Zitat:

Es setzt sich nur so viel Wahrheit durch, als wir durchsetzen; der Sieg der Vernunft kann nur der Sieg der Vernünftigen sein. - Bertold Brecht, „Leben des Galilei“

Zitat:

„Bedrohlich ist das Volk für die Herrschenden, wenn es ohne Furcht ist.“ -Tacitus (römischer Historiker)

Zitat:

Die Furcht vor Übervölkerung tritt stets in Perioden auf, in denen der bestehende Sozialzustand im Zerfall begriffen ist. August Bebel

Samstag, 20. Februar 2016

Im Wahlkampf darf das Elend nicht zu kurz kommen!

Allerdings beschäftigen sich die Kandidaten der Partei die Linke zumindest mit diesem Thema! Die Argumente des Spitzenkandidaten sind zwar mit Allgemeinplätzen und Floskeln gespickt, was üblicherweise ein allgemeiner Zustand bei Argumenten im Wahlkampf ist. Allerdings ist die PdL die einzige im Bundestag und in den Länderparlamenten vertretene Partei, welche sich offen gegen Krieg und Kriegseinsätze der Bundeswehr ausspricht.
Zwei Kommentare zu einem Text auf Facebook habe ich geschrieben, es geht um Wahlkampf und ein Wahlkämpfer der PdL, welcher auch gewählt werden möchte, am besten ins höchste politische Amt des Landes, war zum Besuch bei einer Tafel. Gepriesen werden sie gern und gelobt das ehrenamtliche Engagement der Menschen, welche dafür sorgen, dass die Almosen verteilt werden. Zum Beitrag auf Facebook habe ich an zwei verschiedenen Stellen, folgende Kommentare hinterlassen:
  1. Tafeln, nein da geht es nicht um Solidarität, da geht es um Almosen! Der Unterschied zwischen Solidarität und Almosen sollte einem linken Politiker eigentlich bekannt sein. Aber auch die Almosenempfänger sind Wähler, nur was soll getan werden, um sie aus ihrem Elend zu befreien?
  2. Armes Deutschland? Nein, Deutschland ist reich, eines der reichsten Länder der Welt, mit einigen wenigen sehr reichen Menschen! Dieses Land kann sich die Armut leisten, und desto mehr Arme, desto reicher die Reichen. Deutschland kann sich sogar leisten Kriege zu führen, eine der teuersten Angelegenheiten überhaupt und das mit Waffen, welche manchen medialen Bericht folgend, in einem miserablen Zustand sind! Das ist Luxus, das ist keine Armut! Und die Tafeln, was machen diese, sie füttern Menschen mit Wohlstandmüll, den um etwas anderes geht es nicht. Almosenverteilung und wer spendet diese? Ja es wird sogar ein Geschäft daraus gemacht, selbst Elend lässt sich vermarkten und damit sogar Geld verdienen. Nein, Deutschland ist kein armes Land, es ist ein sehr reiches Land, in Sachsen-Anhalt ist Wahlkampf und die Tafelnutzer sind Wähler!
P.S. Nun könnte jemand auf den Gedanken kommen, warum ich die Linke kritisiere und im Zusammenhang mit den Landtagswahlen nicht die Kandidaten anderer Parteien berücksichtige. Dazu nur soviel, Kritik hat durchaus etwas mit Zuneigung zu tun, Kritik braucht einen würdigen Gegenstand, dabei kann gestritten werden, aber wenn ich schaue, welche Parteien ihre Kandidaten in die Spur schicken und welchen von diesen es möglich ist, in den Landtag einzuziehen, ist mir die Partei die Linke noch am nächsten. Allein schon aus diesem Grund, verdient sie Kritik, letztlich ist diese Partei aber auch nur das kleinere Übel.

Montag, 15. Februar 2016

... was soll das Philosophenzeug?

In der Mailingliste der Freidenker findet sich eine Diskussion, überschrieben ist sie zwar anders, allerdings spielte in den letzten Beiträge der Begriff der Wahrheit eine Rolle, objektiv, relativ, absolut waren dabei anzutreffende Attribute. Ein interessantes Thema, bedenkenswert und es macht Sinn nachzulesen, Wissen wieder aufzufrischen und sich seines weltanschaulich materialistischen Standpunktes zu erinnern. Als Antwort formulierte ich folgenden Text, wobei zugegebenermaßen das Meiste abgeschrieben ist:
Ja ..., der Klapperstorch bringt die Kinder … nicht und was soll das Philosophenzeug?
Philosophie, die Liebe zur Weisheit, ich hatte auch mal gelernt, das Philosophie das Nachdenken über das Leben ist und diesem Nachdenken die Wissenschaften geschuldet sind. Heute wird weiter nachgedacht über das Leben und wir wären keine Menschen, wenn wir dieses nicht tun würden. Woher kommen wir, wohin gehen wir, was sind wir, wer sind wir, was ist Wahrheit, was Irrtum, was Lüge und viele andere Fragen werden immer wieder gestellt und beantwortet. Das der jeweilige Erkenntnisstand dabei ein Rolle spielt, wird heute wohl kaum jemand bestreiten und so wird auch die Frage nach der Wahrheit gestellt. Ja die Wahrheit, ein Recht auf Meinungsfreiheit ist im Grundgesetz festgeschrieben, ein Recht auf Wahrheit gibt es nicht! Allerdings gilt es in jedem Zusammenhang, die Zusammenhänge zu klären und um Verständnis zu erlangen, um zu verstehen, macht es Sinn sich über Begriffsinhalte zu verständigen.
Die Frage, was Wahrheit sei und wie man sie überprüfen könne, bewegt die Philosophen seit mehr als 2500 Jahren. Nur warum beschäftigen sich Menschen mit dieser Frage und welche Bedeutung hat sie? Und so würde es Sinn machen diese Bedeutung zu klären, sich mit den Begriff der Wahrheit auseinanderzusetzen, Objektivität der Wahrheit zu klären, allerdings spielt in diesem Zusammenhang auch verschiedene Prädikate ein Rolle, der folgende, abgeschriebene Text setzt sich mit drei Arten von Wahrheit auseinander:

Das dialektische Verhältnis von relativer und absoluter Wahrheit1
Mitunter wird gefragt, ob es richtig sei, dass die marxistische Erkenntnistheorie drei Arten von Wahrheiten unterscheidet, die objektive, die relative und die absolute Wahrheit. Diese Frage muss kategorisch verneint werden. Wenn wir es mit einer Erkenntnis zu tun haben, die mit dem von ihr abgebildeten Gegenstand wirklich übereinstimmt, dann ist diese Erkenntnis zugleich objektiv, relativ und absolut wahr. Es kann tatsächlich immer nur eine Wahrheit geben. Die Prädikate >>objektiv<<, >>relativ<< und >>absolut<< beziehen sich auf eine kategoriale Unterscheidung, das heißt auf eine Differenzierung im Denken, die aber notwendig ist, um den Erkenntnisprozess – vor allem in den Wissenschaften – richtig erklären zu können. Wir haben es also mit zwei Fragestellungen zu tun.
Erstens: Sind wir zu einer wahren Abbildung der objektiven Realität mittels des rationalen Denkens fähig, das heißt, gibt es eine objektive Wahrheit?

Samstag, 13. Februar 2016

"Meckern und Maulen verändert gar nichts" - Gedanken zu einen Kommentar

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Heute ist Samstag und Wochenende und somit gibt es die Wochenendausgabe der MZ. In der letzten Wochenendausgabe fand sich ein Kommentar zum Wahlzirkus, geschrieben vom verantwortlichen Redakteur der Quedlinburger Seiten und ob dieser Beitrag im Netz zu finden ist, kann ich nicht sagen, habe nicht gesucht. Zum Kommentar wollte ich schon früher etwas schreiben, allein ich habe es versäumt und so ist eine Woche vergangen. Aber lieber spät als nie und da nun regelmäßig Kandidaten in der MZ vorgestellt werden, in der Ausgabe mit gegenständlichen Kommentar einer der Quedlinburger Platzhirsche, mit seinen Vorhaben, Ambitionen und so weiter und so fort, wird es Zeit. Hier erst mal meine Gedanken zum Kommentar, in der MZ vom 6/7. Februar 2016, Lokales, Seite 8!
Warum eigentlich? Weil der Kommentar mit „Meckern reicht nicht“ überschrieben ist? Oder weil selten „der Abstand zwischen der Politik und dem „kleinen Mann auf der Straße“ so groß wie in diesen Tagen“ war? Vielleicht geht es ja auch um den gefühlten „Abstand vom Harz bis zum Kanzleramt – oder wahlweise bis zur Magdeburger Staatskanzlei“? Dabei können Gefühle täuschen und wer ist/sind schon der kleine „Mann auf der Straße“, etwa Obdachlose unter 1,62 Meter? Wo bleibt die kleine Frau? Dabei soll es in Magdeburg mehr Brücken geben als in Quedlinburg, in Berlin gibt es sicher noch mehr Brücken, … aber das führt zu weit, so findet der „kleine Mann“ unter der Brücke keine Erwähnung.
„Viele Menschen fühlen sich von Landes- und Bundespolitik schlecht regiert“, ist zu lesen, was das wohl wieder bedeutet? Wollen die Menschen überhaupt reagiert werden? Hat was von Diktatur und einmal davon abgesehen, dass es durchaus Sinn macht, die entsprechende Diktatur hinter der entsprechenden Demokratie zu ergründen, wird so zumindest der Glaube an Demokratie in Frage gestellt. Allerdings ist fraglich ob der Redakteur hier bewusst demokratisches Sein in diesem Land in Frage stellt, oder ob ihn nur ein Lapsus unterlaufen ist? Vom regiert werden ist eigentlich nur selten die Rede, eher wird im Zusammenhang mit Wahlen von Interessenvertretung geschwafelt. Also nicht schlecht regiert, wähle dem, der Deine Interessen im Parlament am besten zertritt, sondern Interessen schlecht vertreten, im Sinne gut zertreten! Was letztlich aufs Selbe hinausläuft, allerdings die Illusion von der Vertreterdemokratie zerstört, in dem die Zertreterdemokratie offenbart. Ob das allerdings der Autor des Kommentars genauso sieht ist zu bezweifeln, den ihm geht es eher um eine Ehrenrettung parlamentarisch demokratischen Seins, dem Wähler wird der schwarze Peter zugeschoben und so die Illusion genährt, dass dieser etwas mittels kreuzen eines Wahlzettels verändern könnte!

Mittwoch, 27. Januar 2016

... der Wille ist stark, allein der Geist ist schwach!

Der Wahlkampf in Sachsen-Anhalt wirft seine Schatten und so fand sich in der Jungen Welt ein Beitrag zur Wahlwerbung der Partei Die Linke, auf welchen auf der Facebookseite der Zeitung verwiesen wurde. Gegenstand ist die Wahlwerbung des Spitzenkandidaten der Partei Die Linken auf Plakaten. Trotzig kommt diese daher, Schlagworte sollen helfen, die Kandidatur des „ewigen Kandidaten“ mit Erfolg zu krönen.
Zum Beitrag auf Facebook habe ich folgenden Kommentar hinterlassen:
Wahlkampf in Sachsen-Anhalt, der Wille ist stark, allein der Geist ist schwach!

Sonntag, 24. Januar 2016

Wahlkampf mit Schlagwort geschwängerten Aussagen

In Sachsen-Anhalt wird dieses Jahr ein neues Landesparlament gewählt und der Wahlkampf hat begonnen. Eigentlich geht er schon einige Zeit, wobei fraglich ist, ob die Parteien überhaupt aufhören Wahlkampf zu betreiben, sie lassen meistens nur in der Intensität etwas nach. Allerdings kurz vor der Wahl wird noch einmal richtig Gas gegeben, Wahlmaterialien verteilt, Wahlplakate entworfen, vorgestellt und aufgehängt. Das dabei so manch kurioses zu entdecken ist, verwundert nicht, manch Aussage ist bedenkenswert und manch Aussage kommt fragwürdig daher, zu fragen ist, ob die Initiatoren so mancher Schlagwort geschwängerten Aussage über deren Inhalt überhaupt nachgedacht haben, oder ob sie diesen einfach nur gut fanden, aus welchem Grund auch immer.
So hat der Spitzenkandidat der Partei Die Linke Schlagwort geschwängerte Plakate mit seinem Konterfei zur Verfügung und auf einen kommt er als „Frauenversteher“ daher, was wiederum Anlas zur Diskussion gibt, insbesondere auch auf der Facebookseite der Partei, aber nicht nur da, denn er hat es auch auf die Titelseite der MZ geschafft. Zwar ist die Zahl der Leser dieser Zeitung rückläufig, aber immerhin ist es der Zeitung einen Beitrag wert. Und da in der Politik oft davon ausgegangen wird, dass es auf die Werbung ankommt, dabei das Vorzeichen egal zu sein scheint, doch ein Erfolg. Letztlich veranlasste mich der Beitrag in der MZ, die Facebookseite der Partei in Sachsen-Anhalt aufzusuchen und die Diskussion zu verfolgen. Wobei weniger von Diskussion gesprochen werden kann, als vielmehr von einem Schlagabtausch, was allerdings für dieses Medium nicht ungewöhnlich ist. Zu finden sich substanzielle, wie auch substanzlose Beiträge. Das verrissen und auch geschmäht wird, ist nicht ungewöhnlich, aber davon kann sich jeder selbst überzeugen, da die Seite öffentlich ist. Ich hatte einige Gedanken zu Kommentaren niedergeschrieben, wobei nur die im folgenden blau hinterlegten von mir an entsprechender Stelle veröffentlicht wurden.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Zukunftsperspektiven: Schwan, Krebs und Hecht

Zukunftsperspektiven: Schwan, Krebs und Hecht: Schwan, Krebs und Hecht (von Krylow) Ein Schwan, ein Krebs und auch ein Hecht, spazierten einmal recht und schlecht und do...

 

 

Das war einmal, nicht die Fabel, sondern die Seite ... 17.09.22

Gedanken zu einem Aufruf, welcher anregt nachzudenken.

Hallo, eine interessante Sicht auf die Weltsituation, findet sich in einem Beitrag, welcher auf der Suche nach Alternativen ist. Festgestellt wird, dass die Menschheit „in der Sackgasse“ steckt, zu fragen bleibt, ob dem so ist und wenn dem so ist, ob sie dort feststeckt? Letzteres ist zu verneinen, da Entwicklung eine Form der Bewegung und diese unendlich, zumindest von einem weltanschaulich materialistischen Standpunkt. Die Sackgasse selbst, entpuppt sich als ein Weg, welcher zwar nicht das Ziel, aber dem Ziel entgegen führt. Sackgasse ist allerdings auch nicht richtig, da der Ausweg aus der Sackgasse vorgegeben ist, er führt zurück! Und ist menschliche Entwicklung jüngst nicht rückläufig gewesen? Fraglich wie umfassend gesellschaftlicher Rückschritt sein kann? Historisch betrachtet nicht unerheblich, sind in der Geschichte dergleichen Rückschritte bekannt, allein sie führten nur aus der Sackgasse heraus, in dem die Sackgasse über kurz oder lang beseitigt wurde.
Richtigerweise werden Problem im kapitalistischem System verortet, besser noch, es werden die Ursachen der Probleme dort gesehen. Allerdings werden diese wie heute oft üblich an menschlichen Eigenschaften festgemacht. Eine der populärsten Eigenschaften ist gegenwärtig die Gier, im besonderem Fall die Gier nach Profit, unersättlich noch dazu, wobei jeder wissen sollte, wohin Unersättlichkeit führt, zum großen Knall, oder Platzen. Und so platzte in der Vergangenheit so manche Blase, welche sich bei genauerer Betrachtung als Krise erwiesen, zyklisch können sie sein, dies Krisen, strukturell, oder wie auch immer, unterm Strich handelt es sich um Systemkrisen, welche nicht nur die 'Wirtschaft, sondern die gesamte Gesellschaft erschüttern. Allein eine menschliche Eigenschaft wie die Gier kann dafür nicht verantwortlich gemacht werden. Lösungen werden gegen die Folgen der Krisen gesucht, meistens werden allerdings nur Löcher gestopft, in dem neue, größere Löcher geschaffen werden. Aber es gibt im System selbst weitere Lösungsszenarien, von denen Gebrauch gemacht wird, eines heißt Krieg! Und gerade auf dieses wird in jüngerer Vergangenheit immer häufiger zurückgegriffen. Erinnert sei in diesem Zusammenhang, dass im letzten Jahrhundert zweimal große Wirtschaftskrisen mittels Kriege entschärft wurden, die Folgen dürften allseits bekannt sein! Eine Lösung im Sinne gesellschaftlichen Fortschritts ist im System des Kapitals allerdings nicht zu erreichen, da selbst die größten Kriege, mit ihrem enormen Vernichtungspotenzial an Produktivkräften, die Probleme kapitalistischen Seins nicht bewältigen können.

Samstag, 16. Januar 2016

Einen Hinweis habe ich erhalten, es ...

Einen Hinweis habe ich erhalten, es wird eine Demo geben, das Thema nicht uninteressant, aber den eigentlichen gesellschaftlichen Verhältnissen nicht Rechnung tragend. Letztlich wird der Bauer in unserer Gesellschaft auf dem selben Altar geopfert werden, wie der Kleinbürger, welcher im Laufe der Zeit durch den Mittelstand ersetzt wurde. Gelegentlich ist er noch anzutreffen, allerdings hat er in der Regel seine Eigenständigkeit verloren. Und so ist das Thema: „Wir haben Agrarindustrie satt!“ eher ein verzweifelter Hilfeschrei, als eine realistische Suche nach einer Lösung der aufgezeigten Probleme.
„Was uns verbindet: wir fordern den Stopp der industriellen Landwirtschaft & Lebensmittelproduktion und eine Förderung bäuerlicher Betriebe!“
Wir haben es satt! Wirklich, haben wir die Agrarindustrie satt? Oder was haben wir eigentlich satt, oder sollten zumindest satt haben?
Zwei Ansätze des Nachdenkens zum Thema:
1.) Nettes Demothema, wir haben es satt, weil wir satt sind und uns leisten können, es satt zu haben!? Die Forderungen sind schlicht naiv zu nennen wenn nicht* … und wer eine moderne Landwirtschaft haben möchte, welche am Interesse des Menschen orientiert, der kommt grundsätzlich um *fundamentale Kapitalismuskritik nicht herum! Dabei ist es verständlich, dass der Bauer Agrarindustrie satt hat, bedeutet die Agrarindustrie doch die Abschaffung des Bauern als gesellschaftliches Subjekt.