibel in seinem neuesten Kabarett-Programm "Das wird teuer!" - siehe unten
  2. Das KuZ Reichenstrasse nimmt an der Aktion "1000€ für 1000 Vereine" teil und bittet um Mithilfe. Stimmt für uns ab!
    Bitte helft uns bis zum 6.November unter die ersten 250 (!) Vereine in unserer Kategorie (Mitglieder 1-50) zu kommen!
    https://verein.ing-diba.de/kinder-und-jugend/06484/dachverein-reichenstrasse-ev
    Ihr müsst nur eure Handynummer eingeben und erhaltet 3 Codes zum Abstimmten. Ihr könnt alle 3 Codes demselben Verein zukommen lassen. Mobilisiert alle eure Freunde und Bekannten, auch jene die über keinen Internetzugang verfügen, und lasst euch die Codes geben! ;-)
    Abstimmen und weitersagen! Danke!

Mit besten Grüßen
& vielsten Dank!

Kabarett-Organisation

*  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *  *
die Homepage der guten Unterhaltung im Harzkreis: www.kabarett-genial.de

Das wird teuer - Kabarett in der Reichenstrasse

QLB/HZ. Über das Geld reden bzw. jammern alle - nicht zuletzt unsere Politiker. Zu diesem Thema hat sich die Kleinkustreihe KABARETTgenial! einen Fachmann eingeladen - den Polithandwerker Thilo Seibel. Der Kölner Kabarettist wagt den Blick hinter die Kulissen der Geld-Welt. "Das wird teuer - ein Polithandwerker greift durch" heißt deshalb auch sein aktuelles Solo.

Egal ob Atommüll, Gesundheitsreform, Wasserschaden oder Krankenhausnotaufnahme wegen verhakter Intimpiercings beim Seitensprung - der Fachmann weiß: Das wird teuer! Man kennt diesen Satz - vom Handwerker. Aber der Handwerker sagt es Ihnen wenigstens vor der Arbeit. Der Politiker sagt es erst nach der Wahl.
Thilo Seibel führt Sie durch die Welt der aktuellen politischen Fehlentscheidungen. Wenn er nicht weiter weiß, fragt der den Fachmann: Harry Meissner, Installateur, 10 Jahre Chefklempner im Berliner Regierungsviertel. Dieser Dirty Harry der politischen Sanitärabteilung hat für alles eine Lösung, denn: "Rohrbruch fängt im Kopf an." Er weiß alles. Er weiß, welchen Zement Ursula von der Leyen für ihr Lächeln verwendet, welche Schraube man bei Angela Merkel anziehen muss, damit die CDU unter der 30%-Hürde auseinanderfällt wie ein Ikea-Regal. Und er weiß, wer in diesem Land die Entscheidungen trifft, denn er weiß, wer bei der letzten Koalitionsrunde im Kanzleramt unter der Spüle vergessen wurde.
Spieltermin-Übersicht:
Do
01.11.2012 | 20:00 Uhr | Soziokulturelles Zentrum Zora e.V. | Halberstadt
Fr 02.11.2012 | 20:00 Uhr | Kulturzentrum Reichenstraße e.V. | Quedlinburg
Sa 03.11.2012 | 19:30 Uhr | Remise des Wernigeröder Kunst- & Kulturvereins e.V. | Wernigerode
Kartenvorbestellung per E-Mail unter kabarett@genial.ms, weitere Infos unter www.kabarett-genial.de


Sonntag, 24. Juni 2012

Bücher vom Dachboden, eine Idee und Gedanken zur Freiheit!

Bücher vom Dachboden, eine Idee und Gedanken zur Freiheit!
Des öfteren steige ich auf den Dachboden und krame in den Bücherkisten, welche nach dem letzten Umzug nicht ausgepackt wurden. Einige Bücher landeten so wieder im Regal, andere im Buchladen Büchercouch Quedlinburg, gelegentlich als Tauschobjekt. So ertauschte ich mir vor einigen Wochen ein Buch von Otto Gotsche, mit dem Titel „… und haben nur den Zorn“. Im Roman geht es um Ereignisse während des dreißigjährigen Krieges im Harz und Harzvorland, speziell darum, wie die Bevölkerung unter diesem Krieg leiden musste, wie sich die eigenen Fürsten verhielten und zu welchen Maßnahmen vor allem Bauern und Bergleute aus dem Harzraum gegriffen haben, um sich der Willkür der verschiedensten, das Land verwüstenden Truppen zu entziehen und erfolgreich Gegenwehr organisierten. Nicht nur das in diesem Buch Ereignisse des dreißigjährigen Krieges aus Sicht „einfacher“ Menschen geschildert und die Folgen für diese beschrieben werden, sondern auch die Ansiedlung in der Region, mit seinen Orten, macht es interessant. Beim lesen werden in Gedanken die heute noch existierenden Orte aufgerufen und vermitteln so sehr anschaulich die Bewegung der Akteure im Harz und Harzvorland. Letztlich war es den Harzschützen über die Jahre gelungen, den Landsknechten den Durchgang durch den Harz weitestgehend zu verwehren, so das diese immer um den Harz herum mussten und weite Teile des Harzes als sicheres Rückzugsgebiet für Bauern, Bergleute und andere zur Verfügung standen. Dabei handelte es sich bei dieser Bewegung durchaus um etwas neues, diese Menschen, von schrecklichen Erfahrungen geprägt, kämpften für ihr eigenes Interesse und ließen sich von keiner Gruppierung vereinnahmen. So stellte ein Adliger nach einem Gespräch mit den Harzschützen fest, dass diese keine Patrioten sind, sonder Rebellen!
Dieses Buch habe ich in Folge eines Gespräches zur Hand genommen, welches mich animierte ein Thema für eine historische Radwanderung im Harzgebiet zu suchen und am Rande einer Veranstaltung im Rahmen des diesjährigen Quedlinburger Bücherfrühlings stattgefunden hat. Mit dem Buch habe ich nicht nur das Thema gefunden, sondern auch die Eckpunkte für eine solche Radwanderung, welche über mehrere Tage angedacht ist und durch entsprechende Vorträge zum Thema, sowie Besichtigungen entsprechender historischer Orte abgerundet wird.
Da auch dieses Thema sehr viel mit Freiheit zu tun hat, hier einige Punkte, welche ich vor einiger Zeit einem anderen Buch entnommen habe, nachdem ich dieses vom Boden geholt hatte und an anderer Stelle vor über zwei Jahren schon veröffentlicht hatte.

Montag, 22. Februar 2010

Verlorenes Kulturgut und dessen nachträgliche Instrumentalisierung!

Verlorenes Kulturgut und dessen nachträgliche Instrumentalisierung!
Nun, es ist immer traurig wenn Kulturgut verloren geht. Und so wurden vor 40 Jahren die Reste der Paulskirche in Halberstadt gesprengt. Dieses ist der MZ einen Beitrag wert und dieser ist mit der reißerischen Überschrift: „Bürgerprotest einfach ignoriert“, in der heutigen Ausgabe, Seite 12 zu finden. Die Überschrift ist unterschrieben mit: „Halberstadt galt bis zur politischen Wende 1989 als Synonym für Verfall und Abriss von Häusern, darunter auch Kirchenbauten. Vor 40 Jahren wurde die Paulskirche abgerissen.“
Andere abgerissene Kirchen werden zwar nicht erwähnt, aber immerhin, es wurde der Teufel an die Wand gemalt. Hier in Form der unchristlichen DDR, die sich erlaubte, Ruinen, welche der zweite Weltkrieg hinterlassen hatte, eben auch mal abzureißen, wenn die Eigentümer kein Interesse an diesen mehr zeigten. Dieses war nämlich im Falle der Paulskirche so, welches im Text genauso angedeutet wird, wie die Zerstörung der Kirche im zweiten Weltkrieg.